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Sabbat?

Andrea Schürz
vor 6 Tagen
12 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Ich möchte euch wieder einmal etwas Interessantes über Bienen erzählen. Bald könnt ihr bei mir als Imker arbeiten.

In einem Volk lebt eine Königin ca. 5 Jahre lang, die alle Eier legt. Eine Arbeiter Biene lebt im Durchschnitt 5 Wochen. In dieser Zeit ist sie einfach nur am Arbeiten.

Dieselbe Königin legt für den Herbst Eier; diese Larven bekommen mehr fermentierte Pollen zum Fressen als die Bienen, die nur 5 Wochen leben. Daher bekommen sie eine dickere Körperfettschicht. Diese Winterbienen leben dann ca. 6 Monate.

Der Unterschied bei der Winterbiene ist: Sie kann nicht den ganzen Winter über Honig sammeln und vollgas fliegen. Ihre Hauptaufgabe ist es, sich gegenseitig warm zu halten - durch Muskelzucken. Bienen sind in der Winterruhe, sie müssen ruhen, damit sie im Frühling richtig fit sind, um dann die neuen Babys aufzuziehen und um Honig zu sammeln. Sobald es ca. 8 Grad hat, rücken die Bienen auf eine Traube zusammen. Im Inneren befindet sich die Königin, damit sie es immer schön warm hat. Die Bienen selber wechseln sich immer ab; sobald den äußeren kalt ist, gehen sie nach innen und diejenigen, denen warm ist, gehen nach außen.


Was hat das ganze mit meiner Predigt zu tun?

Heute möchte ich über ein für mich ganz spannendes Thema predigen.

Ich möchte gleich am Anfang betonen, dass es da bei mir noch ganz viel Luft nach oben gibt und ich definitiv noch nicht dort bin, wo ich sein möchte. Als ich Gott fragte, über was ich predigen soll, war das folgende Thema seine Antwort:

Mitte Juli wurde mir bewusst, ich soll unbedingt über Sabbat predigen. Ich dachte: „Großartig, da habe ich im August genug Zeit dafür, das zu praktizieren, damit ich dann genau berichten kann und weiß, wie das funktioniert mit Sabbat.“


Ich wusste schon, dass Sabbat sehr biblisch ist, aber mir war nicht bewusst, warum das so wichtig ist. Ich habe nicht alle Antworten, und ich will jeden einzelnen von euch ermutigen, selber noch in der Bibel nachzuforschen und Gott zu fragen, denn es ist sehr wichtig.


Letzte Woche habe ich ein Sozo gemacht, weil ich anscheinend einen verdrehten Blick auf Sabbat habe/hatte. Gott hat mir einige Dinge gezeigt und ich habe Lügen gebrochen - wie z.B. „Ich brauche keinen Sabbat machen, das ist Zeitverschwendung" - und auch ein paar Dinge vergeben. Dann habe ich Jesus Christus gefragt, warum Sabbat wichtig ist?

Seine Antwort war,… OK, nein, das kann ich euch jetzt noch nicht verraten, sonst passt keiner mehr auf. Fangen wir am besten von vorne an.


Die meisten von euch kennen vermutlich die 10 Gebote. Eines davon:


2. Mose 20,8-11

Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst ⟨an ihm⟩ keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore ⟨wohnt⟩. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.


Gott hat den Sabbat erfunden und uns aufgetragen, dass wir ihn machen sollen. Er hat sogar gesagt, dass der Tag heilig ist.

Es heißt nicht, nach dem sechsten Tag, wo er dann alles geschaffen hat, dass Himmel und Erde entstanden sind, sondern es steht nach dem siebten Tag - der gehört da noch in den Weltentstehungsorozess dazu.

Der Ruhetag gehört dazu.


Jakobus 1,17

Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis.


In den letzten Monaten habe ich immer wieder mit verschiedenen Leuten geredet und gesagt, dass mir Gott gerade (wenn ich ehrlich bin, eigentlich schon seit ca. 2 Jahren) lernt, Sabbat zu machen. Ich versuche auch wirklich mein Bestes, dass ich es schaffe, einen ganzen Tag nichts zu tun. Aber es gelingt mir einfach nicht.

Innerlich habe ich schon sehr damit gehadert, weil eigentlich ist mein Herzensschrei: „Gott, ich will nur dich!“, praktisch schaut es dann irgendwie ganz anders aus.

Die meisten Leute haben mir erklärt, dass sie sich auch mega schwer tun - und das machen wollen, aber ihr Leben ist so extrem stressig.

Mir wurde bewusst, dass Sabbat wirklich ein ganz besonders wichtiger Tag sein muss, weil er so dermaßen angegriffen ist.


Der letzte Sommer war auch wirklich sehr stressig, Baustelle bei meiner Schwester, und ganz viel Arbeit am Bauernhof. Natürlich ist dann auch Hochsaison beim Gefriertrocknen. Es war gefühlt ein pausenloser Stress.

Wenn ich mich wirklich bemühe und es mit ganz kleinen Schritten versuche, z.B. einen halben Tag Nichts-tun in den Kalender einzutragen, kann ich mir sicher sein, dass irgendwas extrem Wichtiges dazwischenkommt. Wirklich, objektiv, tatsächlich Wichtiges!


Für mich war immer klar, Sabbat heißt einen ganzen Tag nichts tun, und ich muss mich auf Gott fokussieren. (Achtung, das stimmt nicht so ganz ;)

Im August waren wir am Shake:Youth Jugend Camp.

Jemand hat mir ein prophetisches Wort gegeben: Gott sieht mich so wie einen Adler, ich muss nur die Flügel ausbreiten und mich vom Wind tragen lassen; auf Gott vertrauen, dann kann ich viel weiter sehen.

Mir war sofort klar, das muss es sein. Komplett logisch - mein Gebet ist schließlich oft, dass ich weiter komme in meinem Glaubensleben, damit die Generationen, die auf meinen Schultern stehen, dort weiter machen können, wo ich aufgehört habe. Das heißt, ich muss Gott suchen, Sabbat machen, damit es die nächsten einfacher haben und noch viel weiter im Glauben kommen können als ich.

Falls es euch noch nicht aufgefallen ist, ich hatte da einen Filter. Darum ist es so extrem wichtig, dass wir Leute um uns haben, die uns darauf hinweisen, wenn wir falsch liegen. Es ist so super wichtig, Mentoren zu haben. In meinem Fall kann ich nur sagen, danke Karin. Was ich da noch erwähnen möchte: Der Heilige Geist ist unser Lehrer, und natürlich korrigiert er uns, aber oft verwendet er andere Menschen dazu, um uns zu korrigieren.


Bei meinem Sozo hat mir Gott gezeigt, dass meine Seele und mein Körper eigentlich nach Sabbat schreien.

Wenn deine Seele keine Ruhe bekommt, dann wirst du seelisch krank. Echte Heilung passiert nur bei Jesus Christus.


Hebräer 4, 1-11

Lasst uns nun dafür sorgen, dass nicht etwa – da die Verheißung, in seine Ruhe einzugehen, noch aussteht – jemand von euch als zurückgeblieben erscheint.


(zurückgeblieben - hystereo - bedeutet: später dran sein, zu spät kommen, zurück bleiben, versäumen, fehlen, mangelhaft sein)


Denn auch uns ist eine gute Botschaft verkündigt worden, wie auch jenen; aber das gehörte Wort nützte jenen nicht, weil es bei denen, die es hörten, sich nicht mit dem Glauben verband. Wir gehen nämlich in die Ruhe ein als die, die geglaubt haben, wie er gesagt hat: »So schwor ich in meinem Zorn: Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!«, obwohl die Werke von Grundlegung der Welt an geschaffen waren. Denn er hat irgendwo von dem siebten ⟨Tag⟩ so gesprochen: »Und Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken.« Und an dieser ⟨Stelle⟩ wiederum: »Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!« Weil es nun dabei bleibt, dass einige in sie eingehen und die, denen zuerst die gute Botschaft verkündigt worden ist, des Ungehorsams wegen nicht hineingegangen sind, bestimmt er wieder einen Tag, ein »Heute«, und sagt durch David nach so langer Zeit, wie vorhin gesagt worden ist: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht!« Denn wenn Josua sie in die Ruhe gebracht hätte, würde er danach nicht von einem anderen Tag geredet haben. Also bleibt noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes übrig. Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken wie Gott von seinen eigenen. Lasst uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams fällt!


Spannend, wir sollen eifrig sein, in die Ruhe zu kommen.

Dieses Wort, das da für „Ruhe" genommen wurde, ist katapausis - das bedeutet: Ruhe, Bleibe, Wohnort.

Ein Ort der Glückseligkeit, der Stille und der inneren Geborgenheit in der Gegenwart Gottes. Es ist nicht ein „Nichts-tun", sondern das Eintreten in Gottes eigene Ruhe, die er den Menschen durch den Glauben an Jesus Christus gibt. Diese Ruhe,von der wir in Hebräer gelesen haben, steht eigentlich für den Himmel. Dort werden wir sie dann täglich haben. Aber wir dürfen jetzt schon in diese Ruhe eintreten, weil wir ja mit Jesus verbunden sind.


Epheser 2,6

Er hat uns mit Christus vom Tod auferweckt, und durch die Verbindung mit Christus haben wir schon jetzt unseren Platz in der himmlischen Welt erhalten


Ich möchte kurz Jesus ein paar Fragen stellen. Wenn du nicht möchtest, passt das auch.

Du darfst deine Augen gerne schließen, oder offen lassen. Wie es dir lieber ist.

Übung…… (Es kann sein, dass du nichts hörst oder nichts spürst, kein Stress, dass ist auch vollkommen OK.)


Frage:

  • Jesus, kannst du mich bitte spüren lassen, wie es meiner Seele geht im Bezug auf Sabbat?

  • Jesus, wie geht es meinem Körper mit Sabbat?

  • Jesus, was würde passieren, wenn ich mehr in deine Ruhe komme?

Jesus, ich bitte dich um Vergebung, dass mir der Tag bis jetzt nicht so wichtig war wie dir.

  • Glaube ich eine Lüge über den Sabbat?

Lüge brechen.

  • Jesus, mit welcher Wahrheit möchtest du diese Lüge ersetzen?


Jesus hat kein einziges Gebot gebrochen. In der Bibel lesen wir, dass er am Sabbat etwas getan hat:


Matthäus 12, 1-14

Zu der Zeit ging Jesus an einem Sabbat mit seinen Jüngern durch die Getreidefelder. Die Jünger waren hungrig und fingen an, Ähren abzureißen, um die Körner zu essen. Als die Pharisäer das sahen, beschwerten sie sich bei Jesus: »Sieh dir das an! Was deine Jünger da machen, ist am Sabbat doch gar nicht erlaubt!« Aber Jesus antwortete ihnen: »Habt ihr denn nicht gelesen, was König David tat, als er und seine Männer hungrig waren? Er ging in das Haus Gottes, und gemeinsam aßen sie von dem Brot, das Gott geweiht war. Niemand außer den Priestern durfte das, David nicht und auch seine Männer nicht. Habt ihr nicht außerdem im Gesetz gelesen, dass die Priester auch am Sabbat im Tempel Dienst tun und so die Sabbatvorschriften übertreten? Trotzdem sind sie frei von Schuld. Und ich sage euch: Hier geht es um etwas Größeres als den Tempel. Es heißt: ›Wenn jemand barmherzig ist, so ist mir das lieber als irgendwelche Opfer und Gaben‹. Hättet ihr verstanden, was das bedeutet, dann würdet ihr nicht Unschuldige verurteilen. Denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat und kann somit entscheiden, was am Sabbat erlaubt ist.« Nach diesen Worten ging er weiter und kam in ihre Synagoge. Dort war ein Mann mit einer verkrüppelten Hand. Die Pharisäer fragten ihn: »Erlaubt das Gesetz Gottes, am Sabbat zu heilen?« Sie suchten damit einen Vorwand, um Anklage gegen ihn zu erheben. Jesus antwortete: »Angenommen, jemand von euch besitzt ein Schaf und das fällt am Sabbat in eine Grube. Wird er es nicht sofort herausholen? Und ein Mensch ist doch viel mehr wert als ein Schaf! Also ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun.« Dann forderte er den Mann auf: »Streck deine Hand aus!« Er streckte sie aus, und die Hand war wiederhergestellt; sie war gesund wie die andere. Da verließen die Pharisäer die Synagoge und fassten miteinander den Beschluss, Jesus zu töten. 


Es kann also nicht stimmen, dass man nichts tun darf am Sabbat.

Menschen haben Regeln aufgestellt, was man tun darf und was nicht; Sabbat wurde für viele, wie auch für mich, etwas sehr Religiöses, wo es viele Regeln gibt. Gottes Idee für Sabbat war aber eine ganz andere.


Kolosser 2,16-17

Darum lasst euch keine Vorschriften machen über eure Ess- und Trinkgewohnheiten oder bestimmte Feiertage, über den Neumondtag und über das, was man am Sabbat tun darf oder nicht. Das alles sind nur schwache Abbilder, ein Schatten von dem, was in Christus Wirklichkeit geworden ist.


Den richtigen Weg zu finden, was du am Sabbat tun und nicht tun darfst, das ist mega einfach. Frag Jesus - nur er kann dir das sagen. Wenn du denkst, das kann ich nicht, der spricht nicht, dann sind da vielleicht noch Lügen, die du glaubst. Meine Empfehlung ist: Geh geh zum Gebetsteam, oder komm in ein Sozo. Ich möchte betonen: Es ist nicht das Sozo, das dich heilt, sondern Jesus, dem du dabei begegnest.

Sabbat darf auf gar keinen Fall religiös werden. Aber die Dinge, die dich hindern, deinen Fokus auf Gott zu richten, wären wahrscheinlich gut, zur Seite zu legen.

Bronwin z.B. schaltet seit ein paar Wochen an ihrem Sabbat ihr Handy aus.


1. Könige 19,12

Auf einmal zog ein heftiger Sturm auf, riss ganze Felsbrocken aus den Bergen heraus und zerschmetterte sie. Doch der HERR war nicht in dem Sturm. Als Nächstes bebte die Erde, aber auch im Erdbeben war der HERR nicht.

Dann kam ein Feuer, doch der HERR war nicht darin. Danach hörte Elia ein leises Säuseln.


Dieses leise Säuseln war Gott.

Bei einer Anbetungszeit hat mich Jesus an das Bild vom Sturm erinnert, das ich einmal gemalt habe. Er meinte, es ist einfach: Egal, wie viel Chaos herrscht, du musst einfach nur auf mich schauen. Egal, wie heftig der Sturm tobt, egal, wie groß das Chaos um dich herum ist.

Mein Sturm war die Arbeit, mein Sturm war das Chaos, das in der Gemeinde herrschte.

Ich weiß nicht, ob du in einem Sturm bist, oder ob du dich manchmal weit weg von Gott fühlst.

„Kein Sabbat" ist wie ein Tornado, der in dein Leben kommt - mit dem Potential, dich immer weiter weg von Gott zu ziehen. Aber wir dürfen zurück zu ihm, er steht mit offen Armen da. Jesus Christus lässt sich nicht aus der Ruhe bringen; er will, dass du in seine Ruhe kommst.


Wenn du dich erinnern kannst: ganz am Anfang habe ich von der Bienenkönigin erzählt, die befindet sich immer in der Mitte. Wenn du dich vielleicht so fühlst wie eine Biene am äußeren Rand, dann wäre es vielleicht Zeit, direkt in die Mitte zum König zu kommen. Um dort zu ruhen.


Matthäus 11, 28-29

Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.


Ruhe Gottes bedeutet: nicht aus eigener Kraft, sondern aus seiner Kraft.

Es heißt nicht, nichts mehr zu tun, sondern sich nicht mehr von Sorgen, Angst, Menschenfurcht oder Leistungsdruck antreiben zu lassen.


Ich möchte eine Geschichte von einem jungen Holzfäller mit euch teilen. Ein junger Holzfäller nahm sich vor, den ganzen Tag Holz zu fällen, damit er viel mehr Bäume fällen kann als seine anderen Kollegen.

Seine Kollegen machten im Vormittag die erste Pause. Er ließ sich von seiner Arbeit nicht abbringen und fällte fleißig weiter. Er merkte, dass die Arbeit immer anstrengender wurde und dass seine Leistung nachließ.

Seine Kollegen machten immer wieder eine Pause - und waren im Endeffekt viel schneller als er.

Wie konnte das sein?

Als seine Kollegen Pause machten, haben sie nicht nur geruht, sondern auch währenddessen ihre Sägen geschliffen.

Diese Geschichte soll veranschaulichen, wie wichtig es ist, eine Pause zu machen. Sabbat ist wie wenn du sinnvoll Pause machst und dein Werkzeug wieder schleifst.


Es könnte sein, dass dir Gott neue Ideen und Visionen gibt, wie Dinge einfacher gehen. Es könnte sein, dass alles, was du angreifst, einfach gelingt. Wie auch immer Gott dir hilft.


Was wäre passiert, wenn ich diesen Sommer einfach meinen ganzen Eifer nicht nur in die Arbeit gesteckt hätte, sondern eifrig Sabbat gemacht hätte? Vielleicht hätte ich mit viel weniger Arbeit doppelt so viel geschafft? Kein Stress, Andrea, du bist am Lernen.


Beim Sabbat geht es darum, Gott zu vertrauen, dass die Zeit reicht für die Arbeit, die ich noch machen muss. Es ist fast so wie beim Zehnten Geben. Reicht mein restliches Geld, versorgt mich Gott wirklich mit dem, was ich brauche?


Was haben wir bitte für ein Privileg, in einem Land wie Österreich zu leben? Die Geschäfte haben Sonntags geschlossen. Eigentlich ist unsere österreichische Kultur schon irgendwie Sabbatisch (Worterfindung) geprägt. Am Sonntag tut man nichts, kein Rasenmähen, nichts arbeiten (außer du bist Bauer, arbeitest in der Gastronomie, im Krankenhaus,… dann Sabbat an einem anderen Tag), ausschlafen, sich erholen, Zeit für Familie.

Eigentlich würde das heißen, dass ca. 70% von den Österreichern sowieso Sabbat machen.

Sabbat heißt aber wie gesagt nicht nichts zu tun, sondern der eigentliche Sinn von Sabbat ist, den Fokus bewusst auf Gott richten.


Neutestamentliche Ruhe ist nicht gleich alttestamentlicher Sabbat.

Es geht darum, dass wir erkennen, wer wir in Christus sind, wer er ist, dass wir in seine Ruhe kommen können.


Gott sagt, dass Sabbat heilig ist; er gibt mir den Auftrag, das zu tun. Es nicht zu machen ist eigentlich Stolz! „Gott, ich weiß es besser als du.“

Du musst den Sabbat nicht einhalten, nur weil Gott sagt, dass du das machen sollst. Wir haben einen freien Willen. Du darfst auch nein sagen - aber du bist ganz schön dumm, wenn du es nicht machst.

Wenn du nicht Sabbat machst, dann redet die Bibel davon, dass du zurückgeblieben bist. Ich weiß nicht, wie es da dir geht, aber ich für mich will das auf keinen Fall. Die letzten 34 Jahre hatte ich einen falschen Blick auf Sabbat, aber wir dürfen einfach das von Hebräer 4 nehmen. „Heute, wenn ihr Gottes Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht."


Ich bin euch noch eine Antwort schuldig:

Als ich Jesus fragte, warum ist es wichtig, Sabbat zu machen - und was ist der Unterschied zum Alltag, wo ich ja auch zu jeder Zeit mit ihm verbunden bin? - sagte Jesus zu mir: „Wenn du mir die ersten 5 Minuten deines Tages gibst, dann ist das so, als würdest du mich einatmen. Du wirst wissen, dass mit jedem Ein- und Ausatmen, ich in dir lebe."


Dann sagte er mir:

„Wenn du ein übernatürliches Leben führen willst, dann gehört Sabbat dazu. Das ist die Basis."

Wenn ich nicht zur Quelle gehe, dann werde ich leer. Wir sollen nicht voll sein, sondern überfließen mit Gottes Gegenwart.

„Sabbat ist der Tag, wo dein Herz mit meinem verschmelzt, dort lernst du eine neue Facette von mir kennen.“

Ulitimativer Sabbat findet im Herzen statt.


Du kannst Brieftauben bis zu 1000km weit weg von ihrem Zuhause aussetzten, und sie fliegen wieder zurück. Die haben so eine Art inneren Kompass, damit sie immer wieder nach Hause finden. Ich bete, dass uns unser innerer Kompass, der Heilige Geist, immer wieder zurück zu Gott führt.


Wenn du dir schwer tust mit dem Thema Sabbat, dann kann ich dich 100% verstehen, aber wir haben ja den Heiligen Geist, der uns lehrt und leitet.


Wir haben in der Anbetungszeit vorhin gesungen:

„Ich schaffe Raum für dich, tu was auch immer du willst, Herr.“ Was ist, wenn wir nicht nur das Lied mit unserem Mund singen, sondern es tatsächlich zu unserem Gebet machen?


Ich möchte am Ende noch beten.

---Schaffe Raum noch einmal singen---

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