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Care of Creation Tansania: Freundesbrief

Ihr Lieben,


hier auf der Farm zwitschern die Vögel so fröhlich, dass man denkt, es wird jeden Moment zu regnen beginnen. Die Bäume tragen eine Blütenpracht, üppiger als je zuvor und doch hat es seit Mitte März keinen Tropfen geregnet. Die Sonne sticht vom Himmel und trocknet Ostafrika aus. Die Menschen haben Hunger, und wir hören von Diebstählen und Raubüberfällen. Einer armen, alleinstehenden Mutter, die ihre Tochter und sich durchbringen muss, wurde vor Kurzem ihr Einkaufskorb vor ihren Augen weggestohlen. Es war ein bisschen Essen drinnen.

Unsere Mitarbeiter arbeiten intensiv und fleißig. In dieser Situation, wo man so sehr auf jeden Cent angewiesen ist, um den ganzen Clan durchzubringen, will keiner von ihnen den Job verlieren. An jedem Mitarbeiter hängt eine Großfamilie. Wir als Arbeitgeber werden jeden Tag um zusätzliches Geld gebeten, was wir natürlich nicht haben. Wir sind froh, wenn wir die Mitarbeiter Gehälter bezahlen können. Außerhalb der Farm ist alles vertrocknet. Die Farm ist immer noch grün und noch hat der Dorfbrunnen auf unserem Gelände genügend Wasser für die Dorfbewohner. Was denkst du, wäre es möglich, mitzuhelfen, dass jede/-r MitarbeiterIn ein vorgezogenes Weihnachtsgeld Mitte November geschenkt bekommt? So könnten sie und ihre Familien durch diese Hungerperiode kommen. Wir dachten an 150€ pro Mitarbeiter. Wir haben derzeit 28 vollangestellte Mitarbeiter und dazu noch 7 Tagelöhner. Bitte bete mit uns, ob das dieses Jahr dran ist. Es würde den Leuten hier sehr helfen.


Im September wurden wir eingeladen, beim Economic Leaders Summit Africa“ teilzunehmen. Es wurden 70 Teilnehmer ausgesucht, die als „Change Makers for Africa“ gelten. Wir haben sehr gute Arbeitsgruppen mit anderen, die in der Landwirtschaft arbeiten, gehabt und gemeinsam an neuen Strategien, Afrika zu erreichen gearbeitet. Außerdem durften wir sehr viel über ganz Afrika lernen. Fazit der Konferenz war, dass wir in ganz Afrika dringend gebraucht werden, und dass nicht nur unsere Farm und unser Ausbildungszentrum dringend nötig sind, sondern auch produktverarbeitende Einheiten, und der Zugang zum Weltmarkt für Afrika geöffnet werden muss, damit die Menschen aus Hunger und Armut herauskommen. Geistliche und körperliche Nahrung müssen Hand in Hand gehen.


Nach der Konferenz haben wir eine Einladung zum Weltkongress für „Hunger und Armut“ bekommen, der in Nairobi stattfindet. Wir werden dort nächste Woche unser Projekt vorstellen und erhoffen uns weitere Netzwerke und Kontakte für unsere Arbeit. Die Konferenz wird zur Gänze von Brot für die Welt bezahlt und wir wurden offiziell als Repräsentanten gegen Hunger und Armut dazu eingeladen.


Alice hat mit ein paar Mitarbeitern zwei Bischöfe besucht und sehr gute Arbeitsgespräche gehabt. Die Kirchenleiter haben uns gebeten, sie anzuleiten, über mehrere hundert Hektar Land nachhaltig zu bewirtschaften. Das ist erst der Anfang. Andere Bischöfe warten schon, dass wir kommen. Das Potential ist gewaltig.


Wir waren gemeinsam (Martin & Alice und Mitarbeiter) in Morogoro, um ein Straßenkinderprojekt zu beraten. Außerdem haben wir uns zwei Permakultur Projekte in Tansania angeschaut und gelernt, was wir bei unserem Projekt noch zusätzlich implementieren können. Es war aber auch sehr ermutigend zu sehen, wie weit wir hier auf unserer Farm schon sind und wieviel wunderbares Gelingen der HERR geschenkt hat. An dieser Stelle ein ganz herzliches inniges Dankeschön für deine/eure Gebete, Gaben, Worte, Einladungen und alles was du tust, dass der HERR die Armen segnet und seine Schöpfung zu neuem Leben erwacht.


Im September hatten wir ein Seminar im Training Center mit über 30 Teilnehmern. Vor einer Woche noch hatten wir jedoch nur zwei Anmeldungen für den Oktober Kurs. Der Hunger und die Dürre sind enorm und die Leute zahlen sich das Seminar ja im Normalfall selbst (abgesehen von unseren Mitarbeitern). Durch ein Wunder haben sich in einer Woche aber dann doch 32 Leute angemeldet. Diese Wochen hatten wir also tatsächlich wieder ein Seminar mit über 30 Teilnehmern. Dem HERRN sei alle Ehre dafür!


Wir könnten noch viel erzählen von dem, was sich mit den Volontären und den Mitarbeitern tut. Wie wunderbar es ist, einem HERRN zu dienen, der bei allem durchträgt. Die Vögel singen, wie wenn es schon regnen würde. Die Bäume blühen, wie wenn der Regen kurz bevorsteht. Wir wollen Gott loben, der versprochen hat, dass er allem Seufzen ein Ende machen wird. Wir wollen von ganzen Herzen fröhlich sein, weil das Beste noch kommt. Wir wollen auf IHN schauen, der uns versprochen hat, dass wir eines Tages nur noch glücklich sein werden. ER ist es wert. Diese Welt und all die Seufzer unsere Seelen vergehen. Seine Liebe bleibt ewig und wird täglich besser.


In diesem Sinne senden wir euch innigste Segenswünsche! ER hat dich nicht vergessen. Du bist ihm so viel wert, dass ER für dich ALLES gegeben hat, ER wird dir auch diesen Herbst alles schenken, was du so dringend brauchst.


In Seiner Liebe und tiefer Dankbarkeit,

Alice & Martin

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