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  • Karin Staple

Sommerpause – Ein Puzzle gefällig?

Mein Mann und ich sind Fans vom Urlauben zu Hause. Das kommt vielleicht davon, dass wir in unserem Berufsleben als Selbständige immer weg mussten, um Abstand von unserem Arbeitsplatz, der zu Hause war, zu bekommen.


August – Sommerpause – zu Hause Urlaub also. Was tun wir? Irgend etwas Besonderes, damit es nicht wieder nur liegengebliebene Haus- und Gartenarbeit ist. Ich hatte die Idee, ein großes Puzzle zu machen. Ich kaufte eines mit 4.000 Teilen und eines mit 1.000 Teilen. Zur Not (falls es nicht schwierig genug war) konnten wir ja das „kleine“ Puzzle einem unserer Enkel schenken. Ich bin offensichtlich nicht sehr erfahren im Puzzeln, aber mein Mann meinte, dass das kleine Puzzle mit den 1.000 Teilen für den Anfang genügte. Er hatte wie immer recht! Trotz der „wenigen“ Teile ist es gar nicht so leicht, muss ich jetzt zugeben!


Das Spiel liegt auf einem Tisch, den wir selten verwenden, auf einer Unterlage, und die winzigen Teile überall rund herum, grob nach Farben sortiert. Auf einmal habe ich den starken Eindruck, dass Gott zu mir spricht.


„Ja, Herr, hier bin ich!“. Ich soll das Puzzle anschauen. Na, das tu ich ja doch die ganze Zeit! Und ich weiß, dass Gott das auch weiß. „Was willst du mir sagen?“ Da wird es mir klar. Mein Leben und auch das unserer Gemeinde, sogar unserer Welt, ist wie dieses Puzzle.


Immer wieder findet ein Teil dazu, der zuerst gar nicht zu passen scheint. Und doch gehört er genau an diesen Platz. Ist es nicht so? Ich beginne zu verstehen. Manchmal ist es frustrierend, denn da sind einzelne Teile, die noch nicht in das Ganze passen.


Wenn ich das lückenhafte Bild vor mir anschaue, dann sehe ich manche Stellen, die Sinn machen. Ja, die sind schon genau so wie ein kleiner Ausschnitt des Gemäldes, das es werden soll. Doch da sind auch Teile, wo nichts ist, oder wo man einfach noch nicht erkennt, wie es weitergehen soll.


Ja, an manchen Stellen brütet man stundenlang und es tut sich wenig. Hier ein Teil, dann da ein Teil. Aber wenn diese wenigen Teile liegen, dann lässt sich auf einmal ein ganzer Abschnitt einfügen. Wie schön! Die Mühe wird belohnt. Und immer mehr verstehe ich, was Gott mir sagen will...


„Herr, bitte verzeih, wenn ich immer wieder unzufrieden bin durch meine Ansicht von „Erfolg“! Bitte vergib, dass ich so oft alles besser wüsste, und meine Gebete manchmal eher einem frustrierten Befehl ähneln. Du bist der, der das Gemälde gemalt hat, das du jetzt mit lebendigen Puzzleteilen zusammenbaust, und du weißt genau, wie und wann. Ich gebe dir mein Leben wieder ganz. Nicht nur, dass du in meinem eigenen Leben alle Teile beliebig austauschen darfst, wenn sie nicht passen, und deine Teile einfügen - damit ich das Geschöpf werde, das du dir ausgedacht hast. Auch, damit ich im Leben meiner Gemeinde und der Welt, am richtigen Platz, ein Anknüpfungspunkt bin für die Menschen, die dir so wichtig sind. Ich gehöre dir, und du darfst alles machen, was du nach deinem guten Plan mit mir machen willst.“

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