Tiger Woods und Stevie Wonder treffen sich auf einem Galadinner und sprechen über Golf.
TW: „… aber wie kannst du blind Golf spielen?“
SW: „Das ist kein Problem. Mein Caddy stellt sich einfach in die Richtung und ruft mir zu.“
TW: „Und wie geht das mit Putten?“
SW: „Ganz genauso, aber er sagt einfach noch die Länge dazu.“
TW: „Das klingt ja interessant. Da sollten wir unbedingt mal eine Runde spielen.“
SW: „Jederzeit gerne. Am liebsten wir spielen ein Lochwettspiel um 10.000 $ je Loch.“
TW: „Wenn du dir das zutraust … wann hast du denn Zeit?“
SW: „Wie wär’s mit Morgen Nacht?“

Die Nacht ist die Zeit, in der wir normalerweise zur Ruhe kommen und schlafen.
Andere nutzen jedoch gerade diese Stille Zeit: Einbrecher , Fernfahrer, Baustellenarbeiter auf der Autobahn, Arbeiter am Großmarkt, Bäcker…
Auch Jesus nutzte die Ruhe der Nacht immer wieder, um im intensiven Gebet Zeit mit seinem Vater zu verbringen.
Gerade wenn wichtige Entscheidungen anstanden war ihm das sehr wichtig.

Lk 6,12-19 (GN):
12 Jesus ging auf einen Berg, um zu beten. Die ganze Nacht hindurch sprach er im Gebet mit Gott.
13 Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus, die er auch Apostel nannte.
14-16 Es waren: Simon, dem er den Namen Petrus gab, und dessen Bruder Andreas; dazu Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn von Alphäus, Simon, genannt der Zelot, Judas, der Sohn von Jakobus, und Judas Iskariot, der Jesus später verriet.
17 Jesus stieg mit den Aposteln den Berg hinunter. Auf einem ebenen Platz hatte sich eine große Menge seiner Jünger versammelt, Männer und Frauen, und dazu noch viele Menschen aus dem ganzen jüdischen Land und aus Jerusalem und aus dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon.
18 Sie wollten ihn hören und sich von ihren Krankheiten heilen lassen. Menschen, die von bösen Geistern besessen waren, wurden von ihnen befreit.
19 Alle wollten Jesus berühren, denn es ging heilende Kraft von ihm aus und machte sie alle gesund.

Stell dir vor, du musst (darfst) zu einem Bewerbungsgespräch. Welchen Eindruck willst du hinterlassen? Natürlich den allerbesten.
Es ist absolut hilfreich, sich in die Lage deines Gegenübers hinein zu versetzen.

Stell dir umgekehrt vor, du hast eine Firma und willst neue Mitarbeiter einstellen: Nach welchen Kriterien würdest du diese Menschen beurteilen und dann deine Wahl treffen?
Fachliche Qualifikation. (Zeugnisse, Ausbildungen, Talent/Fähigkeit…)
Auftreten (Kleidung, Selbstbewusstsein…)
Sympathie

Jesus hatte schon vor einiger Zeit seine Jünger berufen. (Z.B. Lk 5, Berufung des Petrus) Nicht nur die 12, sondern eine größere Schar folgte ihm nach, Männer und Frauen.
Unter ihnen gab es auch einige, die nur deshalb seine Nähe suchten, weil sie etwas von ihm erwarteten oder zumindest erhofften zu bekommen. Beispielsweise bei einem Wunder dabei zu sein (Sensation), oder sie liefen Jesus nach, weil viele zu ihm strömten. Der Mensch ist ein Herdentier. Wo viele Menschen sind, werden noch mehr angezogen. Beim Christustag in Linz gab es sicherlich auch einige, die einfach gekommen sind, weil etwas los war. Menschen, die sich schon als Christen bezeichnen würden, die aber keine persönliche Beziehung zu Jesus pflegen.
Auch in dieser Bibelstelle wird berichtet, dass Menschen von weit her gekommen sind, um Jesus zu sehen, zu hören und sich von ihm heilen zu lassen. Zwei Städte, die hier erwähnt sind: Sidon und Jerusalem, liegen fast 200km weit voneinander entfernt!
Jesus war ein Superstar, der die Massen anzog.
Aber Jesus ging es nicht darum, berühmt zu werden, auch nicht darum, die Massen zu bewegen. Es ging ihm nicht um Ansehen und auch nicht um (Besucher) Zahlen.
Er ist am Einzelnen interessiert, er sucht das Verlorene, er geht dir so lange nach, bis er dich gefunden hat.

Warum bist du heute da?
Was erhoffst du dir von Jesus?

Willst du einen netten Vormittag verbringen im Kreise der Familie? Angenehme Leute treffen und dich mit ihnen unterhalten?
Willst du im Lobpreis auferbaut werden?
Das alles ist ja nicht verkehrt und dafür ist ja der Gottesdienst auch da.
Aber das Hauptaugenmerk sollte darauf liegen, dass du Gott näher kommst, dass er einen größeren Platz in deinem Leben bekommt. Dass der Heilige Geist dich neu erfüllt und du Jesus ähnlicher wirst.

Nachdem Jesus sich in dieser Nacht zum Gebet zurück gezogen hatte, wählte er aus dem Kreis seiner durchaus engeren Nachfolger 12 Männer aus, denen er sich ganz besonders widmete. Er „beförderte“ sie und gab ihnen neue Verantwortung, so zu sagen einen neuen Job.
Er nannte sie Apostel, das bedeutet: Gesandte.

Als Apostel werden Menschen gesehen, die einen großen geistlichen Einfluss auf viele Menschen, Gemeinden und/oder Dienste haben. Ein Pastor einer großen Gemeinde, oder ein begnadeter Redner oder Evangelist ist noch nicht unbedingt ein Apostel. Aber das Amt des Apostels ist nicht mit den 12, von Jesus erwählten zu Ende gegangen.

Später im NT gab es noch weitere Apostel, wie zum Beispiel Paulus, der ja erst nach dem Tod und der Auferstehung Jesu zum Apostel berufen wurde. In Röm 16,7 wird möglicherweise auch eine Frau (Junia/Junias) als Apostel erwähnt.
Natürlich gibt es auch noch heute solche geistlichen „Schwergewichte“.
Bsp.: Marc & Kathy

Jesus suchte aus seinem erweiterten Jüngerkreis 12 Männer aus, die er zu Aposteln machte. Sie werden in der Bibel namentlich erwähnt. Der Name eines Menschen gibt ihm Identität. Oftmals spiegelt der Name auch das Wesen der Person wieder. (Jakob = Fersenhalter/Betrüger)
Manchmal schenkt Gott auch einen neuen Namen. (Israel = Gott kämpft oder Gotteskampf)
Das Erfassen und Aufschreiben (Verewigen) von Namen ist besonders im AT sehr wichtig. Auch wenn die „Geschlechtsregister“, beispielsweise am Anfang der Chronika Bücher mühsam zu lesen sind, haben diese doch ihre Berechtigung und geistliche Bedeutung.
Quer durch die Bibel, vor allem dann am Ende in der Offenbarung taucht das „Buch des Lebens“ auf in dem die Namen aller aufgeschrieben sind, die zu Gott gehören.

Lass mich zum Abschluss noch eine ganz persönliche Frage stellen:
Steht dein Name im Buch des Lebens?
Wenn du dir da nicht so sicher bist, dann sprich nach dem Gottesdienst ein Mitglied dieser Gemeinde an, jemanden den du kennst und zu dem du Vertrauen hast. Er oder sie kann dir helfen, eine Beziehung mit Gott anzufangen. Die Namen derer, die so eine Liebesbeziehung zu Gott haben, stehen im Buch des Lebens. Sie werden in der Ewigkeit ganz nah bei Gott sein. Das sagt uns die Bibel ganz klar.

Vielleicht lebst du schon eine Zeitlang in dieser Beziehung mit Jesus. Du gehörst also zum erweiterten Jüngerkreis. Aber vielleicht weißt du noch nicht so recht, was Jesus mit dir vorhat. Vielleicht wartest du darauf, dass Jesus dich ganz neu mit Namen anspricht. Dass er dir eine neue Aufgabe gibt. Nicht alle werden zu Aposteln berufen, aber ich bin davon überzeugt, dass er für dich einen „Job“ hat, der dich ausfüllt und dir Bestätigung gibt.
Dann such seine Gegenwart. Vielleicht musst du auch eine ganz Nacht mit Gott im Gebet verbringen. Aber ich kann dir versichern: Er wird dir begegnen, dich ansprechen, dich berühren, vielleicht auch heilen.
Er ist der Selbe gestern, heute und in alle Ewigkeit.
Im Text heißt es am Schluss: es ging heilende Kraft von ihm aus und machte sie alle gesund.
Diese Kraft ist auch heute da.