Ein Knabe weint. Endlich kommt ein alter Herr und meint:
„Warum weinst du?“ Der Bub zum Herrn:
„Mir haben zwei Kerle das Schulbrot in den Bach geschmissen.“
„War es mit Absicht?“ fragt der Herr.
„Nein mit Wurst und Käse!!“

Brot = Grundnahrungsmittel
Jeden Tag Palatschinken?

Fast das ganze Kap 6 im Jh. Evangelium dreht sich um das Thema Brot.

Zunächst vermehrt er 5 Brote und 2 Fische so, dass 5000 Menschen satt werden und sogar noch 12 Körbe übrig blieben.
Am nächsten Tag spricht Jesus das erste mal eines seiner berühmten „Ich bin Worte“: Ich bin das Brot des Lebens. (V35.48.51)

Predigtserie über die „Ich bin Worte“
1. Teil: JHWH
Auf ihn kann ich mich verlassen.
Wir als seine Kinder werden immer mehr so, wie er ist.

In JC wird Gottes Liebe angreifbar.
Er greift die AT Formulierung auf (die ja zu seiner Zeit eigentlich nicht mehr ausgesprochen wurde) und füllt sie mit Inhalt.

Zum Einen stellt er sich selbst als der im AT verheißene Retter vor. (vgl. Jes 41,4.10.13; 48,12; 51,12 usw.)
Zum Anderen verbindet er dieses „Ich bin“ mit einem Bildwort. Bilder, die die Sehnsucht nach Sinn und Erfüllung ausdrücken, wie z.B.: Brot (Lebenserhaltung), Licht (für Orientierung), Weinstock (für Freude) usw.
Alles, was unter diesen Sinnbildern von der Menschheit ersehnt und erstrebt wird, ist in Jesus – und nur in ihm – zu finden und will sich den Menschen schenken, die dieses Angebot im Glauben annehmen.

Jesus sagt in den „Ich bin“ Worten etwas Wesentlich, etwas Grundsätzliches und auch etwas Absolutes über sich selbst aus.

Das erste „Ich bin Wort“ finden wir wie gesagt in Joh 6, wir lesen die V 47-58

Ein herausfordernder Text. Ehrlich gesagt wundert es mich nicht, dass ihn nach dieser Rede einige von denen die ihm nachgefolgt sind verlassen haben. (V60+66)
Ich war auch schon versucht, nur die netten Bibelstellen aus diesem Text herauszupicken und den Rest heimlich zu „vergessen“. Aber so kann man mit Gottes Wort im Allgemeinen, und dem was Jesus gesagt hat im Besonderen nicht umgehen. Auch die „harten Wahrheiten“, die Gott uns zumutet, sind Seiten seiner Liebe zu uns.

Jesus spricht hier davon, dass das himmlische Brot sein Leib (Körper) ist. Und dass wir ihr essen und sein Blut trinken müssen um das wahre Leben zu haben.
Wie müssen wir uns das vorstellen? Wir sind doch keine Kannibalen!
Die Empörung seiner Zuhörer ist also gut nachvollziehbar.
Was meint also Jeus jetzt damit?
Buchstäblich scheidet für uns aus. Sein irdischer Körper ist nicht mehr da.
Wie müssen wir diese Worte Jesu dann verstehen?

Viele Theologen haben quer durch die Jahrhunderte viele schlaflose Nächte über diese Frage verbracht.

In der röm. kath. Kirche ist man auf die Transsubstantiationslehre gekommen:

Wikipedia:
Die römisch-katholische Kirche lehrt die Realpräsenz Jesu Christi in den Gestalten von Brot und Wein in der Eucharistie. Indem der Priester, … während des Hochgebetes die Einsetzungsworte „Das ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“ ausspricht (Konsekration), geschehe die geheimnisvolle Wandlung (Transsubstantiation) der Substanz von Brot und Wein in den wahren Leib und das wahre Blut Christi. In der konsekrierten Hostie sei Christus wahrhaft gegenwärtig und bleibe es auch nach der eigentlichen Opferfeier. Darum werden konsekrierte Hostien im Tabernakel aufbewahrt und dienen zur Kommunion für die Kranken und Sterbenden („Wegzehrung“) wie auch zur anbetenden Verehrung durch die Gläubigen.

Welche Frucht wächst daraus?
Wenn Jesus das so gemeint hätte, dann müsste die RKK anders aussehen, oder?

Ich glaube nicht, dass Jesus diese Worte gesagt hat, damit wir wieder einen Kult daraus machen sollen, ähnlich dem im AT. Und dass es nur einigen wenigen, besonders auserwählten Menschen (geweihte Priester) gestattet sein soll, über die Kraft, die von dieser besonderen Speise ausgeht zu verfügen.

Wie müssen wir diese Worte Jesus aber dann verstehen?

Obwohl Jesus es so drastisch formuliert ist es nur ein Bild.
Essen & Trinken = wesentlicher Bestandteil unseres Lebens.

Mund Ü Magen Ü Darm Ü Blut Ü ganzer Körper
Nahrung wir assimiliert

57 Ich lebe durch die Kraft des lebendigen Gottes, der mich gesandt hat. Ebenso wird jeder, der meinen Leib isst, durch mich leben.

Jesus muss zur Gänze in uns sein, wichtigster Teil unseres Selbst. (Ich bin)

= eine Seite vom Bild
Beantwortet noch nicht die Frage: Wie kann ich ihn essen?

Andere Seite:

Das Wort birgt ein Geheimnis das die Menschen damals noch nicht verstehen konnten.
Ich kann das Fleisch einer lebenden Kuh nicht essen.

Jesus „musste“ sterben.
Es gibt keinen anderen Weg.

JC: Ihr könnt das Brot des Lebens erst essen, wenn ihr mein Opfer am Kreuz für euch akzeptiert.
… wenn ich auch für dich und deine Sünden am Kreuz gestorben bin.
JC essen heißt zum Kreuz kommen.
Sein Opfer in seiner ganzen Realität und Härte aufnehmen.
Ü Unser hässliches Kreuz.

Aber nur im Kreuz ist das (ewige) Leben.
In der Hässlichkeit leuchtet die Schönheit durch.
Ohne Kreuz kein Ostern.
Wir brauchen nicht beim Kreuz stehen bleiben, aber wir dürfen es auch nicht übersehen.

Gal 2,20
Darum lebe nun nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Das Leben, das ich jetzt noch in diesem vergänglichen Körper lebe, lebe ich im Vertrauen auf den Sohn Gottes, der mir seine Liebe erwiesen und sein Leben für mich gegeben hat.

Billiger gibt es das ewige Leben nicht.

Keine vergeistigte „null Problemo“ Beziehung.
„Komm zu Jesus und du wirst erfolgreich, glücklich, gesund, reich, schlank…“

Zum Kreuz kommen
= nicht: einfach „positiv denken“ und alle Probleme wegschieben.
= meine Welt (Sünde, Schuld, Verlorenheit, Fluch…) zu sehen.
„Komm zu mir die ihr mühselig und beladen seid“, „Lade deinen Müll beim Kreuz ab!“

Warum? Um mich schlecht zu fühlen?
* Um umso mehr zu glauben!

Dein Sterben o Herr, ist unsere Hoffnung.
Im Kreuz liegt die Kraft für unsere Rettung.

Es ist die Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat,
die uns die Hoffnung auf das ewige Leben gibt und
die Kraft, die uns dabei hilft mehr und mehr der Mensch zu werden, der wir nach Gottes Plan sein sollen.

Jesus als Brot des Lebens zu essen heißt, so selbstverständlich, wie wir unsere Mahlzeiten regelmäßig einnehmen, so selbstverständlich ihn zum bestimmenden Faktor unseres Lebens sein lassen.

Es ist ja nicht egal, wie ich mich ernähre.
Film: „Supersize me“
Positive Auswirkung gesunder Ernährung.

Der Mensch lebt nicht von Brot allein.
Jeder Mensch hat „Hunger“ nach Liebe, Anerkennung, Bestätigung…
Womit versuche ich diesen Hunger zu stillen?

Wenn ich versuche meinen Hunger nach Liebe durch schnelle Lustbefriedigung zu stillen, werde ich bald sehr einsam sein. Das Hungergefühl ist zwar kurz bekämpft, aber wirklich satt im positiven Sinne werde ich dadurch nicht werden.

Wenn ich mit der Ellbogentechnik durchs Leben kämpfe, werde ich vielleicht der erste bei der Supermarktkasse sein, aber der letzte, der mich als Freund haben will.

Meinen Hunger nach Anerkennung kann ich nicht dadurch stillen, dass ich mich mit aller Gewalt in den Vordergrund dränge: Wo ist die nächste Seitenblicke Kamera? Letztendlich bewirkt so ein Verhalten das genaue Gegenteil.
Anerkennung finde ich bei dem, der mich liebt, so wie ich bin, der mich immer schon geliebt hat, noch bevor ich ihm zeigen konnte, wie toll ich bin, bei dem, der laut Bibel die Liebe in Person ist.

Und er gibt Liebe, Annahme, Vergebung, Anerkennung, Freude… Leben im Überfluss! (12 Körbe)

Das Abendmahl (Brotbrechen) ist nach freikirchlichem Verständnis ein Erinnerungsessen, bei dem wir uns bewusst machen, was er für uns getan hat. Nachdem das Christentum seinem Wesen nach unkultisch ist, können wir das Abendmahl auch ohne vorgegebene Riten gestalten.

Kult: „Eine religiöse Zeremonie, durch die eine Annäherung an Gott vollzogen werden soll, oder umgekehrt, Gott dazu bewegt werden soll, sich den Menschen zu nähern.“

Durch das Kreuz JC hat jeder Gläubige unmittelbaren Zugang zu Gott!
Im ganzen NT wird die Möglichkeit verneint Gott im Kult näher zu kommen als im Alltag.

Jesus hat gesagt, dass wir dieses Mahl feiern sollen, nicht um einen neuen religiösen Brauch einzuführen, sondern um ihn in unserem Gedächtnis zu behalten.

Und deshalb wollen wir das jetzt auch tun.