Ein zur Hälfte gefülltes Glas ist entweder halb voll, oder halb leer. Für einen Mathematiker ist das Glas doppelt so groß, als es sein müsste.

 

Es ist interessant über das Wörtchen „voll“ nachzudenken.

Wenn jemand sagt: „Ich bin voll“, hängt es auch sehr stark vom Kontext ab, was damit gemeint ist:

  • Essen
  • Alkohol
  • Arbeit
  • Hotelzimmer…

 

Es gäbe noch die eine, oder andere nicht so tolle Assoziation, wie z.B. eine „volle Hose“, aber sonst drückt das Wort „voll“ grundsätzlich etwas Positives aus: Ich habe (mehr als) „Genug“.

Z.B. mein „Tank“ ist voll. (Benzin, Seele, Konto…) Ich habe ausreichend Ressourcen zur Verfügung.

 

Heute ist Pfingsten. Wir erinnern uns an die Ausgießung des HG, wie es in Apg 2 beschrieben ist.

Überhaupt spielt der HG in der ganzen Apg eine sehr wichtige Rolle.

In den Evangelien wird uns berichtet, wie Jesus auf dieser Erde lebte. Wie er uns den Vater „zeigte“.

Joh 1,18 Kein Mensch hat Gott jemals gesehen. Nur der Eine [Sohn], der selbst Gott ist und mit dem Vater in engster Gemeinschaft steht, hat uns gesagt und gezeigt, wer Gott ist.

Die Hauptaufgabe Jesu war es, den Vater (und sein Reich) sichtbar zu machen. Durch Zeichen der Liebe, durch Wunder, durch Heilungen, durch Verkündigung und durch sein Vorbild.

 

Allerdings war seine Mission noch nicht abgeschlossen, als er zu seinem Vater zurückkehrte. Es war, selbst für ihn nicht möglich, in seiner Zeit auf diesem Planeten, allen Menschen die „Frohe Botschaft“ zu bringen. Deshalb trainierte er ein Duzend ausgewählte Männer, damit diese seine Vision multiplizieren. Diese erste Generation von Jüngern hat großartiges geleistet. Sie sind trotz widrigster Umstände, oft unter Einsatz ihres Lebens bis ans Ende der damals bekannten, Zivilisation vorgedrungen und haben das Werk, das Jesus begonnen hatte, fortgesetzt.

Aber selbst sie konnten das Werk noch nicht vollenden.

JC hat gesagt: Mt 24,14 Die Botschaft vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt gepredigt werden, damit alle Völker sie hören, und dann erst wird das Ende kommen.

Wir sind heute näher an diesem Ziel dran, als jede Generation vor uns.

 

Wenn wir uns in der Geschichte ansehen, wie rasch, oder wie langsam sich das Evangelium zu welcher Zeit ausgebreitet hat, dann sehen wir, dass es in der ersten Zeit sehr schnell vorwärts ging, dann dieses Wachstum mehr und mehr abschwächte, aber jetzt am Ende der Zeit, wieder verstärkt Fahrt aufnimmt.

Gerade die früheren „Missionsgebiete“ in Afrika, Südamerika, Asien, erleben rasante Wachstumsschübe und haben längst angefangen ihrerseits Europa und Nordamerika zu missionieren.

 

Was haben die frühe Kirche und die stark wachsenden Bewegungen heute gemeinsam?

Wie gesagt: Der zentrale Player in der Apg ist der HG! Er ist derjenige, der beispielsweise aus einem Kreis von erschrockenen Jüngern, die sich nach der Hinrichtung Jesu in Jerusalem versteckten, in Männer und Frauen veränderte, die furchtlos das Evangelium verkündeten, auch wenn das bedeutete, ihr Leben buchstäblich aufs Spiel zu setzen.

Der HG ist der, der das Werk Jesu hier auf Erden, durch uns zu Ende bringt.

 

Es ist sicher kein Zufall, dass die Pfingstkirchen, die mit Abstand am schnellsten wachsende Gruppe, innerhalb der christlichen Kirchen sind.

Die säkulare Zeitung „Tagesspiegel“ schreibt über die Pfingstkirchen: „Obwohl diese Bewegung erst Anfang des 20. Jahrhunderts entstand, gehören ihr heute mindestens 400 Millionen Gläubige an. Um das Jahr 2040 könnten es bis zu einer Milliarde sein.“

https://www.tagesspiegel.de/kultur/zukunft-der-religion-das-christentum-steht-vor-einer-revolution/19253464.html

 

Auch in Österreich sind die FCGÖ mit über 100 Gemeinden, der größte unter den 5 Gemeindebünden der „Freikirchen in Österreich“ und wachsen alle 10 Jahre um ca. 20%.

 

 

Wenn wir jetzt wieder zurück in die Apg schauen, dann sehen wir, dass der HG dort nicht nur erwähnt wird und er einzelne Menschen dazu bringt, außergewöhnliche Dinge zu tun, wir treffen immer wieder auf eine interessante Formulierung, die gewisse Jünger Jesu beschreibt. Es sind ganz unterschiedliche Jünger, nicht nur Apostel. Aber sie verbindet etwas:

Apg 4,8 Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen… V10: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat; durch ihn steht dieser hier gesund vor euch.

 

Apg 6,5 …sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, …

Auch die anderen Diakone sollten „voll Geist und Weisheit“ sein. (V3)

Apg 7,55 Er aber [Stephanus], voll Heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes

 

Apg 11,24 [Barnabas] war ein bewährter Mann, voll Heiligen Geistes und Glaubens.

 

Apg 13,9f … Paulus, voll Heiligen Geistes, sah ihn an und sprach…

 

In ganz vielen anderen Stellen in der Apg, nicht nur in Kap 2 wird berichtet, wie einzelne, oder ganze Gruppen von Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und sich deren Leben dadurch dramatisch veränderte. Sehr oft ging es damit einher, dass die Betreffenden plötzlich große Freimut erhielten, das Evangelium weiter zu geben.

 

Ich habe letzte Woche davon gesprochen, dass jetzt Erntezeit ist. Und wie wichtig es ist, das weiterzugeben, was wir von Gott erhalten haben. Voraussetzung dafür ist klarerweise, dass ich zuerst etwas von Gott erhalte.

Das nachhaltigste Geschenk in diesem Zusammenhang ist natürlich der HG selbst. Ich kann ihn mir, genauso wie die Gnade, oder die Liebe Gottes nicht erarbeiten, oder erkaufen. Ich kann ihn nur als Geschenk annehmen, oder auch ablehnen.

Gott ist großzügig und er gibt den HG gerne denen, die ihn darum bitten. Das hat uns JC versprochen. (Lk 11,13)

 

Wie sieht das jetzt praktisch aus, wenn ich mit dem HG erfüllt werde, bzw. voll des HG bin?

Erste Voraussetzung ist natürlich, dass ich JC mein Leben anvertraue. Wenn ich JC in mein Herz einlade, dann kommt ja genau genommen nicht Jesus selbst, sondern er kommt durch den HG in mein Leben. Natürlich sind Jesus und der HG eins, so wie der Vater und der Sohn eins sind. Dieses Geheimnis der Trinität ist zwar mit unserem Verstand nicht zu fassen, aber sehr wohl im Glauben zu verstehen.

 

Der HG in mir bewirkt eine ganze Reihe von schönen und wichtigen Dingen in meinem Leben:

Er schenkt mir die Gewissheit, dass ich ein Kind Gottes bin und deshalb auch in Ewigkeit mit Gott verbunden sein werde.

Er macht mich Jesus ähnlicher.

Er lässt gute Frucht in meinem Leben wachsen.

Er rüstet mich mit Gaben aus.

Er hilft mir im Gebet.

Er erneuert mein Denken, Reden und Handeln.

Er ist mein Tröster und mein Anwalt…

 

Umso mehr Raum ich ihm in meinem Herzen einräume, desto mehr wird mein Leben von ihm profitieren.

Das bedeutet konkret auch, dass ich ihn Herr in meinem Leben sein lasse. Dass ich bewusst vom Thron meines Herzens heruntersteige und ihn darauf Platz nehmen lasse. Diese Entscheidung hat viel mit Demut, aber auch mit Mut und Vertrauen zu tun. Ich kann diesen Schritt nur dann wirklich tun, wenn ich davon überzeugt bin, dass er es gut mit mir meint und dass seine Pläne, die er für mein Leben hat, auch wirklich das Beste ist, was mir passieren kann. Deshalb ist es so wichtig, ihn so zu kennen, wie er wirklich ist.

Wie vorhin gesagt: Die Mission Jesu war und ist es, diese Güte Gottes allen Menschen erlebbar zu machen.

 

Wenn ich dem Vater, JC und dem HG vertraue und ihn wirklich Herr in meinem Leben sein lasse, bin ich gerettet, habe meine „Eintrittskarte“ in den Himmel gelöst und darf mich über viele Segnungen bereits hier auf Erden freuen.

 

Aber dadurch bin ich noch nicht automatisch mit dem HG erfüllt.

Es geht bei diesem Erfüllt werden aber nicht um eine Ausbaustufe, die nur besonders fromme Christen erreichen. Solche, die täglich mehrere Stunden auf den Knien verbringen, viel Fasten, oder die Bibel auswendig kennen. Es ist auch nicht so, dass nur ganz hochbegabte, oder besonders „wichtige“ Nachfolger Jesu die Fülle des HG erreichen.

Bereits im AT kündigt Gott an, dass er den HG auf „alles Fleisch“ ausgießen wird. (Joel 3)

Die Fülle des HG steht für dich bereit! Heute! Einzige „Bedingung“ ist, dass du es willst.

Gott will jedenfalls. Er möchte dich mit seinem Geist erfüllen und zwar bis zur letzten Zelle deines Körpers.

Er fordert uns sogar dazu auf:

Eph 5,18: Betrinkt euch nicht; das führt nur zu einem ausschweifenden Leben. Lasst euch vielmehr von Gottes Geist erfüllen.

Diesen Vers kann man durchaus als Gebot verstehen.

Tatsächlich gibt es Parallelen zwischen einem Rausch, der durch Alkohol herbeigeführt ist und dem „betrunken sein im Geist“. Mit dem großen Unterschied, dass es beim HG keine unangenehmen Neben- und Nachwirkungen gibt. Ganz im Gegenteil.

 

Menschen, die voll mit dem HG sind, sind allezeit fröhlich, trotz vielleicht widrigster Umstände, in Problemen immer zuversichtlich und voller Hoffnung. Keine Last, sei sie auch noch so groß, kann ihre Freude rauben. Sie wissen, wer sie sind und vor allem, wer ihr Vater ist und was er tun kann.

Menschen, die voll HG sind, können Andere im wahrsten Sinne des Wortes begeistern und sie sind die, die die Welt zum Positiven verändern. Sie wissen: Für Gott ist kein Ding unmöglich. Geht nicht gibt’s nicht!

 

Menschen im Rausch können ihre Sorgen für eine gewisse Zeit vergessen, Menschen die voll HG sind können ihre Sorgen auf JC werfen und er wird für sie sorgen. Das hat er versprochen und das erleben die Jünger, die voll mit dem HG sind.

 

Das einzige, was dich vielleicht von dieser Fülle im HG trennt, ist ein Gebet. Wenn du es wirklich von Herzen wünscht, dann komm nach dem GD nach vorne: Karin & Martin und ich (bei Bedarf auch die anderen GL Mitglieder) beten gerne für dich um Erfüllung mit dem HG.

Die Einladung gilt jedem.