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Das wichtigste Gleichnis

  • Alex Haböck
  • 7. Juni
  • 8 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Das wichtigste Gleichnis ist auch ein Schlüsselgleichnis.

In Markus 4,13 sagte Jesus: „Ihr versteht schon dieses Gleichnis nicht? Wie wollt ihr dann all die anderen begreifen?"

In vielen Übersetzungen wird das „Gleichnis vom Sämann" erwähnt. Das ist das Gleichnis von unseren Herzensböden, das wir in Markus 4,14-20 lesen.


Der Sämann sät das Wort. Die an dem Weg sind die, bei denen das Wort gesät wird, aber wenn sie es gehört haben, kommt sofort der Satan und nimmt das in ihr Herz gesäte Wort weg. Ebenso die, bei denen auf felsigen Boden gesät wird: Wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es mit aller Freude auf, aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind Menschen des Augenblicks. Wenn sich Trübsal oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, dann ärgern sie sich sofort. Bei anderen wieder fällt der Same unter die Dornen: Die hören das Wort wohl, aber die Sorgen dieser Welt, der Betrug des Reichtums und Begierden nach anderen Dingen dringen in sie ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. Jene aber, bei denen auf gutes Land gesät ist, hören das Wort, nehmen es an und bringen Frucht: 30fach, 60fach, und sogar 100fach.


Es geht hier um drei Kriterien:

-Der Sämann

-Der Same

-Der Boden

Wollen wir uns das Gleichnis genauer ansehen, kommen wir schnell dahinter, dass der Fokus nicht der Sämann ist, auch nicht der Same, sondern der Boden.


Matthäus 13,19 (ELB)

Die Saat, die auf den harten Weg fiel, steht für die Menschen, die die Botschaft vom Reich Gottes hören, sie aber nicht verstehen. Dann kommt der Teufel und reißt ihnen die Saat aus dem Herzen.


Hier wird klar, dass Jesus von unseren Herzen spricht.

Was ist also ein gut vorbereiteter Boden?

Als ich neulich unseren Rasen zu Hause neu anlegen musste, musste ich den Boden gut vorbereiten. Ich entfernte das Unkraut, ich musste den Boden weich machen, ich musste ihm die richtige Nahrung geben, ich musste ihn bewässern, um sämtliche Schädlinge zu entfernen.

D.h. wir sind für unseren Herzensboden verantwortlich.

Ich muss darauf achten, was durch meine fünf Sinne in mein Herz kommt. Sonst wird mein Herzensfilter verunreinigt.


Jesus ist so genial, dass er so viel in Bildern zu uns spricht. Als ich den Boden zu Hause, sprich den Rasen, neu anlegte, dachte ich an dieses Gleichnis, wie wichtig es ist, wenn wir einen guten Rasen haben möchten, den richtigen Boden zu haben, gut vorbereitet zu sein. Ich finde es so genial, dieses Bild von unseren Herzensböden.

Erstens: Ich kann ein unvollständiges Herz haben, sprich: die Saat kann nicht aufgehen.

Zweitens: Ich kann ein steinernes Herz haben, sprich: die Saat geht auf und verdorrt sofort, es können sich keine Wurzeln bilden.

Drittens: ein verwuchertes Herz, sprich: mein Herz wird erstickt von Ablenkungen.

Viertens: ein weiches Herz, das Frucht bringt.


Sprüche 4,23 (SCH2000)

Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.


Ja, wir sind verantwortlich für den Zustand unseres Herzens.

Wie wird unser Herzensboden, wenn wir nicht daran arbeiten?

Wenn wir den Ackerboden nicht pflegen, wächst keine gute Frucht mehr.

Wir müssen mal verstehen, wie wir funktionieren:

Alles, was wir durch unsere fünf Sinne empfangen und in das Herz lassen, beeinflusst unseren Herzensfilter.

Wenn einige unserer Handlungen zu negativen Konsequenzen führen, versuchen wir in der Regel, unsere Taten zu ändern. Doch das ist eigentlich der falsche Ansatz. Weil all unser Handeln den Überzeugungen unseres Herzens entspringt, müssen wir vielmehr unser Herz verändern lassen.

Die Bibel spricht in Sprüche 4,23 dass wir unser Herz behüten sollen. Das Wort behüten heißt zu lernen, es zu bewachen. So wie ein Hochsicherheitsgefängnis. Was darf hinein und was darf hinaus?


Ich habe hier ein veranschaulichendes Beispiel mitgenommen:

Wasser: Das Symbol des Heiligen Geistes, der in uns wohnt. Jeder wiedergeborene Christ hat einen neuen Geist bekommen. Dieser Geist, den wir Christen haben, ist vollkommen und weiß alles, ist die Wahrheit und liebt uns.

Und dann habe ich zwei Filter mitgenommen, einen reinen und einen verschmutzten, um zu zeigen, wie unser Herz verunreinigt wird und wir dadurch die Stimme des Heiligen Geistes oft nicht richtig wahrnehmen können.

Gehen wir jetzt ein paar Beispiele durch, was unser Herzensfilter verschmutzt:


SORGEN UND ÄNGSTE

• Wie gehst du mit Sorgen und Ängsten um? Auf was setzt du den Fokus, auf was schaust du? Wenn du den Fokus auf Umstände, z.B. auf die Krankheit legst, vergrößerst du die Probleme, anstatt auf Gottes Fakten zu schauen. Es ist wie mit einer Wippe. Umstände werden größer und Gott wird kleiner - oder umgekehrt. Anstatt den Fokus rein darauf zu setzen, wie die Umstände ausschauen, denk doch drüber nach, was Gott in seinem Wort sagt. Gott sagt in seinem Wort: Macht euch keine Sorgen, denn er sorgt für euch! (siehe Matthäus 6:34). Das heißt: Er umgibt uns! Wir brauchen uns keine Sorgen machen!

Wir können sogar laut sagen: „Sorgen, ihr verschwindet jetzt in Jesu Namen! Ihr habt kein Anrecht an mir, weil Jesus sagt: macht euch keine Sorgen.“


ÄRGER, ZORN, STRESS, WUT

• Ein einfaches Beispiel: Katze in der Früh miaut laut nach Essen und isst es dann nicht. Wie reagiere ich darauf? Sage ich Negatives oder sage ich zu ihr Positives, wie z.B. „Das ist gut, das Essen! Was anderes hab ich jetzt nicht.“ Die Frage ist: warum reagiere ich negativ? Ist da eine schlechte Wurzel in meinem Herzen, die Jesus anschauen möchte?

• Anhaltende Stress, Ärger und Wut führen zu Bluthochdruck, Veränderung der Gefäße, zu Entzündungen. Das Herz muss härter arbeiten. Wieder kann ich Jesus fragen: Was ist die Wurzel dafür? Wie möchtest du diese Wurzel behandeln, Heiliger Geist? Wem muss ich vergeben?


UNVERSÖHNLICHKEIT

• Unversöhnlichkeit verbittert unser Herz. Wir schleppen es mit uns herum, sind unzufrieden. Ein klarer Auftrag, den Gott uns gegeben hat, ist: Wir sollen einander vergeben, so wie er uns auch vergeben hat. So schon im „Vater Unser“. Und er hat uns auch den Auftrag der Versöhnung gegeben:


2. Korinther 5:19

Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. Das ist die herrliche Botschaft der Versöhnung, die er uns anvertraut hat, damit wir sie anderen verkünden.


Wow, wow, das kann tief gehen!


RELIGIOSITÄT.

• Religiosität ist sehr gefährlich, denn es verschmutzt unseren Herzensfilter enorm. Durch Religiosität kommen Gedanken wie:

Ich muss dies tun, ich muss das tun, damit ich OK bin. Ist Gott wirklich gut? Ich muss mich mehr anstrengen und immer wieder fragen, ob ich wieder was falsch gemacht hab. Und jetzt ist Gott auf mich zornig! Lügen über Lügen. Hab ich zu wenig gebetet? Hab ich mich zu wenig angestrengt? Hab ich zu wenig gedient?

Religiosität verzerrt mein Bild von meinem bedingungslos liebenden Gott.

• Die Wahrheit ist, ich bin sein Königssohn, ich bin seine Königstochter. Ich bin eine neue Schöpfung! Ich bin teuer erkauft durch das Blut, das Jesus für mich vergossen hat.

• Danksagung in allen Dingen ist eines der wichtigsten Schlüssel im Glauben. In Thessalonicher 5:18 (HFA) steht: „Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen. All das erwartet Gott von euch, und weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, wird es euch auch möglich sein.

• Hebräer 11,1 (SCH2000) „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.


NEGATIVES REDEN

• Geschichte von Klaus


PORNOGRAPHIE

• Laut Umfragen unter Christen praktizieren 70 % der Männer und 40 % der Frauen regelmäßig Pornographie. Von diesen Männern und Frauen sagen ungefähr 47 % sie schaden ja eh keinem damit, es ist also egal. In Wirklichkeit verlieren wir die Freude an der wahren Sexualität und kreieren unreine Bilder in unseren Herzen. Wir entfernen uns von der von Gott gegebenen Seeleneinheit von Mann und Frau, die eigentlich durch Sex entsteht. Es tötet die Freude und zerstört Beziehungen. Wir fühlen uns oft schuldig. Scham kommt hoch und wir möchten uns vor Gott verstecken: „Adam wo bist du?“ (siehe 1. Mose 3,9). Viele Leute fühlen sich durch diese Scham gefangen und wollen mit niemandem darüber reden. Gott hat aber auch für dieses Thema gute, gründliche Methoden zur Filterreinigung! In unserer Gemeinde ist der einfachste Ansatz: Komm ins SOZO :)


ABLEHNUNG

• Wenn ich weiß, wer ich in Christus bin, dass ich geliebt, angenommen, wertgeschätzt und respektiert bin, ein Erbe Gottes (siehe Römer 8,15-17), kann in mir Ablehnung keine Wurzeln schlagen.


SUCHE NACH ANERKENNUNG

• Ein Leben im Suchen nach Anerkennung ist Menschenfurcht und nicht Gottesfurcht. Das heißt nicht, dass du dich nicht über ein Kompliment freuen darfst, aber das darf dein Leben nicht bestimmen.


„ICH BIN EIN SÜNDER"?

• Es ist falsche Demut, wenn wir uns in geduckter Haltung als Opfer sehen. Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben, damit wir eben keine Sünder mehr sind, wenn wir dieses Geschenk des neuen Lebens von ihm annehmen.

• Gott sagt: Wenn wir Jesus die Herrschaft über unser Leben geben, dann sind wir Heilige, die ab und zu sündigen. Aufstehen, Krone richten, weiterlaufen!


„ALLES, WAS DU ANGREIFST, GEHT KAPUTT.“ (Lebenslügen)

• Meine persönliche Geschichte - und die Geschichte mit dem Mann, der keine Schraubenmutter richtig anbringen konnte.

• Lebenslügen können unsere Gedanken und Handlungen bestimmen! Z.B. Gedanken wie: „ich werde es nie schaffen“, „ich bin dumm“, „ich bin alleine“, „ich bin nichts wert“…

• Im Namen Jesu Christi können wir jede Lebenslüge brechen – und mit seiner Wahrheit ersetzen.


ANDERE PUNKTE

Traumata, Handeln gegen unser Gewissen, Gier, negative Gedanken bis zur Depression, Finanzielles, und, und, und…


Um unseren Herzensfilter zu reinigen müssen wir zu Jesus gehen und ihm erlauben, an uns zu arbeiten. Wir müssen ihn ranlassen, um unsere schlechten Wurzeln zu entfernen. Das kann in unserer Gemeinde auch durch ein SOZO geschehen. Römer 12,2 (NLÜ): „lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln.


Und dann ist eines unserer Kernbücher „Das persönliche Krafttraining im Herrn“. Dort sind viele biblische Anleitungen, wie ich meine Glaubensmuskeln stärken kann.

Wenn Jesus in deinem Herzen ist, hat der Heilige Geist Glauben in dich hineingelegt. Wie bei allen Dingen muss ich auch meinen Glauben trainieren. Wie bei einem Training für einen Marathonlauf ist der Muskel schon da, nur muss er ausgebildet und gestärkt werden, damit er auch einen Marathon durchsteht.

So ist es auch im Glauben. Wenn wir anfangen, unsere Glaubensmuskeln zu trainieren, können wir auch nicht gleich einen Sprint hinlegen, sondern sagen: „Heiliger Geist, ich gebe dir die Bevollmächtigung, mir mein Herz weich zu machen. Ich gebe dir die Erlaubnis, mir zu zeigen, wo du mein Herz verändern möchtest.“ Er führt uns Schritt für Schritt und wir können darauf vertrauen, dass er uns nicht überfordern wird.


Wie komme ich da hin? Nur um ein paar Möglichkeiten aufzuzeigen:

  • Meditieren über Gottes Wort, über wer Gott ist.

  • Danksagung in allen Lebensbereichen und Lebensbedingungen.

  • Ihn Ehren, indem ich auf ihn höre und ihn ernst nehme, das auch tue, was er sagt.

  • Soaking im Heiligen Geist (Wellnessen der Seele). Also Zeit in seiner Gegenwart, in seinen liebenden Armen verbringen.

  • Austauschen mit Glaubensgeschwistern im Gottesdienst und in Kleingruppen, lernen, einander höher zu achten (Philipper 2,3-4 (NLÜ) „Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. Denkt nicht nur an eure eigenen Angelegenheiten, sondern interessiert euch auch für die anderen und für das, was sie tun.“). Korrektur aushalten lernen, ...

  • Lobpreis und Anbetung in jeglicher Form, auch während der Woche. Z.B. indem ich mir Zeit nehme, um Gott zu sagen, wer er für mich ist und warum ich ihn liebe. Auch in musikalischer Form.

  • Sprachengebet

  • Ernsthaftes Gebet (siehe Jakobus 5,16)


Ich möchte uns motivieren, immer wieder zu beten: „Herr, reinige mein Herz! Zeige mir, wo du mein Herz weich machen willst. Führe mich Schritt für Schritt.“ Dies ist ein Gebet, das zu 100 % erhört wird, da bin ich mir sicher. Und dann wird unser Glaubensleben tiefer. Muster werden ausgetauscht und wir wachsen im Glauben. Und damit segne ich uns alle!

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