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  • Karin Staple

Innere Ruhe, und das immer?

Aktualisiert: 11. Dez. 2023


Wer kann sich noch an die Gemeindefreizeit erinnern? So schön, so lustig, so inspirierend! Wer hat etwas davon in den Alltag mitgenommen? Es war für mich so, dass es immer noch durchträgt und zum Nachdenken anregt. Echt cool! Bin auf alle Fälle nächstes Jahr wieder dabei!


Wir haben auf der Gemeindefreizeit einiges darüber gehört, was es heißt, dass Gott heilig ist. Er ist anders, er ist der absolute Maßstab, er ist mit niemandem und nichts vergleichbar. Er ist der einzige, der wert ist, angebetet zu werden, weil er der einzige ist, der sich verletzlich gemacht hat und in unsere Welt gekommen ist, um als Mensch unter uns zu wohnen. Er ist statt uns gestorben und hat uns ein Beispiel vorgelebt, wie wir als Menschen, in denen der Heilige Geist lebt, auch heilig leben können.


Warum müssen wir heilig sein, wenn wir mit Gott zu tun haben?


Heilig - Veranschaulichung: Essen serviert bekommen von einem schmutzigen Teller…


Warum sollte Gott gerne in einem schmutzigen Inneren wohnen? Gott möchte unsere Anbetung, unsere Gebete, unsere Gedanken nicht von einem „schmutzigen Teller“ serviert bekommen!


Und Jesus hat auch gesagt, dass er nicht gekommen ist, das Gesetz (also die Thora) außer Kraft zu setzen, sondern es zu erfüllen. Das heißt, als einziger Mensch hat er die Erfordernisse, die Gott gestellt hat, damit jemand vor seinen Augen gerecht ist, erfüllt.


Jesus hat uns auch gesagt, dass das ganze Gesetz im Grunde so zusammengefasst werden kann: Matthäus 22/36-40: Ein Gesetzeslehrer fragte ihn: 36 »Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz Gottes?« 37 Jesus antwortete ihm: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.‹ 38 Das ist das erste und wichtigste Gebot. 39 Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹ 40 Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen beiden Geboten enthalten.«


Das heißt, wir haben eine Verpflichtung Gott gegenüber und unserem Nächsten gegenüber. Eigentlich auch uns selber gegenüber, denn wenn wir uns nicht selber lieben können, dann funktioniert es auch mit der Liebe Gott und dem Nächsten gegenüber nicht. Diese 2 Zielpunkte unserer Liebe hat Jesus genannt. Gott (der unser Herr ist, also über uns steht und regiert) sollen wir mit ganzem Herzen lieben,


auch mit unserer Hingabe (Def: Unter Hingabe (auch: Hingebung, Devotion) versteht man den von rückhaltloser innerer Beteiligung geprägten Einsatz eines Menschen für eine Angelegenheit oder eine Person, die für den Betreffenden von höchstem persönlichem Wert ist.) Also mit anderen Worten: Die Ziele, die ich in meinem Leben habe, die Pläne, die Prioritäten, das, was zuerst kommt in allen Bereichen (bei meinen Finanzen, bei meinen Entscheidungen, bei dem was ich denke, bei dem was ich mir anschaue, was ich rede, was ich tue…) das, was zuerst kommt, dort ist meine Hingabe...


und mit unserem Verstand (Denken, Verstehen, Hirn). Da tun wir uns normalerweise am Leichtesten, weil wir so erzogen sind in der Schule, durch unsere Gesellschaft.


Was hat das mit uns heute zu tun? Wir befinden uns im Advent im Jahr 2023. Was ist die Verbindung zwischen damals, das lange Zeit vor Jesus aufgeschriebene Gesetz, das Jesus dann zitiert hat, das er erfüllt hat, und uns heute, dir und mir hier und jetzt?


Wir haben schon ein paar Mal gehört, dass Advent das Warten auf das Kommen Jesu ist. Das Kommen damals, also die Geburt Jesu zu Weihnachten, und auch das zukünftige Kommen Jesu, wenn der Christus, der Messias, am Ende der Zeit wiederkommen wird.


Weihnachten. Das ist so traditionell, das ist so kuschelig, das Baby, die Engerl mit dem Bauch, und die Sterne mit dem Schweif, die Glitzerlichter, die Weihnachtsgeschichte, die uns so vertraut ist, und, ja, für uns Christen, klar, natürlich auch das Wissen, dass Jesus geboren ist, neben Tieren, alles so nett und gemütlich, in einem Stall…


Liebe Gemeinde, ich möchte jetzt gar nicht so sehr darauf eingehen, dass Weihnachten wahrscheinlich nicht im Winter war, dass in Israel ein ganz anderes Klima herrscht, dass der Stall wahrscheinlich nicht von Kühen und Eseln voll war und dass Jesus nicht arm war, weil die Magier Jesus, den König, reich beschenkt haben, noch waren die Engerl liab mit einem Bauch, sondern so furchterregend, dass die Hirten, also hartgesottene Männer, sich fürchteten. Also das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.


Ich möchte auf einen Aspekt dieser Weihnachtstradition eingehen, die eine Gefahr für uns alle darstellt: Familiarität. Das heißt, dass mir alles so bekannt ist, dass ich das Eigentliche nicht mehr verstehe.


Worum geht es eigentlich zu Weihnachten? Was ist das Wunderbare?


Jesus, der Messias, Gottes Sohn, ist geboren. Da fängt es an: Er, der die ganze Welt erschaffen hat. Er ist so wie wir geworden. Er hat seine göttliche Gestalt abgelegt und ist Mensch geworden. Das muss man sich einmal wieder vorstellen. Was hat ihn bloß dazu gebracht? Die Freude, dass er sterben wird, wo er vorher ewig war? Vielleicht die Freude auf die Schmerzen, die er ertragen musste? Die Vorfreude auf das 40 tägige Fasten wahrscheinlich, das wars, oder? Hast du das schon einmal probiert, 40 Tage in der Wüste ohne allem? Hm.


Jesus Christus hat alles aufgegeben und beschlossen, alles zu ertragen. Als Mensch, und in totaler Abhängigkeit von seinem Vater im Himmel, zu leben, mit allen Herausforderungen – wegen dir und wegen mir. Er wollte uns seine Liebe so zeigen, wie wir sie verstehen können. Er wurde einer von uns, damit er uns seine Liebe zeigen konnte!


Und was ist dann seine Liebe? Was ist es, das er uns hier zu Weihnachten zeigen möchte? Eine so unglaubliche Geburt, dass der Himmel aufgerissen wurde.


Lukas 2/14: Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. 9 Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude[3], die für das ganze Volk sein wird. 11 Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, ⟨der⟩ Herr, in Davids Stadt. 12 Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind[4] finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. 13 Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen[5], die Gott lobten und sprachen: 14 Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in[6] den Menschen ⟨des⟩ Wohlgefallens!


Der Himmel ist offen! Gottes Herrlichkeit wird sichtbar! Der Himmel ist mit Jesu Geburt in unsere Welt gekommen. Weihnachten heißt, dass wir sagen können: Dein Reich komme! Denn dort hat es seinen Anfang genommen. Der Himmel war so entzückt darüber, dass er nicht warten konnte! Endlich ist ein Weg frei zu den geliebten Kindern, die dem Papa den Rücken gekehrt hatten! Der Himmel feiert, Papa tanzt! Das ist Weihnachten! Der Anfang einer innigen Beziehung, die Gott von Anfang an wollte.


Was bringt uns das? Schließlich hat es ja so eine Beziehung auch schon bei den Israeliten gegeben! Die war allerdings ziemlich kompliziert…


Jesus Christus hat ein für alle Mal den Weg für den Heiligen Geist frei gemacht. Dadurch, dass er in unsere Welt gekommen ist, hat er den Zustand wieder hergestellt, dass alle, die das möchten, wieder in inniger Beziehung zu unserem Himmlischen Papa sein können. Wie hat er das gemacht?


Zuerst einmal hat er als Mensch gelebt und das Gesetz erfüllt. Das heißt, dass er ohne Sünde war. Und dann ist er als das perfekte Opfer statt uns gestorben, und hat ein für alle Mal unsere Sünde, die ganze Sünde der Welt, das ganze „Getrennt-Sein“ von Gott, das ja die Auswirkung der Sünde ist, getragen und beiseitigt.


2. Korinther 5/21: Denn Gott hat Christus, der ohne jede Sünde war, mit all unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir freigesprochen sind und vor ihm bestehen können.


Römer 6/23: Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.


Also dadurch, dass Jesus Christus das Gesetz und alle Forderungen an uns erfüllt hat, dürfen wir frei leben, ohne, dass uns unsere eigenen Probleme runterziehen und umbringen müssen.


Die einzige Bedingung ist aber natürlich: Wenn Jesus uns kaufen darf. Der Kaufpreis ist sein eigenes Leben. Wenn er unser Herr wird. Wenn wir ihm freiwillig ein Anrecht auf uns geben.


Aber – ist das nicht gefährlich? Geraten wir womöglich von einer Sklaverei in die nächste? Nein und ja. Es ist nicht gefährlich, weil Gott so ist wie er ist. Wer von euch möchte nicht gerne von jemanden abhängig sein, der ihn so liebt, wie er ist, der für ihn sorgt wie eine gute Mutter für ihr Kind, der so reich ist, dass er die ganze Welt besitzt und ihm alles schenkt, der so mächtig ist, dass es nichts und niemanden gibt, der über ihm steht – und der einen so beschützt, dass man immer sicher ist? Und wer möchte nicht von jemandem abhängig sein, der seine Macht nie missbraucht, weil er durch und durch gut ist?


Das Einzige, was notwendig ist, ist, dass du kein Opfer bist. Erstens musst du selber entscheiden, ob du diese Beziehung mit Jesus Christus willst. Er wird niemals deine Tür einrennen! Er steht vor deiner Herzenstür und klopft. Du musst selber aufmachen. Und dann wird er dir niemals helfen, ein Opfer zu sein. Du musst immer selber leben, selber denken, selber wollen. Dadurch kann dich Jesus auch verändern.


Ein Opfer kann sich nicht verändern. Wenn du ein Opfer bist, dann ist immer wer anderer der, der dein Schicksal bestimmt. Du selber kannst also nichts ändern. Aber wenn du Jesus Christus als Herrn in deinem Leben hast, dann ist das erste, was er tut, dass er dich befreit von dieser Opferhaltung. Du wirst immer selber entscheiden, was dran ist, und er hilft dir dabei, wenn du das möchtest.


Das nennt man „heilig“ werden. Eine einprägsame Illustration sehen wir in dem Kurzfilm. Es gibt deutsche Untertitel. Schnell lesen! Das ist ein etwas schneller Film.


Film


Gott möchte nicht an erster Stelle von all deinen anderen "Göttern" sein. Er möchte dein einziger Gott sein!


Bist du noch ein Opfer deiner Umstände? Möchtest du, dass Jesus dich von dieser Haltung befreit? Bitte ihn darum. Und lies in der Bibel. Da stehen so Sachen wie: Fürchte dich nicht! Sei stark! Sei mutig! Freue dich! Ganz einfach also. :)


Wie geht das dann praktisch? Es fängt im Königreich immer mit einem Entschluss an. Und damit, dass der Heilige Geist dir hilft, diesen Entschluss in deinem Leben umzusetzen.


Du kannst dich auch gerne zu einem SOZO anmelden und auch nach vorne zum Gebet kommen. Begegne heuer zu Weihnachten dem Gott, der Mensch wurde, damit du Gottes Kind werden kannst, und du Ruhe mitten in deinen Umständen findest. Und wenn du ihm schon begegnet bist, dann begegne ihm neu und bewusst.


Das wünsche ich dir und mir in der heurigen Adventzeit! Ich wünsche uns, dass in unserem Leben Jesus neu oder erstmals geboren wird, der der König der Könige ist, der Herr aller Herren (auch der Herr meines Ichs!) und vor dem sich alle Knie beugen werden und alle Zungen bekennen, dass er der Herr ist. Gibt es einen Platz, wo ich sicherer bin als in seinen Armen?

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