Ein Schotte leidet an Kreislaufstörungen. Man empfiehlt ihm einen Mann, der durch Suggestion heilt.

Dieser sieht im tief in die Augen und befiehlt:
„Sagen sie sich laut vor: Ich bin geheilt!“
Daraufhin ruft der Schotte erleichtert: „Ich bin geheilt!“
Heiler: „Sehr gut. Das macht zehn Pfund!“
Daraufhin sieht der Schotte dem Heiler tief in die Augen und befiehlt:
„Sagen sie sich laut vor: Ich bin bezahlt!“

Vervollständige den Satz für dich ganz persönlich: „Ich bin…“
Was kommt dir als erstes in den Sinn?
· Beruf? (Was bin ich; R. Lemke)
· Eigenschaft (Hast du diese Eigenschaften oder bist du gut/böse/…?
· Beziehungswort (Vater, Freund…)
· Name
· Ich (Mira Lobe)

Mit dem Satz „Ich bin…“ sagen wir in der Regel etwas Wesentliches von uns aus. Etwas, das besonders, vielleicht sogar einzigartig ist.

Der absolute Wendepunkt im Leben des Mose war, als er Gott im brennenden Dornbusch begegnete: (2. Mo 3+4)
2.Mose 3,13-15
13 Mose sagte zu Gott: »Wenn ich nun zu den Leuten von Israel komme und zu ihnen sage: ‚Der Gott eurer Vorfahren hat mich zu euch geschickt‘, und sie mich dann fragen: ‚Wie ist sein Name?‘ – was soll ich ihnen sagen?«
14 Gott antwortete: »Ich bin da«, und er fügte hinzu: »Sag zum Volk Israel: ‚Der Ich-bin-da hat mich zu euch geschickt:
15 der HERR! Er ist der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.‘ Denn ‚HERR‘ (Er-ist-da) ist mein Name für alle Zeiten. Mit diesem Namen sollen mich auch die kommenden Generationen ansprechen, wenn sie zu mir beten.

JHWH (YHWH)
3. Gebot: „Missbrauche nicht den Namen JHWHs, deines Gottes.“
Nur der Hohepriester durfte den Gottesnamen am Jom Kippur (Versöhnungstag) aussprechen, wobei der laute Gesang der Leviten dies akustisch überdeckte. Mit der Tempelzerstörung im Jahr 70 n. Chr. endete auch diese Praxis. Spätestens seit dem Jahr 100 n. Chr. wurde der Gottesname im Judentum nicht mehr genannt. Daher ging das Wissen um seine ursprüngliche Aussprache verloren. (Wikipedia)

Jahwe? (Jehovah?)
Bedeutung: „Ich bin“
Ich bin, der ich bin
Ich werde sein, der ich sein werde
Ich bin (für euch) da.
Ich werde mich für euch als hilfreich erweisen.

Die Deutung seines Namens lässt Gott bewusst offen. Er lässt sich nicht „einkasteln“.
Wie stellst du dir den Himmel vor?
Abwesenheit von Tod, Schmerz und Leid?
Stadt aus reinem Gold, das durchsichtig ist wie Glas?
Freude ohne Ende?
Alles nur Bilder um etwas zu umschreiben, das man nicht in Worte fassen kann.

Genauso ist es mit dem Namen Gottes, der ihn charakterisiert. Wir können ihn nicht fassen, sondern nur andeuten, umschreiben und müssen in dem Wissen bleiben, dass das alles nur ein Schatten, eine Vorahnung von dem ist, wer und wie Gott wirklich ist.

Bibelstellen, Gedichte, Lobpreislieder, die versuchen Gott zu beschreiben können uns bestenfalls einen kurzen Blick von seiner Größe und Schönheit erhaschen lassen, aber ihn nie ganz beschreiben. Das ist auch nicht die Aufgabe solcher Texte, sondern sie sollen uns in die Ehrfurcht, ins Staunen und in die Anbetung hinein führen.

Der Name Gottes selber ist und bleibt ein „positives Geheimnis“.
Er ist und bleibt spannend.

Was heißt das aber jetzt für uns Gläubige einem Gott zu folgen, dessen Name ganz geheimnisvoll „Ich bin“ lautet?

Stabilität
Ich kann mich auf ihn verlassen
Hebr 13,8 Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und für alle Zeiten!

Er ist der Fels in der Brandung, der Bestand hat.
Er ist der sichere Grund, auf den ich das Haus meines Lebens aufbauen kann, sodass kein Sturm oder sonstige Katastrophe es zum Einsturz bringen kann.

Stabilität bedeutet auch, dass er nicht von außen beeinflussbar ist. Kein Lobbyist oder noch so wichtige Person kann ihn in seinen Entscheidungen beeinflussen oder ihm etwas vorschreiben.
Natürlich stimmt es, dass unser Gebet Gottes Arm bewegt, aber kein Gebet könnte Gott dazu bringen, etwas zu tun, was er nicht tun möchte. Wenn ich nicht in seinem Sinne bete, werden meine Gebete wirkungslos bleiben.

Auch wenn die Bibel bereits 2000 Jahre und älter ist, sein Wort gilt.
Auf ihn ist Verlass. Zu 100%!

Daraus folgt, dass selbst, wenn die Zeiten unsicherer werden, die Finanz- und Wirtschaftskrise uns überrollt, vielleicht eine Beziehung in die Brüche geht, Krankheit uns heimsucht, oder uns sonstige harte Schicksalsschläge treffen, dass wir trotzdem einen sicheren Halt im Leben haben.
Hebr 6,19
Diese Hoffnung ist für uns wie ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht bis ins innerste Heiligtum, in das Allerheiligste hinter dem Vorhang im himmlischen Tempel.

Diesem „Ich bin“ Gott zu vertrauen, der einfach da ist, bringt Stabilität in unser Leben.
Gleichzeitig setzt dieses Vertrauen auf diesen Gott eine Dynamik frei, die unvergleichlich ist:

Dynamik
Ich darf mich selbst in sein Ebenbild verwandeln lassen. Spannend!

Bei der Schöpfung hat er uns nach seinem Bild geschaffen (Gen 1,26).
Leider ist diese Ebenbildlichkeit schwer beschädigt worden. Wenn man sieht zu welchen Grausamkeiten der Mensch fähig ist, fällt es einem schwer, dahinter das Gesicht des liebenden Vaters im Himmel zu erkennen.

Doch durch das Kommen Jesu haben wir die Möglichkeit das Alte abzulegen und uns erneuern zu lassen.
Er will wieder Stück für Stück seine Ebenbildlichkeit in unserem Leben Wirklichkeit werden lassen.

Kol 3,9-10
Ihr habt doch den alten Menschen mit seinen Gewohnheiten ausgezogen
und habt den neuen Menschen angezogen: den Menschen, der in der Weise erneuert ist, dass er nun Gott erkennt und weiß, was Gott will – der erneuert ist nach dem Bild dessen, der ihn am Anfang nach seinem Bild geschaffen hat!
Röm 8,29
Sie alle, die Gott im voraus ausgewählt hat, die hat er auch dazu bestimmt, seinem Sohn gleich zu werden. Nach dessen Bild sollen sie alle gestaltet werden, damit er der Erstgeborene unter vielen Brüdern und Schwestern ist.

Letztendlich bedeutet das, dass ich so sein darf wir ich wirklich (gemeint) bin.
Ich brauche keine Masken, ich muss nichts leisten, auch nichts besitzen um jemand zu sein.

Echt Ganz Sein

Ich bin, wenn dieser „Ich bin“ mein Leben bestimmt, in meiner Mitte, in meiner Bestimmung, in meiner Berufung.
Ich muss nicht mehr- und ich brauche nicht weniger darstellen als ich tatsächlich bin.
Das setzt eine unglaubliche Dynamik in meinem Leben frei, weil es so unglaublich entspannt ist.
Wenn ich nichts mehr darstellen muss, was ich nicht bin, bleibt unendlich viel Kraft zum echt sein.

Es ist so entspannt mit Menschen zusammen zu sein, die echt (in ihrer Mitte) sind. Wenn du, du selber bist. Herrlich!

Diese Identität, die wir als Kinder Gottes haben dürfen, kann uns keiner wegnehmen.
Gott gibt uns auch einen neuen Namen. Damit schließt sich der Kreis wieder.
Frag Gott welchen Namen er für dich hat!
Über alle, die Gott treu bleiben sagt Jesus in Offb 3,12:
Ich werde den Namen meines Gottes auf sie schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes. … Ich werde auch meinen eigenen neuen Namen auf sie schreiben.

Namen die Gott seinen Kindern gibt etwa: treuer und tüchtiger Diener, tapferer Krieger (Gideon), Abraham (Vater vieler Völker), geliebter Sohn, geliebte Tochter…

Der Name Gottes ist geheimnisvoll, dynamisch und kraftvoll.
Apg 2,21
Wer sich dann zum Herrn bekennt und seinen Namen anruft, wird gerettet.

Auf ihn kann ich mich verlassen.