Die Taubenmutter sagt zu ihren Jungen: Also, das geht nicht mehr, dass ihr ständig ins Nest macht. ihr seid jetzt alt genug. Ihr müsst jetzt lernen aufs Denkmal zu gehen.

 

Tauben können in einer Stadt durchaus zum Problem werden. Aber auf der anderen Seite steht die Taube für den Frieden und – was für uns noch viel wichtiger ist: Sie ist auch ein Symbol für den HG.

 

Heute ist Pfingstsonntag, der Tag, an dem wir uns an die Ausgießung des HG über die Jünger erinnern.

Foursquare gehört ja auch zu den Pfingstkirchen, also ist dieses Ereignis ganz besonders wichtig für uns.

Jesus als

  • Retter
  • Heiland/Heiler
  • Wiederkommende König
  • Täufer im HG

 

Als Jesus von Joh d.T. im Jordan getauft wurde, machte dieser Joh eine ganz besondere Beobachtung: Mt 3,16 Gleich nach der Taufe stieg Jesus wieder aus dem Wasser. In diesem Augenblick öffnete sich der Himmel über ihm, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabkommen und sich auf ihm niederlassen.

17 Gleichzeitig sprach eine Stimme vom Himmel: »Dies ist mein geliebter Sohn, über den ich mich von Herzen freue.«

Und im Johannesevangelium wird berichtet, was diese Beobachtung für Joh d.T. bedeutete: Joh 1,29-34

29 Am nächsten Tag, als Johannes Jesus auf sich zukommen sah, sagte er: »Seht her! Da ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!

30 Er ist es, von dem ich sagte: `Bald nach mir kommt ein Mann, der größer ist als ich, denn er war da, lange bevor es mich gab.´

31 Ich kannte ihn nicht. Aber um Israel die Augen für ihn zu öffnen, bin ich gekommen und habe mit Wasser getauft.«

32 Und er fuhr fort: »Ich sah den Heiligen Geist wie eine Taube vom Himmel herabkommen und sich auf ihm niederlassen.

33 Ich kannte ihn nicht, doch Gott, der mir den Auftrag gegeben hat, mit Wasser zu taufen, sagte zu mir: `Der, auf den du den Heiligen Geist herabkommen und sich niederlassen siehst, ist der, den du suchst. Er ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.´

34 Das habe ich nun gesehen und deshalb bezeuge ich, dass dieser Mann der Sohn Gottes ist.«

 

Was passiert bei der Wassertaufe?

Was passiert bei der Taufe mit dem HG?

 

 

Es gibt in der Christenheit unterschiedlichste Definitionen, Anschauungen und Begrifflichkeiten, rund um den HG, wo teilweise gleiche Begriffe unterschiedlich verwendet werden, bzw. auch umgekehrt unterschiedliche Begriffe für die gleiche Sache verwendet werden. Deshalb müssen wir jetzt ein bisschen ausschweifen und ein paar Dinge präzisieren, damit wir auch wirklich vom Gleichen sprechen.

Konkret geht es mir um zwei bzw. eigentlich Begrifflichkeiten:

„Den HG haben“.

„Mit dem HG getauft/erfüllt sein“.

 

In Joh 3 stellt Jesus klar, dass wir aus dem Geist von neuem geboren werden müssen um in das Reich Gottes zu kommen. Wir sprechen, wenn das passiert, von Bekehrung, Neugeburt, oder Errettung. In dem Moment, wenn ich mein Herz öffne und JC einlade, nimmt er durch den HG in meinem Herzen Platz. Und zwar nicht nur so ein bisschen HG, sondern vollständig.

Diesen HG kann einem Gläubigen auch keiner wegnehmen, außer er selbst wendet sich wieder von Gott ab.

 

Gerettet zu sein, bedeutet aber (leider) noch nicht sündlos, oder vollkommen zu sein, oder auch in der Fülle dessen zu leben, was Gott für uns bereithält. Es passiert leider viel zu oft, dass Menschen zwar Jesus als ihren Heiland annehmen (Ticket für den Himmel), aber ihn dann in ihrem Leben nicht Herr sein lassen. Ob diese Menschen dann wirklich gerettet sind, wird unser Herr entscheiden, wenn er wiederkommt.

Selbst wenn ich Jesus als meinen Herrn annehme, ist es so, dass die Präsenz der sündigen Natur, die trotz Bekehrung weiterhin in uns wohnt, sowie auch der Einfluss der Welt und des Teufels den tatsächlichen Einfluss des HG in unserem Leben beeinträchtigen. Also der HG ist zu 100% im Gläubigen da, aber er kann nur zu 5%, 10%, 50%, oder vielleicht sogar 95% das durch uns tun, was er tun möchte.

 

Wieviel der HG durch uns tun kann hängt zum einen von meiner persönlichen geistlichen Reife ab. Es ist normal, dass wir im Glauben wachsen, dass wir die Gaben, die er uns gibt immer mehr und gewinnbringender für das Königreich Gottes einsetzen, dass die Früchte des Geistes in unserem Leben sichtbar werden usw.

Je reifer ich im Glauben werde, desto mehr kann mich der HG gebrauchen.

 

Zum anderen hängt der tatsächliche Einfluss des HG auf unser alltägliches Leben aber auch vom „Füllgrad“ ab, oder genauer gesagt, wie viel Raum der HG in meinem Herzen einnehmen darf.

Der HG überfährt uns nicht, er wird in deinem Leben nur in dem Maße aktiv, wie du das zulässt. Wenn Paulus in Eph 5,18 schreibt: „lasst euch vom Geist erfüllen.“, dann meint er, dass der HG, der bereits da ist, mehr Platz in deinem Denken und in deiner Erwartung einnehmen soll, damit er dann auch mehr Präsenz in deinem alltäglichen Leben hat.

Dieses erfüllt Werden mit dem HG passiert normalerweise erst dann, wenn wir ihn darum bitten. Jesus sagt in Lk 11,13 Trotz all eurer Bosheit wisst ihr Menschen doch, was gut für eure Kinder ist, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen den Heiligen Geist schenken, die ihn darum bitten!

 

Es ist wichtig zu wissen, dass wenn wir über das Thema „Erfüllung, oder Taufe mit dem HG“ sprechen, dass im NT sowohl Paulus, als auch Lukas dieses Thema mehrfach aufgreifen, aber die Beiden es aus jeweils einem anderen Blickwinkel betrachten und beschreiben.

 

Lukas schreibt gleich am Anfang der Apg: Den ersten Bericht [das Lukasevangelium] habe ich verfasst, … von allem, was Jesus angefangen hat, zu tun.

So gesehen kann man jetzt fortführen, dass die Apg davon berichtet, was Jesus weiterhin tut, und zwar durch die, vom HG bevollmächtigte Gemeinde. Diese Bevollmächtigung der Gemeinde passiert durch die Ausgießung des HG. Nicht nur zu Pfingsten. Der Pfingsttag war der Anfang, aber bereits innerhalb der Apg lesen wir von einigen weiteren Begebenheiten, bei denen der HG auf Menschen ausgegossen wurde, auch bei denen, die beim ersten Pfingsten dabei waren.

 

Lukas beschreibt diese Ausgießung als ein, für die Betreffenden, überwältigendes Erlebnis. Es ist von Kraftwirkungen die Rede, von übernatürlichen Phänomenen und davon, dass die Menschen, die mit dem HG erfüllt werden in Gottes Auftrag zum einen prophetisch- zum anderen auch in ihnen unbekannten Sprachen redeten.

Aufgrund dieser Beschreibungen, die Lukas in der Apg macht, entwickelte sich die Pfingstliche Lehre, dass das Reden in unbekannten Sprachen als Zeichen gewertet wurde, ob jemand „den HG hat“, oder auch nicht. Nach unserer Definition müssten wir präziser sagen: Das Gebet in fremden Sprachen ist ein Zeichen dafür, ob jemand mit dem HG erfüllt worden ist, oder nicht. Selbst in diesem Punkt, bin ich froh, dass der „Druck“ aus dieser Diskussion mehr und mehr herausgenommen wird und einem gewissen Pragmatismus weicht. Es ist sicher nicht die Absicht des HG gewesen, mit der Sprachengabe uns Christen des 20. und 21.Jh. ein Prüfkriterium über die geistliche Entwicklung unserer Glaubensgeschwister in die Hand zu geben.

Zu diesem Gebet in anderen Sprachen möchte ich später noch etwas sagen.

 

Zunächst möchte ich aber das Thema „Erfüllung/Taufe mit dem HG“ von Paulus‘ Seite aus betrachten.

Paulus sieht vielmehr den Prozess, der damit beginnt, dass der HG bei der Bekehrung in das Herz des Gläubigen einzieht. Während Lukas dieses besondere Erlebnis als Moment der Zurüstung herausstreicht, lesen wie bei Paulus beispielsweise, dass der HG uns Gaben gibt, die wir entdecken und zum Aufbau der Gemeinde einsetzen sollen. Wir wissen, dass das nicht von heute auf morgen geschieht, sondern dass das ein Prozess ist, in dem wir wachsen dürfen. Er schreibt über die Frucht des Geistes, die bekanntlich auch nicht über Nacht wächst, sondern sich in einem Leben in der Nachfolge mehr und mehr zeigt.

Und er schreibt eben auch, dass wir uns mit dem HG erfüllen lassen sollen, um erkennen zu können, was der Herr von uns will.

Während Lukas in erster Linie die Taufe mit dem HG als Kraftquelle für unseren Dienst sieht, streicht Paulus die Erfüllung durch den HG als Notwendigkeit für die Entwicklung unseres Charakters heraus.

Beides ist enorm wichtig und soll nicht gegeneinander ausgespielt werden!

Man kann es auch so sagen: Von Paulus lernen wie der HG unsere Beziehung zum Vater vertiefen können (Wer wir in ihm sind, wie Gott uns sieht, wie wir beten können…), von Lukas lernen wir, was Gott durch uns tun kann und tun will um diese Welt zu retten.

 

Es ist so wie bei der Balance zwischen Charisma und Charakter: Ohne das Eine ist das Andere entweder eine kraftlose Liebe, oder eine lieblose Kraft.

 

 

Was heißt das nun ganz praktisch für uns heute?

Wenn du gläubig bist, hast du den HG.

Gleichzeitig brauchst du den HG. Immer wieder neu und jeden Tag mehr! Ohne ihn können wir nichts tun!

Die Erfüllung/Taufe mit dem HG ist kein einmaliges Erlebnis, das man als Christ „erledigen“ muss, um es abzuhaken (Wie ein Hadsch bei den Muslimen), oder um auf eine geistlichere Stufe zu kommen.

 

Genauso, wie wir den Benzintank unsere Autos regelmäßig befüllen müssen, brauchen wir die „Befüllung“ durch den HG um die Beziehung mit ihm zu pflegen und um als seine Boten in dieser Welt unseren Dienst tun zu können.

 

Da der HG übernatürlich ist, geht dieses erfüllt werden mit dem HG häufig auch mit übernatürlichen Dingen einher.

So z.B. auch damit, dass Gott mir eine neue persönliche Gebetssprache schenkt. Eine Sprache, die ich noch nie vorher gesprochen habe und auch in keiner Schule gelernt habe.

Sowohl Paulus, als auch Lukas berichten darüber. Wie gesagt: Ich wehre mich vehement dagegen, diese Gebetssprache als „Zeichen“ zu deuten, aber die Erfahrung von sehr vielen Christen zeigt auch, dass viele Gläubige, die um diese Gabe baten, diese auch früher, oder später von Gott bekommen haben.

Diese Gabe dient zur persönlichen Auferbauung, weil mich dann der Geist Gottes, der ja in mir lebt, gemeinsam mit meinem Geist betet. In diesem Gebet liegt eine große Kraft.

Ich setze sie regelmäßig ein, wenn ich z.B. für Kranke bete.

Es ist aber nicht so, dass diese Gebetssprache plötzlich über mich kommt und ich mich gar nicht dagegen wehren kann. Ich muss schon bewusst meinen Mund aufmachen und gebe dem HG die Kontrolle über meine Zunge ab. Welche Worte und Laute er dann bildet überlasse ich ihm.

 

Gott ist großzügig und er gibt seine Gaben und Geschenke gerne allen, die mit ehrlichem und offenem Herzen zu ihm kommen.

Wenn du mehr vom HG willst, wenn du möchtest, dass er dich ganz neu erfüllt, wenn du eine neue Gebetssprache von ihm erhalten möchtest, oder wenn du sonst ein Anliegen hast, für das wir beten können, komm jetzt nach vorne. Heute ist der Pfingsttag, ein Tag an den wir nicht nur daran denken, was der HG vor vielen Jahren getan hat, sondern ein Tag an dem wir viel von ihm erwarten dürfen. In Anlehnung an Heb 13,8 können wir sagen: Der HG ist derselbe: Gestern, heute und in alle Ewigkeit!