Welche Sprache wird in einer Schweizer Sauna gesprochen?
Schwitzerdütsch

Sprache ist etwas lebendiges und sich veränderndes.
Bsp.: Original Lutherdeutsch.

Aber stell dir vor, jemand von dem du es nicht erwartest (z.B.: Ausländer), spricht plötzlich in deiner Sprache. Und noch dazu perfekt vielleicht sogar akzentfrei.

So geschehen in Jerusalem vor vielen Jahren.
Das was damals geschehen ist, ist der Grund für unser Pfingstfest heute.

Apg 2, 1-12

7 Wochen nach Tod und Auferstehung Jesu und 10 Tage nachdem sie Jesus das letzte mal gesehen hatten, saßen die Jünger hinter verschlossenen Türen und warteten.
Apg 1,4-5
Als Jesus wieder einmal bei ihnen war und mit ihnen aß, schärfte er ihnen ein: »Bleibt in Jerusalem und wartet auf den Geist, den mein Vater versprochen hat. Ich habe euch sein Kommen angekündigt, als ich euch sagte: ‚Johannes hat mit Wasser getauft, aber ihr werdet schon bald mit dem Geist Gottes getauft werden.’«

Die Jünger waren beisammen: Gebet, Gemeinschaft…
Plötzlich:
Plötzlich entstand vom Himmel her ein Brausen. Es klang wie das Tosen eines heftigen Sturms und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Sie sahen etwas, das wie Feuerzungen aussah, sich zerteilte und sich auf jeden Einzelnen von ihnen setzte.

Vom Himmel her  engl. heaven; Ort wo Gott wohnt.
Immer wieder passiert da, wo sich Himmel und Erde berühren etwas heftiges: Erdbeben, Menschen fallen tot um, Feuer, Sturm…
Aber es geht nicht um diese Phänomene. Und es ist auch nicht immer so spektakulär.
Manchmal berührt Gott auch ganz klein, fast unscheinbar die Erde.
Als Gott selber, als JC auf dieser Erde war, gab es viel spektakuläres, aber auch vieles was er fast im verborgenen tat. .

Oft begegnet uns Gott auf eine Art und Weise und zu einem Zeitpunkt, in dem wir nicht damit rechnen. Er überrascht uns eben gerne.
Eine Art, uns seine Liebe zu zeigen. Die schönsten Weihnachtsgeschenke, sind die, mit denen man nicht rechnet.

Jesus wird wiederkommen „wie ein Dieb in der Nacht“ Mt 24,43
Er führt damit alle Weltuntergangsvorhersagen ad absurdum.

Jesus hatte den Jüngern kurz vor Pfingsten angekündigt, dass er den HG senden wird. (Wartet…!) Nur er hat ihnen auch nicht genau gesagt wann das sein wird. 10 Tage sind im Blick auf die Ewigkeit nicht sehr lange.
Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass die Jünger überrascht waren, dass sie jetzt den HG empfingen. Auch die „Begleiterscheinungen“ müssen für die Jünger überraschend gewesen sein.

Aber sie hatten darauf gewartet und deshalb konnten sie auch in guter Weise damit umgehen. Selbst als sie dafür verspottet wurden.

Bist du bereit, nicht nur auf die Wiederkunft Jesu, sondern auch dafür, dass der HG dich heute überrascht?
HG = Gott in uns.
Er tut das immer wieder und er ist auf der Suche nach Menschen, die bereit sind dafür.

Wenn er solche Menschen findet, dann tut er gewisse Dinge immer wieder:

Er verändert

Er verändert beispielsweise Situationen:
Er lenkte Paulus nach Europa (Apg 16)
Paulus und Silas im Gefängnis

Er verändert aber primär Menschen.
3000 Bekehrungen nach der Predigt des Petrus.

Er verändert dich.
Familienähnlichkeit Röm 8,16
So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind.

Frucht des Geistes Gal 5,22

Er bevollmächtigt dich
Vom Feigling Petrus, zum vollmächtigen Prediger
Gaben (Herbst: DIENST Seminar)

Er redet/kommuniziert

Internetverbindung ist notwendig, damit mein Computer zu Hause mit anderen Computern auf der ganzen Welt kommunizieren kann.
Röm 8,26f
In gleicher Weise nimmt sich der Geist Gottes auch unserer Schwachheit an, denn wir wissen nicht, wie man richtig beten soll. Er tritt mit einem Seufzen für uns ein, das man nicht in Worte fassen kann.
Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was der Geist damit sagen will, denn der Geist tritt für die Heiligen so ein, wie es vor Gott angebracht ist.

Der HG hilft uns dabei, zu Gott in rechter Weise zu beten.
Klingt im ersten Moment verrückt, weil Gott ja ohnehin unsere Herzen kennt und er weiß was wir wollen und brauchen.
Aber wenn man weiß, welche Macht Worte, gerade in der unsichtbaren Welt haben, ist es sehr beruhigend zu wissen, dass der HG hier für uns „übersetzt“. Es geht beim Beten ja nicht darum möglichst fromm oder geschwollen zu formulieren. Durch das Wissen, dass der HG für uns eintritt, können wir frei und ungezwungen Gott unser Herz ausschütten. Wir wissen, dass er uns versteht und dass unser Gebet Kraft hat.
Gebete sind keine religiösen Rituale, die man als Christ halt macht.
Sie sind Ausdruck unserer Liebesbeziehung zu Gott, die durch den HG möglich ist.

Übrigens, auch beim hörenden Gebet ist der HG für uns unverzichtbar. Ohne ihn könnten wir ihn bestenfalls in der Schöpfung erkennen.
Aber wir wüssten nichts genaues über ihn. Wir könnten uns, so wie in den verschiedenen Religionen die eine oder andere Vorstellung machen, aber ihn selber würden wir nie erkennen.
Wir sind darauf angewiesen, dass er sich von sich aus mitteilt. Und das tat er in der Geschichte, er erschien persönlich und er teilt sich bis heute seinen Freunden mit.

Propheten im AT hatten den HG.
Auch die Bibel wäre ohne den HG nicht entstanden. (2. Tim 3,16)
Und ohne den HG wäre die Bibel für uns bestenfalls ein Buch mit netten Geschichten über Gott, aber nicht das lebendige Wort Gottes als das wir die Bibel kennen.

Gott will eine Beziehung zu dir haben.
Eine Beziehung lebt von guter Kommunikation. Wenn wir einander verstehen.
Wenn ich die Sprache des anderen nicht spreche, ist eine Beziehung kaum möglich.

Durch den HG können wir die Stimme Gottes in uns empfangen.
Das ist eigentlich eine ganz normale Erfahrung für uns Christen. „Meine Schafe hören meine Stimme“ (Joh 10)

Gleichzeitig können wir sicher sein, dass Gott unsere Gebete hört, weil der HG in uns lebt. (Röm 8)

Er hilft uns dabei, einander besser zu verstehen
Das Sprachenwunder zu Pfingsten deutet bereits darauf hin.
„Nichts ist so trennend, wie die gemeinsame Sprache“ (Deutsche/Österreicher)

Viele Eheprobleme, Nachbarschaftskonflikte, ja sogar Kriege sind letztendlich darauf zurückzuführen, dass wir einander so schlecht verstehen.
Mit der Bereitschaft einander zu zuhören können viele Konflikte vermieden und Probleme gelöst werden.
Der HG macht uns sensibel für die Position unseres Gegenübers.
Indianische Weisheit: „Bevor ich nicht zwei Wochen lang in den Mokassins meines Nachbarn gegangen bin, will ich ihn weder anklagen, noch verurteilen.“
So lange Menschen mit einander reden, schießen sie nicht auf einander!

Kommunikation ist immer das, was beim anderen ankommt. Um so besser wir die Sprache des anderen sprechen, desto besser wird unsere Kommunikation sein. Das gilt nicht nur für unterschiedliche Muttersprachen. Das gilt auch für die Kommunikation zwischen Mann und Frau, Kind und Erwachsenen, Chef und Mitarbeiter usw.

Wenn beide Gesprächspartner Jesus als ihre Mittelpunkt haben, dann bildet der HG sozusagen eine Kommunikationsbrücke, die es ermöglicht den anderen besser zu verstehen und daher besser auf dessen Bedürfnisse oder dessen Anliegen einzugehen.

Zusammenfassung:
Der HG ist also Gott in uns. Seit Pfingsten dürfen Christen auf der ganzen Welt diese Erfahrung machen.
Er hilft uns einander besser zu verstehen.
Er redet/kommuniziert direkt mit uns.
Er hilft uns.
Er vertritt uns beim Vater.
Er verändert uns und andere Menschen, sowie Situationen um uns.
Er beschenkt uns.
Er stattet uns mit Gaben aus und bevollmächtigt uns
Er überrascht uns immer wieder neu.

Er möchte dir heute ganz neu begegnen.
(Erfüllung mit dem HG)
Streck dich nach ihm aus.
Er wird dich überraschen.