Bin ich bereit?
Neulich haben Robert und Julia geheiratet! So super! Und heimlich oder weniger heimlich wird gerade noch eine Hochzeit vorbereitet. Wir freuen uns! Hochzeit ist so was Schönes. Es ist so schön zu sehen, wenn sich zwei Menschen finden und dann planen, miteinander den Lebensweg zu gehen. Besonders auch wenn sie noch dazu Jesus Christus als ihre Mitte sehen und anbeten.
Foto Robin & Jida - Vor 20 Jahren!
Foto Karin & Martin - Vor 42 Jahren!
Bild - Zu Jesu Zeiten!
Auch Jesus hat immer wieder von Hochzeiten gesprochen, und es wird auch in der Bibel berichtet von einer Hochzeit, wo er dabei war. Das ist ein sehr berühmtes Beispiel; ich denke, dass jeder das kennt? Die Hochzeit zu Kana, wo Jesus Wasser in Wein verwandelt hat. So schön!
Auch wenn Jesus wiederkommt, wird es eine Hochzeit geben. Und zwar die Hochzeit mit seiner Braut, der weltweiten Gemeinde. Jesus redet immer wieder darüber und verwendet auch die Bilder einer Hochzeit.
Natürlich war damals eine Hochzeit ganz anders wie heute, und überhaupt bei uns in der westlichen Welt. Ein junger Mann wollte heirate. Also hat er mit seinem Vater die Familie der respektiven Frau besucht. Der Vater legt eine Vereinbarung oder „ketubah“ vor. Das ist ein geschriebener Vertrag, der den Brautpreis beinhaltet.
Diese Vereinbarung hat uns, der Gemeinde, Gott Vater vorgelegt und den Brautpreis hat der Bräutigam selber bezahlt, indem er statt uns unsere Schuld – unsere Schulden, die Schulden seiner Braut, beglichen hat.
1. Korinther 6/20: denn Gott hat einen hohen Preis für euch bezahlt...
Nachdem dieser Vertrag unterschrieben ist, der Brautpreis bezahlt, haben sich Braut und Bräutigam nicht mehr bis zu der eigentlichen Hochzeit gesehen. Aber der Vertrag war bindend. Das war nicht wie bei uns die Verlobung, wo ich noch einmal schauen kann, ob ich wirklich heiraten will. Von da an waren die beiden bindend zusammen. Und wir sehen das, als Maria mit Jesus schwanger wurde, da wollte ihr Verlobter (Josef) sie scheiden. Man musste also eine richtige legale Scheidung offiziell haben, wenn man aus diesem Vertrag, aus der ketubah, raus wollte.
Der Bräutigam ist nach Hause zurückgekommen und hat angefangen, das Zimmer oder den Trakt des Hauses zu bauen, in dem er mit seiner Frau wohnen wollte. Meistens war das im oder neben dem Haus der Eltern. Diese Vorbereitung dauerte mindestens 1 Jahr. Kommt uns das bekannt vor? Jesus sagt in
Johannes 14/2-3: Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.
In dem Jahr war die Braut nicht untätig. Sie hat an ihrer Ausstattung gearbeitet und hat sich rituell reinigen lassen, das heißt die „Mikwe“.
Epheser 5/26-27: Er gab sein Leben für sie, (Seine Gemeinde) damit sie befreit von Schuld ganz ihm gehört, rein gewaschen durch die Taufe und Gottes Wort. Er tat dies, um sie als herrliche Gemeinde vor sich hinzustellen, ohne Flecken und Runzeln oder dergleichen, sondern heilig und makellos.
Das ist unsere Aufgabe als Gemeinde in dieser Zeit des Wartens auf unseren Bräutigam. Wir nehmen unser Bad, unser Mikwe, damit wir rein werden. Das geschieht durch den Heiligen Geist und Gottes Wort. Der Geist Gottes ist das Wasser, das uns rein wäscht. Die Taufe ist der Anfang, und die Veränderung durch Gottes Wort folgt, damit wir Jesus gleich werden. So geht es weiter bis an unser Lebensende. Unser Gebet ist dabei: Vater im Himmel, mach uns heilig, so wie du heilig bist! (1. Petrus 1/16: Denn es steht geschrieben: »Seid heilig, denn ich bin heilig.«)
Nur der Vater des Bräutigams hat genau gewusst, wann er den Sohn losschicken würde, um die Braut heimzuholen. Und zwar wenn der Vater zufrieden war mit dem Bau und alles bereit war für seine neue Schwiegertochter.
Matthäus 24/33-36: Wenn ihr also seht, wie alle diese Dinge passieren, dann wisst ihr, dass die Wiederkunft des Menschensohnes vor der Tür steht. Ich versichere euch: Diese Generation wird nicht von der Erde verschwinden, bevor all das geschehen ist. Himmel und Erde werden vergehen, doch meine Worte bleiben ewig. Niemand kennt den Tag oder die Stunde, in der diese Dinge geschehen werden, nicht einmal die Engel im Himmel, und auch nicht der Sohn. Nur der Vater weiß es.
Mit Fackeln und Shofar hat dann der Bräutigam, zusammen mit seinen Freunden, die Braut abgeholt. Das ist immer in der Nacht gewesen, weil da sicher war, dass die Braut daheim war. Eine totale Überraschung also!
Die Freunde der Braut, also die Brautjungfern, haben dann ihre Lampen angezündet, sind dem Bräutigam entgegen gezogen, und haben mit dem Bräutigam und den Freunden zusammen die Braut abgeholt.
Und darum geht es hier in diesem Gleichnis, das Jesus erzählt hat.
Matthäus 25/1-13: Man kann das Himmelreich auch am Beispiel der zehn Brautjungfern erklären, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die fünf törichten nahmen kein Öl für ihre Lampen mit, doch die fünf anderen waren so umsichtig, zusätzliches Öl mitzunehmen. Als sich der Bräutigam verspätete, legten sie sich alle hin und schliefen. Um Mitternacht wurden sie von dem Ruf aus dem Schlaf gerissen: ›Seht, da kommt der Bräutigam! Geht und begrüßt ihn!‹ Rasch standen alle Brautjungfern auf und machten ihre Lampen zurecht. Da baten die fünf törichten die anderen: ›Gebt uns doch ein wenig von eurem Öl ab, sonst erlöschen unsere Lampen.‹ Doch diese erwiderten: ›Wir haben nicht genügend Öl für uns alle. Geht und kauft euch welches.‹ Aber während sie noch unterwegs waren, um Öl zu kaufen, traf der Bräutigam ein. Die, die zu seinem Empfang bereit waren, gingen mit ihm zur Hochzeitsfeier, und die Tür wurde zugeschlossen. Als die anderen fünf Brautjungfern schließlich kamen, standen sie draußen und riefen: ›Herr, mach uns auf!‹ Aber er antwortete: ›Ich kenne euch nicht!‹ Deshalb seid wachsam, denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde meiner Wiederkehr.
Das Öl ist in der Bibel ein Zeichen vom Heiligen Geist, also Salbung. Wenn hier die 5 törichten Jungfern kein Öl mitgenommen haben, dann fehlt ihnen die Salbung vom Heiligen Geist. Sie haben also nur ein äußeres Bekenntnis von Jesus, sie leben es nicht. Das deckt sich auch mit der Stelle in
Offenbarung 3/1: Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Dies sagt der, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke, dass du den Namen hast, dass du lebst, und bist tot.
Also Namenschristen, vielleicht auch solche, die glauben, sie glauben, aber in Wirklichkeit haben sie sich nicht auf eine echte und enge Beziehung mit Jesus Christus eingelassen.
Interessant ist, dass Jungfer eigentlich ein Bild für rein und abgesondert ist. Es geht hier also auch um Männer, nicht nur um Frauen. Ist also symbolisch zu sehen. Aber beide Typen sind abgesondert von der Welt, sind Jungfern, und schlafen ein. Das Warten wird ihnen zu lange. Der Bräutigam zögert zu kommen.
Jesus macht da klar, dass sowohl die Christen als auch die, die ihn eigentlich nicht wirklich kennen, in der Gemeinde miteinander leben und ähnlich ausschauen, sich ähnlich verhalten. Und beide warten auf ihn und beide schlafen ein.
Beide sehen gleich aus. Das ist ganz wichtig! Das könnten wir sein, du und ich! Nur im Inneren ist ein Unterschied. Die einen haben keinen Vorrat an Öl, also an Salbung vom Heiligen Geist, mit. Sie sind töricht. Sie sind nicht weise. Sie glauben, sie haben etwas, aber wenn es wirklich darauf ankommt, haben sie es nicht.
Was denken sich diese törichten Jungfern? Vielleicht, dass es immer noch Zeit ist, Öl zu bekommen? Später. Wird schon werden. Schaun ma a mal! Bin doch ein guter Mensch! Ich arbeite für das Reich Gottes! Ich bin viel besser als der andere! Und wenn ich einmal Zeit habe, werde ich mich um Veränderung kümmern. Ich bin eh OK, geh in die Kirche, bemühe mich,…
Wo ist das Öl? Wo ist der Heilige Geist? Führt er mich in die Veränderung? Hilft er mir, mich unterzuordnen? Denke ich über den anderen höher als über mich selber? Es ist auch interessant, dass sich die törichten Jungfern an die falsche Adresse wenden, um Öl zu bekommen. Sie wollen das Öl von Menschen. Aber dort gibt es keines! Sündenvergebung und Salbung gibt es nur bei Jesus Christus.
Für mich ist es erschreckend, dass Jesus im Grunde damit sagt, dass etwa die Hälfte der Menschen, die versuchen ein reines Leben zu leben, die wahrscheinlich sogar in die Kirche gehen, ihn eigentlich nicht kennen. Oder besser gesagt: Er kennt sie nicht!
In Matthäus 7/21-23 steht: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!
Jesus kennt mich nicht? Er, der alles weiß, der Gott ist, kennt mich nicht? Das ist doch komisch, oder?
Das Wort „kennen“, das hier verwendet wird, heißt intim kennen. So wie in einer Ehe, wo Mann und Frau eins werden. Diese Art von kennen. Darum ist auch die Ehe ein Bild für die Beziehung von Jesus mit seiner Gemeinde.
Also Jesus klopft an an unsere Herzenstür. Wenn du ihm noch nicht aufgemacht hast, dann kennt er dich noch nicht. Er bricht diese Tür nicht auf. Jetzt ist die Gelegenheit für dich! Und wenn du die Tür nur zaghaft aufgemacht hast, wenn du ihm nur das Vorzimmer gezeigt hast, und du riskierst, dass dir das Öl ausgeht, wenn er ganz schnell und unerwartet kommt, dann öffne ihm dein ganzes Herz, und zwar jetzt gleich. Sag ihm, dass er in dein Leben kommen darf und es ganz besitzen. Dann kennt er dich, dann ist Öl genug da.
Die Gebete von jemandem anderen können deinen Bedarf an Gebet nicht decken. Der Gehorsam von jemand anderen, seine Veränderung, kannst du nicht nutzen. Das Öl musst du selber kaufen. Also wenn du Predigten hörst, die super sind, genügt das nicht. Du selber musst das Öl kaufen.
Ich hab Gott gefragt, was das heißt, wie wir das Öl kaufen können. Er hat mich erinnert, was wir immer im SOZO machen: Wir bringen Gott unseren Schrott, unsere Sünden, unsere Bitterkeit, unsere Belastungen, unsere Sorgen, ..., und er tauscht sie immer in etwas Wunderbares ein. Und das ist das Kaufen von Öl: Wir tauschen Schrott gegen Öl. Da werden wir rein und frei. Diese Art von Veränderung ist gemeint. Heilig werden heißt, dass ich zugebe, dass ich nicht perfekt bin. Dass wir uns gegenseitig unsere Sünden bekennen. Und dann von Jesus selber die Reinigung bekommen, indem er in unser Lebenshaus in jeden Raum einzieht und dort wohnt.
Wir befinden uns am Ende der Zeiten. Jesus, unser Bräutigam, wird bald, eigentlich jederzeit, wiederkommen, um uns zu sich zu holen. In der Bibel steht, dass es sein wird wie in den Tagen Noahs. Noah prophezeit den Leuten um ihm herum, dass es regnen wird. Er baut eine Arche. Bist du jemand, der weiß was kommt? Oder bist du jemand, der weiß was kommt und auch Konsequenzen setzt?
Bist du jemand, der ein Experte wird, eine Arche zu planen? Oder bist du ein Archenbauer?
Weißt du genau, was in der Bibel steht und sagst diese Worte den anderen? Oder tust du die Worte, die da drinnen stehen? Weißt du überhaupt, was in der Bibel steht, oder bist du ein Experte, der weiß, was Leute über die Bibel sagen oder schreiben?
Fragen wir doch einmal Jesus:
Jesus, wo ist da noch etwas im Weg in meinem Leben? Was hindert mich, heilig zu werden?
Jesus, tue ich deine Worte oder weiß ich sie nur theoretisch?
Am Ende zählt nur eines: Sagt Jesus, dass er dich kennt, oder geht dein Öl aus. Bist du drinnen oder draußen? Bist du im Himmel oder in der Hölle? Für diese Frage brauchen wir nicht einmal spekulieren, wann Jesus wiederkommen wird, denn jeder von uns kann in jeder Sekunde erleben, dass er vor diesem Szenarium steht, dass es zu spät sein kann, Öl zu kaufen.
Die gute Nachricht ist: Es ist jetzt gerade noch nicht zu spät! Du kannst dich jetzt entscheiden, du kannst jederzeit vom Heiligen Geist Öl kaufen! Wenn du das möchtest, dann komm doch zum Gebetsdienst.
Wenn du gleich jetzt dein geistliches Leben auf Ernsthaftigkeit erneuern willst, dann kannst du jetzt aufstehen und mit mir beten:
Jesus Christus, ich bitte dich um Vergebung, wenn ich dir nur halbherzig nachfolge, oder zu wenig Öl im Vorrat habe. Ich bitte dich, dass du mir zeigst, was ich tun muss, damit du mich ganz kennst. Ich möchte, dass du mein Herz ganz besitzt und jeden Winkel mit deinem Licht ausleuchtest! Bitte komm und tu alles, was du willst! Ich möchte wieder ganz dir gehören. Und ich freu mich auf dich! Komm, Herr Jesus, komm!




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