Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

 

Könnt ihr mich hören? Das ist gut!

Hast du heute Gottes Stimme schon gehört?

Es ist interessant, dass das Hören der Stimme unseres Herrn eigentlich eine Basisfähigkeit eines jeden Jüngers Jesu sein sollte, aber gleichzeitig kenne ich kaum einen Christen, der damit keine Schwierigkeiten hätte, mich eingeschlossen.

 

Wenn die Kommunikation von Gott zu uns funktionieren soll, müssen wir zuhören lernen, lernen, wie seine Stimme klingt.

 

 

Joh 10,2-4

Der Hirte geht durch die Tür zu seinen Schafen…

…die Schafe erkennen ihn schon an seiner Stimme. Dann ruft der Hirte sie mit ihrem Namen und führt sie auf die Weide…

…Er geht vor ihnen her, und die Schaft folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.

 

V 11: Ich bin der gute Hirte (Ps 23)

 

„Meine Schafe kennen meine Stimme“…

Entspricht das deiner täglichen Erfahrung?

Wenn Ja, wie hörst du Gottes Stimme?

 

Um beim Bild von Joh 10 zu bleiben:

Schafe verstehen kein Deutsch (Hebräisch/aramäisch…)

Schafe kommunizieren anders miteinander.

Der Schäfer muss „schafisch“ mit ihnen sprechen (Körpersprache)

Hund und Katze verstehen sich deshalb nicht, weil sie unterschiedliche Körpersprachen haben.

 

Wir haben mit dem Sündenfall verlernt in der göttlichen Sprache zu sprechen.

Deshalb sind wir darauf angewiesen, dass Gott sich uns „menschlich“ mitteilt. So dass wir ihn verstehen können. Das ist ein wesentlicher Grund, warum Jesus als Mensch auf diese Erde kam. In Jesus begegnet uns der lebendige Gott nicht nur in menschlicher Gestalt, sondern er sprach zu uns auch mit menschlicher Sprache. Ich bin sehr froh darüber, dass vieles von dem, was er gesagt hat, in der Bibel aufgeschrieben ist, sodass wir es heute lesen und hören können.

 

Aber jetzt ist JC nicht mehr als Mensch hier auf Erden, sondern er lebt und wirkt durch den HG.

HG ist kein Mensch, sondern Geist.

Deshalb müssen wir diese geistliche Sprache wieder neu erlernen. Das ist sehr wichtig für uns als Jünger Jesu.

 

Das Gleiche, was JC über das Anbeten gesagt hat (im Geist und in der Wahrheit) gilt auch für Hören der Stimme Gottes.

Gott macht zwar manchmal eine Ausnahme der Regel, aber „normalerweise“ redet er zu „geistlichen“ Menschen.

Was ist ein geistlicher Mensch?

Alle Menschen, die den HG empfangen haben.

 

Für alle die gilt: Joh 10,3-4

…die Schafe erkennen ihn schon an seiner Stimme. Dann ruft der Hirte sie mit ihrem Namen und führt sie auf die Weide…

…Er geht vor ihnen her, und die Schaft folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.

 

Das Besondere am guten Hirten: Er selbst geht voran.

Er sagt nicht: Jetzt gehst du dorthin, und dann biegst du links ab, und dann…

Er geht voran.

Er gibt die Richtung vor.

Er lenkt die Schafe mit seiner Stimme.

Die Schafe folgen nicht seinen Kommandos, sondern seiner Stimme.

Egal was er sagt, so lange er etwas sagt.

ð Vertrauensbasis: Der Hirte führt uns auf saftige Wiesen (Ps 23)

Er ruft seine Schafe beim Namen. Er kennt uns…

 

 

Voraussetzung um Gottes Stimme zu hören: Ich will sie hören wollen!

Zwar kein Automatismus: 17 Punkte erfüllt, dann redet Gott, aber ohne meine Bereitschaft geht es nicht.

 

Wir können Gott nicht zwingen zu uns zu reden, – und es gibt auch Zeiten in denen Gott (scheinbar) schwiegt – aber normalerweise will er sich mitteilen.

 

Es gibt auch nicht nur eine bestimme Form, wie sich Gott uns mitteilt, sondern mehrere.

 

 

Ich war diese Woche drei Tage auf einer Hütte, ganz allein, „bewaffnet“ nur mit meiner Bibel, Schreibzeug und meiner Gitarre. Ich wollte in dieser Zeit ganz neu, ganz klar und ganz intensiv die Stimme Gottes hören. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie herausfordernd das für mich war.

Ich habe viel in der Bibel gelesen, hab ausgedehnte Lobpreiszeiten gehabt und Stille war jede Menge da.

Ich habe mir das so romantisch vorgestellt. Jedes Mal, wenn ich davon gelesen habe, dass beispielsweise ein Pastor sich so eine Auszeit auf einer Hütte nimmt, um Gottes Stimme wieder ganz neu zu hören, dachte ich mir: Das will ich auch einmal machen.

Als ich dann in der Hütte ankam, dachte ich mir: Was mache ich jetzt? Wie geht das: Stille werden vor dem Herrn? Äußerlich war es still, aber in meinem Kopf war plötzlich eine Ratlosigkeit, was ich jetzt anfangen sollte mit dieser geschenkten Zeit.

 

In solchen Situationen ist es hilfreich, auf etwas Bewährtes zurückzugreifen: Ich erinnerte mich an die 4 Schlüssel, die ich einem Seminar mit Roel kennen gelernt hatte und über die ich selber auch schon gepredigt hatte:

 

 

  1. Spontane Gedanken

 

Bsp.: Heinz hat den Gedanken jemanden anzurufen. Dieser antwortet: „Woher wusstest du, dass ich gerade jetzt jemanden zum Reden brauche…“

 

Auch schon so Erfahrungen gemacht?

Eindruck: Ich soll für XY beten!?

In der Regel kaum Zweifel, ob das wirklich Gottes Stimme war.

Wie klang diese innere Stimme? Mächtig, mit Donner…?

In der Regel als ganz normaler Gedanke!

 

Elija war ein mächtiger Mann Gottes. Viele Wunder, prophetische Aussagen etc. Er war ein Mann, der ganz offensichtlich mit der Stimme Gottes vertraut war.

Eine Bibelstelle zeigt wie er die Stimme Gottes hörte: 1.Kön 19,11-13

Der HERR sagte: »Komm aus der Höhle und tritt auf den Berg vor mich hin! Ich werde an dir vorübergehen!«

Da kam ein Sturm, der an der Bergwand rüttelte, dass die Felsbrocken flogen. Aber der HERR war nicht im Sturm.

Als der Sturm vorüber war, kam ein starkes Erdbeben. Aber der HERR war nicht im Erdbeben.

Als das Beben vorüber war, kam ein loderndes Feuer. Aber der HERR war nicht im Feuer.

Als das Feuer vorüber war, kam ein ganz leiser Hauch.

Da verhüllte Elija sein Gesicht mit dem Mantel, trat vor und stellte sich in den Eingang der Höhle.

Eine Stimme fragte ihn: »Elija, was willst du hier?«

 

Das führt uns direkt zum zweiten Schlüssel:

 

 

  1. Stille

 

Ist nichts Neues für uns. ð Stille Zeit; Jahr der Stille, Raum der Stille…

Hat damit zu tun, dass die Welt, die vom Gegenspieler Gottes beherrscht wird, sehr laut ist. ð Werbung muss „lauter“ sein, als die anderen. (Farben, erotische Reize, Kreativität…) ð Reizüberflutung, Geschmacklosigkeit

Gerade bei der Kreativität sind auch wir gefragt, wenn wir Werbung für den Herrn machen.

Auch „Lärm für den Herrn“ zu machen ist manchmal gut und richtig.

 

Aber wenn es darum geht Gottes Stimme zu hören, müssen wir einen anderen Weg gehen.

Unser Leben ist so laut. Getrieben sein.

 

Ruhiges Plätzchen suchen (Natur) (Höhle des Elija) und warten, dass Stürme, Erdbeben, Feuer… vorbeigezogen sind.

Warten ist zwar nicht modern, aber „Instand Ruhe“ gibt es nicht.

 

Eventuell ruhige LP CD anhören.

Lobpreis öffnet geistliche Türen.

Der Prophet Elisa wurde vom König um Rat gefragt: 2.Kön 3,15-16

»…Lasst einen Harfenspieler kommen!«

Während das Harfenspiel erklang, kam der Geist des HERRN über Elisa, und er sagte: »So spricht der HERR: … «

 

Ablenkungen (Anfechtungen) in der Wartezeit:

  • Gedanken, die plötzlich auftauchen und wichtig werden ð (Dann brauch ich nicht länger daran zu denken.)
  • Sorgen als Götzendienst (Gott ist kleiner als meine Problem) bekennen und ans Kreuz bringen. Der Vater im Himmel sorgt für dich!
  • Sünden werden dir bewusst Ebenfalls ans Kreuz, Vergebung empfangen.
  • Zerstreuung – Konzentriere dich darauf, dass JC bei dir ist.

 

 

  1. Hinschauen auf Jesus

 

Es gibt die Vision, die über mich kommt, es gibt aber auch die Vision, die ich mit den Augen meines Herzens suche.

Gott will sich uns mitteilen.

 

Hab 2,1

Auf meinen Posten will ich treten und auf den Wall mich stellen und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird und was für eine Antwort ich auf meine Klage erhalte.

 

Wenn ich sage: Stell dir ein Hühnchen vor, wie es am Griller vor sich hin brutzelt, saftig, knusprig, duftend…, dann läuft dir das Wasser im Mund zusammen. (Außer du bist Vegetarier)

Denke an jemanden, den du hasst, oder vor dem du dich fürchtest. ð Pulsschlag steigt, Muskel spannen sich an…

Jeder von uns hat ein gutes Vorstellungsvermögen. Alleine die Vorstellung von etwas, löst in uns eine Reaktion aus.

 

Eine Vision ist etwas, auf das wir uns bewusst einlassen können.

Übung: Mach deine Augen zu. Entspanne dich.

Stell dir vor, du gehst am Meer (oder sonst einem schönen Ort) spazieren.

Du siehst, wie Jesus auf dich zugeht.

Er begegnet dir, nimmt dich in den Arm.

Er fängt an zu dir zu reden.

Was sagt er zu dir?

 

 

und ich will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird…

 

 

  1. Aufschreiben

 

Hab 2,2 Und der HERR erwiderte mir und sprach: Schreib das Gesicht auf, und zwar deutlich auf die Tafeln, damit man es geläufig lesen kann.

 

Hab ich selber ausprobiert. (Berichten)

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kam ich richtig in den Fluss. (Dialog)

 

5 Vorteile des Aufschreibens:

 

  1. Du kannst ungehindert im Glauben schreiben, im Wissen, dass du es später überprüfen kannst.
  2. Es ermöglicht dir, ganze Seiten zu schreiben, anstatt nur einzelner Gedanken nachzugehen.
  3. Es hält deinen Verstand beschäftigt. Demzufolge ist er „aus dem Weg“. Es hilft, mit den Gedanken bei Gott zu bleiben und den Gedankengang zu ordnen.
  4. Es hilft dir, dich später wieder an die Botschaft zu erinnern. Es geht nicht so schnell verloren, wie „normale“ Gedanken.
  5. Es hilft dir durchzuhalten, in Zeiten des Wartens.

 

 

 

Was mir geholfen hat in diesen drei Tagen war, Gott ganz konkrete Fragen zu stellen und eine Antwort von ihm zu erwarten.

Das hat mit Gedankendisziplin zu tun.

 

Ich kann jetzt nicht sagen, dass in diesen drei Tagen die „große Erleuchtung“ über mich kam und ich fortan 30cm über dem Boden dahinschwebe. Auch mein Heiligenschein glänzt nicht heller als zuvor 😊

 

Was ich aber schon sagen kann, ist dass sich das Warten ausgezahlt hat. Gott hat zu mir gesprochen, in ganz konkreten Gedanken und sogar in einem Traum, den er mir gab. Er hat mich in meiner Berufung als Leiter und als Lehrer bestätigt.

Die drei Tage waren dann ganz anders, als ich sie mir ursprünglich vorgestellt hatte, aber sie haben mich verändert.

 

Was ich mir mitgenommen habe und unbedingt an euch weitergeben möchte, ist diese Erwartungshaltung in jeder Situation mit dem Reden Gottes zu rechnen.

Für Gott ist unser Alltag nicht zu banal, als dass er durch sein Reden jede Situation verändern und prägen kann. Immer dann, wenn Gott in eine Begebenheit hineinspricht, bricht ein Stück Himmel auf uns herab. Jeder Tag ist voller Gelegenheiten für Gott, dass seine Liebe Menschen erreicht. Menschen, die ihn noch nicht kennen.

Unser Job ist es lediglich hinzuhören und dann das Gehörte umzusetzen, so gut wir es halt können.

Das ist praktisch gelebtes Jünger sein.

 

Jesus lebt, hier mitten unter uns. Er hat etwas zu sagen und er teilt seine Gedanken dir mit.

Sein Plan ist perfekt, also hör hin, was er dir sagt und lebe danach.