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Ich bin das Licht der Welt (Johannes 8,12)

  • Peter Köttritsch
  • 2. Mai
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Mai


Neulich fuhr ich mit dem Rad in der Nacht. Ein Polizist hielt mich auf:

„Das Licht geht nicht! Sie müssen das Rad schieben!“

Meine Antwort: „Das habe ich schon versucht. Wenn ich das Rad schiebe, geht das Licht auch nicht!“ 😊 


Philosophen behaupten: Die Dunkelheit ist real, das Licht „scheint nur so.“ 😊 


Licht ist nicht nur etwas Schönes und Praktisches, sondern auch enorm wichtig, damit wir überhaupt leben können. Auch wenn es manche Lebensformen (z.B. in der Tiefsee) gibt, die ohne Licht überleben können. Aber ein Baum könnte beispielsweise ohne Licht keinen Sauerstoff produzieren.


Gott hat diese Erde so wunderbar gemacht.

Das Licht war eines der ersten Schöpfungsakte:


1. Mose 1, 1-4

1 Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.

2 Die Erde aber war wüst und öde, finster war es über den Wassern. Und der Geist Gottes schwebte über der Wasserfläche.

3 Da sprach Gott: »Es soll Licht entstehen!«, und es entstand Licht.

4 Und Gott sah, dass das Licht gut war.


Licht ist schon etwas Faszinierendes.

Im Physikunterricht haben wir gelernt, dass Licht gleichzeitig Teilchen und Wellen ist.

Laut Albert Einsteins Relativitätstheorie ist Lichtgeschwindigkeit die einzige Konstante im Universum.


Trotz dieser guten Schöpfung ist die Erde heute leider ein finsterer Ort. Nicht im physischen Sinn, sehr wohl aber, wenn wir auf das menschliche Miteinander sehen. Und diese Finsternis gibt es nicht erst, seit es Atomwaffen, Internetbetrüger und Seitensprungagenturen gibt.

Sie gibt es, seit es Menschen gibt, oder genauer gesagt, seit die ersten Menschen die innige Beziehung zu unserem Schöpfer verlassen haben.


Und Gott ist seit diesem Zeitpunkt dabei, alles zu tun, damit dieser große Bruch wieder in Ordnung kommt.

Schon im Alten Testamen z.B. beim Propheten Jesaja 9,1 kündigt Gott an:

Das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein großes Licht; hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind.


Und dieses Licht ist in die Welt gekommen.

Am Anfang des Johannesevangeliums heißt es:

4 In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht für alle Menschen.

5 Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können. (Johannes 1,4-5)


Und einige Kapitel später (Johannes 8,12) bestätigt Jesus diese Aussage über sich mit folgenden Worten:

»Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.«


Und damit sind wir beim zweiten Teil in unserer Predigtserie über die „Ich bin Worte“ von Jesus.


Licht – mehr als nur Helligkeit

Stell dir eine Welt ohne Licht vor.

Keine Farben. Keine Orientierung. Nur Schatten, Unsicherheit, Stolpern.

So beschreibt die Bibel das Leben ohne Gott: nicht unbedingt immer spektakulär böse – aber orientierungslos.

Du kannst gehen, aber du weißt nicht, wohin. Du kannst sehen, aber du erkennst nicht wirklich.


Licht dagegen macht sichtbar, erlebbar (steckt das Wort „Leben“ drin):

  • den Weg unter deinen Füßen (Psalm 119,105)

  • die Schönheit um dich herum

  • die Wahrheit über dich selbst

Jesus sagt nicht: Ich zeige euch ein Licht. Oder: Ich schalte ein Licht ein. Er sagt: „Ich bin das Licht.“

Das bedeutet: Wo er ist, wird es hell.


Was bedeutet das für uns Menschen allgemein?

Jeder Mensch lebt irgendwo zwischen Licht und Dunkelheit.

Wir kennen das:

·      Zweifel wie Nebel

·      Ängste wie ein dunkler Raum

·      Schuld wie ein Schatten, der uns verfolgt

Jesus tritt genau da hinein.

Er ist wie ein Sonnenaufgang nach einer langen Nacht.


👉 Mit Jesus erkennst du plötzlich:

·      Du bist nicht allein

·      Dein Leben hat Richtung

·      Deine Geschichte hat Hoffnung

Er bringt Wahrheit in eine Welt voller Halbwahrheiten. Er bringt Klarheit, wo alles verschwimmt.

Wie ein Leuchtturm an einer stürmischen Küste: Er nimmt den Sturm nicht weg – aber er zeigt dir einen sicheren Punkt, an dem du dich orientieren kannst.


Was bedeutet das für uns Gläubige?

Wenn wir Jesus nachfolgen, passiert etwas Entscheidendes:

Wir stehen nicht mehr nur im Licht – wir tragen das Licht in uns.

Das ist wie bei einer Kerze:

Eine Kerze, die angezündet wird, leuchtet nicht von sich aus – es ist die Flamme, die die ganze Kerze hell macht.

So ist es mit dem Glauben.

👉 Du musst dich nicht mehr selbst erleuchten.

👉 Du musst nicht mehr so tun, als hättest du alles im Griff.


Das Licht Jesu in dir bedeutet:

·      Führung → Du musst nicht im Dunkeln tappen

·      Wärme → Gottes Nähe ist nicht kalt, sondern lebendig

·      Aufdeckung → Dinge kommen ans Licht, die heilen dürfen

Manchmal deckt Licht auch Dinge auf, die wir lieber verstecken würden. Staub im Raum. Risse in der Wand.

Aber genau das ist Gnade:

Gott zeigt nicht, um zu verurteilen – sondern um zu heilen.


Was bedeutet das ganz persönlich für dich?

Vielleicht fühlst du dich gerade:

·      wie in einem Tunnel ohne Ende

·      wie in einer Nacht ohne Sterne

·      wie in einem Raum ohne Fenster

Dann ist diese Zusage nicht theoretisch – sie ist für dich.

Jesus sagt:

👉 „Ich bin dein Licht.“


Nicht nur für die großen Fragen – auch für die kleinen Schritte:

·      die Entscheidung morgen

·      das Gespräch, vor dem du Angst hast

·      die Last, die du mit dir herumträgst

Sein Licht ist nicht grell und blendend, sondern oft wie eine Lampe für den nächsten Schritt.

Nicht immer siehst du den ganzen Weg – aber du siehst genug, um weiterzugehen.


Der überraschende Bonus: Ihr seid das Licht

Dass Jesus das Licht der Welt ist, wird wie gesagt bereits im Alten Testament angekündigt. Jeder, der ihn persönlich kennen gelernt hat, weiß, dass seine Worte wahr und zuverlässig sind.

Aber das ist nicht alles, was Jesus über das Licht sagt:

In Matthäus 5,14 sagt Jesus:

„Ihr seid das Licht der Welt.“

Was? Er, das Licht – und wir auch?

Ja!

Das ist wie der Mond:

Der Mond leuchtet nicht aus sich selbst. Er reflektiert das Licht der Sonne. So hell, dass man am Äquator bei Vollmond sogar die Zeitung lesen kann.


So sind wir.

👉 Wir sind nicht die Quelle – aber wir sind Träger des Lichts.

Wenn Jesus dein Licht ist, dann bist du berufen, dieses Licht weiterzugeben.

Jesus sagt nicht, ihr müsst dieses Licht werden, sondern ihr seid das Licht der Welt.

Wow, welch große Ehre und Verantwortung, aber auch welch großes Privileg ist damit verbunden!


Ganz praktisch:

·      Ein freundliches Wort in einer kalten Umgebung

Bsp.: Ein Freund schreibt dir eine verletzende Nachricht. Ungerecht. Überzogen. Vielleicht sogar gemein. Dein erster Impuls: zurückschießen. Aber du antwortest: „Ich glaube, da ist gerade viel Stress bei dir. Lass uns reden…“


·      Hoffnung geben, wo es in einem Menschen dunkel ist:

„Ich glaube, da gibt es mehr. Ich habe erlebt, dass Gott wirklich eingreift.“


·      Wahrheit, wo Verwirrung herrscht.

In der Firma wird über einen Kollegen hergezogen, der scheinbar etwas verbockt hat. Statt mit einzustimmen sagst du: „Bevor wir weiter reden – hat jemand eigentlich mit der Person selbst gesprochen? Vielleicht sollten wir erst die Fakten klären.“


·      Liebe, wo Menschen sich gegenseitig verletzen.

Alle reden schlecht über jemanden, der nicht da ist. Du merkst, wie leicht es wäre, mitzumachen. Stattdessen sagst du ruhig: „Ich glaube, wir kennen gar nicht die ganze Geschichte.“


👉 Du hast Licht eingeschaltet in einem Raum voller Schatten.

Du wirst zu einer Art „Fenster“, durch das Gottes Licht scheint.

Oder wie eine Stadt auf dem Berg: nicht versteckt, nicht verborgen – sondern von allen sichtbar.


Stell dir einen dunklen Raum vor – und dann eine einzige Kerze.

Und dann noch eine. Und noch eine.

Plötzlich verändert sich alles. Der Raum wird immer heller.

So beginnt Reich Gottes.

Nicht durch grelle Explosion – sondern durch Licht, das weitergegeben wird.


Jesus ist das Licht der Welt. Und wenn du ihm folgst, dann wirst du selbst zum Licht.

Die Frage ist nicht: Ist genug Licht da?

Die Frage ist: Lässt du sein Licht durch dich hindurchscheinen? 


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