• Karin Staple

Es ist Zeit zum Feiern

Aktualisiert: Okt 11

Als ich Gott gefragt habe, und er mir diesen Titel gesagt hat, hab ich gesagt: „Herr, das passt überhaupt nicht. Ich fühle mich nicht zum Feiern und ich bin nicht einmal recht gut drinnen! Ich glaube, du solltest dieses Thema lieber der Sabine geben. Die kann das viel besser.“

Gott hat gesagt: „ah ja, das hatte ich vergessen, entschuldige...das stimmt eigentlich..“ Nein. natürlich nicht. Er hat ganz anders geantwortet: „Dann wird es Zeit, dass du dich damit beschäftigst!“


Hm. Seitdem ist ein Angriff auf meine Freude nach dem anderen. Jeden Tag „passiert“ etwas, was einem die Freude so richtig vertun kann. Einmal hab ich in einen wunderbaren Schweinsbraten hineingestochen, um ihn aufzuschneiden. Direkt aus der Röhre, er hat so richtig geduftet, da ist mir die ganze Auflaufform aus Glas, incl. des Bratens und des guten Bratenfetts auf den Boden gefallen, so richtig aus der Hand geschleudert worden. Millionen von Splittern, auch am Fleisch,...

Das nächste Mal haben wir Hendeln gekauft und ich habe sie zerlegt. Da war auf einem ein grünes Fleisch, so reingewachsen, als ob das ein Krebs oder was wäre. Ekelig! Wir haben zwar das Geld zurück bekommen, aber ihr könnt mir glauben, es ist mir jede Lust auf diese Hendeln vergangen!

Ich könnte noch mehr aufzählen. Ich denke, dass der Feind weder möchte, dass ich Zeit zum Feiern habe, noch dass ich überhaupt auf den Geschmack zum Feiern komme, und schon überhaupt nicht darüber predige!


Ich bin da so, wenn ich so was erlebe, dann reagiere ich, glaube ich, anders, als viele. Ich nehme an, dass der Feind das immer noch nicht weiß, weil sonst hätte er schon längst aufgegeben. Ich denke: „OK, verstehe. Das ist also wirklich wichtig! Das ist dem Feind so viel wert, dass er es verhindern möchte! Herr, was ist da dran, dass es den Feind so stört? Komme ich im Glauben weiter? Ich denke, das muss ich unbedingt haben. Danke, Feind, dass du mich so sehr in die Richtung des Gehorsams drängst!“ Ha! Der Feind ist ein Loser. Wieder hat er etwas probiert, was schon so oft schief gegangen ist für ihn!


Das ist also meine Vorgeschichte. Was hat mir Gott gesagt, was so wichtig ist? Einmal hat jemand gesagt: „Der Teufel fürchtet nicht eine große Kirche, aber er fürchtet eine Kirche in Einheit!“ Und ich glaube, am meisten stört ihn, wenn jemand fröhlich ist oder gar feiert! Besonders wenn Menschen in einer Kirche in Einheit feiern. Die Freude am Herrn schafft Einheit! Hast du schon gemerkt, was in dieser Pandemiezeit am meisten verloren gegangen ist? Die Freude! Das Feiern! Die Einheit!


Gnade und Disziplin gehören immer zusammen. Das heißt, dass man das Richtige tut zur richtigen Zeit. Wir müssen das werden, was wir werden müssen, dann können wir das tun, was wir tun müssen.


Und jetzt ist es Zeit zum Feiern. Was feiern wir? Die Güte Gottes!

• Ist er besser als du jemals dachtest? Ja!

• Ist er treu in deiner Familie, in deinem Leben? Ja!

Wir sind von einem Gott geschaffen, der gerne feiert. Das sehen wir in der ganzen Bibel immer wieder. In der Bibel geht es immer wieder ums Feiern. Wochenlang! Gott sagt ihnen, sie sollen so lange Feste feiern!


Ja, David z.B. hat so sehr gefeiert, dass seine Frau sich für ihn geschämt hat! Er hat Gott gefeiert. Tun wir das zu Hause und in der Gemeinde heute noch? Ist es uns egal, wie wir Gott feiern? Ist es uns egal, wie das ausschaut? Egal, was der andere denkt über uns? Oder machen wir das heimlich, vielleicht nur am Sonntag im GD, auch nur dezent...ein wenig die Arme heben maximal... vielleicht nur alle paar Sonntage im GD...? Ab jetzt feiern wir!


• Wir feiern, dass wir von einem feiernden Gott gemacht sind!

• Die in Tränen säen werden in Freuden ernten!

• Gottes ernste ste Beschäftigung ist Freude!


Wenn Gott ganz viel mit dir beisammen ist, was bekommst du im Herzen? Freude!

Die Ergebnisse der Beziehung mit Gott Vater, mit Jesus und dem Hl. Geist sind: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung (Galater 5)

Es ist Zeit, dass wir feiern!


In Psalm 150 steht: Halleluja – lobt den HERRN! Lobt Gott in seinem Heiligtum, lobt ihn, den Mächtigen im Himmel! 2 Lobt ihn für seine gewaltigen Taten, lobt ihn, denn seine Größe ist unermesslich! 3 Lobt ihn mit Posaunen, lobt ihn mit Harfe und Laute! 4 Lobt ihn mit Tamburin und Tanz, lobt ihn mit Saitenspiel und Flötenklang! 5 Lobt ihn mit Zimbelschall, lobt ihn mit Paukenschlag! 6 Alles, was lebt, lobe den HERRN! Lobt den HERRN. Halleluja!


Wir sind für Freude gemacht. Warum geht es uns so oft genau in diesem Bereich nicht besonders?


Wer stielt unsere Freude?

Wer stielt unser Lob, Anbetung, Dank und Verehrung?


1. Wir sind verbandelt (Hebr. 12/1: Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt)


Kompromisse. Verstrickt in Sünde. Das kann jedem von uns passieren! Meist ist es mit Scham verbunden. In dem Zustand feierst du nicht. Deine Scham sagt dir die ganze Zeit, dass du ein Mensch bist, der unwürdig ist, der nichts kann, der immer wieder sündigt, der innen drinnen schlecht ist, der immer wieder fällt,... Wenn der Feind dich verstrickt in Sünde, wird es schwer sein zu feiern und dich zu freuen.


Doch wenn ich zu meinem Papa gehe und seine Meinung über mein Leben frage, dann führt er mich durch Vergebung in die Freiheit. Das ist das, was in SOZO passiert. Ich bin zur Freude geboren! Gott hat mir einen Geist der Freude gegeben! In ihm ist Freude und er ist der Grund zum Feiern.


2. Wir schauen immer noch das an, was andere haben und ich nicht. Ein Geist des Mangels, ein Geist des Minderwerts. Ich kann das nicht feiern was ich habe, weil die haben mehr, bessere, größere, schönere,...


Schau auf Jesus und feiere wegen, für und mit ihm!


Titel oder Dinge ändern keine Menschen, nur Identität ändert dich!

Eine berühmte Geschichte ist die von König Saul: 1. Sam. 18/6-9: Als David und die Israeliten nach dem Sieg über die Philister zurückkehrten, zogen Frauen aus allen Städten König Saul entgegen. Sie sangen und tanzten, schlugen die Tamburine und empfingen die Sieger mit Jubel und Musik. 7 Immer wieder sangen die Frauen den Vers: »Saul hat tausend Mann erschlagen, David aber zehntausend!« 8 Saul hörte dieses Lied nicht gern, er wurde sehr zornig. »David trauen sie zu, dass er zehntausend erschlägt; und sie glauben, dass ich nur mit tausend fertigwerde!«, dachte er voller Missmut. »Jetzt fehlt nur noch, dass sie ihn zum König machen!« 9 Seitdem war Saul eifersüchtig auf David.

In einer anderen Übersetzung heißt es: „Von da an beobachtete Saul David“


In dem Moment, wo Saul seine Augen auf David richtete, nicht auf Gott, war er nicht mehr fröhlich. Er war voller Missmut. Wenn unsere Augen nicht auf Gott sind, können wir nicht auf Dauer und von Herzen fröhlich sein.


Darum: Schau nicht so viel auf Social Media, Filme,... lieber auf die Bibel, auf Gott! Diese Aussage ist jetzt echt klischiert!!!... Sie ist wahr. Vergleichen macht uns entweder grantig oder eifersüchtig.


Wenn ich reifer werde und immer mehr weiß, wer ich bin, dann kann ich immer mehr die anderen feiern, mich mit ihnen freuen, und mich auch über mein eigenes Leben freuen.


Dir hat Gott ein Auto geschenkt? Das freut mich sooo sehr! Und Gott hat mir das gegeben, was ich brauch. Ich danke dir, Jesus! Gott hat dir einen Durchbruch in deiner Gesundheit geschenkt? Wie super cool! Danke Jesus! Und danke Jesus, dass du mir alles gibst, wie ich es brauche! Ich bin vollkommen gesättigt mit deiner Liebe zu mir! Jesus hat dir einen Durchbruch in deinem Gemeindedienst gegeben? Wie toll! Ich feiere mit dir, ich feiere Jesus! Und danke Jesus, dass ich genau dann einen Durchbruch bekommen werde, wenn ich ihn brauche! Ich bin völlig im Frieden.


3. Wir möchten losbrechen, flüchten. Wir haben so viel zu tun. Kinder, Arbeit, Verpflichtungen, Druck...Wir können jetzt nicht feiern. Jetzt nicht.


Feiern ist Zeit mit Gott verbringen.

Wir kennen alle die Geschichte vom verlorenen Sohn. Übrigens, wenn du einen verlorenen Sohn hast – der Hl. Geist ist der beste Pastor! Feiere gleich seine Rückkehr!


Der Vater hält Ausschau, und als er seinen Sohn kommen sah, ist er ihm entgegengelaufen. Wenn wir zum Vater kommen, kommt er zu uns, uns entgegen. Dann wird gefeiert! Das gemästete Kalb! Nicht irgend eines! Das Beste, was der Bauernhof hergeben kann! Der Ring, der Mantel von Desigual! Party!

Der ältere Sohn will nicht dabei sein. Er sucht nach einer Fluchtmöglichkeit.

„Der ältere Bruder wurde wütend und wollte nicht ins Haus gehen.“


Eine Party? Nein, da mach ich nicht mit. Die haben keine Ahnung von der Wirklichkeit, von der Härte des Lebens, vom Stress,...


„All diese Jahre habe ich mich für dich abgerackert. Alles habe ich getan, was du von mir verlangt hast. Aber nie hast du mir auch nur eine junge Ziege gegeben, damit ich mit meinen Freunden einmal richtig hätte feiern können.“


Ich bin nicht fürs Feiern. Das Leben ist hart. Am besten einfach weg. Keine Zeit, keine Lust.


4. Wenn wir uns selber zu ernst nehmen. Es ist nicht so wichtig was wir können oder tun, ob wir einen Titel haben oder Geld. Wenn wir den Eindruck haben, wir sind es nicht wert zu feiern – wir feiern ja Jesus! Er hat sich selber zum Diener gemacht. er hat sich nicht so furchtbar ernst genommen! Aber wir nehmen ihn ernst, wenn wir ihn feiern!


Psalm 126/1-3: Als der HERR die Gefangenen Zions zurückbrachte, da waren wir wie Träumende. 2 Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel; da sagte man unter den Heiden: »Der HERR hat Großes an ihnen getan!« 3 Der HERR hat Großes an uns getan, wir sind fröhlich geworden.


Jesus hat so große Dinge für uns getan. Lasst uns anfangen und ihn feiern! Wir müssen Ausschau halten, was er alles tut und getan hat. Dann fällt es uns leicht, zu feiern.


Er macht alles neu! Das ist seine Art. Neuen Wein! Neue Schläuche. Schau aus nach dem, was Gott alles neu macht! Flüsse in der Wüste heißt es in der Bibel. Hast du eine Wüste in deinem Leben? Feiere Gott, weil er lässt Flüsse in der Wüste fließen! Ist dein Leben fad – immer das Alte? Feiere Jesus, weil er macht alles neu!


Als Jesus in der Wüste versucht wurde vom Teufel, hat er am Schluss gesagt, dass er nicht vom Brot alleine lebt, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt! Und dann hat er uns gelehrt, dass wir beten sollen: Unser tägliches Brot gib uns heute! Wir leben jeden Tag von den Worten, die unser Papa im Himmel über uns spricht. Wir haben jeden Grund, Gott zu feiern!


Als die Israeliten nach langer Zeit das Gesetz vorgelesen bekommen haben, haben sie geweint, weil es sie so getroffen hat. Ja, das hätten wir tun sollen! wir sind nicht heilig! Doch Nehemia sagt zu ihnen: Nehemia 8/10: Geht hin, esst Fettes und trinkt Süßes und sendet Teile davon auch denen, die nichts für sich zubereitet haben; denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig; darum seid nicht bekümmert, denn die Freude am HERRN ist eure Stärke!


FEIERN!


Es ist hier nicht gemeint, dass man nicht einmal traurig sein darf und immer eine fröhliche Christenmaske aufhaben. Sondern wir sollen nicht in Depression versinken, nicht dem Traurigen nachhängen und darin wühlen. Das kann sich komischerweise ganz gut anfühlen. Ist aber Sünde! Denn Gott sagt: „Freu dich“! Würde er das sagen, wenn wir das nicht könnten? Wenn ich beschließe, dass ich Jesus feiere, wegen all der Dinge, die er für mich getan hat und dass ich ihn feiere, weil ich so gerne mit ihm beisammen bin, kann ich da in Depression versinken?


Die Freude am Herrn ist unsere Stärke! Die ist unsere Kraft! Die macht uns stark! Die holt uns raus! Drum esst Fettes und trinkt Süßes! Seid großzügig und teilt mit den anderen! Wow!


Das erinnert mich ganz stark an den Psalm 23:

Er bereitet vor mir ein Festmahl, er deckt so auf, dass alles überfließt, ich esse mit ihm mitten zwischen den Feinden! Und Öl fließt nur so, also meine Salbung ist mitten da drinnen in meinem Fest mit Jesus, so stark, dass das Öl einfach nur so runter rinnt. Es gibt nichts Schlechtes in meinem Leben, wenn ich mit Jesus so feiere, weil wenn ich sterbe, dann ist er auch da und feiert mit mir weiter. Und in diesem Leben kann mir immer nur Gottes Güte und seine Barmherzigkeit begegnen, wenn ich mit ihm beim Fetten und Süßen sitze.


Die Güte des Herrn bringt uns dorthin, dass wir dankbar auf das schauen, was Gott in unserem Leben getan hat und tut. Wir preisen ihn und feiern ihn für das, was er tun wird in unserem Leben. Das ist Glaube. Weil wir wissen, wer er ist und wie seine Art ist, können wir ihn bereits feiern für das, was er tun wird in unserem Leben.


Danke, Jesus, dass du den Menschen in meiner Umgebung nachgehen wirst, die mir so am Herzen liegen. Danke, dass du sie zu dir rufst. Danke, dass du mich versorgst. Ich feiere jetzt schon, weil ich deine Güte kenne! Danke, dass du mich aus meiner Dunkelheit, aus meiner Depression raus führst! Ich feiere dich jetzt schon, auch wenn mir nicht danach ist. Ich schaue auf dich, Jesus. Und du bist alles für mich. Wie froh ist mein Herz, weil ich weiß, dass du, der Schöpfer und Erlöser der Welt, mit mir beisammen sitzt und mich ernst nimmst.


Preise Gott bereits vor dem Wunder! Wie Paulus und Silas, als sie im Gefängnis Gott lobten und es war ein Erdbeben. Sie haben Gott gelobt bevor das Erdbeben war! Als sie noch nicht wussten, dass sie freikommen würden!


Was für Probleme hast du?

• Physische? Durch seine Striemen sind wir geheilt!

• Finanzielle? Himmel und Erde sind des Herrn!

• Beziehungsmäßig? Er heilt Beziehungen!


Nichts ist größer als Gott.

Es ist Zeit, Gott zu feiern. Bist du bereit? Ich möchte es jedenfalls angehen. Es ist Zeit für mich. Lasst uns Gott feiern!


Die Freude am Herrn ist meine Stärke, unsere Stärke! Gemeinsam. In Einigkeit und Ewigkeit. Amen.


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