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Fokus

  • Andrea Schürz
  • vor 4 Tagen
  • 9 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Eine kurze Imker-Einführung :)

Bienen kümmern sich um die Nachkommen, putzen den Stock, sammeln Nektar,... Für das sind sie gemacht. Der Hauptfokus ist aber ein ganz anderer: ihre Königin. Wenn sie stirbt, weiß der Imker das sofort. Wenn ich den Deckel beim Stock öffne, kommen mir viele entgegen. Alle Bienen haben den Hintern in der Höhe und summen ganz anders als normal. Sie sind sichtlich nervös und ein bisschen verzweifelt.


Wenn die Königin stirbt, gibt es 2 Szenarien:

1. Die Königin hat davor noch Eier gelegt, da können sich die Bienen wieder eine neue Königin machen. Eigentlich würde aus dem Ei eine normale Arbeiter Biene. Dieses Ei füttern die Bienen aber mit einem ganz besonderen Futter, das nennt sich „Gelee Royale". Dadurch wird diese Biene viel größer; sie wird eine Königin. Das ist der optimale Fall.

2. Wenn es keine Eier mehr gibt, ist dieses Volk am Ende. Es kann sogar sein, dass sie so sehr verzweifeln, dass eine Arbeiter Biene anfängt, Eier zu legen. Da diese Biene nie auf einem Hochzeitsflug war, kann sie nur unbefruchtete Eier legen. Aus unbefruchteten Eiern werden Drohnen (männliche Bienen); diese können keinen Honig sammeln. Das einzige, was Drohnen im Volk tun, ist für eine gute Harmonie zu sorgen und eine Königin zu begatten. Zusammengefasst: Dieses Volk stirbt, es geht zu Grunde.


Wenn wir das Beispiel hernehmen und auf uns Menschen ummünzen: Was passiert, wenn wir unseren Fokus auf unseren König - Jesus - verlieren; wenn wir anfangen, Dinge zu produzieren, für die wir gar nicht gemacht sind? Dann leben wir nicht in unserer Bestimmung.


Psalm 37,20

Die Gottlosen jedoch gehen zugrunde, ja, die Feinde des Herrn verschwinden so schnell, wie Wiesenblumen verblühen.


Ein Leben ohne Gott ist richtig anstrengend und führt letztendlich zum Tod.


Vor einigen Jahren habe ich mir einen Podcast angehört. Eine Frau erzählte, dass sie mit 38 noch immer Single war und immer wieder für ihren zukünftigen Mann gebetet hat. Dann hat Gott zu ihr gesagt: „Was ist, wenn ich dir nie einen Mann gebe, bin ich dann immer noch genug für dich?“ Diese Frage hat mich beschäftigt. Ich habe zu Gott gesagt: „Gott, ich kann diese Frage nicht mit ja beantworten, aber ich will ja sagen können.“ 3 Monate später las ich gerade in der Bibel, da hat Gott mir eine Vision gegeben, quasi einen Kurzfilm in meinem Kopf. Was da noch wichtig ist zu wissen: Früher hatte Geld einen hohen Stellenwert in meinem Leben.


Also in der Vision stand ich unter einer Dusche, so wie bei der Show Money Maker; es hat Geld geregnet und ich habe versucht, so viel wie möglich zu fangen. Während ich das mache, schaute ich nach links und da stand Jesus. Ich ließ das ganze Geld fallen und lief zu ihm. Er sagte zu mir, dass ich wählen darf. Dann sah ich 3 Stationen. Ganz rechts stand Jesus, in der Mitte stand ein Mann mit Kindern - also Familie, und ganz links sah ich ein riesiges Haus, mit Stapeln von Geld und Perlen. In dem Moment habe ich gar nicht lange überlegt, sondern habe gesagt: „Jesus, ich will einfach nur dich!" und habe ihn umarmt. Jesus hat zu mir gesagt: „Du hast weise gewählt. Weil du mich gewählt hast, bekommst du alles andere dazu. Ich konnte danach mit meinem ganzen Herzen sagen: „Ja, Jesus, du bist genug.“


Diese Frage möchte ich dir mitgeben. Was ist dein Traum? Und ist dieser Traum dein Fokus? Oder ist Jesus dein Fokus? Ist Jesus genug für dich, wenn das, was du dir wünschst, nicht in Erfüllung geht?


In Matthäus 14 steht die Geschichte, wo Jesus mit 5 Broten und 2 Fischen 5000 Männer speist. Er hat es einfach vermehrt! Danach lesen wir:


Matthäus 14,22-33

Gleich darauf drängte Jesus seine Jünger, in ihr Boot zu steigen und an das andere Ufer des Sees vorauszufahren. Er selbst blieb zurück, denn er wollte erst noch die Leute verabschieden. Dann ging er auf einen Berg, um ungestört beten zu können. Bei Einbruch der Nacht war er immer noch dort, ganz allein.

Die Jünger waren schon weit draußen auf dem See, als ein Sturm heraufzog. Der starke Gegenwind peitschte die Wellen auf und machte dem Boot schwer zu schaffen. In den frühen Morgenstunden kam Jesus über den See zu ihnen. Als die Jünger ihn auf dem Wasser gehen sahen, waren sie zu Tode erschrocken. »Es ist ein Gespenst!«, meinten sie und schrien voller Entsetzen. Aber Jesus sprach sie sofort an: »Habt keine Angst! Ich bin es doch, fürchtet euch nicht!« Da rief Petrus: »Herr, wenn du es wirklich bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.« »Komm her!«, antwortete Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging Jesus auf dem Wasser entgegen. Kaum war er bei ihm, da merkte Petrus, wie heftig der Sturm um sie tobte. Er erschrak, und im selben Augenblick begann er zu sinken. »Herr, hilf mir!«, schrie er. Sofort streckte Jesus ihm die Hand entgegen, hielt ihn fest und sagte: »Vertraust du mir so wenig, Petrus? Warum hast du gezweifelt?« Sie stiegen ins Boot, und der Sturm legte sich. Da fielen sie alle vor Jesus nieder und riefen: »Du bist wirklich der Sohn Gottes!«


Das heißt, wenn Wellen um dich schlagen, Chaos in deinem Leben ist, ist es umso wichtiger, den Fokus auf Jesus zu richten, sonst versinken wir.

Fokus Bsp. (Beamer-Bild Sonne) Die Sonne stellt für dieses Beispiel Jesus dar - riesengroß auf der Leinwand, die ist so riesig. Gibt es jemanden im Raum, der sie nicht sieht? Jetzt nimm einen von deinen Daumen. Der steht für deine Probleme, Sorgen, Bitterkeit, Angst - einfach alles, was nicht positiv ist. Verglichen mit der Sonne ist dein Daumen mini-klein. Wenn du jetzt aber ein ein Auge zumachst und auf deinen Daumen schaust, dann ist es sogar möglich, dass er die riesengroße Sonne verdeckt.


Wo ist dein Fokus?


Da ist Autofahren vielleicht auch ein gutes Beispiel, dort lernst du in der ersten Fahrstunde, dass du in einer Kurve dort hinschauen musst, wo du hinwillst, sonst kommst du ziemlich sicher vom Weg ab. Als Petrus auf die Wellen sah, begann er zu sinken. Blick auf Gott und er kann auf dem Wasser laufen.


Vielleicht hast du das mitbekommen, zumindest wurde es häufiger in den Medien erwähnt. Energiekrise- der Treibstoff wird oder ist super teuer. Es ist gut möglich, dass es bald keinen mehr gibt. Natürlich werden dadurch alle Lebensmittel viel teurer. Wir haben einen Dieseltank zu Hause, den haben wir vor der Teuerung noch befüllt. Wir haben natürlich auch einen Lebensmittelvorrat zu Hause. Bitte versteh mich nicht falsch, es ist meiner Meinung nach sehr schlau, einen Vorrat zu haben, aber es geht um eine Grundhaltung. Ist der Vorrat meine Sicherheit, oder Gott? Es geht um unsere Herzenshaltung.


Ich habe dann darüber nachgedacht, und mir wurde bewusst, die 1000 Liter Diesel reichen nicht allzu lange. Was tun wir, wenn der leer ist und es auf der Tankstelle nichts mehr gibt? Wie sollen wir das Gras mähen, wie sollen wir unsere Kühe füttern…..? Dann habe ich gebetet und mir wurde etwas bewusst: Gott ist mein Versorger, er ist mein Schutz, und Wunder sind bei ihm keine Seltenheit, sondern NORMAL!


So wie in der Geschichte von Simson in Richter 15: Simson erschlug mit einem Eselkieferknochen 1000 Mann. Danach hatte er großen Durst, er betete zum Herrn: „Ich habe für dich gekämpft, und du hast mir diesen großen Sieg geschenkt! Aber jetzt muss ich verdursten.“ Da ließ Gott aus einer Bodensenke Wasser hervorbrechen. Simson trank davon und kam wieder zu Kräften.


Gott versorgt uns mit allem, was wir brauchen. Ich habe meinen Fokus neu ausgerichtet, weil was wäre, wenn der Dieseltank nie leer wird, weil Gott ihn übernatürlich immer wieder auffüllt? Was ist, wenn ich übernatürlich einfach mit einem leeren Tank fahre? Du denkst vielleicht, „das steht so nicht in der Bibel, ich kenne keine Geschichte, wo Jesus mit einem leeren Tank unterwegs war?“ Damals gab es keine Autos. Jesus hat uns aufgetragen, wir sollen größere Wunder tun, als er. Ich weiß nicht, was schwieriger ist. Mit leerem Tank fahren, das Meer teilen, Blinde heilen oder Brot und Fische vermehren. Egal, alles unmöglich.


Familie Staple hat das immer wieder einmal erzählt: Es gab eine Zeit, wo das Geld sehr knapp war bei ihnen. Interessanterweise ist ihre Gefriertruhe in der Zeit nie leer geworden, ihre Schuhe wurden nicht kaputt, Gott hat sie übernatürlich versorgt. Darum ist unsere „Typisch Gott“-Zeit im Gottesdienst so extrem wertvoll; wir hören voneinander, was Gott in unserem Leben getan hat. Es setzt Glaube frei in uns, denn wir wissen, was Gott ein Mal tut, das tut er wieder.


Ich glaube, Gott will, dass wir das nicht nur in unserem Kopf wissen, dass er ein Gott der Wunder ist und uns versorgt, sondern auch in unserem Herzen wissen. Ich habe in diesem Moment einfach meinen Fokus falsch gesetzt gehabt. Ich habe nicht auf Jesus geschaut, sondern meine Wellen waren Angst und Umstände.


Vermutlich kennen einige die Geschichte von Samson (oder Simson - es kommt auf die Übersetzung drauf an), die in Richter 13-16 steht. Simon heißt „der Starke", „der Glänzende", „der Sonne gleich". Es geht darum, dass die Israeliten wieder was gemacht haben, was gegen Gottes guten Willen war, deshalb hat er es zugelassen, dass die Philister sie 40 Jahre lang unterdrückten. Manoach und seine Frau hatten keine Kinder, weil sie unfruchtbar war. Ein Engel ist der Frau erschienen und hat ihr gesagt, dass sie schwanger wird. Er hat ihr aufgetragen, keinen Wein oder andere berauschende Getränke zu trinken oder unreine Speisen zu essen. In Vers 5 sagt er dann: Denn der Sohn, den du bekommst, wird schon im Mutterleib Gott

geweiht sein. Niemals dürfen seine Haare geschnitten werden! Er wird beginnen, Israel von

den Philistern zu befreien.


Simson ist größer geworden. Eines Tages stand er einem jungen, brüllenden Löwen gegenüber. Der Geist des Herrn kam über ihn und Simson zerriss den Löwen mit bloßen Händen. Männer, keine Panik, wenn mal ein Löwe vor euch steht, erinnert euch einfach an Simson, einfach den Löwen zerreißen. Dann tötete er 30 Philister. Dann erschlug Simson mit einem Eselskinnbacken 1000 Mann. Das ist dann die Stelle. die ich vorher erwähnt habe. Wo dann einfach Wasser aus dem Boden kam. Es fing mit einem Löwen an, ging mit 30 Männern weiter und zum Schluss erschlug er noch 1000 Mann. Was für eine kraftvolle Erfahrung hatte da Simson! Ich kann mir vorstellen, er wusste, dass er stark war.


20 Jahre später verliebte sich Simson in eine Frau: Delila. Sie wurde mit einem Haufen Geld bestochen. Ihr wurde aufgetragen, das Geheimnis von Simson heraus zu finden warum er so stark ist. Sie ging 3 Mal zu ihm und fragte ihn. Jedes Mal log er sie an. Delila redete weiter auf ihn ein, und er verriet ihr sein Geheimnis. Er schläft ein bei Delila, sie ruft die Philister, seine Haare werden abgeschnitten. Sie stechen ihm die Augen aus, legen ihn in Ketten und transportieren ihn ab.


Stärkster Mann in der Bibel. Am Ende seines Lebens wird ihm seine Stärke genommen. Kann es sein, dass am Ende Simson so von seiner Stärke überzeugt war, davon, dass Gott ihn sowieso immer raus retten wird, dass er schwach geworden ist? Kann es sein, dass er an der Stelle seinen Fokus auf Gott verloren hat? Seine Ehrfurcht vor ihm? Dass er vergessen hat, dass seine Stärke von Gott kommt?


Es steht, dass Simson die Kornmühle drehen musste. Er war blind und hat sich quasi die ganze Zeit im Kreis gedreht. In dieser Zeit hatte er viel Gelegenheit, nachzudenken. Darüber lesen wir nichts in der Bibel, wie es ihm in dieser Zeit ging. Ich vermute, richtig schlecht. Simson hat da vermutlich den Tiefpunkt seines Lebens erreicht. Kann es sein, dass er an diesem Tiefpunkt, wo er blind war, physisch und geistlich, dass er sich darauf besonnen hat, wer Gott ist, und wieder Ehrfurcht vor ihm bekommen hat?


Die Philister feierten ein großes Fest. Alleine auf dem Dach standen 3000 Leute. Sie ließen Simson in Ketten zu ihrer Belustigung bringen. Simson betete sein letztes Gebet: „Herr, mein Gott, erinnere dich an mich! Bitte gib mir noch dies eine Mal so viel Kraft wie früher! Ich will mich dafür rächen, dass sie mir die Augen ausgestochen haben." Gott erhört dieses Gebet. Er erhörte es nicht, weil er ihm leid tat, sondern weil sein Herz wieder richtig war. Simson schmiss die Säulen, auf denen das Dach lag, um. Das Gebäude brach zusammen, und dabei starben mehr Philister, als Simson in seinem Leben getötet hatte. Simson war von Gott eingesetzt, um Freiheit zu Israel zu bringen. Er hatte seinen Fokus verloren, und ihn am Tiefpunkt wieder gefunden.


Video: Interview.

Sie sagte zum Schluss, dass sie Festlegungen in ihrem Leben hatte. Es können auch Lügen sein, die wir glauben. Keine Panik, die hat jeder Mensch. Z.B. vor ein paar Tagen haben mir unterschiedliche Personen erzählt, dass ihnen als Kind vermittelt worden ist, dass es einen Unterschied bei Sünden gibt - dass es Sünden gibt, die nicht so schlimm sind, da kannst du dich aus dem Fegefeuer freikaufen. Wenn du das immer hörst, dann glaubst du das wahrscheinlich irgendwann auch. In der Bibel steht, dass uns jede Sünde von Gott trennt. Sogar wenn ich über meine Arbeitskollegin schlecht denke, ist das schon Sünde vor Gott.


Wo bist du gerade?

Zerreißt du gerade einen Löwen? Super, ich freu mich für dich!

Bist du gerade blind und drehst dich im Kreis, erfüllt mit Rache und Bitterkeit? Vielleicht bist du in einer Situation, wo du einfach nicht mehr weiter weißt? Du hast vielleicht nicht so eine Geschichte, wie die, die im Video erzählt wurde. So, wie im Video gesagt wurde: „Die Situation hat sich nicht geändert, aber mein Fokus! Gott wird mich durchführen. Ich weiß, Jesus hat alles in der Hand."


Du kämpfst vielleicht mit anderen Dingen, wie

  • Verlust von einem geliebten Menschen; wenn du deinen Fokus auf Gott setzt, wird der Mensch nicht zurückkommen, aber Gott kann dir in deinem Leid begegnen und dir Frieden schenken.

  • Du hast finanzielle Sorgen? Auf einmal merkst du, dass Gott dein Versorger ist.

  • Dein Arbeitsplatz ist gerade eine Katastrophe? Gott kann dir zeigen, warum du dort bist.

  • Vielleicht ist Unvergebenheit ein Thema in deinem Leben? Gott will dir vielleicht zeigen, dass es wichtig ist, zu vergeben.

  • Alle möglichen Süchte, Handy, Porno, Alkohol - von allem kann er dich frei machen.


In Hebräer 11,32 lesen wir, dass Simson ein Glaubensheld war. Vielleicht bist du gerade auch in so einer ähnlichen Situation wie Simson, oder du fühlst dich, als würdest du weit von Gott entfernt sein, dann kannst du das zu deinem eigenen Gebet machen und beten: „Herr, erinnere dich an mich, ich möchte wieder zu dir zurück, mit meinem ganzen Herzen und meinem ganzen Sein!


Schlussgebet

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