• Peter Köttritsch

Die 4 Säulen der Jüngerschaft

Aktualisiert: 17. Okt.

Klicke hier, um diese Predigt anzuhören.


Ein Quadrat hat vier, genau gleich lange Seiten. Der Englische Begriff „Foursquare“ steht auch für „ausgewogen, solide“, also etwas, das sich in Balance befindet.


Ich habe letzte Woche einiges über uns als Jünger Jesu gesagt und möchte dieses Thema Jüngerschaft heute noch weiter vertiefen. Auch bei diesem Thema geht es unter anderem darum, dass sich verschiedene Aspekte in einem Gleichgewicht befinden. Das Thema Jüngerschaft ist allerdings so groß und so komplex, dass wenn ich diesen Begriff Jüngerschaft nenne, dann bei euch wahrscheinlich ganz viele Assoziationen entstehen. Das ist so, wie wenn jemand von Liebe spricht. Dieses Wort wird auch ganz unterschiedlich verwendet und ganz unterschiedliche Dinge darunter verstanden.

Wenn ich drei Pastoren fragen würde, was Jüngerschaft ist, würde ich wahrscheinlich mindestens vier verschiedene Antworten erhalten.


Um Missverständnisse gleich einmal vorweg auszuschließen, möchte ich klarstellen, dass es heute um uns als Jünger Jesu geht. Es gibt ja verschiedenste andere „Jünger“, vom Floriani Jünger (Feuerwehrmann) bis zum Petri Jünger (Fischer).


Mir persönlich helfen immer wieder möglichst kompakte und konkrete Definitionen um Klarheit zu bekommen, worüber wir sprechen.

Die beste Definition über christliche Jüngerschaft, die ich gefunden habe lautet:

Jüngerschaft ist der

· lebenslange

· Prozess

· wie Jesus zu werden und

· anderen zu helfen, dasselbe zu tun.



Wenn alle diese vier Punkte ausgewogen vorkommen, dann würde ich von gesunder Jüngerschaft sprechen.


Ich denke über Lebenslang (nicht lebenslänglich) braucht man nicht viel zu sagen. Es gibt leider bis heute nach wie vor bei einigen Menschen die Einstellung, dass fürs Lernen die Schule zuständig ist. „Wenn ich mit der Schule fertig bin, dann brauche ich nicht mehr zu lernen.“ Wenn ein Schüler am Ende des Schuljahres diesen Satz sagt, ist das nachvollziehbar. Wenn er dann später aber immer noch geglaubt wird, ist das bedauerlich. Diese Haltung hängt zum einen mit schlechten Erfahrungen in der Schule zusammen, zum anderen mit der Bequemlichkeit, die die meisten Menschen in sich tragen.

Jedoch setzt sich die Einsicht, dass lebenslanges Lernen für mich selber gewinnbringend ist, auch in unserer Generation mehr und mehr durch. Gott sei Dank!

Gleiches gilt für die Jüngerschaft. Diese ist nicht damit abgeschlossen, dass ich die Bibel einmal durchgelesen habe, oder vielleicht auch eine Bibelschule besucht habe. Ich darf auch an meinem letzten Tag hier auf dieser Erde noch zu Jesus hinwachsen.


Es liegt auf der Hand, dass dieses Wachstum ein Prozess ist. Es wäre unverantwortlich, von einem Kleinkind zu erwarten, dass es z.B. alleine nach Wien fährt, nur weil es schon alleine gehen kann. Von einem Jünger Jesu erwartet niemand Perfektion. Schon gar nicht Jesus selber. Was er aber sehr wohl erwartet ist ein Fortschritt. Daher darf ich diesen Anspruch an mein eigenes geistliches Leben durchaus auch haben. „Stillstand ist Rückschritt“, heißt es in diesem Zusammenhang.

Bei einem Prozess geht der Fortschritt nicht immer linear nach oben. Das ist meist so eine Zick-Zack Bewegung, die aber übers Ganze gesehen schon nach „Oben“ gehen soll. Wenn nicht, muss ich etwas ändern.

Die Richtung, in die es gehen soll ist mit: „Wie Jesus werden“, oder „Jesus ähnlicher werden“ ganz klar vorgegeben. Das Motto eines Jüngers Jesu ist nicht: „Egal wohin, Hauptsache ich bin früher dort!“ Das Ziel ist ganz klar definiert. Deshalb ist es für einen Jünger Jesu unverzichtbar, Jesus zu „studieren“. Ihn immer näher kennen lernen zu wollen. Zeit mit ihm zu verbringen. In der Bibel zu lesen, mit anderen Jüngern zusammen zu sein und von ihnen zu lernen usw.


Der vierte Punkt in dieser Definition „Anderen zu helfen, dasselbe zu tun“, ergibt sich ganz automatisch aus dem, dass Jesus selber Jünger „gemacht“ hat. Wenn er unser großes Vorbild ist, dann ist es ganz selbstverständlich und auch natürlich, dass auch wir Jünger machen. Noch dazu hat er uns ganz konkret den Auftrag dafür gegeben.

Den „Missionsbefehl“ in Mt 28 haben wir uns letzte Woche schon genau angeschaut.


Wenn wir davon sprechen, so zu werden wie Jesus war, dann kann das sehr herausfordernd sein. Nicht nur weil er perfekt war, in allem was er gemacht hat. Sondern auch, weil er so vieles getan hat. Deshalb ist es gut, das was einen Jünger Jesu ausmacht auf vier Säulen zu verteilen. (Wieder ein schönes Quadrat)

Diese vier Säulen spiegeln die vier Bereiche wider, in denen ein persönlicher, lebenslanger Wachstumsprozess sichtbar werden soll:

1. Liebe zu Gott

2. Liebe zu unseren Mitmenschen

3. Persönliche Veränderung

4. Einfluss auf meine Umwelt


Erste Säule: Die Liebe zu Gott

Wie sieht diese Liebe ganz konkret aus? Worin zeigt sie sich?

Das kann durchaus auf den ersten Blick unterschiedlich aussehen, weil wir Menschen ja unterschiedlich sind. Wir haben unterschiedliche „Liebessprachen“ und die Art uns Weise, wie sich meine Beziehung zu Gott gestaltet, ist auch von meiner geistlichen Reife abhängig.


Für Menschen, die erst vor kurzem zum Glauben gekommen sind, also um es mit einem Bild auszudrücken, geistlich gesehen noch Babys sind, für sie besteht diese Beziehung in einfachen Gebeten und dem bewusst werden, dass Gott immer da ist. Auch in ganz alltäglichen Situationen.

Diese Person fängt an, Gottes Plan für ihr eigenes Leben zu entdecken und beginnt, Schritt für Schritt diese Erkenntnis in ihrem Leben umzusetzen.

Sie fängt ebenso an in der Bibel zu lesen und auch wenn sie noch nicht alles versteht, so erwacht immer mehr die Begeisterung über das, was sie in Gottes Wort liest. Ein Hunger nach mehr ist eine gesunde erste Reaktion in dieser Phase.


Mit wachsender Reife wird die Kommunikation mit Gott immer tiefer und auch direkter. In dem Sinn, dass ich nicht nur mit anderen über meine geistlichen Anliegen rede, sondern auch lerne, mit meinen Fragen und Anliegen gleich direkt zu Gott zu gehen. Natürlich heißt das nicht, dass ich die anderen nicht mehr brauche. Ganz im Gegenteil. Ich lerne das Gegenüber und die Korrektur der Geschwister zu schätzen und nehme den Rat von erfahrenen Geschwistern gerne an. Aber ich bin nicht mehr so stark abhängig von der Meinung anderer, sondern lerne immer mehr, selber Gottes Stimme zu hören und zu interpretieren.

Auch mit der Bibel werde ich immer vertrauter. Nicht nur dass ich mich immer mehr „auskenne“, und die roten Fäden, die die Bibel durchziehen mehr und mehr entdecke, sondern auch, dass das Wort Gottes ein beständiger Begleiter und Berater für mein alltägliches Leben wird.

Ich bringe Gottes Geschichte mit meiner eigenen Geschichte immer mehr in Beziehung und erfahre so, Heilung für die Wunden, die das Leben mir auf meinem bisherigen Weg zugefügt hat.

Ich identifiziere dabei weitere Lebensbereiche, die Heilung und Wiederherstellung brauchen und bin bereit, den Heiligen Geist in diese, noch wunden Punkte vordringen zu lassen.


Das Ziel in der Gottesliebe ist es, in eine tiefe Vertrautheit mit Gott zu kommen. Ihn wirklich zu „kennen“ und in beständiger Kommunikation mit ihm zu sein. Ihn wirklich in alle meine Lebensbereiche einzubeziehen und ihn in allen diesen Lebensbereichen zur Nummer 1 zu machen.

So wie Johannes der Täufer über Jesus gesagt hat: Joh 3,30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

Zu diesem Ziel gehört auch, dass ich andere in diesen Prozess, Gott immer besser kennen und lieben zu lernen mit hineinnehme und anleite.



Zweite Säule: Die Liebe zu unseren Mitmenschen.

Wie bei allen vier Säulen, so gibt es auch hier unterschiedliche Wachstumsphasen und Reifegrade.

Für jemanden, der Jesus gerade erst kennen gelernt hat und bisher der Begriff „Liebe“ mit sehr weltlichen Anschauungen verbunden war, kann es bedeuten, dass er/sie lernt von sich weg, auf andere zu schauen. Die Erkenntnis, dass ich nicht der Mittelpunkt der Welt bin kann schmerzhaft sein, ist aber in jedem Fall heilsam. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die betreffende Person selbst.

Sich für eine andere Person zu interessieren und deren Lebensgeschichte kennen zu wollen, ohne dabei eine Erwartung, oder einen Hintergedanken zu haben, ist für „weltlich orientierte“ Menschen durchaus etwas Neues. Sie interessieren sich in der Regel nur für andere Menschen, wenn sie verliebt sind, oder etwas haben/verkaufen wollen.


Wir müssen in diesem Punkt sehr achtsam sein, wenn es um Jünger machen geht: Wenn wir Menschen nur „lieben“ um sie für unsere Gemeinde zu gewinnen, dann lieben wir sie nicht wirklich. Das Ganze ist dann auch nicht ehrlich, sondern macht uns zu Verkäufern der Guten Nachricht, aber nicht zu Boten der Liebe Gottes!


Erst wenn wir anfangen unsere Nächsten mit Gottes Augen zu sehen und möglichst immer zu ihrem Besten handeln, dann sind wir auf dem Pfad der echten Liebe, den Jesus uns vorgelebt hat. Und natürlich gehört da auch dazu, dass wir Wege suchen, wie diese Nächsten ebenfalls Gott kennen lernen. Aber wie gesagt nicht, um sie als „Trophäen an unsere Gemeindewände“ hängen zu können, sondern weil wir zutiefst erkannt haben, dass auch sie Jesus brauchen.


Mit wachsender Reife sucht ein Jünger Jesu immer mehr das Beste für die Menschen, mit denen er zu tun hat. Dabei wird er/sie immer mutiger und kreativer, überschreitet dabei auch mutig Grenzen, nur um die Liebe Gottes beim Anderen ankommen zu lassen. Auch bei den Menschen, die nach menschlichen Maßstäben diese Liebe nicht „verdienen“.

In diesen Wachstumsprozess der Nächstenliebe nimmt ein Jünger Jesu mehr und mehr andere, jüngere Christen mit hinein und wird zu somit zu einem Vorbild für viele.


Einen reifen Jünger Jesu zeichnen Selbstlosigkeit und Großzügigkeit aus. Selbstlos zu sein heißt aber nicht, gering, oder schlecht von sich zu denken, ganz im Gegenteil. Erst wenn ich weiß, wer ich in Gott bin, brauche ich nicht mehr für meine eigene Sache und für mein eigenes Ansehen kämpfen. Erst dann bin ich wirklich frei, mich ganz an jemanden hinzugeben, den ich liebe.

Und das gleiche gilt für die Großzügigkeit: Ich kann nur dann wirklich großzügig sein, wenn ich mich selbst reich beschenkt fühle. Großzügigkeit hat nicht unbedingt etwas mit Geld zu tun. Sie zeigt sich auch in Umgang mit meiner Zeit, meiner Aufmerksamkeit, oder meiner Hilfsbereitschaft.



Dritte Säule: Persönliche Veränderung

Die simple Wahrheit ist: Alle Menschen verändern sich im Laufe ihres Lebens. Nicht nur äußerlich.

In der Regel passiert diese Veränderung unbewusst. Es sind nicht nur äußere Faktoren, wie meine Geschichte und Menschen, die mich prägen, sondern vor allem innere Faktoren, wie meine Einstellung, meine Entscheidungen, meine Festlegungen und meine Glaubenssätze, die mich zu dem Menschen machen, der ich am Ende meines Lebens sein werde.

Jemand hat einmal gesagt: Nicht das was mir begegnet prägt mich am meisten, sondern die Art, wie ich darauf reagiere.


Ein Jünger Jesu lässt diesen Prozess nicht einfach so geschehen, ist also nicht passiv, sondern sagt: „Ich werde mich so verändern, dass am Ende meines Lebens Jesus immer mehr in mir und durch mich sichtbar geworden ist.“ Das ist eine bewusste Entscheidung, die mit einer ehrlich gemeinten Bekehrung anfängt. Wenn ich bete: „Jesus, ich vertraue dir mein Leben an…“, dann erlaube ich ihm, dass er mich nach seinen Vorstellungen formt und prägt.

Das passiert dann in weiterer Folge aber auch nicht automatisch, nur weil ich mich einmal bekehrt habe. Sondern das heißt: Diese Entscheidung, die ich getroffen habe jetzt jeden weiteren Tag meines Lebens in die Tat umzusetzen. Nicht aus eigener Kraft, aber geht auch nicht ohne, dass ich dabei selber aktiv werde.


Das heißt ganz praktisch, dass ich lerne meine Wünsche, Gefühle und mein Willen immer mehr mit dem Willen Gottes in Einklang zu bringen. Dabei lerne ich auch Herausforderungen anzunehmen, Kämpfe (z.B. gegen den inneren Schweinehund) zu führen und aktiv mein Glaubensleben zu gestalten.

Ich lerne vor allem auch, mich meinen Fallen und Schwachpunkten zu stellen und diese mit Hilfe des Heiligen Geistes mehr und mehr los zu werden. Und ich lerne gute Gewohnheiten zu entwickeln, die für mich zum Leben führen und für andere zum Segen werden. Auch darin wird ein Jünger Jesu zunehmend ein aktives Vorbild für andere Jünger, die noch jung im Glauben sind.



Vierte Säule: Einfluss auf meine Umwelt

Wir Menschen sind Interaktionswesen. Ob bewusst, oder unbewusst: Alles was wir tun, hat Einfluss auf Andere.

Indem wir als Jünger Jesu die zweite und dritte Säule (Nächstenliebe und Veränderung) ernst nehmen, passiert schon ganz automatisch Einfluss in die richtige Richtung. Dann sind wir schon anders, als die „Welt“ und diese Tatsache alleine führt dazu, dass wir für manche Menschen zum Vorbild werden. Leider nicht für alle. Andere werden uns genau aus dem Grund, dass wir anders sind hassen. Vielleicht nicht gleich mit offener Feindschaft, aber sie werden uns spüren lassen, dass wir nicht „dazu gehören“.

Jesus hat seinen Jüngern von Anfang an klar gemacht, dass wir in dieser Welt nicht nur Fans haben werden. „Die ganze Welt wird euch hassen, weil ihr zu mir gehört.“ Diesen Hinweis gibt Jesus mehrmals seinen Jüngern mit auf den Weg.

Das hängt mit der Tatsache zusammen, dass der „Fürst dieser Welt“ gleichzeitig auch der Feind Gottes ist. Dieser verliert klarer Weise an Macht und Einfluss in dem Maß, wie sich das Reich Gottes ausbreitet.


Wir müssen lernen, zwischen den bösen geistlichen Kräften und den Menschen, die sich von diesen Kräften instrumentalisiert werden zu unterscheiden. Die bösen Kräfte sollen wir mit den Waffen Gottes bekämpfen, die Menschen sollen wir trotz dem sie uns vielleicht mit Hass und Feindseligkeit begegnen lieben.


Mein Einfluss auf diese Welt kann ganz unterschiedlich aussehen: Ganz generell bin als ich als Jünger Jesu ein Zeuge für das Reich Gottes. Ich darf lernen, in dieser feindseligen Welt einen Lebensstil der Ehrlichkeit, der Freundlichkeit, der Großzügigkeit, der Vergebungs- und Versöhnungsbereitschaft, der Liebe und Annahme usw. vorzuleben. Je mehr ich meinen Lebensstil mit dem Reich Gottes in Einklang bringe, desto größer wird mein indirekter Einfluss auf meine Umwelt sein.


Wir sind aber darüber hinaus auch aufgefordert, durch unseren Dienst direkten Einfluss in der Welt zu nehmen. Gott hat uns unsere Geistlichen Gaben nicht zur persönlichen Auferbauung gegeben (einzige Ausnahme ist das „Sprachengebet“), sondern um anderen damit zu dienen. Diese „Anderen“, sind nicht nur die Glaubensgeschwister. Die auch, aber eben nicht nur. Die Gaben sollen also nicht nur im Gottesdienst und anderen Zusammenkünften in der Gemeinde eingesetzt werden, sondern ganz besonders „draußen“ bei den Menschen, die noch nicht zum Reich Gottes gehören.

Wenn du die Gabe des Dienens hast, dann diene damit auch deinen Nachbarn, wenn du die Gabe des Gebens hast, dann lass genauso deine Arbeitskollegen dadurch die Liebe Gottes erfahren und wenn du eine Gabe der Heilung hast, dann setze sie nicht nur im Rahmen des Gottesdienstes ein, sondern ebenfalls auf der Straße.


Der nachhaltigste Einfluss auf diese Welt passiert, wenn durch unseren Dienst Menschen mit dem lebendigen Gott in Berührung kommen und ebenfalls anfangen Jesus nachzufolgen. Dann erleben wir eine Multiplikation des Reiches Gottes.


Als reife Jünger leben wir mit einer bestimmten Erwartung: Nämlich, dass durch unseren Dienst Menschen Gott kennen lernen und sich ihr Leben ändert. Dass sich dadurch das Reich Gottes beständig und sichtbar ausbreitet und somit Jesus, so wie er wirklich ist immer „sichtbarer“ wird.

Wir sind daher jederzeit bereit, so wir Petrus in 1. Petr. 3,15 schreibt: „Rechenschaft über die Hoffnung, die in uns ist“ abzugeben.

Zum Jünger sein gehört es eben deshalb einfach dazu, dass ich lerne mit meinen eigenen Worten, einfach und verständlich meinen Glauben weitergeben zu können, wenn ich gefragt werde.


Ein letzter Punkt noch:

Es ist Teil unserer Berufung als Jünger Jesu für Gottes Gerechtigkeit in der Welt sorgen. Das kann sehr unterschiedlich aussehen. Und wir dürfen daran nicht verzweifeln, dass uns unser Engagement für eine bessere Welt, oft nur wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein vorkommt. Auch wenn wir trotz großer Anstrengung wahrscheinlich nicht die großen globalen Probleme wie Hungersnöte, Kriege, oder die Umweltzerstörung lösen können, so dürfen wir nicht unterschätzen, was Gott durch uns in einer konkreten Situation tun kann, wenn wir uns ihm zur Verfügung stellen und ihn nach seinem Plan fragen.


Das kann so aussehen, dass ich am Arbeitsplatz dem Tratsch einen Riegel vorschiebe, in dem ich einfach nicht mitmache, und/oder die Personen, die diesen Tratsch regelmäßig befeuern einmal frage, wie es ihnen dabei ginge, wenn hinter ihrem Rücken so über sie gesprochen wird.

Das kann auch so aussehen, dass ich an einer Gebetswache vor einer Abtreibungsklinik teilnehme. In Wien ist gerade wieder so eine Aktion geplant. Das kann aber auch so aussehen, dass ich mich bei einem Dienst engagiere, oder sogar so einen Dienst ins Leben rufe, bei dem Randgruppen unserer Gesellschaft ganz praktisch gedient wird. Z.B. eröffnen einige Christen in Rohrbach demnächst einen Sozialmarkt.

Frag Gott, wie du dazu beitragen kannst, seine Gerechtigkeit auf dieser Welt Wirklichkeit werden zu lassen!


Wir können zwar wie gesagt nicht alle Glutnester des Bösen auf unserer Welt gleichzeitig bekämpfen. Armut, Ungerechtigkeit, Ausbeutung und viele andere negative Dinge wird es leider auf dieser Welt immer geben. Und doch gehört es zu einem Jünger Jesu einfach dazu, diese Dinge nicht tatenlos hinzunehmen, sondern aktiv, mit Gottes Hilfe dagegen anzukämpfen.


Indem wir in der Liebe zu Gott wachsen, unsere Nächsten immer mehr lieben uns von Jesus nach seinem Vorbild verändern lassen und einen positiven Einfluss auf diese Welt ausüben erweisen wir uns als wahre Jünger Jesu.


11 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen