Liebe Täuflinge, liebe Freunde!

 

Witz: Zwei Männer arbeiten am Straßenrand: Einer gräbt ein Loch, der zweite wieder zu.

Der Dritte, der normalerweise die Bäume pflanzt hat Urlaub.

 

 

JC hat sich immer wieder Beispiele aus der Natur bedient.

Heute möchte ich einen Baum als Beispiel für eure Taufe hernehmen.

Ein Baum besteht aus 2 Hälften: Sichtbarer Teil & Wurzeln.

Ob ein Baum fest steht, (Wind und Wetter aushält…) hängt von den Wurzeln ab.

 

Ihr habt im Taufunterricht gehört:

Die Taufe ist ein eindeutiges und öffentliches Signal für ein eindeutiges und öffentliches neues Leben in Jesus, auch wenn dadurch Nachteile in Kauf genommen werden müssen.

 

Bibelstelle dazu: Kol.2,6-15.

6 Ihr habt Jesus Christus als euren Herrn angenommen; nun lebt auch in der Gemeinschaft mit ihm.

7 Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben, und nur er soll das Fundament eures Lebens sein. Haltet fest an dem Glauben, den man euch lehrte. Für das, was Gott euch geschenkt hat, könnt ihr ihm gar nicht genug danken.

8 Passt auf, dass ihr nicht auf Weltanschauungen und Hirngespinste hereinfallt. All das haben sich Menschen ausgedacht; aber hinter ihren Gedanken stehen dunkle Mächte und nicht Christus.

9 Nur in Christus ist Gott wirklich zu finden, denn in ihm lebt er in seiner ganzen Fülle.

10 Deshalb lebt Gott auch in euch, wenn ihr mit Christus verbunden seid. Er ist der Herr über alle Mächte und Gewalten.

11 Durch euren Glauben an Christus habt ihr euer altes, sündiges Leben aufgegeben. Nun seid auch ihr Beschnittene – nicht durch eine äußerliche Beschneidung, wie Menschen sie vornehmen, sondern durch die Beschneidung, wie ihr sie durch Christus erfahren habt.

12 Damit meine ich die Taufe, die euer altes Leben beendet hat; durch sie wurdet ihr mit Christus begraben. Ebenso seid ihr auch mit Christus zu einem neuen Leben auferweckt worden durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferstehen ließ.

13 Früher wart ihr gewissermaßen unbeschnitten, denn ihr habt euch von eurer sündigen Natur bestimmen lassen und wart durch eure Schuld von Gott getrennt. In seinen Augen wart ihr tot, aber er hat euch mit Christus lebendig gemacht und alle Schuld vergeben.

14 Gott hat den Schuldschein, der uns mit seinen Forderungen so schwer belastete, für ungültig erklärt. Ja, er hat ihn zusammen mit Jesus ans Kreuz genagelt und somit auf ewig vernichtet.

15 Auf diese Weise wurden die Mächte und Gewalten entwaffnet und in ihrer Ohnmacht bloßgestellt, als Christus über sie am Kreuz triumphierte.

 

Hier ist in V 7 (HfA) von einem Baum die Rede. (Lebensbaum, nicht zu verwechseln mit dem Baum des Lebens!)

 

So wie es für einen Baum wichtig ist, tiefe und starke Wurzeln zu haben und auch entscheidend ist, in welchen Untergrund er seine Wurzeln gräbt, so ist auch für euer Leben wichtig, wie tief ihr wurzelt, aber noch viel mehr, in welchen Boden ihr eure Wurzeln grabt. Ein Baum kann sich das ja nicht aussuchen, ihr schon!

Die Wurzeln stehen für das, woraus ihr eure „Lebenskraft“ bezieht. Manche Menschen wollen es immer möglichst leicht haben im Leben. Das ist wie ein lockerer Sandboden. Man kann sich schnell und leicht hineingraben, aber ein gutes Fundament bildet dieser Boden nicht.

 

Ihr wollt euch in Jesus verwurzeln. Ich bin zutiefst überzeugt: Das war und ist die beste Entscheidung, die ihr in eurem Leben getroffen habt.

 

Der Text beginnt mit einer Voraussetzung, die für die Taufe heute sehr wichtig ist:

6 Ihr habt Jesus Christus als euren Herrn angenommen.

 

Ohne diese Voraussetzung hätte das ganze heute keinen Sinn. Ich würde euch auch nicht taufen, wenn ich nicht wüsste, dass ihr JC als Herrn angenommen habt.

Nach Predigt: Berichte der Täuflinge.

 

 

Warum ist das so wichtig? Was passiert in der Taufe?

 

Die Taufe ist (nicht nur, aber primär) eine symbolische Handlung für etwas, das in eurem inneren Leben bereits passiert ist: Tod.

Paulus spricht hier in diesem Zusammenhang von einer „Beschneidung“.

Etwas wird weggeschnitten (tut weh)

Bundeszeichen für das Volk Israel.

Paulus sagt ganz klar, es geht nicht um ein äußeres Ritual (Säuglingstaufe) sondern es geht um das sichtbar machen einer innere Haltung die bei euch zu finden ist und die die Voraussetzung für die Taufe ist: Ihr habt JC als Herrn angenommen.

Es ist heutzutage nicht mehr sehr populär, jemanden als Herrn über sich anzuerkennen. Wir wollen alle autonom sein. Jeder sein eigener Chef.

Aber nur, wenn wir JC wirklich zum Herrn unseres Lebens machen, werden wir in den Segensfluss kommen, das ein Leben in der Gegenwart Gottes so lebenswert macht.

 

Röm 2,29: Erst die Beschneidung, die vom HG kommt und zu einem Gesinnungswandel führt, zählt vor Gott.

Es geht also um einen Gesinnungswandel: Was früher wichtig war, muss absterben. In der Taufe wird sichtbar gemacht, was am inneren Menschen schon passiert ist!

 

Ich möchte über dieses Absterben noch etwas weiter in die Tiefe gehen. Dabei tauchen 2 Fragen auf:

  • Warum muss der alte Mensch/Adam sterben?
  • Wie geht es weiter?

 

  1. Warum muss der alte Adam sterben?

 

Bsp.: Kastanie im Garten kommt neben einer Eiche nicht auf.

Wenn etwas Neues in deinem Leben entsteht, muss das Alte weichen, sonst ist für das Neue keinen Platz.

Dieses „Alte wegräumen, um für das Neue Platz zu machen“ ist leider nicht so einfach. Die Eiche hätte ich einfach umsägen können. Bei uns Menschen ist die Sache etwas komplexer.

Es kommt zu einem Kampf in euch: Alt gegen Neu. Geist gegen Fleisch. Dieser Kampf findet in eurem Herzen statt.

 

Die 1. Waffe des Alten = deine Schuld!

Deine eigene Schuld zu erkennen ist notwendig um Vergebung zu empfangen. Bevor ihr euer Leben Gott anvertraut habt, habt ihr erkannt, was euch zuvor von Gott trennte.

Eure Bekehrung ging einher mit dem Vergeben aller eurer Sünden aus der Vergangenheit. Ganz egal, ob dieser Schuldenberg nach menschlichen Maßstäben vergleichsweise klein, oder riesengroß war.

 

Wenn du dann dein Leben mit Jesus lebst, wird dein Gewissen ganz neu gestärkt und du entdeckst immer mehr Bereiche deines Lebens, die nicht so sind, wie Gott es für dich vorgesehen hat. Da kommen dann immer wieder Gedanken auf wie: „Ich kann sowieso nicht zu Gott kommen!“ Diese Gedanken sind wie Schuldschein, oder eine Hypothek, die auf deinen Schultern lastet.

 

Kol 2,14

14 Den Schuldschein, der uns wegen der nicht befolgten Gesetzesvorschriften belastete, hat er für ungültig erklärt. Er hat ihn ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt.

Frei von allen geistlichen Hypotheken!

Das heißt nicht, dass ihr perfekt seid, oder nie wieder sündigt, aber das heißt, dass euch selbst die eigene Sünde nicht aus der Hand Gottes reißen kann. Klar, dieses auf die Nase fallen hindert uns daran im Glauben schneller vorwärts zu kommen, und deshalb ist es auch keine Lappalie, an der wir nicht zu arbeiten bräuchten. Aber die Wahrheit ist: Gerade wenn wir sündigen, brauchen wir uns nicht vor dem Vater zu verstecken, sondern sollen gerade dann erst recht seine Gegenwart suchen und in seinen Armen erneut Vergebung empfangen. Dort ist der beste Ort ein siegreiches Leben einzulernen.

 

In der Taufe sagt ihr: Ja ich glaube das! (Glaubensbekenntnis)

Ja, ich glaube, dass ich ein Kind Gottes bin und dass mich nichts und niemand aus seiner Hand reißen kann. Nicht einmal mein eigenes Versagen.

Somit schießt ihr dem alten Adam nicht nur ein Tor. Ihr besiegt ihn, ja, ihr entzieht ihm sein Lebensrecht!

Ein Toter hat kein Recht mehr euch anzuklagen.

 

  1. Wie geht es weiter?

 

Der alte Adam ist tot, aber das ist erst der Anfang!

V12: Durch die Taufe ist euer altes Leben beendet; ihr wurdet mit Christus gleichsam begraben; aber durch den Glauben seid ihr auch mit ihm zu neuem Leben auferweckt worden.

 

Die Taufe bedeutet nicht Ende deines Lebens, sondern nur Ende deines alten Lebens!

Jetzt hast du Platz für das neue Leben!

 

Es wartet darauf von euch entdeckt und ausgefüllt zu werden. Ergreift es!

Bsp.: Alte Frau, die ihr Sandler Dasein nicht aufgeben wollte, obwohl sie reich war.

 

Es ist jetzt an der Zeit dieses neue Leben einzuüben.

Bsp.: Baby muss lernen. Das muss man einem Baby nicht sagen. Es will lernen. Niemand erwartet von einem Baby, dass es nach einer Woche sprechen kann, oder nach einem Monat gehen.

Aber wenn es nach einem oder spätestens eineinhalb Jahren noch immer kein Wort spricht, oder nicht die ersten Schritte läuft, dann gibt es da offensichtlich ein Problem.

Auch von euch erwartet niemand, dass ihr über Nacht zu reifen Christen werdet. Aber es wäre falsch und ungeistlich, wenn wir von euch keine Fortschritte im Glaubensleben voraussetzen würden.

 

Neues Leben lernen = im Glauben leben.

Alter Adam ist tot, aber das erfahren wir nur im Glauben (Vertrauen auf Gott)!

Solange wir diese Wahrheit nicht im Glauben ergreifen, meldet er sich wie ein „Untoter“ in einem Gruselfilm, immer wieder zu Wort. Leider!

 

Also: Die 1. Waffe des alten Menschen ist deine Schuld.

Die 2. Waffe des alten = Gesetz: Du musst… Du darfst nicht…

Auch diese Waffe ist wirkungslos, wenn du im Vertrauen auf Gott lebst.

Ein Toter kann sie nicht gebrauchen.

 

Deshalb weist Paulus darauf in V8 hin, dass ihr euch nicht wieder von der alten „Religion” gefangen nehmen lassen sollt.

V8 Gebt acht, dass euch niemand mit der leeren Vorspiegelung einfängt, euch die wahre Religion zu bringen. Das beruht doch alles auf Menschenlehren und hat nur mit den kosmischen Mächten zu tun, aber nicht mit Christus.

 

Wir Christen haben einen riesigen Vorteil gegenüber allen anderen religiösen Gruppen: DO – DONE!

 

Leider ist dieses religiöse „Ich muss selber tun“ so tief in uns drinnen, dass es immer wieder ins Christentum drängt.

Ich darf am Freitag kein Fleisch essen, ich muss in die Kirche gehen, ich darf die Bibel nicht auf den Boden legen, ich muss den Zehnten geben, ich darf am Sonntag keine Wäsche aufhängen, ich muss Wort Gottes aussprechen um gesund zu werden…

Viele dieser Dinge sind nicht schlecht. Versteht mich da bitte nicht falsch. Aber es hängt nicht von meiner Leistung ab, ob Gott mich liebt und ob Jesus mich annimmt.

 

Das Gesetz, so wie es der alte Mensch an unser Herz formuliert sagt immer: Du musst… Du darfst nicht…

Bei den 10 Geboten heißt es aber: „Du sollst…“ Das beinhaltet einen Freiraum. Diesen Freiraum lässt Gott bewusst zu. Gott will keine Befehlsempfänger haben. Er will freie Menschen, die aus Liebe heraus das tun, was das Gesetz fordert. Nicht weil wir müssen, sondern weil wir wollen.

Deshalb hat er euch, meine lieben Täuflinge, ein neues Herz gegeben, das fähig ist, dieses neue Leben, das aus Gott kommt zu ergreifen. Der Heilige Geist, den Gott in euer neues Herz ausgegossen hat, hilft euch dabei.

 

Auch wenn das Gesetz an sich gut ist und zu einem friedlichen Zusammenleben beiträgt: Leben kann es keines hervorbringen.

Statt zu fragen: Was darf ich als Christ tun und was nicht, ist es besser zu fragen: Was bringt Leben hervor? Oder: Was möchtest du Jesus, das ich in dieser Situation tue? Das sind Fragen des neuen Menschen, der mit Jesus auferstanden ist.

 

NL: 9 Denn in Christus lebt die Fülle Gottes in menschlicher Gestalt,

10 und ihr seid durch eure Einheit mit Christus damit erfüllt.

12 Denn als ihr getauft wurdet, wurdet ihr mit Christus begraben. Und ihr wurdet mit ihm zu neuem Leben auferweckt, weil ihr auf die mächtige Kraft Gottes vertraut habt, der Christus von den Toten auferweckt hat.

 

An Jesus zu glauben bedeutet weit mehr, als für wahr zu halten, dass es einen Gott gibt, oder Jesus als Mensch auf dieser Erde gelebt hat. Es bedeutet, diesen Jesus immer besser kennen zu lernen. Jeden Tag ein Stückchen mehr.

Und es bedeutet sich ganz der Kraft Gottes anzuvertrauen. Eine Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat und die auch euch dieses neue Leben in Jesus schenken wird.

 

Wenn jetzt der alte Baum gefällt ist, hat der Neue viel Platz zu wachsen und sich auszubreiten. Lebt in dieser Freiheit in Christus!

 

Grabt eure Wurzeln tief in ihn ein:

  • Gebet
  • Gemeinschaft
  • Gottes Wort

 

JC ist der beste „Boden“ für euren Lebensbaum

Nur in ihm ist Gott (Leben) zu finden.

In der Taufe sagt ihr vor der sichtbaren und der unsichtbaren Welt: Ja, ich stelle mich auf diesen Boden!