Expectancy
- Karin Staple
- vor 5 Tagen
- 8 Min. Lesezeit
Manchmal spricht Gott mit mir durch Zahlen. Das ist besonders lustig für die, die mich kennen, weil ich bin eigentlich mit Zahlen ziemlich im Kriegszustand. Also ich glaube, dass ich so was wie Legasthenie nur mit Zahlen habe, wenn es so was gibt. Also – typisch Gott, dass er mich oft gerade auf diese Weise auf Dinge aufmerksam macht!
Jedenfalls hat er mich 2 Tage hintereinander auf die Uhr am Herd aufmerksam gemacht, wo es 20:20 war, also an 2 hintereinander folgenden Tagen. Ich hab gewusst, dass das was Wichtiges ist, weil wenn Gott etwas sagt, und das gleich 2x hintereinander, dann meint er, dass das ganz wichtig ist.
Also hab ich nachgeschaut, was die Zahl 20 im biblischen Kontext heißt: Expectancy. Also das Buch ist ein englischsprachiges, wie du sofort erkannt hast. Übersetzt heißt das: Erwartung. Aber das ist nicht wirklich, was Expectancy heißt. Es gibt im Deutschen eigentlich kein Wort, das das ausdrückt. Aber in der Bibel hab ich so etwas gefunden.
Es war zur Zeit des König Ahabs. Und die Geschichte steht in 1. Könige 17 und 18. Lest sie zu Hause, weil die ist wirklich spannend zu lesen. Elia, der Prophet, ruft vor König Ahab eine große Trockenheit im Land aus. Der Grund: Lauheit unter dem Volk. Sie haben schon Gott angebetet, aber auch Baal, der war der Gott der Fruchtbarkeit, der Wettergott in den umliegenden Ländern.
Und dann verschwand Elia dorthin, wohin Gott ihn schickte. Er wurde an einem Bach von Raben versorgt, die ihm Gott schickte. Als dann dort auch das Wasser ausgegangen ist, hat ihn Gott zu einer Witwe geschickt, die ihn und sich selber übernatürlich versorgen konnte, und wo Gott sich ihr auch noch durch ein ganz außergewöhnliches Wunder an ihrem Sohn offenbart hat. Selber lesen – es lohnt sich.
Es hat also schon 3 Jahre nicht mehr geregnet. Es ist so trocken, dass sich sogar der König selber aufmacht, um Wasser für seine Tiere zu suchen! Und endlich findet der König auf dramatische Weise Elia, den er für das Ganze verantwortlich macht. Elia fordert die 450 Priester Baals heraus, ihrem Gott ein Opfer zu bringen, was ihnen nicht gelingt (wert zu lesen, wie er die Priester da verulkt). Elia aber bringt Gott Yahwe alleine ein Opfer und Gott erhört es. So beeindruckend ist diese Art, wie Gott spricht, dass alle Israeliten sich eindeutig zu ihrem Gott zurück bekennen.
Es ist immer noch staubtrocken, es hat immer noch nicht geregnet, seit 3 Jahren! Und so kommen wir zu der Stelle, die mir Gott im Zusammenhang mit Expectancy gezeigt hat:
1. Könige 18/41-46: Dann sagte Elia zu Ahab: »Geh hin, iss und trink! Denn ich höre einen mächtigen Regensturm heranziehen!« Also machte Ahab sich auf, um zu essen und zu trinken. Elia aber stieg auf den Gipfel des Karmel hinauf, kauerte sich auf den Boden und legte den Kopf zwischen die Knie. Dann sagte er zu seinem Diener: »Geh und schau zum Meer hinaus.« Der Mann ging und schaute, dann sagte er: »Ich sehe nichts.« Elia sagte zu ihm: »Geh noch mal hin«, und siebenmal ging er. Beim siebten Mal endlich meldete ihm der Diener: »Ich sah eine kleine Wolke, etwa so groß wie die Hand eines Mannes, über dem Meer auftauchen.« Da rief Elia: »Lauf zu Ahab und sage ihm: ›Steig in deinen Streitwagen und fahre los, damit dich der Regen nicht daran hindert!‹« Und im nächsten Augenblick wurde der Himmel schwarz von Wolken. Ein heftiger Wind kam auf und brachte starken Regen, und Ahab bestieg seinen Wagen und fuhr nach Jesreel. In diesem Augenblick kam die Kraft des HERRN über Elia. Er gürtete seinen Mantel und lief den ganzen Weg nach Jesreel vor Ahab her.
Elia hört im Geiste, wie stark der Regen sein wird. Ein mächtiger Regensturm! Das hat mich so stark an das erinnert, was Gott immer wieder zu uns sagt. Die Erweckung kommt! Im Geiste haben schon ganz viele von uns den Sturm des Heiligen Geistes kommen sehen.
Noch ist Dürre. Wer kennt den Zustand? Alles „zaht“. Körperliche Schwächen von dir und mir oder von Menschen, die uns nahe stehen. Geistige und geistliche Verwirrung von Menschen um uns herum. Menschen suchen und wissen nicht genau was, finden das Falsche. Seelische Bedrückung. So viel Leid durch Süchte, Depressionen, Opferhaltung, Anspruchsdenken, Egoismus.
Wo sind die versprochenen Durchbrüche? Und hier sagt Gott: So wie bei Elia, so sollt ihr auch die geistlichen Dinge erwarten.
Wie erwartet Elia den Regen? Er hat ihn schon im Geiste gesehen und gehört. Er weiß, dass es ein starker Regen sein wird. Er glaubt so sicher daran, dass er den König schon heim schickt, damit er nicht nass wird. Elia selber geht auf einen Berg und steckt seinen Kopf zwischen die Knie.
Ich nehme einmal an, er betet. Interessant, dass er das auf dem Berg macht, damit er die Wolken sehen kann, aber er sieht ja nichts, weil er hat den Kopf zwischen den Knien! Ich denke, dass er alles im Gebet erledigt. Im Warten auf Gott. Die Wolken interessieren ihn nur peripher. Er schickt seinen Diener, damit der schaut, ob es schon Zeichen gibt.
Das erinnert mich an eine andere Stelle, wo es heißt, dass ein „ernst Gebet“ Gott bewegt. Ein Gebet, das nicht locker lässt. Ein Gebet, das voll Glauben den himmlischen Vater anschaut und alles erwartet, ohne Plan B.
Christine Cain hat einmal gesagt (übersetzt):
„Nichts wird deinen Glauben so austesten, wie ,nichts'.
Opposition kann das nicht, geschlossene Türen können das nicht und auch Ablehnung kann das nicht."
Die Wolke kommt noch nicht. Die Erweckung kommt noch nicht. Meine Gesundheit kommt noch nicht. Die Verheißungen sind noch nicht in Reichweite.
Was werde ich tun? Werde ich aufgeben? Werde ich enttäuscht sein und mich Anderem zuwenden? Werde ich das Evangelium umschreiben und sagen, dass Gott ja heute das alles nicht mehr macht, oder dass er doch unerreichbar ist? Werde ich wo anders suchen?
Nichts wird unseren Glauben so bis zur Zerreißprobe herausfordern, wie ein Zustand in einem unbeantworteten Gebet oder einer Verheißung, die noch nicht eingetreten ist.
Elia war in dieser Spannung. 6 Mal ist sein Diener zurück gekommen mit dem selben Bericht: Es ist nichts. 6 Mal sagte Elia ihm das selbe: Geh wieder und schau. Der Grund? Er hat den Regen gehört. Er weiß schon, wie es klingt. Er weiß, was Gott vor hat und er kennt Gott so gut, dass er weiß, dass ihm Gott nicht was sagt, was nicht stimmt. Kann er sich verhört haben? Natürlich. Aber er kennt die Stimme Gottes durch Erfahrung. Er weiß, wie es klingt, wenn Gott spricht. Und nichts konnte ihn zum Aufhören bringen, bis er es sah.
Und das, liebe Gemeinde, ist die Bedeutung der Zahl 20: Expectancy. Das ist mehr als Erwartung. Erwartung hat mit warten zu tun. Und das stimmt. Aber was da mitschwingt ist, dass ich passiv bin. Kann man halt nix tun, ich muss halt warten. Wer weiß, irgend wann, vielleicht... Aber das, was Gott hier meint, ist, dass wir ganz aktiv erwarten sollen, einfach wissen, dass sich Gottes Worte erfüllen.
Was ist also in unserem Fall ganz praktisch zu tun?
Ich denke, dass wir das Klima über unserem Land ändern müssen. Also nicht das Klima vom Wetter her, sondern das Klima im Geistlichen.
Ich glaube, dass Satan allergisch ist auf Segen. Warum machen wir uns nicht die Freude, dass wir ständig unser Land und unsere Politiker und unsere Lehrer und Polizisten, unsere Geschäftsleute, unsere Busfahrer, alle Autofahrer,….die ganze Zeit segnen? Das macht richtig Spaß, wenn man sich das einmal angewöhnt hat.
Wir sehen, wie die Welt im Chaos ist „an diesem bösen Tag“ (Epheser 6/13) - gemeint ist diese Zeit, am Ende aller Zeiten. Wir leben heute im Babylonischen System von der Bibel. Alle kennen die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Das war ein System, wo Menschen einen Turm bauen wollten, der in den Himmel reicht. Das hat Gott vereitelt. Und in so einem System leben wir heute.
In der Welt wollen wir ein System, das wir von uns aus bauen. Den Himmel von einer Plattform auf der Erde aus erreichen. Das sehen wir auf allen Ebenen und in allen Bereichen. Wir wissen alles besser, wie man Menschen schafft, wie man Intelligenz schafft, wie man Gesundheit schafft. Und im Prinzip sagen wir damit, dass Gott überflüssig ist. Wir brauchen ihn nicht, wie reichen bald selber in den Himmel hinauf. Wir leben „in den bösen Tagen“.
Was können wir tun, und was hat das alles mit der Wolke von Elia zu tun?
Gott hat eine Möglichkeit geschaffen, diese ganze schlechte, satanische, menschliche Entwicklung, dieses babylonische System, umzudrehen, zu zerstören. Das ist das Opfer, das Jesus Christus für die ganze Schöpfung gebracht hat, und sie dadurch vom Fluch, den sie sich selber auferlegt hat, befreit hat. Und in weiterer Folge hat er auch seine Kirche, seine Ecclesia, dazu befähigt.
Offenbarung 12/10-11: Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn ⟨hinab⟩geworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte. Und sie haben ihn überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod!
Sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod. Das ist intensiv, oder? Das ist eigentlich die Spannung, die es braucht, um einen Durchbruch zu bekommen. Und das heißt nicht, dass ich Selbstmordgedanken haben soll. Sondern ganz im Gegenteil! Ich soll mich so auf das Leben (Jesus Christus) konzentrieren, dass mir der Tod wurscht ist.
Jesus, ich tu deinen Auftrag jetzt bis du sagst, es ist was anderes dran. Was kostet es mich? Alles.
Jesus, mich interessiert nichts anderes mehr als auf dich zu schauen, weil du tust was, und das möchte ich nicht versäumen. Was kostet mich das? Alles.
Jesus, ich lass mich nicht mehr ablenken von dir, bis du alleine in meinem Fokus bist. Auch wenn ich immer wieder abgelenkt werde und zurück komme! Was kostet mich das? Alles.
Bin ich bereit dazu? Voll Erwartung. Ernsthaft. Konzentriert. Wichtig. Auf nichts anderes schauend. Expectant. 20. Ich glaube, dass wir in dieser schlimmen Zeit, in dieser Endzeit, in der Zeit, in der Satan wütet aber Jesus Christus jeden Tag um seine Braut kommen kann, nur so als Christen durchkommen werden.
Wir müssen unser Kreuz auf uns nehmen, wie wir in der Predigt letzten Sonntag gehört haben, und unser Leben nicht lieben bis in den Tod, wie Johannes das beschrieben hat in der Offenbarung.
Lasst uns unsere Umgebung segnen, unser Land, die Menschen um uns herum. Lasst uns das Königreich Jesu Christi in unsere Welt bringen, so wie er es sagt, koste es, was es wolle. Das ist es, was wir in dem Lied singen: „Ich schaffe Raum für dich!“ Fragen wir Jesus, wo wir in unserem Leben Raum schaffen müssen, was wir aufgeben oder dazu nehmen müssen, um voll Spannung Jesu Kommen zu erwarten.
„Heiliger Geist, wir erwarten voll Konzentration, dass du durchbrichst in unser Land, in unseren Ort, in unsere Familien! Wir rechnen damit. Und wir wollen alles tun, damit du durchbrechen kannst, damit du Jesus Christus groß machst!
Zeige jedem von uns, was es heißt, dass wir unser Leben nicht lieben bis in den Tod. Lass uns dorthin kommen, dass in dieser kurzen Zeit, bis Jesus wiederkommt, unser kleines Leben Großes bewirkt! Mach uns zu Weltveränderern, die von sich selber weg nur auf dich schauen und deinen Willen tun."
Wenn das dein Gebet ist - und du noch nicht dort bist, aber das gerne sein möchtest, dann kannst du gerne den Gebetsdienst in Anspruch nehmen, damit wir dich darin leiten, dein Engagement im Königreich zu erneuern oder überhaupt zu beginnen. Sei gesegnet, und sei ein Segen in deiner Familie, Arbeit, Schule, Freunde, Land.




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