Apg 2,42-47

Wenn der HG Menschen verändert, betrifft das alle Lebensbereiche

 

 

Warum tun Menschen schlimme Dinge, die sie in dem Moment, wo sie sie tun, schon wieder bereuen?

Was treibt sie?

Schreckliche Gedanken in mir.

Etwas ist in uns, das uns beständig dazu bringt gegen Gottes Gebot zu rebellieren. Gen 8,21: Das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an.

 

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Sünde und Schuld. Sie wurde und wird bis heute mit Blut, Schweiß und Tränen geschrieben.

 

Und das, obwohl wir von Gott ursprünglich „sehr gut“ geschaffen wurden. (Gen 1,31)

 

Wie wir wissen, hat Gott seit dem Sündenfall nichts unversucht gelassen, diesen Urzustand des Menschen wieder her zu stellen.

Durch JC hat er uns gezeigt, wie der Vater im Himmel wirklich ist und Jesus hat auch das Problem unserer Sünde und Schuld am Kreuz gelöst.

Und Gottes Heilsplan blieb nicht beim Kreuz und auch noch nicht bei der Auferstehung stehen. Gott setzt noch etwas drauf: Er schenkt denen, die ihm vertrauen seinen HG.

Dieser HG ist nicht nur ein „Unterpfand“ für unsere himmlische Wohnung, unser Tröster und Fürsprecher, unser „Dolmetscher“ und unser Lehrer, sondern auch der, der uns hilft so zu leben, wie es Gott für uns vorgesehen hat. Er ist der, der unserem Leben die göttliche Kraft verleiht, die uns als Kinder Gottes auszeichnet.

 

Außerdem stellt er uns zu einer Familie zusammen, die es kein zweites mal auf diesem Planeten gibt: Der Gemeinde.

Deshalb ist die Gemeinde auch die Hoffnung für diese Welt.

 

Ihr habt gestern euch intensiv mit Apg 2,42-47 beschäftigt und ich möchte den Text mit euch heute noch einmal durchgehen.

 

42 Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.

43 Es kam aber über jede Seele Furcht, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.

44 Alle Gläubig gewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam; 45 und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, je nachdem einer bedürftig war.

46 Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens, 47 lobten Gott und hatten Gunst beim ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.

 

Wer möchte etwas beitragen?

 

 

Ich möchte heute nur drei kurze, aber sehr praktische Gedanken zu diesem Text weiter geben:

 

1. Verharren

 

Das erste, das mir, vor allem bei den „möglichst genauen“ Übersetzungen (z.B. Elberfelder) aufgefallen ist, ist das Wort „verharren“. In der Interlinear Übersetzung steht sogar: „beständig verharrend“

In den anderen Übersetzungen steht: regelmäßig, blieben beständig, widmeten sich eifrig, prägte das Leben, hielten beharrlich fest.

 

Sie verharrten:

  • in der Lehre der Apostel
  • in der Gemeinschaft
  • im Brotbrechen (in den Häusern)
  • im Gebet
  • im täglichen Besuch des Tempels
  • Jubel/Freude
  • Einfalt/Schlichtheit des Herzens (Es war echt)
  • Lobpreis

 

Alle diese Dinge kennen wir auch und praktizieren sie mehr oder wenige oft. Aber verharren wir in diesen Dingen? Sind sie uns so wichtig, dass sie einen zentralen Platz in unseren Terminkalendern – und somit in unserem Leben einnehmen?

Was kann uns helfen in damit auch wir in diesen Dingen verharren? Sicher keine guten Vorsätze. Allein der HG kann das in uns bewirken.

 

 

 

2. Teilen

 

Auch da muss der HG grundsätzlich unser Herz umkrempeln.

Nur zu sagen: Ab jetzt gehört uns allen alles gemeinsam funktioniert nicht. Das hat das kommunistische Experiment in den Osteuropäischen Ländern im letzten Jahrhundert ziemlich klar bewiesen.

Es geht in V 44f nicht um eine Ideologie, auch nicht um ein Modell wie Gemeinde funktioniert.

Ich glaube, dass keiner der Apostel von den Menschen der ersten Gemeinde gefordert hat, dass sie in Gütergemeinschaft leben.

Diese Verse beschreiben ein Phänomen, das eingetreten ist, als Menschen durch den HG erkannt haben, dass sie weil sie materiell gesehen gesegneter sind als andere, sie auch eine Verantwortung für ärmere Menschen haben.

Was mir gehört, gehört eigentlich Gott. Ich bin Verwalter „seines“ Vermögens. Wir sind eine Familie.

 

 

Lasst mich heute ganz offen mit euch reden. Es gibt auch unter uns Menschen, die mehr haben und andere, die weniger haben. Das ist auch ganz OK so. Es gibt unter uns aber auch Menschen, die finanziell gesehen Mangel leiden, auch wenn man es ihnen nicht auf den ersten Blick ansieht.

Prüf dein Herz und frage Gott, ob du jemand etwas von deinem Überfluss abgeben sollst.

 

 

3. Gott handelt

 

Das ist der springende Punkt, das eine Gruppe von (gläubigen) Menschen zu einer Gemeinde macht.

Sowohl die Gunst beim Volk (vorletzte Predigt) als auch Gemeindewachstum können wir nicht machen. Ich finde den letzten Satz in diesem Bibelabschnitt so befreiend: Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.

 

Ob das täglich 3000, oder jährlich 5-10 sind ist in seinem Ermessen. Alles was wir dazu beitragen können ist die mit seiner Liebe, Annahme und Vergebung aufzunehmen, die er zu uns schickt.

Wir sollen bereit sein für das, was der HG unter uns tut.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger.