Ich bin das Brot des Lebens - Eine Einladung zum Satt werden
- Peter Köttritsch
- vor 5 Tagen
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
"Schatz was gibt es zu essen?"
"Nichts!"
"Das gab es schon gestern!"
"Ich hab auch für zwei Tage gekocht!"
Es heißt: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.“
Gemeinsam zu essen ist nicht nur im Orient ein „Beziehungsbrückenbauer“. Deshalb ist Essen beim Alphakurs ein ganz wesentlicher Bestandteil.
Essen und Trinken gehört zu unseren elementarsten Grundbedürfnissen. Aber auf der anderen Seite zitiert Jesus, als er einmal sehr hungrig war, 5. Mose 8,3, wo es heißt: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern er lebt … von jedem Wort, das aus dem Mund des HERRN kommt.
Sabine hat uns letzte Woche sehr anschaulich vor Augen geführt, wie der Tod und die Auferstehung von Jesus uns eine ungeahnte Freiheit geschenkt hat. Jesus allein verdanken wir unsere Freiheit.
Er war und ist ein ganz besonderer Mann. Er hat nicht nur Ungeheuerliches von sich behauptet (zumindest für viele seiner damaligen Zuhörer), sondern mit seinem Leben den Beweis angetreten, dass das, was er gesagt hat, eben keine leeren Worte waren.
Seine Reden wurden von seinen Taten mehr als bestätigt.
Deshalb möchte ich heute mit einer neuen Predigtserie beginnen. Und zwar über eine Reihe von starken, herausfordernden und richtungsweisenden Worten Jesu: Den „Ich bin“ Worten.
Im Johannesevangelium sind uns 7 dieser berühmten bildhaften „Ich bin Worte“ Jesu überliefert. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weitere Erwähnungen der „Ich bin Formel“ (griechisch: ego eimi), z.B.: Als Jesus auf dem Wasser zu den Jüngern stieß, begrüßte er sie mit den Worten:
„Ich bin es, fürchtet euch nicht!“ (Johannes 6,20)
Warum spreche ich von der „Ich bin Formel“? DER Name Gottes im Alten Testament sind vier hebräische Buchstaben: JHWH (wahrscheinlich Jahwe ausgesprochen; früher Jehova) und bedeutet: „Ich bin“.
Der Name Gottes ist den Juden so heilig, dass sie ihn bis heute nicht aussprechen. Sie sagen stattdessen „Adonai“ (=HERR)
Jesus hat zwar nicht hebräisch, sondern aramäisch gesprochen, aber wenn man diese Zusammenhänge sieht, dann wird klar, warum die religiöse Führungsschicht Jesus so feindselig gegenübergestanden ist, wenn er von sich als „Ich bin“ gesprochen hat.
Ich habe vorhin erwähnt, dass Jesus ein ganz besonderer Mann war.
In unserer Zeit wird Männlichkeit oft mit dem Wort „toxisch“ (giftig) in Verbindung gebracht. Und Ja, toxische Männlichkeit ist ein großes Problem: Wenn Männer ihre Partnerinnen unterdrücken, weil sie glauben, immer dominant und überlegen sein zu müssen. Oder wenn sie Probleme mit Aggression lösen wollen, weil sie nie gelernt haben, mit ihren Gefühlen umzugehen.
Jesus ist aber der Archetyp gesunder Männlichkeit.
Positive Männlichkeit zeichnet sich aus durch:
· Verantwortung übernehmen
· mutig sein
· andere schützen
· gleichzeitig Gefühle zeigen und respektvoll handeln
Jesus war kein „Softie“, sondern ein echter „Kerl“, der:
· gewusst hat, wer er ist (Identität)
· ein klares Ziel hatte und sich nicht vor seinem Weg abbringen ließ
· seine Stärke nicht missbraucht hat um auf Schwächere herab zu sehen – ganz im Gegenteil: z.B. Umgang mit der Ehebrecherin (Johannes 8)
· seine Gefühle nicht versteckt hat, aber sich auch nicht von ihnen beherrschen ließ
· andere Männer herausgerufen, geprägt und inspiriert hat
Deshalb folge ich diesem Mann nach!
Wir beginnen unsere Serie mit den Worten von Jesus Christus aus Johannes 6,35:
„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird niemals hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals dürsten.“
Das ist keine poetische Metapher ohne Gewicht. Das ist eine Realität. Eine geistliche Wirklichkeit, die dein Leben komplett verändern kann.
Der Hunger, den nichts auf dieser Welt stillen kann
Jeder Mensch kennt Hunger. Nicht nur körperlich – sondern innerlich.
Du kannst Erfolg haben, Beziehungen, Geld, Sicherheit – und trotzdem bleibt da etwas leer. Warum?
Weil du für mehr geschaffen bist.
Du bist nicht für bloße Existenz geschaffen, sondern für Gemeinschaft mit Gott.
Normales Brot stillt den Hunger in deinem Körper – für ein paar Stunden. Dann kommt der Hunger zurück.
Du isst → du wirst satt → du wirst wieder hungrig
Du erreichst ein Ziel → du bist erfüllt → dann wieder leer
Du fährst auf Urlaub → du bist erholt → bald wieder urlaubsreif
Das ist der Kreislauf dieser Welt. Jeder Hunger kehrt früher oder später wieder zurück.
Aber Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens“
Er sagt nicht: Ich gebe Brot. Er sagt: Ich bin das Brot.
Das bedeutet: Die Lösung für unseren Hunger ist keine Sache – es ist eine Person.
Dieses „Ich bin das Brot“- Wort kommt sogar drei Mal in Johannes 6 vor. Das heißt, es ist besonders wichtig!
Das dritte Mal spitzt Jesus seine Aussage sogar noch weiter zu: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer dieses Brot isst, wird ewig leben; dieses Brot ist mein Fleisch, ich gebe es, damit die Welt leben kann. (Johannes 6,51)
Und dann wird Jesus noch deutlicher:
Ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, könnt ihr das ewige Leben nicht in euch haben.
Wer aber mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn am letzten Tag auferwecken. (Johannes 6,53+54)
Was bedeutet es, Jesus zu „essen“?
Das klingt im ersten Moment radikal – und genau so war es auch für seine Zuhörer. Aber er spricht nicht von Kannibalismus!
Viele sind damals gegangen, weil sie das nicht verstanden haben. Es ist nachvollziehbar, dass einige Nachfolger Jesu ihn nach diesen Worten verlassen haben.
Da fragte Jesus die Zwölf: Werdet ihr auch weggehen?
Simon Petrus antwortete: Herr, zu wem sollten wir gehen? Nur du hast Worte, die ewiges Leben schenken. (Johannes 6,67+68)
„Jesus essen“ bedeutet:
Ihn aufnehmen
Ihm ganz vertrauen
Ihn zur Quelle deines Lebens machen
Seine Wahrheit in dich hineinlassen, bis sie dich verändert
Es bedeutet mehr als an ihn zu glauben – es bedeutet, von ihm zu leben.
Was passiert mit der Nahrung, wenn wir essen? Sie wird Teil unseres Körpers! Genau so will Jesus Teil deines Denkens, deines Herzens, deiner Identität werden.
Wenn wir unseren Körper nicht gesund ernähren, werden wir die negativen Folgen spüren. Noch viel wichtiger ist es, unsere Seele - und vor allem unseren Geist - mit der besten geistlichen Nahrung zu versorgen, die es gibt: 5. Mose 8,3: s.o.!
Warum Jesus mehr sättigt als alles andere
Normales Essen wirkt von außen nach innen. Jesus wirkt von innen nach außen.
Normales Essen gibt dir Energie, hält dich am Leben, vergeht wieder. Jesus gibt dir Identität, gibt dir Frieden, der nicht von Umständen abhängt, gibt dir Leben, das niemals endet.
Wenn du Jesus „isst“, passiert etwas Übernatürliches:
👉 Deine innere Leere wird durch Gegenwart ersetzt
👉 Deine Angst wird durch Frieden ersetzt
👉 Deine Orientierungslosigkeit wird durch Bestimmung ersetzt
Du hörst auf, ständig nach dem nächsten „Kick“ zu suchen, weil du an der Quelle angekommen bist.
Ewiger Nutzen – was dir Jesus wirklich schenkt
Wenn du Jesus von ganzem Herzen vertraust, bekommst du nicht nur „Hilfe im Leben“ – du bekommst ein völlig neues Leben.
1. Ewiges Leben beginnt jetzt
Ewigkeit ist nicht erst nach dem Tod.
Ewiges Leben ist eine Qualität von Leben – ein Leben in Verbindung mit Gott.
Du trägst Ewigkeit in dir.
2. Unerschütterlicher Frieden
Die Welt gibt Frieden, wenn alles gut läuft. Jesus gibt Frieden mitten im Sturm. Bsp.: Bei der Sturmstillung (Markus 4 u.a.) sagt Jesus sinngemäß: „Warum fürchtet ihr euch? Ich bin doch da!“
Ein Frieden, der nicht erklärbar ist – aber real.
3. Neue Identität
Du bist nicht mehr definiert durch: deine Vergangenheit, deine Fehler, deine Begrenzungen
Du bist: angenommen, geliebt, berufen
4. Tiefe Freude
Keine oberflächliche Happiness – sondern eine Freude, die bleibt, selbst wenn es schwer wird.
5. Geistliche Kraft
Du bist nicht mehr auf dich allein gestellt.
Gottes Kraft wirkt in dir: um zu lieben, wo es schwer ist, um Hoffnung zu behalten, wo alles dagegen spricht, um zu überwinden
6. Ewige Gewissheit (ist tiefer als Sicherheit!)
Das, was Jesus gibt, kann dir niemand nehmen.
Nicht Umstände. Nicht Menschen. Nicht einmal der Tod.
Warum viele trotzdem hungrig bleiben
Nicht, weil Jesus nicht genug ist – sondern weil sie nur „probieren“, aber nicht wirklich essen.
Ein bisschen Jesus reicht nicht. Und Jesus ist sehr exklusiv:
Du kannst nicht sagen: „Ich will Jesus UND meine alten Sicherheiten“
„Ich will Jesus, aber ich vertraue mir selbst mehr“
Satt sein in Jesus kommt durch Hingabe.
Wenn du es bisher noch nicht ganz getan hast, möchte ich dich einladen:
Jesus zwingt niemanden. Er lädt ein.
Nicht zu Religion. Nicht zu Regeln. Sondern zu sich selbst.
👉 „Komm zu mir“
👉 „Vertrau mir“
👉 „Lebe aus mir“
Praktisch: Wie „isst“ man das Brot des Lebens?
Verbringe Zeit mit ihm (Gebet, Stille)
Nimm sein Wort ernst und lass es in dein Herz
Vertraue ihm konkret in deinem Alltag
Gib ihm Bereiche, die du bisher festgehalten hast
Es ist Beziehung, nicht Leistung.
Die Welt sagt: 👉 „Du brauchst mehr, um erfüllt zu sein.“
Jesus sagt: 👉 „Du brauchst mich.“
Und wenn du ihn gefunden hast, merkst du: Du hast nicht nur genug. Du hast Überfluss.
Jesus ist nicht eine Option unter vielen.
Er ist die Antwort auf den tiefsten Hunger deiner Seele.
„Ich bin das Brot des Lebens.“
Die Frage ist nicht: Gibt es genug?
Die Frage ist: Wirst du davon essen?




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