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Heilig

  • Karin Staple
  • 24. Mai
  • 9 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Mai


Pfingsten!


Sommer ist die Zeit, wo gerne gefeiert wird. Die Sonne scheint und man kann draußen sitzen, grillen, bis in die Nacht hinein, open air, angenehm lau, Insekten :) Na, jedenfalls können wir uns gut in eine Situation des Feierns hineindenken.


So stellen wir uns vor: Eine Hochzeit. Der Vater lädt ein. Dieser Vater ist in dem Gleichnis, das Jesus erzählt, ein König. Ein König lädt ein zur Hochzeit seines Sohnes. Er schickt seine Diener aus und lädt die besonderen, ausgesuchten Menschen ein. Die, die Orden tragen und Ministerien besetzen, die Lords und auch die angesehenen Bürger.


Die kommen aber nicht. Sie haben Wichtigeres zu tun. Das ist so traurig! Der König lädt ein und die „wichtigen“ Leute haben etwas Wichtigeres zu tun, oder es freut sie nicht.


Zu oft gefeiert? Zu viele Parties gehabt? Wir wissen den Grund nicht, aber wir sehen, dass sie dieses Fest nicht wirklich schätzen. Vielleicht haben sie eh alles, was sie möchten, oder sie können Autorität nicht ausstehen. Ist ja immerhin ein König, der einlädt.


Was auch immer der Grund ist, der König schickt seine Diener noch einmal und erklärt, dass das Festmahl bereitet ist und die leckeren Speisen schon am Tisch stehen! Aber die geladenen Gäste lachen diese Diener aus, schlagen sie und bringen einige von ihnen um.


Ihr könnt euch vorstellen, dass der König zornig ist! Jetzt schickt er seine Diener, um alle Menschen, die schon möchten, einzuladen. Von allen Plätzen der Stadt werden sie geladen und kommen zum Fest. Obdachlose, Bettler, einige normale Bürger, von überall, wer immer möchte.


Wir lesen dann in Matthäus 22/11-13: Aber als der König hereinkam, um seine Gäste zu begrüßen, bemerkte er einen Mann, der nicht für eine Hochzeit gekleidet war. ›Mein Freund‹, fragte er ihn, ›wie kommt es, dass du hier bist, ohne feierlich gekleidet zu sein, wie es sich für eine Hochzeit gehört?‹ Der Mann wusste keine Antwort darauf. Da sagte der König zu seinen Dienern: ›Fesselt ihn an Händen und Füßen und werft ihn hinaus in die Dunkelheit, wo Weinen und Zähneknirschen herrschen.‹


Also im ersten Moment denkt man, dass es ja klar ist, dass jemand nicht festlich gekleidet ist, wenn er z.B. ein Obdachloser ist, der nicht einmal so ein Kleidungsstück besitzt!


Aber Jesus erzählt dieses Gleichnis über das Reich Gottes. Das Reich, in dem König Jesus regiert. Immer wieder vergleicht Jesus sein Königreich mit einem Hochzeitsfest. Die Hochzeit Jesu mit seiner Braut - der Gemeinde, der Kirche.


Der Vater lädt ein dazu. Seit ca. 2000 Jahren lädt Gott Vater zum Hochzeitsmahl ein. Alle sind geladen. Auch die Ärmsten. Ist es nicht komisch, dass der Vater einen der Gäste anspricht, warum er nicht festlich gekleidet ist? Was ist mit all den Armen? Ist es teuer oder sehr kompliziert, zum Hochzeitsfest des Königs zu kommen?


Es geht hier nicht um Kleidung an sich. In der Offenbarung 19/7-8 lesen wir: Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihn ehren. Denn die Zeit für das Hochzeitsmahl des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich vorbereitet. Sie darf sich in strahlend weißes Leinen kleiden.« Denn das strahlende Leinen steht für die guten Taten der Menschen, die zu Gott gehören (der Heiligen).


Heilig. Ich denke, das ist das große Stichwort, wenn es um Gott und seine Braut, die Gemeinde, geht.


In Epheser 1/4 steht: Aus Liebe hat Gott uns schon vor Erschaffung der Welt in Christus dazu bestimmt, vor ihm heilig zu sein und befreit von Schuld.


Hebräer 12/14: Versucht, mit allen Menschen in Frieden zu leben, und bemüht euch, ein heiliges Leben nach dem Willen Gottes zu führen, denn wer nicht heilig ist, wird den Herrn nicht sehen.


Also was ist das jetzt mit dem „Heilig Sein“? Einerseits sind wir heilig, wenn wir zu ihm gehören, andererseits sollen wir ein heiliges Leben führen, sonst werden wir den Herrn nicht sehen.


Es gibt da nämlich 2 Arten von Heilig.

1. Aus Liebe hat Gott uns schon vor Erschaffung der Welt in Christus dazu bestimmt, vor ihm heilig zu sein und befreit von Schuld.


Wir haben eine Position vor Gott, wenn wir durch Jesu Blut mit ihm im Bund sind, und die heißt, dass wir heilig sind. Also wenn wir Jesus Christus gehören, weil er in unserem Leben regiert, dann sind wir heilig.


Übrigens: Wenn du das noch nicht bist, oder nicht sicher bist, ob du Jesus in deinem Leben den richtigen Platz eingeräumt hast, und du das aber möchtest, dann geh doch bitte nach dem Gottesdienst zum Gebetsteam. Die leiten dich gerne in dieser wichtigen Frage. Darum so wichtig, weil du damit dein Leben in der Ewigkeit fix machst und nicht ewig sterben musst, wenn du stirbst. Macht das Sinn?


2. Versucht, mit allen Menschen in Frieden zu leben, und bemüht euch, ein heiliges Leben nach dem Willen Gottes zu führen, denn wer nicht heilig ist, wird den Herrn nicht sehen.

Dieser Vers spricht davon, dass wir als Heilige auch ein heiliges Leben führen müssen. Das ist das Gewand, in das wir uns kleiden, mit dem wir zur Hochzeit gehen. So wie wir gelesen haben: das strahlende Leinen steht für die guten Taten der Menschen, die zu Gott gehören (der Heiligen)


Ein Beispiel: Wenn ich z.B. zu den Mountain Movers gehen würde und sagen: Bitte betet für mich, damit ich Martins Frau werden kann! Werden mich alle, die mich kennen, anschauen, ob ich einen Witz mache, denn sie wissen, dass ich bereits seit 42 Jahren mit Martin verheiratet bin. Wenn ich aber sage: Bitte betet für mich, damit ich Martin eine bessere Frau werde! Dann ist das klar. Also da ist ein Unterschied zwischen der Position, die ich als Martins Frau habe und der Art von Leben, die ich in dieser Position führe.


Wir sind heilig, so bald wir Jesus Christus in unser Leben eingeladen haben. Aber wir werden immer heiliger durch die Veränderung, die Jesus Christus in unserem Leben bewirkt, wenn wir das zulassen. Und das drückt sich dann auch durch unsere Taten aus.


Wir können natürlich heilig sein, also Jesus in unserem Leben haben, und mit allen anderen Sachen flirten. In dem Fall bekommt unser Hochzeitskleid Flecken.


Im Natürlichen würden wir das auf keinen Fall verstehen, wenn jemand eine Ehe führt, wo der eine Partner auch noch nebenbei andere Partner hätte und nicht verstehen würde, warum der Ehemann so prüde ist und sich aufregt, wenn er doch der ist, mit dem sie verheiratet ist, also der Auserwählte, und die anderen alle nur so nebenbei rennen.


Darum geht es in dem folgenden Kurzfilm. Er ist auf Englisch, aber er hat deutsche Untertitel, also macht euch gefasst, dass ihr lesen müsst…



Genau so geht es Jesus, wenn wir einerseits sagen, dass er unser Herr ist, und wir uns gleichzeitig unter andere Dinge unterordnen, die uns genau so wichtig oder sogar wichtiger sind. Das können durchaus gute Sachen sein. Z.B. Ich selber, meine Kinder, meine Arbeit/Karriere, mein Hobby, mein Auto, Reisen, mein Konto, mein Haus, meine Unordnung, Netflix oder Youtube,... können aber auch Süchte sein oder Bitterkeit, Neid, Eifersucht, Negativität, Unvergebenheit, schlecht reden über andere, oder sogar schlecht denken über andere - oder mich selber. Die Liste ist unendlich lang. Alles, was mir wichtiger ist als Jesus, was ich festhalte und nicht hergeben möchte, gehört da dazu.


Es geht darum, wer oder was mein Leben bestimmt. Ein paar Zeichen, wie ich das herausfinden kann, sind: Wieviel Zeit verbringe ich mit was? Wieviel Zeit mit Jesus, wieviel Zeit mit einem der obigen Themen?


Oder was sage ich ab, wenn eine Terminkollision ist? Anbetung oder Netflix? Was vergesse ich eher: Dass ich bete oder dass ich im Internet surfe? Was ist mein Ziel: Dass ich mich verändern lasse, oder dass ich verteidige, warum ich Veränderung nicht brauche? Wem gebe ich die Ehre, indem es mich länger beschäftigt: Jesus und seinem Wort, oder dem, was mir jemand über jemanden zuflüstert? Die Liste ist lang und die Hinweise oft sehr subtil. Wenn ich konzentriert meiner täglichen Arbeit nachgegangen bin, und ich wieder an etwas anderes denken kann: Woran denke ich zuerst? Ist es Jesus, oder die Sportsendung, die Kochsendung oder der Krimi?


Wir wissen, dass Jesus ganz bald wiederkommen wird. Wie wird er uns finden? In freudiger Erwartung oder schlafend und mit anderen Dingen beschäftigt? Womöglich sogar mit anderen Herren beschäftigt?


Was sollen wir aber tun, wenn uns so etwas bewusst wird? Wir müssen wissen, dass wir jederzeit umkehren können. Wir können immer in die Arme unseres Himmlischen Vaters laufen und ihn um Vergebung und um Hilfe bitten.


Fragen wir doch einmal Jesus:

  • Jesus, kannst du mir bitte zeigen, was in meinem Leben mit dir in Konkurrenz ist?

  • Ich bitte dich um Vergebung, dass mir diese Sache wichtiger ist als du.

  • Ich geb sie dir jetzt und sage, dass du alleine in meinem Leben regierst.

  • Bitte hilf mir bei aller Veränderung, Heiliger Geist!


Es gibt natürlich auch eine andere Möglichkeit, wie wir Flecken am Festkleid bekommen können. Das ist, wenn wir lau werden. Wir haben alles schon gehört. Wir sind schon so gewöhnt, dass Gott Wunder tut. Wir rechnen damit (und das ist auch wichtig!) – aber wir rechnen so damit, dass es uns gar nicht mehr berührt, wenn Gott da ist.


Anbetung ist schon so etwas Normales geworden, dass wir gar nicht mehr wissen, wen wir anbeten und warum. Alles ist nur mehr auf Lieder reduziert, die mir gefallen (oder nicht), und die Gemeinde ist nur dann „meine Gemeinde“, wenn sie tut, was ich will.


Diese Haltung ist nicht besonders beliebt im Königreich Jesu. Das ist so die Haltung einer Gemeinde zu der Jesus sagt:


Offenbarung 3/15-19: Ich weiß alles, was du tust und dass du weder heiß noch kalt bist. Ich wünschte, du wärest entweder das eine oder das andere! Aber da du wie lauwarmes Wasser bist, werde ich dich aus meinem Mund ausspucken! Du sagst: »Ich bin reich. Ich habe alles, was ich will. Ich brauche nichts!« Und du merkst nicht, dass du erbärmlich und bemitleidenswert und arm und blind und nackt bist. Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer gereinigt wurde. Dann wirst du reich sein. Und kaufe auch weiße Kleider, damit du dich bekleiden kannst und dich wegen deiner Nacktheit nicht schämen musst. Und kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen kannst. Wen ich liebe, den weise ich zurecht und erziehe ihn streng. Bleibe nicht gleichgültig, sondern kehre um!


Wieder geht es um das weiße Kleid der Braut Jesu, die Taten der Heiligen. Die weisen geben ihr Leben Jesu ganz. Die nicht so weisen geben nur bedingt, so viel, wie es grad genug ist, um gerettet zu werden.


Rettung ist frei, die kostet nichts, wir können sie auch nicht verdienen. Aber durchhalten bis zum Ende kostet uns etwas, nämlich dass wir das tun, was von uns gefordert wird.


Lukas 9/23-24: Dann sagte er zu der Menge: »Wenn einer von euch mit mir gehen will, muss er sich selbst verleugnen, jeden Tag aufs Neue sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen. Wer versucht, sein Leben zu retten, wird es verlieren. Aber wer sein Leben für mich aufgibt, wird es retten.


Ein sehr bekannter Vers, wo Jesus alles auf den Punkt bringt.


Und zum Abschluss noch eine Bibelstelle, die zusammenfasst, was Heiliges Leben heißt. Besonders brisant, wo wir uns noch viel mehr am Ende der Zeit befinden als damals, als dieser Römerbrief geschrieben wurde.


Römer 13/8-14: Bleibt niemandem etwas schuldig, abgesehen von der Liebe, die ihr einander immer schuldig seid. Denn wer den anderen liebt, hat damit das Gesetz Gottes erfüllt. Die Gebote gegen Ehebruch, Mord, Diebstahl und Begehren sind – wie auch alle anderen Gebote – in diesem einen Gebot zusammengefasst: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.« Die Liebe fügt niemandem Schaden zu; deshalb ist die Liebe die Erfüllung von Gottes Gesetz. Führt euer Leben auf diese Weise, weil ihr wisst, dass die Zeit begrenzt ist. Wacht auf, denn wir sind unserer Rettung jetzt näher als zu Beginn unseres Glaubens. Die Nacht ist fast vorüber; der Tag der Erlösung kommt bald. Deshalb lebt nicht in der Finsternis mit ihren bösen Taten, sondern greift zu den Waffen des Lichts! Unser Leben soll vorbildlich und ehrlich sein, damit es vor den Augen anderer Anerkennung findet. Wir wollen nicht an ausschweifenden Festen und Trinkgelagen teilnehmen, keinen Ehebruch begehen, nicht in sexueller Zügellosigkeit leben und uns auch nicht auf Streit und Eifersucht einlassen. Haltet euch an Jesus Christus, den Herrn, und lasst euer Leben von ihm bestimmen. Gebt euren Wünschen nicht so weit nach, dass ihr von euren Leidenschaften beherrscht werdet.


Liebe Heilige, lasst uns heilig leben. Lasst uns nicht auf die Seite von Satan ziehen, der der Ankläger der Heiligen ist. Lasst uns uns nicht vom Reich der Dunkelheit verführen lassen, indem wir uns ständig diesen Impulsen aussetzen, die uns z.B. in gewissen Filmen über unsere Augen eingebrannt werden. Lasst uns nicht mit Satan einen Bund eingehen, indem wir auf die Lügen hören und glauben, die jemand über uns sagt oder die wir über andere sagen. Lasst uns nicht vergleichen, weder wir uns mit jemandem anderen, noch unsere Gemeinde mit anderen Gemeinden.


Sondern lasst uns auf Gott hören, wie er uns gemacht hat, welche Berufung er für uns hat! Lasst uns auf den Heiligen Geist hören, wie er andere Menschen sieht, die uns Mühe machen und ihn um die nötige Liebe bitten. Lasst uns Jesus, unseren wunderbaren König, anschauen in Anbetung, damit wir wissen, wie wir verändert werden. Lasst uns die Wahrheit glauben, die Gott Vater über uns und anderen sagt. Und lasst uns in unserer Gemeinde leben und für die Leitung beten in Dankbarkeit und Einheit, damit Jesus Christus gerne bei uns wohnt.


Jesus, ich habe beschlossen, dass ich dein Programm leben möchte. Bitte zeige mir, wo ich Veränderung brauche. Heiliger Geist, bitte hilf mir, mich verändern zu lassen! Ich möchte bitte ein reines, weißes, heiliges Gewand bekommen. Hilf mir dabei und hilf mir auch, dass ich deine Worte tue. Amen!

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