Heilig und herrlich
Aktualisiert: 7. Sept.
Lesung – Natha, „Überrascht von Furcht“ S. 9-11 (Auszüge)
Ich weiß nicht, ob sich jemand damit identifizieren kann, aber ich denke, diese Geschichte beschreibt eine der 7 Gemeinden in der Offenbarung ganz gut:
Offenbarung 3:14-19 (SCH2000)
Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt.
Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst!
Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!
Stellt sich die Frage, wie eine Gemeinde, die sicherlich feurig angefangen hat, auf einmal lau geworden ist – Hypoxie bekommen hat, und geglaubt hat, es passt alles. Obwohl sie kurz vor dem Sterben war.
Stellt sich die Frage, wie Christen – vielleicht sogar auch du und ich? - Sünde in unseren Leben tolerieren, und glauben, alles ist OK. Schließlich gibt es ja Gnade.
Oh je. Schon wieder so eine Predigt von Bronwin! Keine Angst – wir machen zuerst einen angenehmen Abstecher: Ein kleiner Einblick in einen Aspekt davon, wozu wir geschaffen sind.
Jesaja 43:7 (ELB)
...jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen, den ich gebildet, ja, gemacht habe!
Wir sind zu Gottes Ehre geschaffen. Wörtlich: zu seiner Herrlichkeit (kabod). Wir sind zu Gottes Herrlichkeit geschaffen! Das muss man sich einmal überlegen, was das heißt!
2. Korinther 3:18 (NLÜ)
Von uns allen wurde der Schleier weggenommen, sodass wir die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel sehen können. Und der Geist des Herrn wirkt in uns, sodass wir ihm immer ähnlicher werden und immer stärker seine Herrlichkeit widerspiegeln.
(ELB: „und werden ⟨so⟩ verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit“)
Ich möchte ein paar Leute vorstellen, die die Herrlichkeit Gottes mit eigenen Augen gesehen haben.
1. Jesaja:
Jesaja war einer der „göttlichsten“ Männer seiner Generation, der dazu aufrief, Gott alleine nachzufolgen, nicht länger sündige Leben zu leben. Es lohnt sich, in dem Zusammenhang Jesaja 5:8-22 zu lesen, aber zusammengefasst: Jesaja macht sich stark für heilige Leben (und macht sich dabei nicht gerade beliebt).
Im nächsten Kapitel lesen wir:
Jesaja 6:1-4 (ELB)
Im Todesjahr des Königs Usija, da sah ich den Herrn sitzen auf hohem und erhabenem Thron, und die Säume ⟨seines Gewandes⟩ füllten den Tempel.
Serafim standen über ihm. Jeder von ihnen hatte sechs Flügel [...]
Und einer rief dem andern zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen! Die ganze Erde ist erfüllt mit seiner Herrlichkeit!
Da erbebten die Türpfosten in den Schwellen von der Stimme des Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt.
Da sprach ich:
„Hey, Gott, ich bin’s, Jesaja, dein treuer Diener! Hab ganz gut deine Arbeit verrichtet und immer auf dich gehört, und jetzt ist es richtig cool, dich mal auch so von Angesicht zu Angesicht zu sehen. P.s.: Ein paar mehr Wunder wären schon gut, dann würden die Leute mehr auf mich hören.“
Uuups, doch nicht.
Jesaja 6:5 (ELB)
Da sprach ich: Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und mitten in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich. Denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen.
2. Hiob:
Unser aller Lieblingsbuch in der Bibel. ...das liest sich recht gut in einem durch, so an einem schönen Badetag, da kommt Freude auf…
Gott selber gibt uns in Hiob 1:8 einen kurzen Steckbrief über Hiob:
Hiob 1:8 (NLÜ)
Er ist der beste Mensch, der auf der Erde lebt – er ist rechtschaffen, aufrichtig, gottesfürchtig und verabscheut das Böse.
Der beste Mensch auf der ganzen Erde! Und das hat er nicht einmal selber auf sein Internet Dating Profil geschrieben, sondern das sagt Gott Allmächtig, der nicht lügen kann (und auch nicht übertreiben kann). 42 Kapitel später begegnet Gott dann Hiob in einem Sturm, und Hiobs Antwort ist auch nicht „Servus, Gott! Wie geht’s, wie steht’s?“, sondern
Hiob 42:5-6 (LUT)
Ich hatte von dir mit den Ohren gehört; aber nun hat dich mein Auge gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.
Wobei das eigentliche Wort für „spreche ich mich schuldig“ soviel bedeutet wie „diesen völlig verachtenswerten, abscheulichen Menschen abzulehnen, zu verachten“.
Also der Unterschied zwischen Gottes Herrlichkeit und Heiligkeit, und dem besten, rechtschaffenen, aufrichtigen, gottesfürchtigen Menschen kommt da gut raus. „Ich tue Buße in Staub und Asche“ ist die einzige angemessene Antwort auf diese Erkenntnis.
3. Hesekiel
Hesekiel findet gar keine Worte dafür, die Herrlichkeit Gottes zu beschreiben, in die er einen Einblick bekommen hatte. Schönheit, Reinheit, Heiligkeit, Gottes ganzes Sein übersteigt einfach alle menschlichen Worte. Hesekiel reagiert sicher mit „WOW! Gott, wie herrlich bist denn du! Da wird niemand sagen können, dass ich kein guter Prophet bin, wenn ich ihnen erzählen kann, dass ich dich SO gesehen hab!“
Hesekiel 1:28b
– Und als ich es sah, fiel ich auf mein Gesicht nieder
Mose, Daniel, alle fallen vor Gott auf ihr Gesicht nieder. Wir sehen einen Trend.
OK, OK, das war ja Altes Testament. Bevor Jesus gestorben ist und auferstanden, und wir zu Gottes Gerechtigkeit wurden (siehe 2. Korinther 5:21)
Passt, dann schauen wir mal ins Neue Testament:
4. Johannes
Der Jünger, den Jesus liebte. Der Jünger, der beim Abendmahl mit seinem Kopf an der Brust Jesu lag. Der Jünger, der ca. 3 Jahre lang so gut wie immer bei Jesus war. Der Jünger, der als nur einer von 3en bei der Verklärung von Jesus dabei war und seine himmlische Herrlichkeit gesehen hat! Der Jünger, der danach noch viele Jahrzehnte lang Jesus gedient hat – teilweise unter Lebensgefahr; verfolgt, verbannt. Der Jünger hat Jesus so gut gekannt, den hat sicher nichts mehr umgehaut.
Er berichtet:
Offenbarung 1:12-17 (NLÜ)
Als ich mich umdrehte, um zu sehen, wer zu mir sprach, sah ich […] [den] Menschensohn. Er trug ein langes Gewand mit einem goldenen Gürtel über der Brust.
Sein Kopf und sein Haar waren weiß wie Wolle, so weiß wie Schnee. Und seine Augen leuchteten wie Feuerflammen.
Seine Füße glänzten wie im Feuer gereinigtes Erz, und seine Stimme war wie das Tosen mächtiger Meereswellen.
Er hielt sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Mund kam ein scharfes zweischneidiges Schwert. Und sein Gesicht strahlte wie die Sonne in ihrer ganzen Pracht.
Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seine Füße.
Mir ist in den letzten Monaten/Jahr so stark bewusst geworden, wie wenig ich Gott eigentlich kenne!
Wie oft ist mir bewusst, wer Gott ist? Gott, in seiner HERRLICHKEIT! Wie oft ist mir bewusst, was für ein Privileg es ist, sein Kind zu sein!? Wie oft ist mir bewusst – wirklich bewusst! - was für einen großen Preis Gott bezahlt hat, um mich zu erlösen! Wie oft falle ich wie tot vor Jesu Füßen auf mein Gesicht, einfach weil mir bewusst wird, wie herrlich er ist, wie heilig er ist!?
Wie oft fällst du wie tot vor Jesu Füßen auf dein Gesicht, einfach weil dir bewusst wird, wie herrlich er ist, wie heilig er ist?
Und ist das vielleicht die Antwort auf meine Einleitung? Ist das vielleicht die Antwort darauf, warum viele von uns Sünde in unseren Leben tolerieren? Sind wir geistlich abgestumpft und finden wir „die alltäglichen Sünden“ im Endeffekt einfach normal?
Neulich habe ich eine Person sagen gehört, dass er momentan keinen einzigen kennt, der krank ist! (Zur Info: Er selber hat Asthma und immer wieder was mit dem Kreuz, seine Frau immer wieder Probleme mit den Gelenken, seine Tochter eine Auswahl an Allergien und die ganze Familie ist Brillenträger).
Wenn man in einer Gesellschaft lebt, wo krank sein „normal“ ist (z.B. „ja, aber Allergien hat doch jeder, das ist doch keine Krankheit!“), dann wird man erst bemerken, was Krankheit ist, wenn man in eine Gesellschaft vollkommen gesunder Leute kommt, die diese Krankheiten auch nicht als „normal“ sehen.
...erinnern wir uns an das Sendschreiben an Laodicea!… Hypoxie...
John Bevere schreibt ("The King is Coming"):
„Ohne Gott sind wir nicht normal! Wir sind verdorben, krank und durch und durch böse. Wir verdienen den äußersten Zorn wegen unseres verdorbenen Zustands und Verhaltens. Je mehr wir dies begreifen, desto mehr erkennen wir, wie groß seine Barmherzigkeit ist. Wir dürfen niemals in eine Haltung des Anspruchsdenkens abgleiten.“
1. Petrus 1:15 (NLÜ)
Aber jetzt sollt ihr in allem, was ihr tut, heilig sein, genauso wie Gott, der euch berufen hat, heilig ist.
Hebräer 12:14 (SCH2000)
Jagt nach [...] der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!
Ooooooooh je, das klingt ja ganz schön nach Leistungsdenken! Ich kann mir das doch niemals erarbeiten – und ich SOLL auch nicht den (unsinnigen) Versuch starten, mir Heiligkeit zu erarbeiten!! (P.s. Leistungsdenken ist tatsächlich nicht gut)
Meine Mama (euch bekannt als Karin) hat in ihrer letzten Predigt gesagt, dass wir alle, wenn wir Jesus Christus zum Alleinregierenden von unseren Leben machen, heilig SIND. So, wie sie die Ehefrau von meinem Papa (euch bekannt als Martin) ist. Sie kann nicht mehr seine Ehefrau sein, als sie es schon ist. Genauso sind wir, wenn Jesus Christus der König von unserem Leben ist, Heilige. Paulus adressiert viele seine Briefe an die Heiligen in dieser oder jener Stadt… Durch Jesus sind wir Heilige (keine Sünder!).
Man kann es sich vorstellen wie ein Glas Wasser. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich Jesus mein Leben gegeben habe, bin ich heilig geworden (Glas ist voll), aber die meisten meiner Taten und Gedanken waren nicht heilig. Die Differenz zwischen meinem heiligen Verhalten (ein bisschen Wasser im Glas) und meiner Stellung als Heilige (Glas ist voll), macht Gnade aus (Wasser, das das Glas voll macht). Jetzt soll ich, nach Hebräer 12:14 (und vielen anderen Bibelstellen auch!) der Heiligung nachjagen. Alles daran setzen, heiliger zu werden. Warum, wenn ich eh schon heilig bin? Weil das ist sonst Missbrauch von Gnade – ich verlasse mich darauf, dass Gnade die Differenz zwischen meinen heiligen Taten/Gedanken und meiner Stellung als Heilige wettmacht. Und im Prinzip sage ich damit zu Jesus: „Es ist mir egal, was du dafür zahlen musstest, um diesen Unterschied wettzumachen“.
Ich weiß, dass ich viele Jahre lang in meinem eigenen Leben gewisse Sünden auf die leichte Schulter genommen habe – wo ich mich manchmal sogar ganz bewusst für Sünde entschieden habe in dem Wissen, Jesus vergibt mir eh - und ich ihn dadurch eigentlich immer wieder von Neuem ans Kreuz genagelt habe. Jesus, ich bereue in Staub und Asche, und danke SO sehr, dass du alles vergeben hast!
Zoran Spasovski schreibt in seinem Buch über Gnade („Recognizing Grace“):
„Wenn ich den gegenteiligen Zustand zu Heiligkeit irgendwie beschreiben könnte, dann würde ich sagen, es ist die Abwesenheit des Wunsches, sich zu verändern. Das bedeutet, wir bleiben auf der gleichen Ebene, auf der uns Heiligkeit durch Gnade begegnet ist, wir weigern uns, unseren Geist zu erneuern, und deshalb reifen wir nicht in unserem Denken, Sprechen und Handeln.“
OK. Also ich soll Heiligkeit nachjagen, aber nicht in die Fallen von Religiosität, Leistungsdenken oder Scham reinfallen. Nicht aus meiner eigenen Kraft heraus – aber schon mit all meiner Kraft dem nachjagen. Wie um alles in der Welt passt das zusammen? Wie soll das gehen???
2. Petrus 1 ist sehr hilfreich. Fangen wir bei Vers 3 an:
2. Petrus 1:3 (HFA)
Jesus Christus hat uns in seiner göttlichen Macht alles geschenkt, was wir brauchen, um so zu leben, wie es ihm gefällt. Denn wir haben ihn kennen gelernt; er hat uns durch seine Kraft und Herrlichkeit zu einem neuen Leben berufen.
Gott hat uns alles gegeben, das wir brauchen, um heilige Leben zu führen. ABER WIE!?!? und warum funktioniert das bei vielen von uns in gewissen Bereichen unseres Lebens einfach nicht ganz?
Der Vers davor:
2. Petrus 1:2 (HFA)
Ich wünsche euch, dass Gottes Gnade und sein Friede euch immer mehr erfüllen. Das wird geschehen, wenn ihr Gott und unseren Herrn Jesus immer besser kennen lernt.
Es geht um Beziehung. Gott, unseren Herrn Jesus, immer besser kennenzulernen.
John Bevere schreibt über die Befreiung aus seiner jahrelangen Pornografiesucht, die auch viele Jahre seiner Ehe ein großes Problem war:
„Lange drehten sich meine Gebete im Wesentlichen darum, von Gott gebraucht zu werden. ,Herr, bitte gebrauche mich’, sagte ich immer wieder. Ich selbst war der Mittelpunkt meines Gebetslebens. [...] Mein Wunsch, von meiner Begierde frei zu sein, war nicht so sehr von Liebe zu Gott oder zu Lisa angetrieben, sondern von der Angst, dass mich mein sexuelles Problem davon abhalten würde, in meine Berufung zu treten. Meine Ichbezogenheit blockierte meine Intimität mit Gott, und diese mangelnde Intimität hielt mich davon ab, seine lebensverändernde Kraft zu erleben.
Dann hatte ich einen Gesinnungswandel und der Kern meiner Gebete veränderte sich in die Bitte: ,Herr, ich möchte dich kennen. Lass nichts zwischen uns stehen.‘ […] Als ich meine Augen von mir selbst weg hin zu Gott wandte, öffnete ich dadurch mein Leben gegenüber seiner Gnade. Er befreite mich und heilte meine Sexualität.“
- John Bevere, „Entfalte deine Ehe“
Vielleicht denkst du jetzt: „Puh! Gut, dass ich kein Problem mit Pornografie habe! Dann betrifft mich das alles nicht.“ Aber bei Heiligkeit geht es nicht nur um sexuelle Sünden. Wie denke – oder rede – ich über andere Leute, oder über mich selber? Werfe ich meine Sorgen sofort auf Jesus, oder gebe ich ihnen Raum? Was ist mit Wut, Bitterkeit, Unvergebenheit, Besserwisserei, nachtragend sein, Unbarmherzigkeit, Opfermentalität? Mit Selbstbezogenheit, Selbstständigkeit, Selbstverwirklichung, Selbsterhöhung, Selbsthass, Selbstverliebtheit, Selbstmitleid (oder viele andere „selbst-Worte“), usw. - die Liste ist lang.
John Bevere schreibt heute, dass er sich nicht vorstellen könnte, seine Frau zu betrügen, unter anderem weil eine der größten Freuden seines Lebens ist, wenn sie ihm ihr Herz offenbart. Würde er sie betrügen, könnte er ihr zwar vielleicht die Heiratsurkunde hinhalten und sagen: „Ich bin aber mit dir verheiratet!“, aber die Intimität mit ihr wäre zerstört. Und doch machen wir manchmal genau das mit Gott. Wir sind die Braut Christi, und doch betrügen wir ihn jedes Mal, wenn wir sündigen, und halten ihm dann aber das Abendmahl hin und sagen: „Ich bin aber gerettet!“
Was nicht heißt, dass Jesus nicht immer und immer und immer wieder unsere Schuld vergibt, wenn wir Buße tun und ihn darum bitten. Das hat er versprochen! Scham will uns das Gegenteil sagen – und: sehr interessant!! - Scham verhindert Beziehung!!
Aber wenn uns nichts so wichtig ist wie unsere Beziehung zu Jesus, dann wollen wir kein Bisschen Intimität mit Jesus verlieren, indem wir sündigen. Obendrein ist uns dann unsere Beziehung zu Gott um so viele Häuser wichtiger als unsere Beziehung mit der Welt, dass wir wie Paulus sagen können:
Philipper 3:7-14 (NLÜ)
Früher hielt ich all diese Dinge für außerordentlich wichtig, aber jetzt betrachte ich sie als wertlos angesichts dessen, was Christus getan hat.
Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen. Ich habe alles andere verloren und betrachte es als Dreck, damit ich Christus habe und mit ihm eins werde. Ich verlasse mich nicht mehr auf mich selbst oder auf meine Fähigkeit, Gottes Gesetz zu befolgen, sondern ich vertraue auf Christus, der mich rettet. Denn nur durch den Glauben werden wir vor Gott gerecht gesprochen.
Mein Wunsch ist es, Christus zu erkennen und die mächtige Kraft, die ihn von den Toten auferweckte, am eigenen Leib zu erfahren. Ich möchte lernen, was es heißt, mit ihm zu leiden, indem ich an seinem Tod teilhabe, damit auch ich eines Tages von den Toten auferweckt werde!
Dem Ziel nachjagen
Ich will nicht behaupten, ich hätte dies alles schon erreicht oder wäre schon vollkommen! Aber ich arbeite auf den Tag hin, an dem ich das alles mein Eigen nenne, weil auch Christus mich ja schon sein Eigen nennt.
Nein, liebe Freunde, ich bin noch nicht alles, was ich sein sollte, aber ich setze meine ganze Kraft für dieses Ziel ein. Indem ich die Vergangenheit vergesse und auf das schaue, was vor mir liegt, ersuche ich, das Rennen bis zum Ende durchzuhalten und den Preis zu gewinnen, für den Gott uns durch Christus Jesus bestimmt hat.
Jesus, wir beten für mehr Hunger nach dir! Wir wollen dich näher kennenlernen! Bitte zeig uns, wer du bist! Bitte hilf uns, dich immer, immer näher kennenzulernen. Wir wollen dich! Wir wollen nur dich.
Ich möchte noch eine Frage weitergeben, die ich neulich in einer Predigt gehört habe und mich seitdem sehr beschäftigt: „Wo sind deine Gedanken, wenn sie im Leerlauf sind?“
Ich möchte wie David sagen können:
Psalm 63:7 (LUT)
wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.
(HFA: Die ganze Nacht sind meine Gedanken bei dir)
Ich möchte uns noch eine Zeit geben, in der wir die Gelegenheit haben, jeder für sich die Dinge ins Reine zu bringen, die einem Jagen nach Heiligkeit im Weg stehen. Olga und Erika werden dann auch nach dem Gottesdienst vorne stehen, und sie werden auch sehr gerne mit uns beten.
- Jesus, bitte zeige mir: Hindert mich irgendetwas daran, Heiligkeit nachzujagen?
- Jesus, gibt es einen Bereich in meinem Leben, wo ich mich nicht verändern lassen will?
Wenn dir Jesus da irgendetwas gezeigt hat, dann komm doch nachher nach vorne zum Gebet.
Philipper 3:8-9a (NLÜ)
Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen. Ich habe alles andere verloren und betrachte es als Dreck, damit ich Christus habe und mit ihm eins werde.




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