• Peter Köttritsch

Dankbarkeit opfern

Aktualisiert: Okt 11

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Ihr kennt sicher das Zitat des englischen Philosophen Francis Bacon:

„Nicht die Glücklichen sind dankbar,

es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“


Ich habe es in der einen, oder anderen Erntedankpredigt bereits erwähnt. Dieses Zitat hört man nicht nur in christlichen Predigten, sondern es wird auch bei allen möglichen Motivations- und auch bei Erfolgsseminaren weitergegeben. Wenn du erfolgreich sein willst: Lerne Dankbarkeit! Das ist eine zutiefst geistliche Wahrheit. Die Frage ist dann halt immer, wie „Erfolg“ definiert wird. Trotzdem: Der Wert der Dankbarkeit kann gar nicht zu hoch bewertet werden.

Dankbarkeit gehört zu jenen Herzenshaltungen, die eine riesige Auswirkung auf unser Leben und unser Wohlbefinden haben. Gleichzeitig, oder vielleicht gerade deshalb tun wir uns immer wieder schwer damit, echte Dankbarkeit zu leben.


Kleinen Kinder bringen wir zu Recht bei, sich zu bedanken, wenn sie etwas bekommen. Das gehört zu einer guten Erziehung einfach dazu. Von Natur aus neigen wir Menschen offensichtlich dazu, Dinge, die wir bekommen als Selbstverständlichkeit anzunehmen, oder wir meinen gar ein Recht darauf zu haben.


Nun, ich bedanke mich auch nicht jeden Monatsersten bei meinem Chef, weil er mir den Lohn überweist, aber ich bin ihm dankbar, dass er seinen Teil dazu beiträgt, dass die Firma gut wirtschaftet und er so meinen Lohn auszahlen kann. Diese Dankbarkeit drücke ich ihm gegenüber auch immer wieder aus und er bedankt sich zum Beispiel umgekehrt auch dafür, wenn ich bei Bedarf Überstunden mache. Diese Haltung der Dankbarkeit schafft Vertrauen und trägt zu einem guten Arbeits- und Betriebsklima bei.


Es gibt verschiedene „Stufen“ der Dankbarkeit:

Die erste Stufe erreiche ich, wenn ich für all die schönen Dinge dankbar bin, die ich schon erhalten habe. Nicht nur Materielles, sondern auch Gesundheit, Freunde, Arbeitsplatz, Freude im Leben…

Viele Menschen haben verlernt, diese Dinge zu sehen. Als Christen sollte es ein selbstverständliches sein, Gott für all das Gute, das er uns gibt zu danken. Nicht nur zu Erntedank, sondern jeden Tag!


Darüber hinaus darf ich als Jünger Jesu lernen im Voraus dankbar zu sein für die Dinge, die kommen werden und so, im vollen dankbaren Vertrauen zu beten. Jesus betete in diesem dankbaren Vertrauen für zukünftige Dinge, wie wir nachher noch sehen werden.


Eine weitere Stufe in der Dankbarkeit erreichen wir, wenn wir auch für die Dinge dankbar sind, die auf den ersten Blick uns keinen Grund liefern dankbar zu sein.

Paulus war voller Dank, obwohl er im Gefängnis saß.

Nachdem die Apostel ausgepeitscht worden waren, weil sie in Jesu Namen viele geheilt hatten, heißt es in Apg 5,41: Die Apostel verließen den Hohen Rat voller Freude darüber, dass Gott sie für würdig gehalten hatte, für den Namen von Jesus zu leiden.

Das waren keine Masochisten, sondern sie erkannten, dass Gott selbst unangenehme Dinge dazu verwenden wird, dass wir am Ende mit Freude und Dankbarkeit erfüllt vor ihm stehen werden.

Röm 8,28: Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten.


Oder wie es John Maxwell einmal ausgedrückt hat: „Es gibt Siege und es gibt Möglichkeiten zu wachsen.“


Als Jünger Jesu haben wir das Ziel zu wachsen Jesus immer ähnlicher zu werden.

Jesus lebte ein Leben voller Dankbarkeit. Das wird zwar in den Evangelien nicht groß thematisiert, aber bei genauerem Hinsehen entdecken wir sehr viele Begebenheiten, in denen das dankbare Herz Jesu sichtbar wurde. Sei es bei der Speisung der 4000 und der 5000, als er Gott für die (wenigen!) Gaben dankte, bevor er sie ans Volk austeilte und alle satt wurden. Oder bevor er Lazarus auferweckte betete er:

»Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.

Ich weiß, dass du mich immer erhörst, doch ich sage es wegen der vielen Menschen, die hier stehen, damit sie glauben können, dass du mich gesandt hast.« (Joh 11,41f)


War es für den Vater im Himmel eine Selbstverständlichkeit, dass er die Bitten seines Sohnes erhörte? Ja, das war es. Trotzdem- oder besser gesagt gerade deshalb bedankte sich Jesus vorher beim Vater dafür.


Genau das Gleiche sehen wir beim letzten Abendmahl und bei anderen Gelegenheiten.


Auch die anderen Schreiber der Bibel heben Dankbarkeit als „die christliche Tugend schlechthin“ hervor:

Phil 4,6 Lasst euch nicht von Sorgen kaputt machen! Stattdessen sagt Gott in eurem Zwiegespräch mit ihm und in euren Bitten an ihn frei und offen das, was ihr braucht, und drückt dabei eure Dankbarkeit aus!


Ps 100,4 Geht durch die Tempeltore mit Dank, tretet ein in seine Vorhöfe mit Lobgesang. Dankt ihm und lobt seinen Namen.


Alle Bücher der Bibel sind von Menschen geschrieben worden. Deshalb kann man sagen, dass sie zu 100% Menschenwort ist. Gleichzeitig waren diese Menschen aber vom Heiligen Geist erfüllt, während sie ihre biblischen Bücher geschrieben haben. Deshalb können wir zurecht im Glauben sagen, dass der eigentliche Autor der Bibel der Heilige Geist Gottes ist. Also, dass die Bibel ebenso zu 100% Gottes Wort ist.


In der Bibel offenbart uns Gott nicht nur seinen Willen und seinen Plan, er offenbart darin vor allem sein Herz. Das was seine geheimsten und persönlichsten Gedanken sind.


Einen ganz besonderen Einblick in das Herz Gottes erhalten wir in Psalm 50. Dort spricht Gott die Menschen an, die ihm ganz nahe sind. Nicht die Menschen, die ihn nicht kennen, oder die, die nichts mit ihm zu tun haben wollen, sondern die, die er, je nach Übersetzung seine „Freunde“, seine „Heiligen“, oder seine „Getreuen“ nennt.

Jedoch geht Gott mit diesen „Getreuen“ hart ins Gericht! Das Gericht Gottes hat aber niemals den Zweck, dass Gott uns niedermacht, oder er jetzt einmal Dampf ablassen kann und er sich dann eh wieder beruhigt, sondern er möchte etwas „berichtigen“, also wieder richtig machen oder wieder herstellen.


Er spricht zu einem Volk, dass ihn verehrt, dass vieles, zumindest vordergründig „richtig“ macht.

Sie halten sich an die vorgeschriebenen Opfervorgaben, sie sagen sich die Gebote immer wieder auf, aber das, was Gott wirklich von seinem Volk will, tun sie nicht.

Es steht uns überhaupt nicht zu, das Volk Gottes von vor 3000 Jahren zu kritisieren und mit dem Finger auf die Dinge zu zeigen, die sie falsch gemacht haben. Aber wir würden eine riesige Chance vertun, wenn wir aus ihren Fehlern nichts lernen würden.


Psalm 50

1 Ein Lied von Asaf.

Gott, der HERR, der Mächtige, spricht; er ruft die Welt vom Osten bis zum Westen.

2 Auf dem Zion, dem schönsten aller Berge, erscheint Gott in strahlendem Glanz.

3 Ja, unser Gott kommt, er wird nicht länger schweigen. Ein verheerendes Feuer lodert vor ihm her, um ihn tobt ein schwerer Sturm.

4 Himmel und Erde ruft er zu Zeugen, denn über sein Volk hält er Gericht:

5 »Versammelt alle, die zu mir gehören!«, verkündet er, »alle, die mit mir den Bund geschlossen haben! Damals schworen sie mir Treue und Gehorsam und bekräftigten es mit einem Opfer.«

6 Der Himmel kann bezeugen, dass Gott im Recht ist, wenn er jetzt als Richter vor sein Volk tritt:

7 »Höre, Israel, nun rede ich! Mein Volk, ich klage dich an, ich, dein Gott!

8 Nicht wegen deiner Schlachtopfer weise ich dich zurecht, auch deine Brandopfer bringst du mir regelmäßig.

9 Doch ich brauche deine Opfer nicht – weder die Stiere aus deinem Stall noch die Böcke von deiner Weide.

10 Denn alle Tiere gehören mir ohnehin: das Wild in Wald und Feld, die Tiere auf den Bergen und Hügeln.

11 Ich kenne jeden Vogel unter dem Himmel und auch die vielen kleinen Tiere auf den Wiesen.

12 Selbst wenn ich Hunger hätte, würde ich dich um nichts bitten; denn die ganze Welt gehört mir und alles, was es dort gibt.

13 Denkst du wirklich, ich wollte Fleisch von Stieren essen und Blut von Böcken trinken?

14 Dank ist das Opfer, das ich von dir erwarte; erfülle die Versprechen, die du mir, dem Höchsten, gegeben hast!

15 Wenn du keinen Ausweg mehr siehst, dann rufe mich zu Hilfe! Ich will dich retten, und du sollst mich preisen.«

16 Wer aber Gott die Treue bricht, zu dem sagt er: »Was erlaubst du dir eigentlich? Du sagst immer wieder meine Gebote auf und berufst dich auf meinen Bund.

17 Doch meine Zurechtweisung willst du nicht hören; du tust, was du willst, und verwirfst meine Ordnungen.

18 Mit Dieben machst du gemeinsame Sache, und mit Ehebrechern schließt du Freundschaft.

19 Gemeine Reden kommen dir leicht über die Lippen, du betrügst schon, wenn du nur den Mund aufmachst!

20 Deine Mitmenschen bringst du in Verruf, sogar deinen eigenen Bruder verleumdest du.

21 Bis jetzt habe ich zu deinem Treiben geschwiegen, darum dachtest du, ich sei wie du. Aber nun weise ich dich zurecht und halte dir deine Untreue vor Augen.

22 Ihr habt mich vergessen, euren Gott. Hört doch auf das, was ich sage; sonst werde ich euch vernichten. Dann kommt jede Rettung zu spät!

23 Wer mir dankt, der bringt damit ein Opfer, das mich wirklich ehrt. Er macht den Weg frei, auf dem ich ihm Rettung bringe!«


Zu König Saul sagte Gott durch den Mund des Propheten Samuel: „Gehorsam ist besser als Opfer!“ und hier sagt Gott: Wer mir dankt, der bringt damit ein Opfer, das mich wirklich ehrt.


Ein Opfer zu bringen ist ja an sich nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil. Gott selber hat dem Volk genaue Anweisungen für den Opferdienst gegeben.

Wenn ich opfere, dann gebe ich etwas her, oder verzichte auf etwas.

Die Israeliten haben Tieropfer und Speiseopfer, zunächst bei der Stiftshütte, später im Tempel in Jerusalem dargebracht.

Dieser Tempelkult hat ja mit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem (70 n.Chr.) aufgehört. Es ist interessant, dass die Juden seither keine Opfer mehr eingeführt haben. Nicht einmal nach der neuerlichen Staatsgründung im Jahr 1948.

Für uns Christen ist klar, dass Jesus das ein für allemal gültige Opfer für uns alle am Kreuz dargebracht hat, als er für unsere Sünde uns Schuld starb. Im Hebräerbrief wird dieses Thema recht ausführlich behandelt.


Aber trotzdem tragen wir heute zum Beispiel ein „Dankopfer“ zusammen.

Oder manchmal „opfern“ wir unsere kostbare Zeit, um… Ja warum eigentlich?

Welchen Sinn hat heute ein Opfer?

Damit ich mich selber danach besser fühle?

Damit Gott „zufrieden“ mit mir ist? (Mich in Frieden lässt?)

Damit mir niemand nachsagen kann, ich sei geizig?

(Gründe zusammentragen)



Was ein Opfer in keinem Fall ist: Eine „Tauschhandlung“. Wenn ich etwas hergebe, um etwas anderes zu bekommen, ist das kein Opfer, sondern ein Deal. Vordergründig steige ich bei einem Opfer immer schlechter aus.

Eine Komponente, die bei einem Opfer im religiösen Sinn auch immer mitspielt, ist dass das Opfer (einem) Gott dargebracht wird.


Ich habe eine Zeitlang über den Sinn eines Opfers nachgedacht und die Bibel durchsucht und bin auf etwas interessantes gestoßen:

Das Wesen eines Opfers ist, dass ich etwas hergebe, oder auf etwas verzichte, damit eine kaputte Beziehung wieder hergestellt wird.

Die Israeliten wussten, dass sie aufgrund ihrer Sündhaftigkeit von Gott getrennt waren. Mit einem Opfer wurde die Schuld getilgt und dadurch die Begegnung mit Gott erst möglich gemacht. Das war der Grund für die AT Opfer.

Warum wählte Jesus den Opfertod am Kreuz? Um uns mit dem Vater zu versöhnen! Damit wir Zugang zum Allerheiligsten haben. Bei seinem Opfertod riss der Vorhang im Tempel (Zeichen der Trennung von Gott) von oben nach unten entzwei.

Darum geht es ausschließlich bei einem Opfer: Ich komme (wieder) in die Nähe Gottes.


Im Lauf der Zeit wurden aber auch die Opfer zu einer religiösen Zeremonie, zu einer leeren Schale, deren Inhalt man nicht mehr erkannte. Deshalb tritt Gott so vehement gegen diesen falsch verstandenen Opferkult auf und führt sein Volk wieder zurück zum wesentlichen: Wer mir dankt, der bringt damit ein Opfer, das mich wirklich ehrt.


Das klingt aus dieser Perspektive doch ein wenig komisch:

Dankbarkeit als Opfer?

Was muss ich bei Dankbarkeit hergeben?


Lasst mich da ein wenig ausholen:

Es gibt eine Reihe von „offensichtlichen Gegensatzpaaren“: Also, wenn man das eine sieht, oder hört, wird gleich klar, was das Gegenteil ist:

Heiß – Kalt. Schwarz – Weiß. Groß – Klein.

Es gibt aber auch Gegensatzpaare, bei denen das Gegenteil nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, aber bei genauerer Betrachtung durchaus Sinn macht:

Das Gegenteil von Liebe ist nicht nur Hass und Lieblosigkeit, sondern auch Langeweile, Angst und Gleichgültigkeit usw.


Bei einem Gegensatzpaar schließt das Eine, das Andere automatisch aus. Ich kann dich nicht gleichzeitig lieben und gleichgültig behandeln.

Jesus hat gesagt: Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. (Mt 6,24) Das geht einfach nicht.


So ist es auch mit der Dankbarkeit. Auch da gibt es eine Reihe von Eigenschaften, die absolut nicht mit der Dankbarkeit kompatibel sind. Auch wenn diese Eigenschaften auf den ersten Blick nicht als Gegenteil von Dankbarkeit erkennbar sind:


Ärger: Wenn ich wirklich von Herzen für etwas dankbar bin, kann ich mich nicht gleichzeitig darüber ärgern, oder ein mürrisches Gesicht aufsetzen. Das geht nicht. Dankbarkeit hat also sogar Auswirkung auf unsere Laune. Dankbare Menschen sind nachweislich besser gelaunt.


Angst: Das wofür ich dankbar bin, macht mir keine Angst. Selbst dann, wenn ich gelernt habe, Schweres dankbar aus Gottes Hand zu empfangen, wird mir ein dankbares Herz dabei helfen, dieses Schwere zu tragen, ohne dass mich die Last erdrückt. Vor allem weiß ich, dass ich diese Last nicht alleine tragen muss. Ich brauche daher keine Angst zu haben. Ganz im Gegenteil. Ein dankbares Herz weiß, dass alles, was ich auch Gottes Hand empfange, letztendlich zu meinem Guten dient, weil Gott selber durch und durch gut ist. Deshalb wird mich auch Schweres, das ich dankbar aus Gottes Hand empfange nicht ängstigen, sondern stärker machen.


Neid: Neid hat immer mit Vergleich zu tun. Dankbarkeit hingegen freut sich für den Anderen, selbst wenn der Andere mehr bekommt als ich. Wenn mein Herz voller Dankbarkeit für das ist, was ich habe, kann ich nicht gleichzeitig Neid empfinden, für das was mein Nächster mehr hat. Weder an materiellen Dingen, noch an Begabung, an Aussehen, an Zuwendung…

Wenn ich satt bin, kannst du mir das beste Schnitzel vorsetzen, ich werde es nicht mehr haben wollen. Ein dankbares Herz ist satt, mit dem was es von Gott bekommen hat.

In Ps.23 schreibt David: Mein Becher fließt über. In anderen Übersetzungen heißt es: Du gibst mir mehr als genug. Wenn ich mehr als genug habe (als dankbare Kinder Gottes machen wir diese Erfahrung), dann freut es mich, wenn andere noch reicher von Gott gesegnet werden. Da ist dann kein Platz mehr für Neid.


Wenn Gott von uns möchte, dass wir ihm Dank opfern, dann heißt das ganz konkret für mich, dass ich ihm meinen Neid, meine Angst, meine schlechte Laune, oder was auch immer mich von einem Leben in Dankbarkeit abhält hinbringe. Es ihm als Opfer darbringe, auch wenn das vielleicht auf den ersten Blick komisch klingt.

Aber sehr oft haben wir das Gefühl, dass ich ein Recht habe ärgerlich zu sein auf diesen oder jenen Menschen, auf die Situation in der ich mich befinde, auf die Corona Maßnahmen der Regierung usw.

Oder ich empfinde es zurecht als Ungerecht, dass mein Arbeitskollege mehr verdient als ich, obwohl er vielleicht sogar weniger arbeitet.

Oder ich habe Angst mich anzustecken…


Gott fordert dich, hier und heute ihm diese Ängste, diesen Neid, diese Wut usw. zu opfern. Es ihm ganz zu geben.

Die Opfertiere wurden verbrannt, oder aufgegessen. Da blieb nichts übrig. Das Opfer muss ganz weg.


Das heißt ja nicht, dass wir dann (nachdem wir geopfert haben) nicht etwas gegen die Ungerechtigkeit tun sollen, oder wir uns vor den Bedrohungen, die unsere Ängste auslösen schützen sollen. Gar keine Frage.

Aber welch ein anderer Zugang ist es, wenn mein Herz nicht mehr mit Angst vor einem Virus gelähmt ist, wie das Kaninchen vor der Schlange, weil ich diese Angst am Altar der Dankbarkeit geopfert habe.

Und um wie vieles liebevoller und konstruktiver kann ich z.B. auf Regierungsmaßnahmen reagieren, die mir sinnlos erscheinen, wenn ich meinen Ärger darüber ebenfalls geopfert habe.

Dann ist der Weg frei, um dankbar auf all das zu schauen, was Gott bereits in dieser Situation getan hat und weiterhin tun wird.


Dann erweisen wir uns wahrhaftig als Jünger Jesu. Dann kann er sein Reich unter uns bauen und dann wird er auch für die Menschen sichtbar, die ihn bisher noch nicht kennen.


Wer mir dankt, der bringt damit ein Opfer, das mich wirklich ehrt. Er macht den Weg frei, auf dem ich ihm Rettung bringe!


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