„Sind Sie zu Besuch hier?“ fragt der Dorf-Friseur den fremden Kunden.

„Nein, zum Haareschneiden!“

 

 

Ich freue mich darüber, dass wir in den letzten Gottesdiensten immer wieder Besucher begrüßen durften. Nicht nur, weil wir ja wachsen wollen und es immer nett ist, neue Menschen kennen zu lernen, sondern weil wir sehen dürfen, dass unsere Arbeit Früchte trägt.

 

Wir wollen, dass suchende Menschen aus unserer Region, durch das Erleben von gesunden Beziehungen Gott kennen lernen und seine Freunde werden.

 

Im Wort „besuchen“ steckt sicher nicht zufällig das Wort „suchen“.

Jesus hat gesagt: Wer sucht, der wird finden. Er hat nicht gesagt: Wer sucht, wird vielleicht, oder möglicherweise finden, und auch nicht: wer etwas opfert, oder bezahlt, oder ganz brav ist…

Er hat nur gesagt: Wer sucht

Suchende Menschen gibt es viele. Und es gibt auch sehr viele Angebote, die gefunden werden wollen.

 

Suchende Menschen gibt es nicht nur heute, es gab sie zu allen Zeiten. Auch zur Zeit des NT.

Als Paulus auf seiner zweiten Missionsreise nach Athen kam wurde er zornig über die vielen Götterbilder und Statuen in der Stadt. (Apg 17,16 Hfa)

Vielleicht kennst du das Gefühl, dass du Menschen begegnest oder an Orte kommst, die geistlich „unrein“ sind.

Bsp.: Ostermarkt in Plöcking

 

Man möchte am liebsten weit weglaufen in solchen Situationen.

Aber Paulus lief nicht weg und bekam die Gelegenheit, über seinen Glauben mit Menschen zu sprechen, die man durchaus als „Sucher“ bezeichnen kann.

 

Apg 17,19-34

 

Paulus stellt Gott hier zuerst als den Schöpfer vor.

Himmel und Erde (Universum) -> Größe Gottes

Menschen: Ich

V 28: Durch ihn leben wir doch, regen wir uns, sind wir! Oder wie es einige eurer Dichter ausgedrückt haben: ‚Wir sind sogar von seiner Art.‘

 

Was bedeutet das für mich, dass ich Gottes Geschöpf bin?

Kann ich dann überhaupt so tun, als ob es ihn nicht gäbe? Muss ich mich als Mensch nicht zwangsläufig mit ihm befassen?

Wenn dieser Gott mein Schöpfer ist, dann drängt sich naturgemäß die Frage auf: Was will Gott von mir/uns?

Eine erste wichtige Antwort darauf finden wir hier auch in diesem Text: V 27:

Und er hat gewollt, dass die Menschen ihn suchen, damit sie ihn vielleicht ertasten und finden könnten. Denn er ist ja jedem von uns ganz nahe.

 

Gott will, dass wir ihn suchen. Warum? Er will gefunden werden! Er drängt sich nicht auf, aber die die ihn suchen, sollen ihn finden.

 

Das was ich im Leben finde, hängt ganz davon ab, ob und was genau ich suche.

Wenn ich das Leben passiv über mich ergehen lasse und eigentlich nichts suche, darf ich mich nicht wundern wenn ich genau das finden werde: Nichts!

Das Leben als eine aneinander Reihung von mehr oder weniger belanglosen Ereignissen, bis es irgendwann vorbei ist.

Solche Menschen gibt es durchaus, aber die meisten suchen doch, zumindest unbewusst irgend etwas.

 

Manche betrachten das Leben als eine Art Wettstreit, bei dem es darum geht zu gewinnen. Ich kann auf zwei Arten gewinnen. Entweder muss ich besser sein, als die anderen, oder die anderen schlechter (gemacht werden) als ich bin.

Wenn ich immer nur den eigenen Vorteil suche, werde ich wahrscheinlich oft erster sein und vielleicht auch erfolgreich im weltlichen Sinne sein und wahrscheinlich auch viele Dinge besitzen, aber das Leben selber werde ich nicht finden.

 

Manche suchen das Glück –wie auch immer das aussieht – und weil wir heute ja keine Zeit mehr haben muss das mit dem Glück auch schnell gehen.

Letztendlich läuft es dann auf die möglichst schnelle Befriedigung meiner selbstsüchtigen Wünsche hinaus. Aber auch so werde ich auch das wahre Leben nicht finden. (I can get no satisfaction) Ich jage dem Glück nach, aber ich bin nie am Ziel.

 

 

Gott will, dass die Menschen IHN suchen! Er ist das Leben, nur in ihm werden wir Erfüllung finden.

 

Wenn wir von suchenden Menschen sprechen, dann meinen wir Menschen, die auf bereits der Suche nach einem tieferen Sinn im Leben sind. Suchende Menschen müssen nicht zwangsläufig religiöse Menschen sein, aber sie haben erkannt, dass der Materialismus, der uns umgibt nicht alles ist. Sie haben erkannt: Da muss es noch mehr geben. Sie sind auf der Suche nach diesem „Mehr“.

Leider landen diese Suchenden nicht automatisch beim Leben, bei Gott selber, sondern irren oft eine Zeit lang allen möglichen Angeboten hinter her. Wenn sie ehrlich sind, kommen sie ein ums andere Mal zum Schluss: Nein, das ist es auch nicht. (DVD vom Teenkreis)

 

Die Athener versuchten durch Philosophien und stets neue Ideen, so wie durch die Verehrung aller möglicher Götter zur Wahrheit zu kommen. Aber zu einer für sie zufrieden stellenden Antwort kamen sie nicht.

Manche Menschen suchen um des Suchens willen. Sie wollen gar keine Antwort finden, sondern immer auf der Suche bleiben. Nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

 

 

Mose schärfte den Israeltien ein, dass wenn sie einmal vom Weg der Nachfolge abkommen, sie wieder zu ihm zurückkommen können.

5.Mose 4,29: Dort werdet ihr dann den HERRN, euren Gott, suchen, und er wird sich von euch finden lassen, wenn ihr euch ihm mit ganzem Herzen und mit allen Kräften zuwendet.

Jes 55,6: Sucht den HERRN, jetzt ist er zu finden! Ruft ihn, jetzt ist er nahe!

 

Gott lässt sich finden. Das ist die Botschaft, die die Menschen von heute dringender denn je hören müssen!

Bsp.: Eine Quelle in der Wüste gefunden. Sollen wir diese Information denen vorenthalten, die am verdursten sind?

 

Sucht den HERRN, jetzt ist er zu finden! Ruft ihn, jetzt ist er nahe!

Wir leben in einer Zeit, in der diese Botschaft eine noch nie gekannte Dringlichkeit hat.

Wir als Gemeinde sind sein Werkzeug, mit dem er die Menschen ansprechen will, die ihn noch nicht gefunden haben. Es geht nicht darum, dass alle Menschen zu uns in den Godi kommen (obwohl das natürlich auch schön wäre), es geht darum, dass wir alle, die wir zu seiner Gemeinde gehören, als Botschafter Christi überall dort auftreten, wo wir gerade sind. In der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie, im Freundeskreis und in der Nachbarschaft.

 

Wir brauchen jetzt nicht in Panik zu verfallen, aber wir müssen uns dessen bewusst sein, dass wir in einer sehr entscheidenden Zeit leben. Es ist „Endzeit“. Gott ruft seine Gemeinde weltweit mit enormer Dringlichkeit dazu auf, die Zeit zu nutzen.

 

Jesus fordert uns auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen und wachsam zu sein.

Bereits im AT kündigt Gott sein letztes Gericht mehrfach an. Unter anderem durch den Propheten Joel, bei dem es heißt: Joel 3,3-5

Dann ist der große und schreckliche Tag nahe, an dem ich Gericht halte. Am Himmel und auf der Erde werden seine Vorzeichen zu sehen sein: … die Sonne verfinstert sich, und der Mond wird blutrot.

Aber alle, die sich zu mir bekennen und meinen Namen anrufen, werden gerettet.

 

Wann wird dieser Tag sein? Das weiß nur Gott, aber Jesus erzählte dazu ein Gleichnis: Mt 24,32-33

Lasst euch vom Feigenbaum eine Lehre geben: Wenn der Saft in die Zweige schießt und der Baum Blätter treibt, dann wisst ihr, dass der Sommer bald da ist.

So ist es auch, wenn ihr dies alles geschehen seht: Dann wisst ihr, dass das Ende unmittelbar bevorsteht.

 

Jesus spricht in diesem Zusammenhang von Wehen die einsetzten, wie bei einer gebärenden Frau.

Die „Wehen“ die Jesus beschreibt sind:

Verführung, Kriege, Hungersnöte (26.000 täglich!), Seuchen und Erdbeben. Natürlich hat es diese Dinge schon immer gegeben. Aber all diese Dingen haben in der letzten Zeit nachweislich zugenommen.

Eben wie bei den Wehen am Schluss: Sie werden häufiger und intensiver.

 

Ebenso wie die Verfolgung der Christen zunimmt, aber auch immer mehr Menschen von Jesus erfahren. Auch immer mehr Juden erkennen Jesus als ihren Messias.

 

Und auch was die Blutmonde (s.o.) angeht, so gibt es dramatische Entwicklungen. Ein Blutmond an sich ist zwar beeindruckend anzusehen, aber naturwissenschaftlich gesehen keine Sensation. Er entsteht, wenn bei einer Mondfinsternis die längeren roten Lichtwellen die Mondoberfläche erreichen und die anderen Lichtwellen „vorbei“ leuchten.

Aber es gibt besondere Konstellationen, bei denen an 4 aufeinander folgenden jüdischen Festen 4 Blutmonde hinter einander auftreten. Dann spricht man von einer „Tetrade“. Vom 16. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es keine solche Tetrade. Erst 1949-50 wieder. Zu dieser Zeit wurde der Staat Israel neu gegründet und konnte sich gegen seine Feinde behaupten.

Die nächste Tetrade trat dann schon 1967-68 auf, genau zu der Zeit, als im „6 Tage Krieg“ Ostjerusalem (Altstadt) von Israel wieder erobert wurde.

Und die nächste Tetrade hat am 15. April, also vor knapp zwei Wochen begonnen. Sie dauert noch bis Oktober 2015!

Nur Gott allein weiß, was in dieser Zeit passieren wird, aber wir sollten uns darauf vorbereiten, dass Gott auch diesmal außergewöhnliche Dinge tun wird.

 

 

Was auf alle Fälle passieren wird, dass die Zahl der „Sucher“ mehr werden wird.

Wenn Gott verspricht, dass er sich finden lassen wird, dann spielen wir Christen dabei vielleicht auch eine Rolle. Indem wir lebendige Werbeschilder für ihn sind. Wir brauchen uns gar nicht mehr so viele Aktionen ausdenken, wie wir die Menschen erreichen, die Gott noch nicht kennen Wir müssen auch nicht unbedingt „besucherfreundliche Gottesdienste“ anbieten, damit neue Leute in die Gemeinde kommen. Wir sollen einfach unseren Glauben authentisch leben.

Und wenn wir gefragt werden können wir aus vollster Überzeugung sagen: „Such den HERRN, jetzt ist er zu finden!

Ich habe ihn gefunden. Und ich kann ihn dir vorstellen.“

 

Mit dieser Botschaft werden wir so wie Paulus in Athen drei Arten von Reaktionen hervorrufen:

Die Einen werden spotten.

Einige werden sagen: Da will ich ein anderes Mal mehr darüber erfahren.

Aber Manche werden zum Glauben finden und vom Sucher zu einem Menschen werden der fündig geworden ist.

 

Und für die müssen wir bereit sein, damit wenn Jesus wieder kommt, er zu dir sagt: Mt 25,21:

‚Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du hast dich in kleinen Dingen als zuverlässig erwiesen, darum werde ich dir auch Größeres anvertrauen. Komm zum Freudenfest deines Herrn!‘