Care of Creation Tansania: Freundesbrief
- bronwinstaple
- 8. Dez. 2025
- 5 Min. Lesezeit
„Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet" Röm 12,12
Ihr Lieben,
bei uns auf der Farm tummeln sich die Leute. 25 Dorfvorsteher (Bürgermeister etc.), die von uns in 24 Stunden lernen wollen, warum regenerative Landwirtschaft so cool ist. Sie wollen ein ganzes Tal in eine blühende grüne „Eden-Landschaft“ verwandeln. Die Gruppe ist hoch interessiert, stellt viele Fragen und genießt die trotz enormer Trockenheit zu beachtlichen Teilen immer noch grüne Farm (es hat seit nunmehr fast 1 1/2 Jahren nicht wirklich geregnet). Sie werden von Alice im Seminarraum unterrichtet.
Dann 35 + Menschen, die für jeweils eine Woche bei uns arbeiten, um dann gegen gute Bezahlung Essen für drei Monate für ihre Familien zu kaufen. Dann unsere 21 Mitarbeiter, die die Farm am Laufen halten und in der Baumschule, im Gemüsebereich, im Kindergarten, im Café, bei den Kühen, Schafen, Kamelen, Hühnern, Hunden und in den Agroforstbereichen arbeiten. Seit 7 Uhr sind sie alle auf der Farm. Es ist unglaublich heiß, und der trockene Steppenwind bläst ihnen den Sand in die Augen. Alle haben die gleiche staubige Farbe. Um halb zehn läutet die Glocke und all diese Menschen treffen sich für einen heißen, süßen Milchtee in unserer Rundhütte. Sie strahlen, weil wohl die meisten von ihnen seit Monaten nirgendwo sonst Milch bekommen. Um 10:00 Uhr beginnt die Andacht. Wir singen, und sie tanzen mit sanften Schritten mit. Wir beten und dann lesen wir im Wort Gottes. Gespannt lauschen sie. Viele von ihnen haben noch nie so direkt und persönlich von Jesus gehört. Sie sind sichtlich berührt. Es kommen viele Fragen und dann beten wir gemeinsam für ihre Gebetsanliegen. Das wichtigste Anliegen, das jeden Tag genannt wird, ist Regen. Möge der Herr das Wasser bis zum nächsten Regen reichen lassen. Wie durch ein Wunder hat unser 4m tiefer Regenwasserbrunnen, der Regenwasser noch von vor zwei Jahre führt, bis heute immer noch jeden Tag genug Wasser für die Dorfbewohner. Außerdem haben wir so viel Unterstützung bekommen, dass wir das Hungerprojekt bis zur nächsten Ernte fortführen können. Dem HERRN, allen Betern und Unterstützern sei innigster Dank dafür!
Don Camillo, die Projektleiter und die Unruhen...
Ja, und stell dir vor wir haben durch die Liebe des Schöpfers ein neues männliches weißes Kamel namens Don Camillo bekommen. Er ist superlieb, busselt gerne und lernt gerade Wasserkanister zu tragen. Anstatt über die Last zu schimpfen, wie sein Vorgänger das tat, verliert er hie und da ein paar Kameltränen. Das ist sehr rührend. Wir hoffen, dass er sehr schnell lernt.
Im Oktober konnte Alice in Dar Es Salaam ein Leiterseminar für die drei tansanischen Projektleiter halten. Einer von ihnen, Kuyi, hatte noch nie das Meer gesehen und es war eine sehr wohltuende Umgebung für sehr gestresste Leiter. Wir konnten drei Tage der Hungersituation entkommen, viel lernen (Leadership Training nach Maxwell), gutes Essen genießen und die Augen über viel Wasser baumeln lassen. Das war sehr Nötig, denn in den kommenden Wochen mussten wir das Team und die Menschen der Region durch eine sehr herausfordernde Zeit leiten. Während des Leiterseminars ist Martin (wegen Problemen mit seinem Darm) zurück nach Österreich geflogen. Alice ist in Tansania geblieben.
Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, gab es gravierende Unruhen rund um die Wahlen in Tansania. Es war eine schlimme Zeit, in der wir sehr mit dem Volk und der Regierung mitgelitten haben. Uns selbst ist Gott Lob und Dank nichts passiert, aber wir mussten die Stimmung im Land, all die Schmerzen der Menschen um uns herum und das Abschalten des Internets sowie jeglicher Möglichkeit zum Kontakt zur Außenwelt mittragen und aushalten. Es braucht weiter viel Gebet um Frieden und gangbare Lösungen für das Land. In der Wahlwoche wurde von der Regierung ein kompletter Lockdown verordnet. Da wurde uns klar, dass wir auf der Farm trotz der enormen Trockenheit sehr viel Essen haben und über Monate viele Menschen versorgen können. Das war eine neue Erkenntnis und hat uns in unserer Arbeit, die Liebe Gottes und regenerative Landwirtschaft weiterzugeben, noch mehr bestätigt. Wir hatten in der Zeit eine Sonderregelung, dass unsere Mitarbeiter weiter auf der Farm arbeiten durften. Das hat uns allen gutgetan.
Das Projekt für die Beeinträchtigen...
Dann ist da noch unser Projekt für die Beeinträchtigten. Seit geraumer Zeit kommen jeden Monat einmal für eine Woche eine Gruppe Menschen mit Beeinträchtigung und stellen in unserem Kreativraum Dinge her. Wenn sie eine Woche gearbeitet haben, bekommen sie so viel Geld, dass sie über die nächsten Wochen kommen und sich selbst versorgen können. Sie haben alle schlecht oder gar nicht gesehen und so haben wir sie zum Augenarzt gebracht und ihnen Brillen besorgt. Bei Japhet (der an Epilepsie leidet) wurde leider festgestellt, dass etwas in seinem Auge wächst. Da sind wir noch am Abklären, um herauszufinden, was da nicht stimmt.
Der Traum wird wahr...
8 Tage nach den Unruhen kam dann der große Tag. Wir konnten mit allen Mitarbeitern in den Mikumi Nationalpark fahren. Jeder einzelne Schritt der Reise war aufregend, erfrischend, lustig und wunderschön. Nach diesem harten Jahr eine wahre Wohltat! Die Augen der Mitarbeiter hättet ihr sehen sollen, wie sie den ersten Elephant, das erste Zebra, den ersten Löwen und Vieles mehr gesehen haben. Es war eine Wohltat für Körper, Geist und Seele. Wir haben auch im Nationalpark zu Mittag gegessen. Nachdem sich die Mitarbeiter endlich mal so richtig nach Herzenslust satt gegessen hatten, hörte ich von allen Seiten „Danke für das gute Essen“. Wenn das Leute sagen, die aus einer Hungersnot kommen, dann klingt das wie Musik. Auf der Rückfahrt auf die Farm hat Gott dann den Himmel geöffnet und es hat 10 Minuten wie aus Kübeln geschüttet. Einer der Mitarbeiter sagte: „Jetzt hat Gott uns wieder einmal Seine ganze Liebe geschenkt!“
In all dem Tumult, wurde ein anderer Traum endlich wahr. Wir konnten einen kleinen Dreirad-Transporter für die Farm kaufen. So müssen die Mitarbeiter nun ENDLICH kein Wasser mehr Kilometer weit schleppen. Das erleichtert uns die harte Arbeit ungemein.
Und dann geschah am Sonntagmorgen den 16. November gegen 7:00 Uhr das Wunder einer Kamelgeburt. Wir durften es selbst miterleben. Camilla hat ein Kamelmädchen namens Emily geboren. Emily hatte bei der Geburt 50 kg😊und Camilla hat nicht geschrien oder geweint😉. Das Geniale ist, dass Emily ein graues Kamel ist. Das ist etwas ganz Besonderes. Graue Kamele entstehen eigentlich nur durch lange, komplizierte Züchtungen. Sie gehören zu den teuersten Kamelen der Welt. Gott hat uns von einem braunen Emil und einer braunen Camilla einfach eine graue Emily geschenkt. Das Kamelfell ist das Weichste, das wir je berührt haben.
Es gäbe noch SEHR viel zu erzählen, aber vielleicht kommst du ja zu einem unserer Vorträge oder Sonntagseinsätze? Wir werden, so Gott will, bis Mitte März in Österreich sein. Schau dir den Veranstaltungskalender im Anhang an 😊.
Zu guter Letzt ein ganz herzliches Dankeschön für jegliche Unterstützung zu all diesen eben genannten Projekten! Wir konnten mit eurer Hilfe Menschen, Tieren und Pflanzen helfen, über diese schreckliche Dürreperiode zu kommen. Wir konnten ihnen Trost in Gottes Wort zu sprechen! Danke vielmals für ALLES!
Ihr habt uns über Bitten und Verstehen materiell und geistlich ermutigt, durchgetragen und ausgerüstet, sodass wir einfach nur DANKE sagen können. In diesem Sinne wünschen wir euch von ganzen Herzen ein Weihnachten, dass Jesus ganz ins Zentrum stellt und Seine Liebe feiert!
In Seiner Liebe innigst verbunden, eure
Alice & Martin
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