„Sag mal, du und deine Schwester, ihr seid doch Zwillinge, nicht wahr?“

„Nicht mehr. Wir waren es als Kinder, aber jetzt ist sie neun Jahre jünger als ich!“

Egal wie jung du bist – die Freunde Jesu sind Jünger.

 

Wikipedia schreibt zum Thema Jünger:

„Ein Jünger ist ein Angehöriger (Gefolgsmann) einer gemeinschaftlich folgenden Gruppe von Jüngern.

Ein Jünger ist mehr als ein Schüler. Wenn es auch in religiösen Bezügen ausgesprochene Lehrer-Schüler-Verhältnisse geben kann, geht die Beziehung des Jüngers zum Meister insofern darüber hinaus, als der Jünger vor dem Erwerb von Wissen und Fähigkeiten z. B. die Erfahrung der Gemeinschaft, persönlichen Verbundenheit und des Vertrauens genießt.

Nach dem Tod des Religionsstifters wirken die Jünger weiter als dessen Repräsentanten („Augenzeugen“) und Verwalter der religiösen Lehren der Leitfigur.

Alle Mitglieder der religiösen Gemeinde um die Leitfigur und deren Lehren und Wirken, die keine Jünger sind, werden als Anhänger bezeichnet. Nach dem Tode der Leitfigur und ihrer Jünger gibt es folglich nur noch religiöse Anhänger.“

 

Da Jesus zwar gestorben- aber wieder auferstanden ist und unter uns lebt, können wir uns mit Recht als seine Jünger- und nicht nur als seine Anhänger bezeichnen.

 

Was genau macht einen Jünger Jesu aus?

Mit welchen Eigenschaften und Besonderheiten würdest du einen Jünger Jesu beschreiben?

 

 

Das Stichwort, das mir in der Vorbereitung wichtige geworden ist, heißt: Reproduktion!

 

Die Frucht eines Apfelbaumes ist nicht ein Apfel, sondern ein weiterer Apfelbaum. Wenn er sich also reproduziert hat.

Jesus hat nicht deshalb Jünger berufen, damit seine Lehre nicht verloren geht, er wollte, dass er selbst, durch seine Jünger auf dieser Erde gegenwärtig bleibt um Menschen in das Himmelreich hinein zu lieben.

Jesus selbst lebt in jedem seiner Jünger.

 

Um mich reproduzieren zu können, muss ich wissen, wer ich bin, bzw. was mich als Jünger Jesu ausweist.

Die Jüngerschaftsbeziehung beginnt mit einem Ruf Jesu, auf mein Leben. Er ruft mich heraus, aus meinem bisherigen Leben, er ruft mich aus dem Einflussbereich dieser gefallenen Welt heraus und führt mich in die die Gemeinschaft mit ihm, dem Vater und dem HG. Er rettet mich aus dem Verloren Sein und gibt mir einen neuen, himmlischen Platz an seiner Seite.

 

Ein Jünger Jesu ist also jemand, der den Heilsplan Gottes für sein Leben verstanden hat und auf dieses Angebot Jesu geantwortet hat. Verstehen bedeutet mehr als ein bloßes intellektuelles Zustimmen von Tatsachen. Es bedeutet, dass ich diese gewonnene Erkenntnis, in meinem Leben umsetze.

Bsp.: Ein Raucher, der weiß, dass rauchen schlecht für ihn ist, aber trotzdem nicht aufhört, dem fehlt es nicht an Wissen, sondern an Erkenntnis. Erkenntnis hat immer ganz praktische Konsequenzen für mein Leben.

 

Den Heilsplan für mein eigenes Leben zu verstehen ist eine Sache, das Evangelium weiter geben zu können (Reproduktion), aber noch einmal eine andere.

 

Wir als Gemeinde sind nach dem „Gemeinde als Kraft“ Prinzip organisiert. Das heißt, dass wir uns nicht nur am Sonntag als Gemeinde verstehen, sondern du als Christ und als Teil von TPL bist Gemeinde, an jedem Tag der Woche, an jedem Ort und in jeder Situation in die du kommst. Die Aufgabe der Gemeinde (also von dir) ist es, Gottes Liebe, so praktisch wie möglich weiter zu geben, wann immer dies möglich ist.

„Die Gemeinde ist ein Instrument der Heilung für unsere Region“; haben wir in unserem Leitbild stehen. Diesen Satz kannst du 1:1 für dich anwenden. Du bist ein Instrument der göttlichen Heilung für das Mühlviertel!

Wenn du das tust (Gottes Liebe weitergeben), werden sich ganz automatisch Gelegenheiten ergeben, bei denen du gefragt wirst: Warum machst du das? Woher bekommst du diese Liebe? Oder auch: Wie wird man Christ?

 

Das Evangelium ist einerseits so einfach, dass ein vierjähriges Kind es verstehen kann, anderseits aber so komplex, dass wir ein ganzes Leben brauchen, um es Stück für Stück umzusetzen.

 

Wenn wir gefragt werden, wie man Christ wird, dann sollten wir eine Antwort geben können.

  1. Pe 3,15: Seid immer bereit, Rede und Antwort zu stehen, wenn euch andere nach der Hoffnung fragen, die euch erfüllt.

 

Der Gemeindeforscher Christian Schwarz hat einmal ein interessantes Experiment durchgeführt: Er hat sich, gemeinsam mit einem Freund unter die Besucher des „Evangelischen Kirchentages“ in Deutschland gemischt und die Teilnehmer angesprochen: „Ich möchte mich bekehren, können Sie mir dabei helfen?“

Seine Erfahrungen waren erschreckend und er kam zu dem Schluss: „Bekehrung schien geradezu etwas zu sein, was man nicht einmal seinem Hund antun würde, geschweige denn so netten Menschen wir uns!“ (Christian A. Schwarz; Grundkurs Evangelisation S.71f)

 

Was würdest du auf diese Frage antworten? Du wirst früher oder später so eine Frage gestellt bekommen, ganz sicher!

 

 

 

Die vier geistlichen Gesetze

 

  1. Gott liebt dich und hat einen Plan für dein Leben!

„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16).

 

Gottes Plan:

Jesus spricht: „Ich bin gekommen, um das Leben in seiner ganzen Fülle zu bringen“ (ein inhaltsreiches und sinnerfülltes Leben) (Johannes 10,10).

 

Warum ist dieses Leben den meisten Menschen als Realität nicht greifbar?

 

 

  1. Der Mensch ist sündig, er ist von Gott getrennt.

Deshalb kann er die Liebe und den Plan Gottes für sein Leben weder erkennen noch erfahren.

„Alle haben gesündigt und können deshalb nicht vor Gott bestehen“ (Römer 3, 23).

 

Der Mensch wurde geschaffen, um in der Gemeinschaft mit Gott zu leben. In seinem Eigenwillen entschied er sich gegen den Schöpfer und wählte seinen eigenen, von Gott unabhängigen Weg. Die Gemeinschaft mit Gott war zerstört.

Gott ist heilig. Der Mensch ist sündig. Zwischen beiden ist eine tiefe Kluft. Der Mensch ist ständig bemüht, um Gott und ein sinnerfülltes Leben zu erreichen.

Aber alle seine eigenen Anstrengungen, diese Trennung zu überbrücken, z. B. durch gutes Leben, Philosophie, Religiosität usw., sind vergeblich.

 

Das dritte Gesetz zeigt uns den einzigen Ausweg aus diesem Dilemma.

 

 

  1. Jesus Christus ist Gottes Ausweg aus der Sünde des Menschen.

Durch ihn kannst du die Liebe Gottes und seinen Plan für dein Leben kennenlernen und erfahren.

 

Er starb stellvertretend für uns

„Gott aber beweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5, 8).

 

Er ist auferstanden von den Toten

„Christus ist für unsere Sünden gestorben… Er ist begraben und am dritten Tag vom Tod erweckt worden, so wie es in den Schriften vorausgesagt war. Darauf hat er sich Petrus gezeigt, dann dem ganzen Kreis der Jünger. Später sahen ihn über fünfhundert Brüder auf einmal“ (1. Kor. 15, 3-6).

 

Er ist der einzige Weg

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14, 6).

 

Gott hat durch sein Handeln die Kluft überbrückt, die uns von ihm trennt; er sandte seinen Sohn Jesus Christus, damit er stellvertretend für uns sterben sollte.

 

Diese drei Gesetze zu kennen, ist zu wenig.

 

 

 

  1. Du musst dich entscheiden!

Wenn wir Jesus Christus durch persönliche Einladung als Erlöser und Herrn aufnehmen, dann können wir die Liebe Gottes und seinen Plan für unser Leben erfahren.

 

„Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben“ (Johannes 1,12).

 

„Ihr seid durch die göttliche Gnade gerettet, weil ihr glaubt. Es ist nicht eure eigene Tat, sondern ein Geschenk Gottes. Keiner hat Grund, darauf stolz zu sein“ (Epheser 2, 8-9).

 

Christus aufnehmen heißt auch, sich von sich selbst weg und Gott zuwenden: es heißt, Christus zu vertrauen,

  • dass er in unser Leben eintritt,
  • dass er unsere Sünden vergibt und
  • dass er uns so umgestaltet, wie Gott uns haben will.

 

Der Einladung Christi nur mit dem Kopf zuzustimmen, ist ebenso unzureichend wie eine bloße Gefühlsregung.

Erst wenn Jesus Herr über alle Bereiche deines Lebens sein darf, wirst du erfahren, was es heißt, dass er auch der Heiland über alle diese Bereiche ist.

 

Es ist wie bei einem Schachspiel: Gott hat einen Zug gemacht, jetzt bist du dran.

 

 

 

Video von Andreas „Boppi“ Boppart

https://www.youtube.com/watch?v=vrb50cQxYk0