Arzt: Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie.

Die Schlechte ist: Sie sind vergiftet worden.

Die Gute ist: Bei der Obduktion werden wir feststellen können womit…

 

Nicht alles, was wir essen ist gesund für uns. Aber ohne Nahrung aufzunehmen, würden wir in jedem Fall sterben.

 

Die Voraussetzung Nahrung aufnehmen zu müssen um zu leben gilt nicht nur für unseren Körper, diese Gesetzmäßigkeit gilt in gleicher Weise für unsere Seele, und vor allem aber auch für unseren Geist.

 

Wenn wir unsere Seele verkümmern lassen, uns nie selber etwas Gutes tun, nie uns an etwas erfreuen können, nie in eine schöne Umgebung kommen (Schifahren im Gebirge) und nie emotional auftanken können, wird unsere Seele krank werden.

 

Wenn ein Mensch zu Gott umkehrt und Jesus in sein Leben einlädt, dann wird sein Geist von Gott erweckt. Der HG zieht in diesen Menschen ein und kommuniziert mit dessen Geist. Dieser neu erweckte Geist des Menschen braucht regelmäßige Nahrung um nicht wieder zu verkümmern.

 

Als Jesus in der Wüste, nachdem er 40 Tage lang gefastet hatte, vom Teufel mit den Worten: „Wenn du Gottes Sohn bist, dann mach aus diesen Steinen Brot“, versucht wurde, antwortete er mit einem Zitat aus dem AT: „Der Mensch lebt nicht von Brot allein.“ (Mt 4,4)

 

Nahrung für den Geist ist noch wichtiger als Nahrung für den Körper. Wenn wir unserem Körper in der Regel drei Mal täglich Nahrung zuführen (von den Naschereien und Zwischenmahlzeiten ganz abgesehen), dann können wir gar nicht genug geistlich „essen“. Ich habe noch nie einen geistlich übergewichtigen Menschen gesehen, sehr häufig aber geistlich Unterernährte.

Auch in unserer Gemeinde. Du musst geistlich essen!

 

Martin hat vor zwei Wochen davon gesprochen, dass der Gottesdienst zur geistlichen Nahrungsaufnahme dient. Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Ohne Lobpreis, Predigt, Gemeinschaft und Austausch würdest du auf Dauer geistlich verhungern. Aber isst du im natürlichen Bereich auch nur am Sonntag? Am Sonntag gibt es meist das beste Essen. Wir würden nicht verhungern, wenn wir uns am Sonntag den Bauch vollschlagen würden, aber die ganze restliche Woche fasten. Aber gesund wäre das nicht.

So wie wir in der Regel beim natürlichen Essen auf eine ausgewogene Ernährung Wert legen, so sollten wir das auch im geistlichen Sinn tun.

Sich Predigten im Internet anhören zu können ist eine tolle Sache, aber nicht alle Internetprediger verkünden das Evangelium.

Wenn du etwas besonders Gutes kochen willst, achtest du darauf, dass du die besten Zutaten einkaufst. Achte auch im geistlichen auf die beste Zutat: Das reine unverfälschte Wort Gottes. Bibelauslegungen, Kommentare und geistliche Bücher zu lesen ist gut, kann aber das unmittelbare Bibellesen nicht ersetzen.

 

Bei der Täufer-Ausstellung, die ja einige von uns besucht haben, wurde deutlich aufgezeigt, wie kostbar das geschriebene Wort Gottes, die Bibel für die Menschen zur Zeit der Reformation wurde. Welchen Schatz Wycliff, Luther und andere Reformatoren den Menschen zugänglich machten, indem sie die Bibel in die jeweilige Landessprache übersetzten. Wie wir auch gehört haben, war es den Katholiken bis zum zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) verboten die Bibel zu lesen. Die Bibel, so die Begründung, sei ein gefährliches Buch, wenn sie falsch interpretiert wird.

Ja, die Bibel ist ein gefährliches Buch. Es kann dein Leben buchstäblich auf den Kopf stellen.

Und ja, natürlich kann die Bibel falsch interpretiert werden. Ist auch bereits unzählige Male vorgekommen.

Aber nur weil es Falschgeld gibt, verzichten wir auch nicht auf das echte Geld.

 

Natürlich ist es so, dass jeder Christ, egal welcher Prägung, die Bibel mit seiner eigenen „Brille“ liest. Meine Theologie und meine Erfahrung lassen mich die Bibel aus einem ganz bestimmten Blickwinkel betrachten. Dessen muss ich mir immer bewusst sein. In all dem vertraue ich auf den HG, dass er mir die Bedeutung für mich aufzeigt.

 

Wisst ihr eigentlich was der wichtigste Unterschied zwischen der Römisch Katholischen- und den reformatorischen Kirchen, zu denen wir Freikirchler uns rechnen ist?

Wir glauben, dass die Bibel die allein- letztgültige Offenbarungsquelle für Gottes Reden darstellt. Sola Scriptura!

 

Die RKK sieht hingegen in der Bibel ist keine von der kirchlichen Tradition unabhängige Norm. Der Heiligen Schrift wird kein Vorrang vor der Tradition eingeräumt. Das heißt im Klartext: Die Kirchliche Tradition bestimmt, wie die Bibel zu verstehen ist, bzw. werden Dinge geglaubt, die gar nicht biblischen Ursprungs sind. Die Tradition ist das, was schon immer, von allen geglaubt wurde. Die Kirche (Konzil, Kurie, Papst) behält sich das letzte Wort vor.

Praktische Auswirkung: Ablasslehre, Fürsprache der „Heiligen“, unbefleckte Empfängnis Marias… sind nicht von der Bibel abgeleitet.

 

 

Die Bibel, ein kostbares Buch!

Keinem anderen Buch ist es gelungen auf allen Kontinenten, an tausenden verschiedenen Orten und Kulturen Menschen zu einer neuen Hoffnung, einem neuen Glauben und einem neuen Leben zu verhelfen.

 

Die Bibel ist ein lebendiges Buch. Gott selbst spricht durch die Bibel zu uns.

Der Christliche Glaube ist ein Offenbarungsglaube.

Das heißt: Wir sind auf die Offenbarung Gottes angewiesen. Ohne, dass sich Gott von sich aus mitteilt, können wir nichts über ihn erfahren. Wir können bestenfalls aus der Schöpfung schließen, dass es einen Gott gibt. Aber ob er gut, oder Böse, ob er freundlich oder nicht ist, ob er einmal die Welt geschaffen hat und jetzt in seinem Schaukelstuhl uns dabei zuschaut, wie wir alles, was er geschaffen hat wieder kaputt machen, oder ob er sich ganz persönlich um jeden einzelnen kümmert, das können wir ohne, dass er sich offenbart nicht sagen.

 

Gott hat sich geoffenbart, und zwar in einer Person: JC

Beste Infoquelle über Jesus ist die Bibel. Dass die Informationen über Jesus, die wir im NT haben, sehr gut überliefert sind, ist auch wissenschaftlich eindeutig belegt.

 

 

  1. Tim 3,16f

16 Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und kann uns lehren, was wahr ist, und uns erkennen lassen, wo Schuld in unserem Leben ist. Sie weist uns zurecht und erzieht uns dazu, Gottes Willen zu tun.

17 Durch die Schrift bereitet Gott uns umfassend vor und rüstet uns aus für alles, was wir nach seinem Willen tun sollen.

 

Gott selbst spricht durch dieses Buch, auch wenn es gleichzeitig zu 100% von Menschen geschrieben ist.

Deshalb darf es auch Widersprüche in der Bibel geben und sie bleibt trotzdem wahr.

 

Die Bibel hat eine ganze Reihe von praktisch Nutzen für uns, für unser irdisches, aber vor allem auch für unser geistliches Leben. Die Bibel regelmäßig zu lesen stellt den Hauptteil unserer geistlichen Nahrung dar. Nur wenn wir in der Bibel beheimatet sind, werden wir die Stimme des guten Hirten zuverlässig von anderen Stimmen unterscheiden können.

 

Darum ließ täglich darin!

Meine Schüler lieben die „Schwertübung“. (Eine Bibelstelle möglichst rasch finden) Aber noch wichtiger ist es, mit den Aussagen der Bibel vertraut zu sein und diese Erkenntnisse im Leben umzusetzen.

 

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Bibel zu lesen:

  • Als Ratgeber für das Leben (Damit das Leben gelingt)
  • Zur persönlichen Auferbauung (Kalendersprüche)
  • Intensives Studium (Kommentare)

 

Auch wenn sie beispielsweise die 10 Gebote enthält: Die Bibel ist kein Moralbuch!

Gottes Gebote sind gut für uns!

Bsp.: Spiel (ohne Regeln) mit Kindern spielen

Aber Gott geht es nicht darum, dass wir alles richtig, oder umgekehrt nichts falsch machen.

 

Die Bibel ist Gottes Liebesbrief an uns, jeden Tag neu!

Es nützt nichts, die Bibel nur zu lesen, wenn wir dabei nicht JC begegnen. Er ist „das Wort Gottes“.

Luther: „Die Bibel ist die Krippe in der Jesus liegt. Vor lauter staunen über der Krippe, dürfen wir nicht vergessen, das Kind anzubeten.“

 

Was geschieht, wenn Jesus spricht?

Glaube entsteht!

Röm 10,17: Der Glaube kommt aus der Botschaft, die Botschaft gründet im Wort Christi.

 

Es gibt sehr viele Beispiele wie Menschen beim Lesen der Bibel zum Glauben fanden.

 

Es geht aber nicht nur um den „ersten Glauben“, sondern durch das Bibellesen wird unser Glaube fortwährend gestärkt und auferbaut.

Bsp.: Zenten geben.

 

Die Beziehungspflege mit Jesus hat mit Gebet, mit der Gemeinschaft mit anderen Christen, aber vor allem auch mit dem Lesen der Bibel zu tun.

 

Letzten Sonntag habe ich euch gesagt, dass ein Jünger jemand ist, der das Evangelium so weitergeben kann, dass Menschen, die noch nicht an Jesus glauben, es verstehen können.

 

Zum Jünger Jesu sein gehört aber auch dazu, dass ich mich in der Bibel auskenne und dass ich nicht nur weiß, wo ich geistliche Nahrung herbekomme, sondern diese geistliche Nahrung auch regelmäßig zu mir nehme, dass ich geistlich wachse und stärker werde.

 

 

Natürlich fordert das regelmäßige Bibellesen, so wie auch jede andere Übung ein gewisses Maß an Disziplin. Im natürlichen Bereich hat uns Gott einen Trieb zur Nahrungsaufnahme geschenkt. Wenn jemand nicht von sich aus essen will, dann sprechen wir von einer Essstörung. Junge Gläubige habe oft einen so großen geistliche Hunger, dass sie die Bibel förmlich verschlingen. Bsp.: Franz.

 

Nach einer Weile lässt dieser Trieb aber in der Regel nach und die geistliche Nahrungsaufnahme geht nicht von selbst.

Hilfreich ist es da, gesunde Gewohnheiten zu entwickeln. Wir Menschen sind ja Gewohnheitstiere. Ich habe mir angewöhnt, gleich nach dem Aufstehen, nicht nur meinem Körper Nahrung zukommen zu lassen, sondern parallel auch geistlich zu frühstücken. Jeden Tag mindestens ein Kapitel. Oft begleitet, oder begegnet mir das, was ich morgens gelesen habe tagsüber.

 

 

Entwickle deine Gewohnheit, die für dich passt.

Setze das Gelesene, so gut es geht in deinem Leben um. Die Bibel hat nicht das Ziel unseren Kopf zu füllen, sondern unser Leben zu ändern.

Ernähre dich ausreichend. Du wirst es brauchen.