Eines Nachmittags fuhr ein reicher Mann in seiner blinkenden Limousine durch die Gegend, als er am Wegrand zwei Männer entdeckte, die Gras aßen. Verwirrt befahl er seinem Fahrer, den Wagen anzuhalten und stieg aus, um die Situation unter die Lupe zu nehmen.
Er fragte den einen Mann: „Warum essen Sie Gras?“ „Wir haben kein Geld, um etwas zu Essen zu kaufen“ antwortet der Mann „Wir müssen Gras essen.“ Der Reiche antwortete: „Wenn das so ist, dann könnt ihr mit zu meinem Haus kommen und ich werde euch was zu essen geben.“
„Aber mein Herr, ich habe eine Frau und zwei Kinder. Sie sind dort drüben unter dem Baum.“ „Dann bring sie mit“, antwortete der Rechtsanwalt. Der zweite Mann sagte: „Ich habe auch eine Frau und sechs Kinder.“ „Dann bringt sie alle mit“, sagte der Reiche.
Sie quetschten sich alle in die riesige Limousine.
Unterwegs, wandte sich einer der armen Typen an den Reichen und sagte: „Mein Herr, Sie sind sehr freundlich. Vielen Dank, dass Sie uns alle mitnehmen.“
Ehrlich gerührt sagte der Reiche: „Es ist mir eine Freude. Ihnen wird es bei mir gefallen, das Gras steht fast dreißig Zentimeter hoch!“

Essen dient ja nicht nur der Nahrungsaufnahme, gemeinsam zu Essen fördert gute Beziehungen.
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.
Die Kraft des gemeinsamen Essens:
• Geschäftsessen
• Feierlichkeiten (Hochzeit, Beerdigung…)
• Alphakurs
• Abendmahl
• Orient…

Jesus wurde auch des Öfteren zum Essen eingeladen. So auch in der folgenden Geschichte: Lk 5,27-32
27 Als Jesus danach die Stadt verließ, sah er einen Zolleinnehmer an der Zollstelle sitzen. Er hieß Levi. Jesus sagte zu ihm: »Komm, folge mir!«
28 Und Levi ließ alles zurück, stand auf und folgte Jesus.
29 Später gab Levi für Jesus ein großes Festessen in seinem Haus. Daran nahmen viele seiner bisherigen Kollegen und andere Bekannte teil.
30 Die Pharisäer, besonders die Gesetzeslehrer unter ihnen, murrten darüber und sagten zu den Jüngern: »Warum esst und trinkt ihr mit den Zolleinnehmern und ähnlichem Volk?«
31 Aber Jesus antwortete ihnen: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. 32 Ich bin nicht gekommen, solche Menschen in Gottes neue Welt einzuladen, bei denen alles in Ordnung ist, sondern solche, die Gott den Rücken gekehrt haben. Sie soll ich dazu aufrufen, ihr Leben zu ändern.«

In der Geschichte davor geht es um die Sündenvergebung. Jesus vergibt einem Gelähmten die Sünden und in diesem Zusammenhang wird dieser auch geheilt.
Wir alle sind Sünder, aber es gibt immer Menschen, die noch schlechter sind als ich. Menschen, dessen Gegenwart man meidet, damit sie keinen schlechten Einfluss auf mich ausüben können.
Dieses natürliche Empfinden lässt sich sogar mit Bibelstellen untermauern:
Jak 4,4: Wisst ihr denn nicht: Freundschaft mit dieser Welt bedeutet Feindschaft gegen Gott. Wer sich also mit der Welt befreunden will, verfeindet sich mit Gott.
Paulus: 1.Kor 5,9: …ihr sollt nichts mit Menschen zu tun haben, die Unzucht treiben…

Judentum: Nicht mit „unreinen“ Personen essen!
Jesus setzte sich über diese Regel hinweg.
Wisst ihr wofür Jesus bekannt war?
Lk 7,34: Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt, und ihr sagt: ‚Seht ihn euch an, diesen Vielfraß und Säufer, diesen Kumpan der Zolleinnehmer und Sünder!‘

Jesus war dieser zweifelhafte Ruf ziemlich egal.
Ist der Ruf einmal ruiniert… Das war sicher nicht der Beweggrund für JC.

Natürlich ist ein guter Ruf nicht unwichtig, aber letztendlich muss es uns wichtiger sein, was Gott von uns hält, als das, was andere Menschen von uns halten.

Paulus: 1.Kor 5,9: …ihr sollt nichts mit Menschen zu tun haben, die Unzucht treiben…
…10 Natürlich dachte ich dabei nicht an Menschen, die außerhalb der Gemeinde stehen, genauso wenig, wenn ich euch vor dem Umgang mit Geldgierigen, Räubern und Götzenanbetern gewarnt habe. Sonst müsstet ihr ja diese Welt überhaupt verlassen.

Unsere Welt ist voll von Sündern, von Menschen, die schlimme Dinge tun, vor allem aber voll von Menschen, die Gott noch nicht kennen.
So ein Sünder war Levi, der auch Matthäus genannt wurde.

Wie ist es wohl Levi/Matthäus ergangen, als Jesus ihn aufforderte ihm nachzufolgen?
Das war ein absoluter Wendepunkt in seinem Leben. Für ihn begann plötzlich etwas ganz Neues, eine neue Perspektive, eine neue Tür, ein neues Leben. Es war eines der Momente, in denen man merkt: Jetzt, oder nie! Das ist meine Chance. Noch einmal von Vorne beginnen.
Er war von Jesus wie elektrisiert. Er spürte, erkannte, wer dieser Jesus ist, der ihn ruft.

Tatsächlich ändert sich das Leben des Levi von Grund auf.
Bisher war ihm das Geld wichtig. Sonst wäre er nie Zöllner geworden. Das war so ziemlich der unehrenhafteste Beruf, den es zur Zeit Jesu gab, so auf einer Stufe mit Prostituierten.
Aber jetzt, durch die Begegnung mit Jesus erkennt Levi, dass er wirkliches Leben ohnehin nicht kaufen kann, egal wie reich er auch war.
Jesus war von nun an sein Leben.
Was tut man, wenn etwas Großartiges erlebt hat? Man teilt es. (Facebook)
Levi wollte, dass andere auch diesen Jesus kennen lernen, der seine Leben so gründlich auf den Kopf gestellt hat.
Er nutzte seine bestehende Beziehungen um Menschen mit Jesus bekannt zu machen (=Evangelisation)

Je länger jemand Christ ist, desto weniger Beziehungen hat er zu Menschen, die Gott noch nicht kennen.
Warum?

Unter Christen fühlt man sich wohler.
• Geschützte Atmosphäre
• Keine Schmutzigen Witze/Gerede
• Vertrauensbasis
• Verständnis LAV
• Gegenseitige Hilfe und Auferbauung…
= alles sehr gut;
= Stärke der Gemeinde (= Stück Himmel auf Erden) (Paradies, Zu Hause, Armee)
Aber! Jesus hat gesagt, dass wir das Salz der Erde sind und das Salz gehört in die Suppe!
Hast du dich schon einmal gefragt, warum dich Gott nach deiner Rettung nicht sofort in den Himmel holt?
Es gibt zwei Dinge, die du im Himmel nicht tun wirst: Sündigen und Evangelisieren. Welche der beiden ist wohl der Grund dafür, dass Gott dich noch auf dieser Erde lässt?

Levi/Matthäus war vielleicht kein klassischer Evangelist, aber er ließ sich etwas einfallen um Menschen mit Jesus bekannt zu machen:
V 29 Später gab Levi für Jesus ein großes Festessen in seinem Haus. Daran nahmen viele seiner bisherigen Kollegen und andere Bekannte teil.

Für dieses Festessen wurde der theologische Begriff „Matthäusparty“ gefunden.

Edith: „Ich tu dort wo ich bin, mit dem was ich habe, das was ich kann!“
Genau das hat sich Levi auch gedacht.
Er hat bei sich zu Hause, mit seinem Geld dazu beigetragen, dass seine Freunde Jesus kennen lernen. Er selber musste gar nicht predigen, Traktate verteilen, oder sonst irgendwie evangelisieren. Er musste nur einladen und viele sind seiner Einladung gefolgt, viele haben Jesus kennen gelernt. Ob diese dann auch Jesus vertraut haben und ihm nachgefolgt sind wissen wir nicht. Das gehört auch nicht zu unseren Aufgaben, wenn wir Menschen mit Jesus bekannt machen. Wenn Menschen zum Glauben kommen, ist das ohnehin das Werk des HG, nicht unsere Leistung.

Gott hat jeden von uns anders geschaffen und das ist gut so. Deshalb wird jeder von uns anders zu einer Beziehung mit Jesus einladen.
Manche sind großartige „Einlader“, Menschen folgen gerne ihrer Einladung zum Essen, zu einer Party, aber auch zum Gottesdienst oder einer christlichen Veranstaltung. Sie strahlen eine Begeisterung für ein Event aus, so dass man unbedingt auch dort hingehen möchte. Eben dieser Matthäus war so ein Typ. Er hat eingeladen und viele sind gekommen.

Andere haben einen zeugnishaften Evangelisationsstil. Wenn es passt, erzählen diese Menschen anderen das, was Gott gerade in ihrem Leben tut und machen so Andere auf ein Leben mit Jesus neugierig. Im Grunde kann das jeder und wir geben bewusst in unserer „Typisch Gott Zeit“ Gelegenheit, dass jeder der möchte, mitteilen kann, was er/sie mit Gott gerader erlebt hat. Dies erbaut nicht nur uns Christen, es ist auch eine „Botschaft“ von Gott an „noch nicht Gläubige“, die man nicht wegdiskutieren kann.
Bsp.: Joni Eareckson Tada

Vielleicht hast du auch einen dienenden Evangelisationsstil. Hast du schon einmal erlebt, dass einfach dadurch, dass du jemandem dienst, sich ein gutes Gespräch über deinen Glauben ergeben hat?
Ein biblisches Beispiel dafür ist Tabea aus Apg 9. Durch ihren ganz praktischen Dienst fanden Menschen zum Glauben.
Als weiteres Beispiel für diesen Stil ist sicherlich Mutter Theresa zu nennen.

Zusätzlich zu den drei bisher genannten gibt es noch den intellektuellen und den konfrontativen Evangelisationsstil. Diese beiden Stile sind gesprächsorientiert. Den konfrontativen nuten meist Prediger um die Zuhörer aufzurütteln und sie mit geistlichen Wahrheiten zu konfrontieren.
Klassisches Beispiel dazu ist Petrus in seiner Pfingstpredigt:
Apg 2,36 Diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, den hat Gott zum Herrn und zum Messias gemacht.

Ein typischer Vertreter des Intellektuellen Stils ist Paulus, der komplexe Dinge durchdenkt und mit stichhaltigen Argumenten seine Zuhörer oder Leser zu überzeugen versucht.

In der Regel fallen einem, wenn man an Evangelisten denkt, Vertreter dieser letzten beiden Stile ein. Dies sind zwar bemerkenswerte Persönlichkeiten, wie Billy Graham, Ulrich Parzany oder Peter Wiegand um nur einige wenige zu nennen, die meisten Christen, so wie wir heute können sich aber eher mit dem zeugnishaften, dem dienenden, oder dem einladenden Evangelisationsstil identifizieren. Diese Stile sind genauso wichtig und wertvoll, wie der Dienst der „großen“ Evangelisten.

Natürlich soll jeder von uns in der Lage sein, das Evangelium einfach und klar zu kommunizieren. Ich verwende dazu gerne die „4 geistlichen Gesetze“.
http://www.the-church-online.org/4gesetze.htm

Es gibt den Slogan: Jeder Christ ist ein Evangelist. Dem kann ich nur zustimmen, wenn wir die unterschiedlichen Stile berücksichtigen.
Vielleicht bist du nicht dazu berufen vor einer größeren Menschenmenge zu predigen, das ist OK. Aber du kannst deinen Beitrag leisten, damit Menschen, die du bereist kennst, die beste Botschaft der Welt hören und diesen Jesus kennen und vertrauen lernen, der aus Sündern wie Levi, großartige Männer und Frauen Gottes machen will und kann!