• Bronwin Staple

Ich schaffe Raum

Aktualisiert: 31. Okt.

Klicke hier, um (leider nur die erste Hälfte) dieser Predigt anzuhören.


Römer 12:1-2

Weil Gott so barmherzig ist, fordere ich euch nun auf, [...], euch mit eurem ganzen Leben für Gott einzusetzen. Es soll ein lebendiges und heiliges Opfer sein – ein Opfer, an dem Gott Freude hat. Das ist ein Gottesdienst, wie er sein soll.

Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln. Dann werdet ihr wissen, was Gott von euch will: Es ist das, was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht.


Ich lese es noch einmal, damit es so richtig einsinkt (diesmal in einer anderen Übersetzung):


Römer 12:1-2

Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe.

Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.



Eigentlich ist diese Stelle an und für sich schon eine Predigt. Aber ich greife trotzdem ein paar Punkte raus...


1. Warum tu ich auch nur irgendwas?


„Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt“ ... ist mein ganzes Leben „die angemessene Antwort auf seine Liebe“


Ein ganz, ganz wichtiger Punkt.


Also als erstes wollte ich herausstreichen, dass wir gar nichts aus uns heraus tun, sondern ich liebe, weil er mich zuerst geliebt hat. Ich bin barmherzig, weil er zuerst barmherzig war. Ich stelle mein ganzes Leben ihm zu Verfügung, weil es einfach keine andere Antwort gibt, weil ich einfach nicht anders kann, wenn ich daran denke, was er alles für mich getan hat und wie sehr er mich liebt. Ich gebe, weil er mich überfüllt hat.



2. Mein GANZES Leben.


Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber manchmal falle ich in die Falle, dass ich denke, dass nur die „explizit Gott Sachen“ göttlich sind. Also, z.B. wenn ich Bibel lese oder im Gottesdienst sitze oder auch wenn ich wandern gehe, bin ich mir sehr bewusst, dass ich gerade Zeit mit Gott verbringe. Aber wenn Paulus mich auffordert, mein ganzes Leben Gott zur Verfügung zu stehen meint er auch, wenn ich in der Arbeit sitze oder am Klo, wenn ich auf einer Party bin oder daheim vor dem Fernseher sitze... Wenn ich schlafe... Alles.


Meine Finanzen. Nicht nur der Zehnte sondern auch was ich einkaufe. Was ich unterstütze. Dass ich mit jedem Cent, den ich ausgebe, Gott verherrliche. Vom Essen übers Gewand bis zum Klopapier.


Meine Arbeit. Ich mache meine Arbeit für ihn, egal, ob das meine Arbeit in seiner Kirche ist oder meine Arbeit als Banker oder Lastwagenfahrer. Ich arbeite nicht für Geld, weil Jesus kann mich auch anders versorgen, wenn er will, dass ich was anderes mache. Ich mache meine Arbeit für ihn. Die Arbeit, zu der Gott mich berufen hat.



3. Wir sollen uns verändern lassen.

Das ist eine komische Kombination aus aktiv und passiv. Er ist der, der mich verändert. Ich kann mich selber nicht nachhaltig verändern, egal, wie viele Bücher über Selbstverbesserung es gibt. Gott verändert mich. Aber ich muss es zulassen! Ich kann in 10 SOZOs gehen und aber trotzdem tief innen beschließen, dass ich mich nicht verändern lasse. Oder generell gar nicht zulassen, dass Gott mir was aufzeigt.


Ganz ehrlich gesagt, ich habe früher oft fast Angst davor gehabt, mich verändern zu lassen – weil ich irgendwie das Gefühl gehabt habe, das ist nur ein Weg, wie mir Gott zeigt, dass ich nicht gut genug bin (wie wenn ich das nicht eh schon wüsste...). Unsere Dinge anzuschauen kann manchmal schmerzhaft sein. Aber Paulus fordert uns klipp und klar auf, dass wir uns von Gott verändern lassen.


Warum? Weil er das BESTE für uns will.


Wir haben einmal im Krankenhaus eine Patientin gehabt, die hat 250kg gewogen & hat sich deswegen gar nicht mehr bewegen können - & ihre Familie hat sich furchtbar beschwert, dass wir ihr nicht genug zum Essen gegeben haben (sie hat gleich viel wie alle anderen Patienten bekommen). Jetzt haben sie ihr haufenweise Süßigkeiten mitgebracht. Ist das wirklich Liebe zu dieser Frau? Oder ist Liebe eigentlich, der Frau zu helfen, ihre psychischen Probleme aufzuarbeiten, ihr gesundes Essen anzubieten, ihr kleinweise zu helfen, wieder Mobil zu werden. Gesund zu werden.


Um das jetzt als Metapher zu verwenden; genauso will Gott uns verändern – nicht, weil er uns nicht liebt, wenn wir im übertragenen Sinn krank und unbeweglich im Krankenhaus liegen, sondern weil er uns so sehr liebt, dass er will, dass wir völlig gesund und in vollkommener Freiheit leben.


& wie will er das machen? Durch die Veränderung unserer Denkensweise. (z.B. durch SOZOs)


Darf dir Gott Dinge aufzeigen? Darf er dich verändern? Darf er dein ganzes Denken neu ausrichten, wie es in dieser Bibelstelle heißt?



4. Paulus fordert uns in der Bibelstelle auch auf, dass wir uns nicht den Maßstäben dieser Welt anpassen sollen. Von denen gibt es einige.


Ein Maßstab dieser Welt ist z.B. Erfolg. Wie misst die Welt Erfolg?

- Geld.

- Einfluss oder Macht.

- Beziehungen.


Wirklich erfolgreich ist man am besten, wenn man ein bekannter und einflussreicher Chef einer großen Firma ist (oder ein Film- oder Sport-star) mit mega Einkommen, mit einem Partner, der am besten aussieht wie ein Model und hübschen, tollen Kindern – und am besten, man kann auch mit wunderschönen Bildern auf Instagram beweisen, dass man alles hat, was man sich nur wünschen kann. (+ vielleicht neben dem tollen Auto und riesigen Haus auch noch eine Yacht und ein Privatflugzeug)


& die Welt hat auch gleich „Wert“ (wie wertvoll ich bin) an „Erfolg“ geknüpft.


Wie schaut Erfolg in Gottes Reich aus?


Da gäbe es so, so viele Bibelstellen, aber vielleicht kann ich sie mehr oder weniger zusammenfassen mit „Erfolg ist, wenn ich mich immer mehr Gott unterordne, sein Reich sich in meinem Leben ausbreitet, und sein Wille, nicht meiner, in meinem Leben geschieht.“ Jeder kleinste Schritt, mit dem ich Jesus ähnlicher werde, ist Erfolg.


Ein Punkt, der bei mir viele SOZOs gebraucht hat, auszuräumen, war arbeiten oder beschäftigt sein als Maßstab des Erfolgs (und daher auch meines Werts). In meiner englischen Familie ist das Denken ganz ausgeprägt, dass man dann erfolgreich ist, wenn man extrem viel um die Ohren hat. „Busy, busy“. & im Mühlviertel ist dieses Denken (anders aber irgendwie ähnlich) auch sehr ausgeprägt. Der Gedanke daran, dass man nicht arbeitet ... unvorstellbar!


Aber was für Auswirkungen hat das, wenn ein überfülltes Leben ein Maßstab des Erfolgs ist?


Ich habe neulich das Zitat gehört: „Wen der Teufel nicht bremsen kann, den schiebt er an“. Also er sitzt an beiden Enden. Er versucht uns zu bremsen. Z.B. mit Krankheit, mit Apathie, Energielosigkeit... & auf der anderen Seite schaut er, dass unser Leben überfüllt ist mit so vielen Sachen, dass wir keine Zeit und Energie mehr haben für Gott und die Dinge, die er für uns vorgesehen hat.


Kennst du viele Leute, die nicht gestresst sind? Weil ich kenne nur wenige. Wie schaut das bei dir aus? Vielleicht sind das alles gute Sachen, die du tust, oder Sachen, die dir einfach notwendig scheinen, aber wenn die Summe zu groß ist, ist es mehr als wahrscheinlich, dass etwas dabei ist, das nicht (oder nicht mehr, oder noch nicht) in Gottes Plan für dich ist.


Warum bin ich mir da so sicher? Weil Jesus sagt:


Matthäus 11:29

Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und »ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen«; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.


& er weiß wirklich genau, was wir brauchen. Ich habe einmal ein Zitat gehört, das hat mir gefallen:


„Erinnere dich an das Mal in der Bibel wo Elia sagt: „Gott, ich bin so wütend! Ich will sterben!", und Gott sagt: „Da hast du was zu essen. Mach einmal ein Mittagsschläfchen." Also schlief Elia, aß und stellte fest, dass alles gar nicht so schlimm war. Unterschätze niemals die geistliche Kraft eines Nickerchens und eines Snacks.“


Die Geschichte (in 1. Könige 19) geht so weiter, dass sich Elia gescheit bei Gott aussudert (übrigens: es ist viel besser, sich bei Gott auszujammern als bei Menschen!!) & dann gibt ihm Gott einen neuen Auftrag. Und zwar einen neuen Auftrag, nicht einen weiteren Auftrag obendrein.


Er weiß, was wir brauchen, wann wir es brauchen & er leitet uns in das Beste – wenn wir ihm dorthin folgen.


Zurück zu mir und meinem innerlichem Script, herunter gereicht durch die Generationen meiner englischen Familie, von „viel beschäftigt ist erfolgreich“. Ich habe immer schon viel Ruhe gebraucht und eigentlich Zeit mit Gott, aber irgendwann bin ich drauf gekommen, dass ich tatsächlich nicht gut rasten kann!


Gut „nicht das machen, was ich machen sollte“ bzw. gut „nicht produktiv sein“ schon. Aber durch dieses innerliche Script habe ich selbst, wenn ich am Sofa gelegen bin und in die Luft geschaut habe, nicht innerlich gerastet, weil mein Innerstes immer gesagt hat: „Du solltest aber was tun!“ (Sonnenbaden war OK - da hab ich ja was "gemacht"...)


& vielleicht hast du deine eigenen „Treiber“. Sachen, die dich letztendlich davon abhalten, das zu tun, was Gott für dich hat. Vielleicht hat Gott für dich, dass du ein Projekt startest oder einen Dienst in der Kirche aufbaust – oder dass du am Sofa liegst und Nichts-tun genießt...


Das Interessante ist, dass ein Treiber zugleich auch ein Bremser ist. Wenn ich „Ja“ zu etwas sage, sage ich zugleich zu etwas anderem „Nein“. Ich sage es noch einmal. Wenn ich „Ja“ zu etwas sage, sage ich zugleich zu etwas anderem „Nein“. Wie man so schön sagt: „Man kann nicht mit einem ...Hinternteil... auf zwei Hochzeiten tanzen“. Wenn ich zu etwas „Ja“ sage, sage ich zugleich zu etwas anderem „Nein“ – ob beabsichtigt oder nicht. & wenn es „nur“ der Schlaf ist.


Ich lese gerade das Buch „Lass deine Liebe an!“ von Danny Silk & ich kann es nur jedem empfehlen, der sich nicht leicht damit tut, gute Grenzen zu ziehen. „Nein“ zu sagen. Wir haben es 2 Mal auf Deutsch und 2 Mal auf Englisch in unserer Mediathek, wenn es sich wer ausborgen will. Ich kann es wirklich nicht genug empfehlen.


Björn hat vor einigen Wochen darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Prioritäten zu setzen. & das ist wirklich das um und auf. Jesus selber hat Prioritäten setzen müssen.


In Johannes 5:19 sagt Jesus

Ich versichere euch: Der Sohn kann nichts aus sich heraus tun. Er tut nur, was er den Vater tun sieht. Was immer der Vater tut, das tut auch der Sohn.


So simpel! (....)


Havilah Cunnington sagt immer: „God doesn’t have to abuse you to use you“ – „Gott muss dich nicht ausnutzen um dich zu gebrauchen“.


Ein tolles Beispiel dafür ist Erika (sie ist überhaupt in vielen Dingen Vorbild). Gott hat ihr gesagt, sie soll aus der GL gehen, weil er einen anderen Auftrag für sie hat. Ist es grundsätzlich ungöttlich oder eine Sünde, in der GL zu sein? Natürlich nicht! Aber in dem Fall wäre es dazu geworden. Weil Gott hat etwas anderes für sie, für das sie nicht die Energie hat, wenn sie auch obendrein in der GL ist. Oder sie macht beides, dann brennt sie aus & dann ist sie eine Zeit lang erfolgreich komplett ausgeschaltet worden. Aber nicht mit unserer Erika - sie hat einfach getan, was sie den Vater tun sah.


Ein anderes super Beispiel und riesen Vorbild ist Maria Prean. Die meisten Leute freuen sich, wenn sie in Pension gehen dürfen; Maria Prean zieht nach Uganda & eröffnet dort Waisenhäuser und Schulen. Warum? Sie tat das, was sie ihren Vater tun sah. & sie könnte unter keinen anderen Umständen so glücklich sein, wie sie es jetzt ist.



Ich habe die heutige Predigt „Ich schaffe Raum“ genannt. Wir haben zuerst das „Lied zur Predigt“ gesungen.


Vor dir leg ich alles hin

Was ich hab und was ich bin

Alles geb ich dir, Herr

Ich schaffe Raum für dich

Tu was auch immer du willst, Herr


Wir haben dieses Lied beim Shake:Youth oft gesungen und es hat mich so herausgefordert. Weil ich habe gewusst, dass es da einen Bereich gibt, wo Gott mich – eigentlich nach wie vor – herausfordert, Raum für ihn zu schaffen. Gibt es bei dir einen Bereich, in dem du Raum schaffen musst?



Vielleicht (wie bei mir) in deinen Gedanken?


Psalm 63:7

Wenn ich in meinem Bett liege, denke ich über dich nach, die ganze Nacht sind meine Gedanken bei dir.


Sind meine Gedanken voll von Sorgen? Voll von Tagträumen - einer „besseren Realität“? Voll Ärger oder Trotz oder Bitterkeit? Voll Kritik oder Selbstkritik? Muss ich da Raum schaffen? Muss ich da was vor Gott hinlegen?



Vielleicht in deiner Familie?


Ist deine Familie, vielleicht ihre Wünsche und Bedürfnisse, vielleicht ihre Meinungen, wichtiger als Gott? Oder halten sie dich in irgendeiner Weise zurück, das zu tun, was dir Gott eigentlich aufzeigt?


Jesus hat ziemlich Herausforderndes dazu zu sagen:


Matthäus 10:37-38

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, zu mir zu gehören; und wer seinen Sohn oder seine Tochter mehr liebt als mich, der ist es nicht wert, zu mir zu gehören.

Wer sich weigert, sein Kreuz auf sich zu nehmen und mir nachzufolgen, ist es nicht wert, zu mir zu gehören.


Das 4. Gebot ist: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, dann wirst du lange in dem Land leben, das ich, der HERR, dein Gott, dir gebe.“ (2. Mose 20:12)


Fordert uns Jesus hier auf, das 4. Gebot übertreten indem er Grenzen setzte? Natürlich nicht! Besonders, wenn ich mir andere Bibelstellen anschaue, wo Jesus über dieses 4. Gebot redet. Aber seine Familie ehren heißt nicht, ihr Sklave zu sein. & Jesus muss über unserer Familie stehen! Muss uns wichtiger sein und wir müssen ihn mehr lieben. & wenn ich das tu, was Gott für mich hat, wird das automatisch auch das beste sein für meine Familie.


Kann es sein, dass deine Familie ein Bereich ist, in dem Gott dich herausfordert, für ihn Raum zu schaffen?



Vielleicht ist der Bereich Arbeit einer, wo Gott dich einladet, Raum zu schaffen?


Das berühmteste Beispiel dafür ist sicherlich Maria und Martha. Martha ist offensichtlich Mühlviertlerin, schuftet und schafft, macht alles richtig – für Jesus noch dazu! während Maria einfach faul herum sitzt und Jesus zuhört. & nicht nur, dass sie Martha nicht unterstützt hat, sie hat noch dazu alle kulturellen Normen überschritten. Inklusive der, dass es damals nicht wirklich erlaubt war, Frauen zu unterrichten und schon gar nicht mit Männern zusammen! Und doch sagt Jesus:


Lukas 10:38

»Meine liebe Marta, du sorgst dich um so viele Kleinigkeiten! Im Grunde ist doch nur eines wirklich wichtig. Maria hat erkannt, was das ist – und ich werde es ihr nicht nehmen.«


Martha ist sicher alles, was sie tat, notwendig vorgekommen. Aber Jesus wollte, dass sie ihre Prioritäten anders setzt.


Ich kann mich noch ganz klar an den 12. Oktober 2019 erinnern. Ich war so fertig von der Arbeit, lauter Überstunden, aber noch schlimmer ständig das Gefühl, ich mach nie genug, egal, was ich mache oder wie sehr ich mich bemühe. Ich hab einfach nicht mehr können. Ich bin zu einem Fest mit Freunden gefahren, auf das ich mich eigentlich schon lange gefreut hatte, & nach einer viertel Stunde wieder heim weil ich es einfach nicht ausgehalten habe.


Dann hat mich eine Freundin ahnungslos angerufen „Hey, wie geht’s?“ & ich bin in Tränen ausgebrochen. „Nicht gut weil ... Arbeit und ich kann nicht mehr und...“ & sie hat sich mein Gesudere angehört (eigentlich nicht zum ersten Mal) und gesagt: „Bronwin, du bist nicht machtlos der Situation ausgeliefert. Du hast eine Wahl.“ „Ja, was soll ich denn machen! Ich kann doch nicht einfach zum Arbeiten aufhören!“


Eine kleine Tangente dazu, aber in der Bibel steht:


Sprüche 27:6

Wunden, die ein Freund geschlagen hat, sind besser als Küsse von einem Feind.


& Sprüche 27:17

Wie man Eisen durch Eisen schleift, so schleift ein Mensch den Charakter eines anderen.


Wenn ihr sie noch nicht habt, dann sucht euch Freunde, die euch schärfen, die euch nicht nur die angenehmen Sachen sagen, die euch aus Liebe herausfordern!!


Ich wollte eigentlich nur ein Opfer sein und bemitleidet werden aber sie hat mich erinnert, dass ich mit Gott Entscheidungen treffen muss und nicht tun, was halt von einem erwartet wird. So unangenehm es in dem Moment war, ich bin ihr so unendlich dankbar für diese „Freundeswunde“!


Bitte versteht mich nicht falsch & kündigt alle morgen euren Job! Aber der Bereich der Arbeit ist auch keine heilige Kuh, der Gott nicht unterworfen ist. & wenn dein Job dich kaputt macht, will Gott sicher was ändern dran. Bei mir war es ganz drastisch & er hat mich ganz raus holen müssen. Manchmal muss er etwas in uns heilen damit wir drinnen bleiben können. Vor einer Zeit war eine Person bei uns im SOZO die ihre Arbeit gehasst hat & völlig überfordert war damit. Gott hat ein paar Sachen geheilt und jetzt liebt sie ihre Arbeit und blüht richtig auf darin.


Was sehe ich den Vater tun?



Muss ich Raum schaffen für Gott in meinen Finanzen?


Markus 12:14b-17

»Ist es richtig, an den Kaiser Steuern zu zahlen? Sollen wir sie bezahlen oder nicht?«

Jesus durchschaute ihre Scheinheiligkeit und sagte: »Wen wollt ihr mit euren Fangfragen überlisten? Zeigt mir eine römische Münze, und ich werde es euch sagen.«

Als sie ihm eine reichten, fragte er: »Wessen Bild und Titel ist hier eingeprägt?« »Bild und Titel des Kaisers«, antworteten sie.

»Nun«, sagte Jesus, »dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und gebt Gott, was Gott gehört.«


Wie schon gesagt,


Römer 12:1-2

Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe.


Mein ganzes Leben bedeutet auch meine ganzen Finanzen.


„...dann gib dem Staat, was ihm gehört und gib Gott, was Gott gehört.“



Meine Hobbies


Vor dir leg ich alles hin... Kann es sein, dass ich Raum schaffen muss für Gott in meinen Hobbies?


Ich finde es so interessant wenn man 2 Könige in der Bibel, Vater und Sohn, David und Salomo anschaut. Weil sie haben schon gewisse Ähnlichkeiten. In ihren Stärken wie auch in ihren Schwächen. Aber warum geht die Geschichte bei David trotzdem anders aus als bei Salomo?


Ich denke, der Schlüssel liegt darin, für was jeder Raum in seinem Leben geschaffen hat. Im Gegensatz zu Salomo hat David oft zu Gott gesagt:


Vor dir leg ich alles hin

Was ich hab und was ich bin

Alles geb ich dir, Herr. Alles geb ich dir, Herr

Ich schaffe Raum für dich

Tu was auch immer du willst, Herr. Tu was auch immer du willst, Herr


Und David hat sich dahingehend immer wieder von Gott verändern lassen.



Ruhezeiten


Ein anderer Bereich wo mich Gott immer wieder herausfordert, ihm Raum zu schaffen, ist in meinen Ruhezeiten.


1. Mose 2:2-3

Am siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von seiner Arbeit. Darum segnete er den siebten Tag und sagte: »Dies ist ein ganz besonderer, heiliger Tag! Er gehört mir.«


2. Mose 20:8

Denke an den Sabbat als einen Tag, der mir allein geweiht ist!

Sechs Tage sollst du deine Arbeit verrichten, aber der siebte Tag ist ein Ruhetag, der mir, dem HERRN, deinem Gott, gehört. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten.


Im Prinzip ist das auch nichts anderes wie den Zehnten geben. Wir sind dauernd gestresst, es ist nie genug Zeit, alles zu schaffen, & ich vertraue darauf, dass Gott mir die Zeit zurück gibt - genauso wie ich darauf vertraue, dass Gott mich finanziell versorgt, wenn ich meinen Zehnten gebe.


Ich will euch eine Nachricht von Julia Fuchs an die Eagles vorlesen:


Ich wollte euch noch eine kurze Ermutigung weitergeben - ich hab Gott in der Lernzeit so stark erleben dürfen, ich hab immer so die Ruhe und einen Überblick gehabt. Auch, wenn’s mal viel war hab ich im Herzen immer eine Ruhe gehabt und eine Gelassenheit.

Ich hab mir immer bewusst Zeit für Lobpreis und Gebet genommen und ich will euch ermutigen [...] auch wenn’s [...] stressig ist und [...] viel kommt, […] plant euch immer die Zeit mit Gott ein als Priorität - es ist so WERTVOLL und Er gibt dir die Zeit so zurück indem du so gut und konzentriert lernen kannst.


Sind Ruhezeiten auch in deinem Leben ein Bereich, in dem Gott dich herausfordert, ihm Raum zu schaffen?


& es gibt bestimmt auch noch andere Bereiche. Was immer Gott halt aufzeigt...


Übrigens, wenn es dir schwer fällt, Prioritäten zu setzen, melde dich doch bei Peter für Supervision an. Das ist ein super Werkzeug für Balance im Leben.



Eine letzte Anmerkung. Wenn wir für Gott Raum schaffen, wenn wir die Kontrolle los lassen und uns ihm mit unserem ganzen Leben zur Verfügung stellen, wenn wir tatsächlich sagen „tu, was auch immer du willst, Herr“, dann braucht das sehr viel Vertrauen, dass Gott dann wirklich was Gutes für uns hat, dass er es wirklich gut mit uns meint.


Am Ende des Tages muss ich dafür Gott kennen. Wirklich kennen. Wissen, tief in meinem Herzen, dass Gottes Plan unübertrefflich ist für mich. So, wie es in Jeremia steht:


Jeremia 29:11

Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe‹, spricht der HERR. ›Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.‹


Wie kann ich das erfahren?


Jeremia 29:12-14

Wenn ihr dann zu mir rufen werdet, will ich euch antworten; wenn ihr zu mir betet, will ich euch erhören.

Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr ernsthaft, mit ganzem Herzen nach mir verlangt, werde ich mich von euch finden lassen.

Das verspreche ich, der HERR.



Ich werde jetzt noch ganz kurz für uns beten & dann möchte ich, dass wir alle Gott ein paar kurze Fragen fragen.


Wenn das für dich neu ist: frage Gott, & das erste, das dir kommt, sei es ein Gedanke, ein Gefühl, ein Eindruck, ein Bild vor deinen Augen, eine hörbare Stimme, eine Erinnerung, was auch immer. Das erste. Das ist deine Antwort von Gott. (wenn du unsicher bist kannst du gerne nachher noch mit Karin oder Andrea, unseren Propheten in der Gemeinde, darüber reden, wie man ein Wort prüft)


· Papa Gott, gibt es einen Bereich in meinem Leben, wo ich mir schwer tu, dir zu vertrauen?

o Wenn Gott da einen Bereich aufgezeigt hat kann ein SOZO hilfreich sein.

· Papa Gott, wo konkret möchtest du, dass ich Raum schaffe für dich?

o Was gibst mir du im Tausch dafür, wenn ich diese Sache aufgebe?

o Welche Strategie gibst du mir; wie schaffe ich es, dir da tatsächlich Raum zu geben?

o Papa Gott, bitte zeige mir ein Bild, gib mir eine Vision, wie mein Leben wird, wenn ich diese Sache nicht mehr habe & statt dessen tu, was du für mich hast.

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