Mit offenen Händen leben - Wie mein Geld Gott ehrt
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Witz:
"Mein Onkel ist Numismatiker."
"Was ist das denn?"
"Einer, der Münzen sammelt."
"Toll, diese Fremdwörter. Früher sagte man einfach Bettler."
Liebe Freunde, in der letzten Predigt haben wir darüber gesprochen, dass Geld nicht unser Herr werden darf.
Heute gehen wir einen Schritt weiter.
Denn die Frage ist nicht nur:
„Wie verhindere ich, dass Geld mich beherrscht?“
Sondern:
„Wie möchte Gott, dass ich mit meinem Geld und meinem Besitz lebe?“
Und die Antwort der Bibel ist erstaunlich klar:
Mit offenen Händen.
Nicht mit geschlossenen.
Nicht mit:
„Das gehört alles mir.“
Sondern: „Gott, danke, dass du es mir anvertraut hast.“
Wir sind genau genommen nicht Besitzer – sondern Verwalter
Das ist ein Gedanke, den die Bibel immer wieder vermittelt:
Gott ist der Eigentümer. Wir sind Verwalter für eine bestimmte Zeit.
Psalm 24,1 sagt:
„Dem HERRN gehört die ganze Erde mit allem, was auf ihr lebt.“
Das bedeutet:
Auch das, was auf meinem Konto liegt, kommt von Gott und gehört ihm.
Meine Fähigkeiten haben nicht bei mir selbst begonnen.
Meine Gesundheit, meine Möglichkeiten, meine Ausbildung, meine Arbeitskraft, meine Ideen, meine Chancen – all das sind Dinge, die ich empfangen habe.
Natürlich habe ich gearbeitet.
Natürlich habe ich Entscheidungen getroffen.
Natürlich habe ich Verantwortung übernommen.
Aber hinter allem steht die Erkenntnis:
Ich bin ein Beschenkter.
Und Beschenkte leben anders als Menschen, die glauben, alles selbst gemacht zu haben.
Die entscheidende Frage lautet: Was mache ich mit dem, was Gott mir anvertraut?
Jesus erzählt in Matthäus 25 das Gleichnis von den anvertrauten Talenten.
Ein Herr geht auf Reisen und vertraut seinen Dienern unterschiedliche Summen an.
Einem fünf Talente.
Einem zwei.
Einem eines.
Es ist also nicht so, dass alle gleich viel bekommen haben.
Die Frage ist nicht: Wie viel hast du bekommen? Sondern:
Wie gehst du mit dem um, was dir anvertraut wurde?
Das ist ein ganz wichtiger Gedanke.
Gott wird dich nicht fragen:
„Warum hattest du nicht das Einkommen von deinem Nachbarn?“
Aber vielleicht wird er fragen:
„Was hast du mit dem gemacht, was ich dir gegeben habe?“
Gute Verwalter fragen nicht: „Wie viel muss ich geben?“
Ein schlechter Verwalter fragt: „Was muss ich mindestens tun?“
Ein guter Verwalter fragt: „Was würde der Eigentümer wollen?“
Das ist ein völlig anderer Zugang.
Deshalb ist die christliche Frage beim Geld nicht:
„Wie wenig kann ich geben und trotzdem noch ein guter Christ sein?“
Sondern:
„Gott, wie möchtest du, dass ich mit meinem Geld umgehe?“
Und hier kommen wir zum Thema Zehnter.
Der Zehnte – was sagt die Bibel?
Im Alten Testament finden wir den Zehnten als festen Bestandteil des Lebens Israels.
Schon Abraham gibt Melchisedek (= Christusfigur im Alten Testament) den Zehnten (1. Mose 14). Das ist die erste Erwähnung des Zehnten in der Bibel.
Jakob, der Enkel von Abraham, hatte in Bethel eine Gottesbegegnung:
Dann legte Jakob ein Gelübde ab: „Wenn Gott mir beisteht und mich auf meiner Reise behütet, wenn er mir Nahrung und Kleidung gibt und ich wohlbehalten zu meiner Familie zurückkomme, dann soll Jahwe mein Gott sein.
Und hier an dieser Stelle, wo ich den Stein aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes stehen. Und von allem, was du mir gibst, werde ich dir treu den zehnten Teil zurückgeben.“ (1. Mo 28:20-22 NeÜ)
Der Zehnte ist weniger ein Gebot Gottes, als vielmehr die Anerkennung der Herrschaft dessen, dem ich den Zehnten gebe.
Unter dem Gesetz Israels wird der Zehnte später zu einem wichtigen Bestandteil der Versorgung der Leviten, des Gottesdienstes und der Bedürftigen.
Maleachi 3,10 sagt:
„Bringt den ganzen Zehnten in mein Vorratshaus. […] Und prüft mich doch […] ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß!“ [Elb]
Nun müssen wir aufpassen.
Wir leben als Christen nicht einfach unter dem mosaischen Gesetz.
Das Neue Testament sagt nicht:
„Wenn du Christ bist, musst du exakt zehn Prozent geben, sonst bist du ungehorsam.“
Das Leben in der Nachfolge Jesu übertrifft die Forderung des Alten Testaments bei weitem. Jesus stellt das in der Bergpredigt unmissverständlich klar.
Es geht bei Jesus nie um die Einhaltung von Mindeststandards.
Das Neue Testament macht etwas anderes sehr deutlich:
Gott möchte großzügige Menschen formen.
Paulus schreibt in 2. Korinther 9,7:
„Jeder soll so viel geben, wie er sich vorgenommen hat – nicht widerwillig oder unter Zwang.“
Das Entscheidende ist also nicht zuerst die Prozentzahl.
Das Entscheidende ist:
Was passiert in meinem Herzen?
Der Zehnte kann ein geistliches Training sein.
Ich persönlich finde deshalb den Gedanken des Zehnten sehr hilfreich.
Nicht als magische Formel.
Nicht: „Ich gebe zehn Prozent und Gott muss mir dafür hundert zurückgeben.“
Das wäre keine Beziehung zu Gott.
Das wäre Geschäft.
„Gott, ich überweise dir zehn Prozent - und jetzt bist du dran.“
Nein.
Der Zehnte kann etwas ganz anderes sein:
eine geistliche Übung, die meinem Herzen sagt: Mein Geld gehört nicht mir allein.
Wenn ich regelmäßig einen Teil meines Einkommens für Gottes Reich zur Seite lege, trainiere ich mein Herz.
Ich sage:
„Geld ist nicht mein Gott.“
„Mein Lebensstandard ist nicht mein Gott.“
„Mein Kontostand ist nicht meine Sicherheit.“
Gott ist meine Sicherheit.
Matthäus 6,33 – die Reihenfolge macht den Unterschied
Jesus sagt:
„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit.“
Dieses „zuerst“ ist entscheidend.
Jesus sagt nicht:
„Wenn am Ende des Monats etwas übrig bleibt, dann denkt auch noch an Gott.“
Denn seien wir ehrlich:
Am Ende des Monats bleibt erstaunlich selten etwas übrig.
Es ist ein bisschen wie beim Essen.
Wenn ich zuerst den Nachtisch esse, kann es passieren, dass für den Hauptgang kein Platz mehr ist.
Und manchmal machen wir es finanziell genauso.
Zuerst:
Wohnen.
Auto.
Urlaub.
Freizeit.
Streaming.
Hobbys.
Shopping.
Technik.
Und dann: „Ach ja – Gott.“
Jesus sagt aber:
„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes.“
Das bedeutet:
Gott bekommt nicht die Reste meines Lebens.
Er bekommt den ersten Platz.
Beim Geld wird die Reihenfolge meines Herzens schonungslos offenbar.
Großzügigkeit verändert nicht nur die Welt – sie verändert mich
Das ist ein faszinierender Gedanke.
Wenn ich gebe, bekommt nicht nur der andere etwas.
Ich werde selbst verändert.
Denn Großzügigkeit macht mein Herz weiter.
Gier macht das Herz eng.
Großzügigkeit macht es weit.
Gier sagt: „Ich brauche mehr.“
Großzügigkeit sagt: „Ich habe genug, um zu teilen.“
Gier sagt: „Was ist, wenn ich zu wenig habe?“
Vertrauen sagt: Gott wird für mich sorgen.“
Gier hält fest. Liebe öffnet die Hand.
Eine praktische Übung: Schau dir dein Konto an
Liebe Freunde, ich möchte dich einmal ermutigen:
Schau dir deine Finanzen ehrlich an.
Nicht mit Angst.
Nicht mit Schuld.
Einfach ehrlich.
Wo fließt dein Geld hin?
Denn dein Konto erzählt eine Geschichte.
Es zeigt, was dir wichtig ist.
Vielleicht nicht vollständig.
Aber doch ziemlich ehrlich.
Wie viel geht für Wohnen drauf?
Wie viel für Mobilität?
Wie viel für Freizeit?
Wie viel für Konsum?
Wie viel für Rücklagen?
Wie viel für andere Menschen?
Wie viel für Gottes Reich?
Das ist keine Verurteilung!
Es ist eine Bestandsaufnahme.
Denn gute Verwalterschaft beginnt immer mit:
Wissen, was ich habe und wohin es geht.
Ein zweiter Schritt: Plane dein Geben
Großzügigkeit sollte nicht nur passieren, wenn wir gerade emotional berührt sind.
Wenn du jeden Sonntag spontan entscheidest:
„Heute gebe ich etwas, wenn die Predigt gut war“, dann hängt deine Großzügigkeit von der Predigt ab.
Das ist gefährlich für den Pastor. Und du willst deinen Pastor ja nicht manipulieren, oder? :)
Deshalb:
Plane dein Geben.
Überlege:
„Welchen Anteil meines Einkommens möchte ich Gott zur Verfügung stellen?“
Für die Gemeinde.
Für Mission.
Für Bedürftige.
Für konkrete Menschen.
Für soziale Projekte.
Für Menschen, die gerade nicht selbst können.
Und dann mach es zu einem Bestandteil deines Lebens.
Warum die Gemeinde finanziell unterstützt werden soll
Das Neue Testament ist hier ziemlich deutlich.
Paulus schreibt in 1. Korinther 9,14 sinngemäß:
Wer das Evangelium verkündigt, soll auch von dieser Arbeit leben können.
Und Galater 6,6 sagt:
Wer im Wort Gottes unterrichtet wird, soll denjenigen an seinen guten Dingen teilhaben lassen, der ihn unterrichtet.
Es ist kein Geheimnis:
Eine Gemeinde braucht finanzielle Ressourcen.
Pastoren brauchen ein Einkommen.
Mitarbeiter brauchen Unterstützung.
Räumlichkeiten kosten Geld.
Der Kinderdienst kostet Geld.
Jugendarbeit kostet Geld.
Mission kostet Geld.
Hilfsprojekte kosten Geld.
Technik kostet Geld.
Evangelisation kostet Geld.
Und das ist nichts Ungeistliches.
Im Gegenteil.
Wenn wir wollen, dass Menschen das Evangelium hören, müssen wir bereit sein, Ressourcen dafür einzusetzen.
Wenn Gott in seinem Wort davon spricht, dass wir den Zehnten in voller Höhe in sein Haus bringen sollen (Maleachi 3,10), dann heißt das ganz praktisch, dass die ersten 10% meines Einkommens dorthin gehören, wo ich meine geistliche Nahrung beziehe.
Nicht als Gesetz, sondern aus einer Haltung der Dankbarkeit heraus.
Wenn Gott dich so sehr gesegnet hat, dass du darüber hinaus Bedürftigen etwas geben- oder für die Mission spenden kannst, dann freu dich darüber! Gott hat dir viel anvertraut!
Beim Zehnten stellt sich nicht die Frage: Wieviel Einkommen habe ich?
Gesegnet sind die Menschen, die schon als Kind gelernt haben, von ihren 5€ Taschengeld den Zehnten zu geben.
Es geht nicht um den Betrag.
In Markus 12:41-44 wird berichtet, dass Jesus mit seinen Jüngern die Leute beobachtet hat, die Geld in den Opferkasten warfen.
Viele Reiche gaben hohe Beträge.
Dann aber kam eine arme Witwe und warf zwei der kleinsten Münzen in den Opferkasten.
Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: »Ich versichere euch: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen.
Die Reichen haben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben, aber diese Frau ist arm und gab alles, was sie hatte – sogar das, was sie dringend zum Leben gebraucht hätte.«
Was bedeutet gute Verwalterschaft ganz praktisch?
Ich würde fünf einfache Fragen stellen.
Erstens: Was habe ich?
Mach eine ehrliche Bestandsaufnahme.
Einkommen.
Besitz.
Schulden.
Rücklagen.
Verpflichtungen.
Möglichkeiten.
Zweitens: Was brauche ich wirklich?
Nicht alles, was ich kaufen kann, brauche ich.
Das ist eine geistliche Erkenntnis.
Drittens: Was möchte Gott mit meinem Besitz tun?
Nicht nur: „Was möchte ich?“
Sondern: „Gott, was möchtest du?“
Viertens: Was kann ich regelmäßig geben?
Nicht nur einmalig.
Sondern als Lebensstil.
Fünftens: Wie kann mein Besitz anderen Menschen dienen?
Das ist wahrscheinlich die schönste Frage.
Es ist nachgewiesen, dass andere erfreuen, beschenken, glücklich machen usw. mehr Freude in mein eigenes Herz bringt, als schöne Dinge für mich zu erwerben.
Großzügigkeit beginnt nicht beim Geld
Das müssen wir ebenfalls verstehen.
Vielleicht hast du wenig Geld.
Dann bist du nicht automatisch weniger großzügig.
Du kannst Zeit geben.
Du kannst jemanden zum Essen einladen.
Du kannst dein Auto zur Verfügung stellen.
Du kannst jemanden unterstützen.
Du kannst deine Fähigkeiten einsetzen.
Du kannst jemanden ermutigen.
Du kannst für jemanden beten.
Du kannst deine Wohnung öffnen.
Großzügigkeit ist eine Haltung des Herzens.
Geld ist nur eine Möglichkeit, Großzügigkeit auszudrücken.
Und trotzdem: Großzügigkeit zeigt ich ganz besonders im Umgang mit unserem Geld.
Manchmal sagen Christen: „Ich gebe mich selbst Gott hin.“
Und wenn es um Geld geht: „Aber mein Konto ist privat.“
Das ist interessant.
Jesus möchte nicht nur unsere Sonntage.
Er möchte unser ganzes Leben.
Auch unseren Umgang mit Geld.
Denn dort zeigt sich Vertrauen sehr konkret.
Es ist leicht zu sagen: „Jesus, ich vertraue dir.“
Aber wenn Gott sagt: „Vertrau mir auch mit deinem Geld“, wird es plötzlich praktisch.
Großzügigkeit ist ein Ausdruck von Vertrauen
2.Korinther 9 verbindet Geben mit Vertrauen.
Paulus sagt sinngemäß:
Wer großzügig sät, wird auch großzügig ernten.
Das bedeutet nicht:
„Gib 100 Euro und Gott zahlt dir 1.000 Euro zurück.“
Das wäre eine Art christliches Glücksspiel.
Nein.
Die Ernte Gottes ist viel größer als Geld.
Vielleicht ist die Ernte:
Ein Mensch kommt zum Glauben.
Eine Familie wird gerettet.
Ein Kind bekommt eine Perspektive.
Ein Missionar kann seinen Dienst tun.
Ein Pastor kann sich ganz der Gemeinde widmen.
Ein Bedürftiger erlebt Hilfe.
Eine junge Familie bekommt Hoffnung.
Ein Mensch erlebt: „Gott hat mich nicht vergessen.“
Das ist Ernte.
Und manchmal ist die Ernte tatsächlich auch ganz praktisch
Die Bibel ist dabei durchaus realistisch.
Wenn eine Gemeinde großzügig gibt, kann sie Mitarbeiter anstellen.
Wenn Christen regelmäßig geben, können Pastoren angemessen bezahlt werden.
Wenn Gemeinden finanziell gesund sind, können sie nicht nur Räume mieten oder bauen.
Sie können vor allem in Menschen investieren, die das Reich Gottes bauen:
Sie können Kinder- und Jugendarbeit ermöglichen.
Sie können Missionare aussenden.
Sie können Menschen in Not helfen.
Und genau deshalb ist unser Geben nicht einfach:
„Ich gebe Geld her.“
Sondern: „Ich investiere in etwas, das größer ist als ich.“
Der See Genezareth und das Tote Meer
Beide sind durch den Jordan verbunden.
Der große Unterschied ist: der See Genezareth hat einen Zu- und einen Abfluss.
Dort wimmelt es vor Leben.
Fische, grüne Bäume, Dörfer und Städte ringsum.
Das Tote Meer hat nur einen Zufluss, trotzdem wird es nicht voll.
Der Name beschreibt den Zustand dort.
Gott möchte nicht, dass du zum Toten Meer wirst.
Er möchte, dass wir leben!
Gottes Segen kommt zu uns. Und durch uns fließt er weiter.
Das ist Großzügigkeit.
Vielleicht musst du heute nicht mehr geben – sondern anders denken
Vielleicht sitzt jemand hier und denkt:
„Ich kann mir das alles gar nicht leisten.“
Dann möchte ich dir nicht einfach sagen:
„Dann gib trotzdem mehr.“
Vielleicht ist der erste Schritt:
Ordne deine Finanzen.
Vielleicht musst du Schulden abbauen.
Vielleicht musst du lernen, ein Budget zu führen.
Vielleicht musst du aufhören, dich mit anderen zu vergleichen.
Vielleicht musst du lernen, zwischen „Ich will“ und „Ich brauche“ zu unterscheiden.
Vielleicht musst du zuerst Ordnung schaffen.
Auch das ist Verwalterschaft.
Denn ein guter Verwalter gibt nicht einfach alles weg.
Ein guter Verwalter handelt weise.
Großzügigkeit und Weisheit gehören zusammen
Jesus hat nie gesagt: „Sei finanziell verantwortungslos.“
Die Bibel ermutigt zu Vorsorge.
Im Buch der Sprüche ist immer wieder von Weisheit, Fleiß und vorausschauendem Handeln die Rede.
Deshalb darf ein Christ sparen.
Er darf vorsorgen.
Er darf investieren.
Er darf sich etwas gönnen.
Er darf ein schönes Haus haben.
Er darf Urlaub machen.
Er darf gutes Essen genießen.
Die Frage ist nicht, ob du das darfst.
Die Frage ist: Wer sitzt auf dem Thron?
Der größte Schatz
Und damit kommen wir wieder zu Matthäus 6.
Jesus sagt:
„Sammelt euch keine Schätze hier auf der Erde … sondern sammelt euch Schätze im Himmel.“
Jesus sagt nicht: „Schätze sind schlecht.“
Er sagt:
„Wähle sorgfältig aus, wo du deinen Schatz investierst.“
Denn irgendwann wird unser Leben vorbei sein.
Dann wird niemand fragen:
„Wie viele Quadratmeter hatte dein Haus?“
„Wie viele Autos hattest du?“
„Wie groß war dein Depot?“
„Wie teuer war deine Uhr?“
Die entscheidende Frage wird eine andere sein:
Was hat dein Leben bewirkt?
Wen hast du geliebt?
Wem hast du gedient?
Wem hast du geholfen?
Wen hast du zu Jesus geführt?
Was hast du in Gottes Reich investiert? An Zeit, an Engagement, aber natürlich auch an Geld?
Schluss: Mit offenen Händen
Liebe Freunde, ich möchte dich heute zu einem einfachen Bild einladen.
Mach einmal deine Hände auf und schau sie dir an.
Geschlossene Hände sagen: „Meins!“
Offene Hände sagen: „Gott, es kommt von dir.“
Geschlossene Hände sagen: „Ich muss festhalten.“
Offene Hände sagen: „Ich kann vertrauen.“
Geschlossene Hände sagen: „Was ist, wenn es nicht reicht?“
Offene Hände sagen: „Mein Vater weiß, was ich brauche.“
Jesus sagt in Matthäus 6:
„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch das alles zufallen, was ihr braucht.“
Das ist keine Garantie für Luxus.
Aber es ist eine Einladung zum Vertrauen.
Deshalb möchte ich meine Predigt heute auf drei ganz konkrete Entscheidungen herunterbrechen, die du heute treffen kannst:
Erstens: Ordne deine Finanzen.
Wisse, was Gott dir anvertraut hat.
Ordne die Prioritäten so, dass es Gott ehrt.
Zweitens: Entwickle einen Lebensstil der Großzügigkeit.
Überlege bewusst, was du regelmäßig für Gottes Reich und für Menschen in Not geben möchtest.
Drittens: Setze Gott an die erste Stelle.
Nicht das Geld.
Nicht den Besitz.
Nicht deinen Lebensstandard.
Gott.
Denn am Ende geht es gar nicht darum, wie viel wir besitzen.
Es geht darum, wer unser Herz besitzt.
Und wenn Jesus unser Herz besitzt, können wir mit offenen Händen leben.
Wir können geben.
Wir können empfangen.
Wir können genießen.
Wir können teilen.
Wir können sparen.
Wir können investieren.
Wir können loslassen.
Denn wir wissen:
Mein Leben hängt nicht an meinem Kontostand. Meine Sicherheit hängt nicht an meinem Besitz. Meine Zukunft hängt nicht an meiner finanziellen Situation. Meine Zukunft liegt in Gottes Händen.
Und deshalb:
Danke, Gott, für das, was du mir anvertraut hast.
Zeige mir, wie ich es verwalten soll.
Mach mein Herz großzügig.
Und lass durch mein Leben und auch durch meinen Besitz dein Reich sichtbar werden.




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