Ex 1+2 (Apg 7,17-30)

GD 12.Jän 14

 

Ein Kärntner fährt mit seinem Fahrrad auf den Hühnerberg.
Plötzlich platzt ein Reifen. Er legt sein Rad mitten auf die Straße. Da kommt ein Burgenländer und fragt den Kärntner wieso er sein Rad mitten auf die Straße legt. Meint der Kärntner, na sehen sie nicht mein Rad bekommt ein Baby, da ist schon die Blase!

Burgenländer: „Dann müssen wir eine UMLEITUNG machen“. Währenddessen sie die Umleitung machen, kommt ein Polizist!

Polizist: „Spinnt ihr was macht ihr mit dem Fahrradmitten auf der Straße?“ „Na sehen sie nicht Herr Polizist, sein Fahrrad bekommt ein Kind, da ist doch schon die Blase.“
„Oh mein Gott“, meint der Polizist! Dann müssen wir eine ABSPERRUNG machen! Der Polizist ist auf dem Weg eine Absperrung zu machen.

Kurze Zeit später kommt der Polizist wieder und meint:“ Ihr habt mich jetzt aber schön reingelegt, das Fahrrad kann gar keine Baby bekommen, es ist ja ein Herrenrad!

 

 

Wenn ein Kind zur Welt kommt gibt es eine schöne Aufregung. (Lukas)

Bevor ein Kind zur Welt kommt gibt es eine 9 monatige Vorbereitungszeit. Von dem Moment der Befruchtung, bis zur Geburt passiert total viel, aber im Verborgenen. Früher wussten man noch nicht einmal ob es ein Bub, oder ein Mädchen wird. Natürlich können wir heute, dank moderner Medizin viel mit verfolgen, wie das Baby wächst…

Aber auch heute noch bleibt das was im Bauch einer werdenden Mutter passiert, etwas Geheimnisvolles, Wunderbares, etwas, das uns zum Staunen bringt.

Die Zeit der Schwangerschaft ist nicht nur für die werdenden Eltern eine besondere Zeit, sie ist vor allem für das Baby lebensnotwendig. Vor der 25.? Woche ist ein Kind außerhalb des Mutterleibes nicht überlebensfähig.

 

Eine Schwangerschaft ist ein schönes Bild für das, was Gott oftmals in unserem Leben tut. Er bereitet uns auf etwas vor.

Gott hat einen Plan für dein und für mein Leben. Er hat eine ganz spezielle Berufung für jeden von uns.

Aber Gott stößt uns nicht in irgendwas hinein und überlässt uns dann uns selbst. Er selber legt den Grundstock dafür, dass wir nicht nur körperlich gesehen überleben können, sondern vor allem auch geistlich.

Das sehen wir sehr gut am Beispiel des Lebens von Mose.

 

 

Mose ist neben Abraham und David eines der zentralen Personen im AT.

Bei Mose denken wir zuerst an die 10 Gebote, Wüstenwanderung, an den brennenden Dornbusch oder daran, dass er in der Bibel als der demütigste Mann der Geschichte bezeichnet wird.

Bevor Mose zu dem Mann Gottes wurde, als den wir ihn kennen, musste Gott ihn gründlich vorbereiten. Es vergingen ganze 80 Jahre, bis Mose der war, der von Gott gebraucht wurde – oder vielleicht gebraucht werden konnte? Die ersten 80 Jahre seines Lebens wird in einem Kapitel der Bibel beschrieben. (Ex 2) Seine Geschichte fasst Stephanus in der Apg noch einmal zusammen. Diese Stelle wollen wir und jetzt ansehen:

Apg 7,17-30

 

Das erste, was Gott für Mose getan hat, war, dass er ihn gerettet hat. Buchstäblich. So wie er dafür gesorgt hat, dass er am Leben bleibt, so hat er auch dafür gesorgt, dass wir das ewige Leben haben können. Es war nicht der Verdienst des Mose, genauso wenig wie es unser Verdienst ist, wenn wir „Das Leben“ erhalten.

Und so ganz nebenbei hat Gott auch dafür gesorgt, dass Mose die beste Ausbildung seiner Zeit erhielt und dass es ihm materiell auch an nichts fehlte. Schließlich wurde er von der Tochter des Pharo adoptiert und somit als Prinz erzogen.

Auch da gibt es Parallelen zu uns. Wenn du Jesus nachfolgst, wirst du vom König der Könige „adoptiert“.

Wir als Christen sind Prinzen und Prinzessinnen. Wir sind Kinder des Höchsten!

Und so sollten wir uns auch benehmen, sowohl was unser Selbstwertgefühl angeht, als auch was die dienende Liebe angeht, mit der unser Vater im Himmel alle Menschen liebt.

 

 

Als Mose 40 Jahre alt war, wurde Mose offenbar etwas von seiner Berufung bewusst. Lange bevor Gott sie ihm sehr klar gab. Seine Berufung war es, das Volk Gottes, die Israeliten aus der Sklaverei zu befreien.

Apg 7,23

Als Mose vierzig Jahre alt war, fasste er den Entschluss, sich um seine Brüder, die Israeliten, zu kümmern.

Wörtlich: … kam es in seinem Herzen auf, nach seinen Brüdern, den Söhnen Israel, zu sehen.

 

Wenn Gott dir eine Berufung gibt, dann legt er sie lange, bevor du es merkst in dein Herz.

 

 

Mose machte den Fehler, den viele christliche Leiter (mich eingeschlossen) begehen. Er konnte nicht warten, bis Gott das Startsignal gab. Er handelte aus eigenem Antrieb heraus. Vielleicht intuitiv, weil die Berufung ja bereits auf seinem Leben war. Aber er handelte so, wie er es für richtig hielt – und beging einen Mord. Juristisch gesehen kann man nicht einmal von einem Totschlag sprechen. Er wollte den Ägypter umbringen.

Mit der Konsequenz, dass er für weitere 40 Jahre aufs Abstellgleis gestellt wurde.

 

Als Sabine und ich nach St. Martin kamen, wollten wir die Welt (oder zumindest das Mühlviertel) für Gott erobern. Wir waren voller Pläne, Ideen und Tatendrang um das Reich Gottes (aus eigener Kraft) zu bauen.

Und als dann vieles von dem, was wir uns vorgenommen hatten nicht aufging und die Gemeinde einfach nicht so schnell wachsen wollte wie wir das uns erträumt hatten, machte sich Frust breit.

Ich würde mich zwar schon als geduldigen Menschen bezeichnen, aber ich war trotzdem oft frustriert.

Etwas ganz wichtiges habe ich in den letzten Jahren gelernt und eigentlich bin ich immer noch dabei es zu lernen: Auf das OK von Gott zu warten. Wenn der Herr nicht das Haus baut… (Ps 127,1)

Gott ist perfekt. Er weiß nicht nur am besten wie es geht, er weiß auch wann der beste Zeitpunkt ist um den nächsten Schritt zu gehen.

Wenn wir Gott überholen, ist das keine Nachfolge mehr. „Vorfolge“ gibt es nicht!

 

Es ist nicht immer leicht auf Gott zu warten. Vor allem, wenn wir so voller Tatendrang sind, dass es uns innerlich fast zerreißt.

 

Wenn wir gelernt haben auf Gott zu warten und nach seinen Zeitplan zu richten, werden wir nicht länger für Gott arbeiten, sondern mit ihm. Und das ist ein riesengroßer Unterschied!

Das gilt gleichermaßen für uns als Gemeinde, als auch für die Berufung die Gott in dein persönliches Leben gelegt hat.

 

 

Auf Gott zu warten bedeutet aber auf der anderen Seite nicht, dass wir gar nichts tun. Man kann immer auf beiden Seiten vom Pferd herunter fallen.

 

 

 

 

Für uns als Gemeinde habe ich immer mehr den Eindruck, dass unsere Zeit der „Schwangerschaft“, um wieder zum ersten Bild zurück zu kommen, bald zu Ende geht und eine „Geburt“, wie auch immer die aussieht, bevor steht. Ich kann noch nicht sagen, ob das für unseren „Niemehrallein“ Dienst gilt, vielleicht für einen ganzheitlichen Heilungsdienst, oder für das Gemeindewachstum, oder was auch immer. Aber die Wehen beginnen einzusetzen und die Geburt kommt bald.

Darum lasst uns jetzt nicht in Panik verfallen, sondern auf den Herrn vertrauen und auf ihn warten, bis er sagt: Jetzt geht’s los!

 

Ich denke, dass unsere Trafotreff Gruppen ein sehr guter Geburtsvorbereitungskurs sind. Aufräumen im eigenen Leben, Training im Gebet und im Wort Gottes.

 

 

Deshalb möchte ich alle, die noch nicht in einem Trafotreff, oder zumindest in einem Hauskreis sind ermutigen, sich eine Kleingruppe zu suchen und sich dort aktiv zu beteiligen. Du selber wirst am allermeisten davon profitieren. Wenn du nicht weißt, welche Gruppen es gibt und welche die richtige für dich ist, kannst du dich gerne an mich wenden. Wir finden die richtige Kleingruppe für dich.

 

 

Auch für Mose waren die zweiten 40 Jahre seines Lebens geistliches Training, auch wenn er das sicher noch nicht so sah. Er hütete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters. Nicht sehr geistlich auf den ersten Blick, aber wenn man bedenkt, dass er dann ein Volk von entlaufenen Sklaven durch die Wüste führen musste, war das vermutlich das beste Training für den Job, zu dem Gott ihn auserwählt hatte.

 

Training ist wichtig! Benjamin Raich konnte eine Woche nicht trainieren und war beim letzten Rennen um mehr als 10 Plätze schlechter, als bei den Rennen davor…

Auch unser Geist funktioniert wie ein Muskel. Wenn wir ihn nicht nähren und trainieren, wird er verkümmern. Du wirst geistlich nicht nur nicht wachsen, sondern sogar schrumpfen, wenn du beispielsweise deine Gaben nicht einsetzt!

 

Aber wenn wir uns geistlich gesehen in Form halten und auf den richtigen Zeitpunkt warten bis Gott sagt: Jetzt geht’s los, dann kann sehr viel passieren. Dann kann Gott uns absolut gut gebrauchen. Dann wird das Mühlviertel im besten Sinn auf den Kopf gestellt.

Menschen kommen zum Glauben, werden auf allen Ebenen heil, die Gesellschaft wird positiv verändert, die Scheidungs- und Kriminalitätsrate sinkt, sogar die Wirtschaft wird beflügelt…

Stell dir das alles einmal vor.

Dann wird sichtbar, was wir als Gemeinde sind: Hoffnung für diese Welt.

 

Wenn du Gott mit deinen Gaben, gemäß deiner Berufung und mit dem Timing, das er vorgibt dienst, dann wirst du erleben, dass für IHN wirklich nichts unmöglich ist.

Er tut Wunder!