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  • Lydia Hörschläger

Wahre Liebe kennt keine Angst

Aktualisiert: 4. März


Wahre Liebe vertreibt die Angst. 1. Johannes 4,18


Ein paar von uns lesen gerade die Bibel in einem Jahr, und da ist mir die folgende Geschichte aufgefallen:


Gottes Volk, die Israeliten, werden in Ägypten vom Pharao versklavt. Der Auftrag von Gott an Mose ist es, die Israeliten aus Ägypten herauszuführen.


2. Mose 3,1-3

Gott gibt Mose einen Auftrag.

Mose hütete damals die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Eines Tages trieb er die Herde von der Steppe hinauf in die Berge und kam zum Horeb, dem Berg Gottes. Dort erschien ihm der Engel des HERRN in einer Flamme, die aus einem Dornbusch schlug. Als Mose genauer hinsah, bemerkte er, dass der Busch zwar in Flammen stand, aber nicht niederbrannte »Merkwürdig«, dachte Mose, »warum verbrennt der Busch nicht? Das muss ich mir aus der Nähe ansehen.«


2. Mose 3,7-10

Der HERR sagte: »Ich habe gesehen, wie schlecht es meinem Volk in Ägypten geht, und ich habe auch gehört, wie sie über ihre Unterdrückung klagen. Ich weiß genau, was sie dort erleiden müssen. Nun bin ich herabgekommen, um sie aus der Gewalt der Ägypter zu retten. Ich will sie aus diesem Land herausführen und in ein gutes, großes Land bringen, in dem es selbst Milch und Honig im Überfluss gibt. Jetzt leben dort noch die Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter. Ja, ich habe die Hilfeschreie der Israeliten gehört; ich habe gesehen, wie die Ägypter sie quälen.

Darum geh nach Ägypten, Mose! Ich sende dich zum Pharao, denn du sollst mein Volk Israel aus Ägypten herausführen!«


Zusammenfassung (FLIPCHART)


Ein klarer Auftrag an Mose. Ein übernatürlicher Akt: Gott zeigt sich Mose im brennenden Dornbusch; er nimmt etwas weltlich Unmögliches mit seinen Augen wahr. Gottes Zusage an ihn ist: „Du wirst mein Volk befreien und in ein großes Land von Milch und Honig im Überfluss bringen." Wie reagiert Mose?


2. Mose 3,11

Aber Mose erwiderte: »Ich soll zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten herausführen? Wer bin ich schon?«


Flipchart: Zweifel


Doch Gott lässt ihn nicht in seiner Angst; er sagt: »Ich stehe dir bei und gebe dir ein Zeichen, an dem du erkennst, dass ich dich gesandt habe« (2. Mose 3,12). „Zieht in die Wüste."


2. Mose 3,19-22

Ich weiß aber: Der König von Ägypten wird euch das nie erlauben, wenn ihn nicht eine starke Hand dazu zwingt! Darum werde ich meine Hand erheben und die Ägypter strafen. Mit gewaltigen Taten werde ich ihnen zusetzen, bis der Pharao euch ziehen lässt. Ich will euch bei den Ägyptern Achtung verschaffen. Ihr werdet das Land nicht mit leeren Händen verlassen. (Nämlich mit Gold und Silberschmuck und schönen Gewändern)


Gottes Zusagen auf Moses Einwände und Ängste: Gott hat ihm Mitgefühl gezeigt und bestätigt: "Habe keine Angst, ich weiß, wie und wer der Pharao ist, ich stehe dir bei. Ich werde meine starke Hand erheben und euch bei den Ägyptern Achtung verschaffen" Mit Gold, Silberschmuck und schönen Gewändern werden sie - die momentan noch Sklaven sind - aus dem Land ziehen.


2. Mose 4,1

Mose wandte ein: »Was ist, wenn die Israeliten mir nicht glauben und nicht auf mich hören? Bestimmt sagen sie: ›Der HERR ist dir gar nicht erschienen!‹« Da fragte ihn der HERR: »Was hast du da in der Hand?« »Einen Stab«, erwiderte Mose. »Wirf ihn auf den Boden!«, befahl der Herr. Mose gehorchte, und sofort verwandelte sich der Stab in eine Schlange. Erschrocken wich Mose zurück.


Gott zeigt Mose auf, an was er sich festhält. Er erschrickt, weicht zurück. Er hatte sich an der Angst festgehalten, an den Lügen, die ihm der Feind einredet. Die Schlange symbolisiert den Teufel. Interessant ist auch, dass steht, er erschrickt und weicht zurück. Das ist eigentlich eine geschickte Taktik vom Feind, uns Angst zu machen, dass wir nicht vorwärts gehen sondern zurück weichen, weggehen, weil es gefährlich sein könnte.


2. Mose 4,4

Der HERR aber forderte ihn auf: »Pack die Schlange beim Schwanz!« Mose griff nach ihr, und sie wurde in seiner Hand wieder zum Stab.


Ich glaube, da hat Gott ihm so eine Erkenntnis geschenkt. Weil in den vorigen Kapiteln der Bibel hat Gott klar zu Mose gesprochen, was sein Auftrag ist, was Gott mit ihm vor hat; sein Versprechen, dass er die Israeliten in ein großes Land führen wird mit Milch und Honig im Überfluss, er ihnen bei den Ägyptern Achtung verschaffen wird, und dass sie losziehen mit Gold, Silberschmuck und schönen Kleidern. Dort hatte er immer Einwände und Selbstzweifel. „Wer bin ich schon?”, „Was ist, wenn die Israeliten nicht auf mich hören?”.


Aber in der offensichtlich schlimmsten Angst, wo eine Schlange vor ihm liegt, weiß er ganz genau, was zu tun ist, ohne wenn und aber! Er gehorcht; er packt die Schlange am Schwanz und sie wird wieder zum Stab. Er hat verstanden, dass er sich davor nicht mehr an Gott festgehalten hatte (bildlich dargestellt vom Stab), der ihn führt, leitet und den er zum Leben braucht, sondern an der Angst, an Lügen vom Feind.


Wie hat der Teufel gehandelt? Er sagt: „Es wird keiner auf dich hören! Wer bist du überhaupt!?"

Was hat Mose dazu gebraucht, um die Schlange aufzuheben? Eine Erkenntnis von Gott, eine klare Sicht!

Wie hat Gott gehandelt ? ER ist voller Geduld, er zeigt Mose immer wieder auf, dass er da ist, dass er seine starke Hand für ihn erhebt, dass er sein Volk beschenken wird. Er spricht ihm Mut zu und ist voller Gnade. Gott lässt Mose nicht mit seinen Zweifeln stehen. Er schenkt ihm eine Erkenntnis und deckt den Feind auf. So, dass er es nicht nur mit seinem Verstand, sondern vor allem mit seinem Herz versteht. Kennt das jemand?


--- Zeugnis von mir: Menschenfurcht/Durchbruch, wo ich nicht vorwärts gegangen bin sondern zurückgewichen. “Wirf deine Angst zu Boden und tritt drauf, weil du hast es nicht nötig, dich an dieser Angst festzuhalten!” ---


Unsere Geschichte geht weiter.


2. Mose 4,5-7

Der HERR sagte: »Tu dies vor den Augen der Israeliten! Dann werden sie dir glauben, dass ich, der HERR, dir erschienen bin, der Gott ihrer Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Und nun steck deine Hand in dein Gewand!« Mose gehorchte, und als er die Hand wieder herauszog, war sie plötzlich schneeweiß – sie war aussätzig geworden. »Steck die Hand noch einmal in das Gewand!«, befahl der Herr. Als Mose sie dann wieder herauszog, war der Aussatz verschwunden. Die Hand war so gesund wie der Rest seines Körpers.


Aussatz war eine schwere Hauterkrankung. In späterer Folge wurde man vom Priester unter gewissen Voraussetzungen als unrein erklärt. Der Kranke wurde von der Gemeinschaft abgesondert, bzw. ausgesetzt, und musste sich von den gesunden Menschen fernhalten und dahinvegetieren.


Hat ihn Gott in dieser Angst lassen? Nein, er hat ihm gezeigt, dass er der Herr ist, der Wunder tut.


Wie handelt der Feind? Das erste Mal hat er den Selbstwert von Mose angegriffen („Wer bin ich schon?").

Dann kommt er mit Lügen: „Die Israeliten werden dir sowieso nicht glauben".

Er geht in die Offensive, er zeigt sich als Schlange, er steht Mose gegenüber, er versucht mit all seiner Macht, Mose aufzuhalten.


ABER: Das letzte Wort hat immer Gott und nicht der Teufel. Gott ist größer als jegliche Lüge, er ist größer als die Schlange, er deckt sie auf. Er ist größer als der Tod, er macht Mose wieder vollständig gesund und macht ihn rein. Er ist ein Gott der Wunder. Wenn du Angst hast, weil Gott dir gerade einen Auftrag gibt, z.B. für jemanden zu beten, eine Prophetie oder ein Wort der Erkenntnis weiterzugeben, dann muss dir bewusst sein: Das ist nicht deine Angst, die du gerade wahrnimmst. Das ist die Lüge, die dir der Feind gerade einreden möchte. Das ist der Feind, der gerade mit all seiner Macht versucht, dich aufzuhalten, damit du den Plan, den dir Gott gerade gegeben hat, nicht ausführst.


Wir müssen uns immer wieder bewusst machen „Wer bin ich". Aber wie sprichst du das aus? So wie Mose? („Wer bin ich schon?") Oder hey, wer glaubst du eigentlich, wer ich bin? Wie in dem Lied: „Ich rufe Hallelujah, wenn der Feind mir gegenübersteht". Mach dir bewusst, wer du bist, und dreh es um! Er, der Feind, steht nicht dir gegenüber, sondern du bist der, der ihm gegenübersteht! Er ist der, der zittert und Angst hat, weil er weiß, du besitzt alle Waffen Gottes. Du bist mit allem ausgestattet und hast schon alles empfangen. Wir müssen es nur noch begreifen. Alles, was Gott gehört, gehört auch seinen Kindern.


Galater 4:7

Jetzt seid ihr keine Diener mehr, sondern Kinder Gottes. Und als seine Kinder gehört euch alles, was ihm gehört.


--- Andrea Zeugnis ---


Und nicht in die Falle tappen, dass wir das glauben, was uns der Feind einredet! Er greift dort an, wo wir schwach sind. Eine gute Strategie ist, dass wir uns mal überlegen „Wo sind meine Schwachpunkte?" Wie sieht mein Selbstwert aus, mit welchen Augen sehe ich mich selber? In welchem Bereich kenne ich Gott noch zu wenig? Wo behalte ich selber die Kontrolle? Welche Lügen glaube ich? Über mich, über andere, über Gott?


Einige Dinge wissen wir, aber manches fällt uns nicht auf. Noch besser ist, wenn du Gott fragst, ob er dir diese Dinge aufzeigt. Schreib das alles auf, brich diese Lügen und frage Gott um die Wahrheit. "Jesus, was ist deine Wahrheit?" Wenn du merkst, das geht tiefer und du stehst an, dann kann ich dir ein SOZO empfehlen.


Schreib dir Bibelstellen raus, wie Gott dich sieht, oder wie das Wesen von Gott ist, oder wie er handelt, und lese und verinnerliche das jeden Tag. Bete darüber. So lange, bis dieses Thema deinen Verstand und dein Herz verändert hat. Jede einzelne Lüge, die du über dich denkst, ist vom Feind, er ist der Vater der Lüge, wie es in Johannes 8,44 steht. Weil Er muss so handeln. Er kann nur Gott kopieren und das Gegenteil tun, was Gott tut. Gott spricht die Wahrheit, das Gegenteil ist Lüge. Gott ist Liebe, das Gegenteil ist Hass. Je mehr wir lernen, wer wir sind, wer Gott ist, desto weniger hat der Feind die Chance, dich anzugreifen.


Wenn du den Eindruck hast, du sollst einer Person ein Wort weiter geben oder für sie beten, und in dir steigt Angst hoch, möchte ich dich ermutigen, bleib nicht in dieser Atmosphäre von Angst, weil die gehört dem Teufel. Dreh es um und denk dir, ohhh da zittert jemand, Gott hat gerade was Großartiges vor! Er möchte gerade die gestohlenen Sachen wieder zurückbringen. Die Gegenwart Gottes ist mit dir, der Heilige Geist wohnt in dir; dort, wo du gerade stehst, ist heiliger Boden, und du verbreitest jetzt das Himmelreich.


Was mir so wichtig geworden ist ist, dass wir immer wieder in dem Moment Gott fragen: "Jesus, was machst du gerade? Was möchtest du, das ich tue?". Schau auf Jesus, schaue ihn an, so wie Petrus am Wasser auf Jesus schaut; lass ihn nicht aus den Augen. Konzentriere dich nur auf ihn, auf das, was er tut. Und wenn du es nicht schaffst, dich nicht getraut hast, dann sei gnädig mit dir, weil Gott ist es auch mit dir! Bleib dran, dann setze beim nächsten oder übernächsten mal diesen Schritt; bete für Mut, Vertrauen, teile es mit jemanden und lass für dich beten!


--- Zeugnis von mir (Mann vom Wochenendhaus) ---


Zum Schluss möchte ich noch aufzeigen: Ägypten ist ein Bild für die Welt, die uns gefangen nimmt oder nehmen möchte. Die Welt, die sich selbst auf Gottes Thron gesetzt hat, und uns davon abhalten will, dem einen Gott zu dienen. Der Pharao ist ein Bild für den Herrn der Knechtschaft, dem Widersacher. Mose, den von Gott erwählten Erlöser für Gottes Volk. Die Zusage Gottes ins Gelobte Land: Das heißt Ruhe, Frieden, Gebet.

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