Predigt am Ostersonntag, 1. 4. 2018

Gottes großer Heilsplan – Zusammenhänge

Guten Morgen!

Ich darf heute über ein Thema predigen, mit dem ich mich bis vor kurzem gar nicht beschäftigt habe, das mich aber total fasziniert. Auf der Israeltagung im Februar bin ich auf eine Buchreihe gestoßen, die von den 7 Festen der Bibel und ihren Geheimnissen handelt. Geheimnis ist immer spannend und deshalb hab ich mir die Büchlein gekauft und hatte beim Lesen immer wieder ein AHA-Erlebnis. J Dieses trat meistens bei Bibelstellen, die angeführt wurden, auf, die so nebenbei noch etwas erwähnten, was man normalerweise überliest. Im Zusammenhang mit dem Überthema aber lassen sie plötzlich etwas in einem ganz anderen Licht erscheinen und ich hab begonnen, zu verstehen.

 

Es geht um eine ewige Ordnung und um den genialen Heilsplan Gottes für die gesamte Erde und für jeden Einzelnen. Deshalb sind diese Feste auch keine jüdischen Feste, sondern biblische Feste. Die Feste sind von Ablauf und Zeitpunkt sorgfältig aufeinander abgestimmt – sie sind kein Zufall. Ihre Reihenfolge, ihre Zusammengehörigkeit und ihre tiefere Bedeutung stellen im Natürlichen dar,

was Gottes umfassender Heilsplan im Geistlichen ist.

Paulus schreibt im 1. Kor. 15, 46: Aber das Geistliche ist nicht zuerst, sondern das Natürliche, danach das Geistliche.

 

  1. Mose 23, 2

Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine Feste, sind diese…

 

  1. Passah
  2. das Fest der ungesäuerten Brote
  3. Erstlinge eurer Ernte
  4. fünfzig Tage zählen – Wochenfest
  5. Lärmblasen
  6. der Versöhnungstag
  7. das Fest der Laubhütten

 

Er nennt sie „meine Feste“. Fest auf hebr. = moéd = festgesetzte Zeit.
Es sind unverrückbare Fixtermine, die nach seinen Vorgaben stattfinden, weil damit ein Plan einhergeht. Sieben ist die Zahl der Vollkommenheit – es gibt also nichts mehr hinzuzufügen.
Im Hinblick auf die Feste sagt Gott, dass sie eine ewige Ordnung sind – diese Formulierung kommt in den 5 Büchern Mose weit über 20mal vor.
Eine ewige Ordnung in all euren Wohnsitzen für eure Generationen.
Die Feste verdeutlichen geistliche Wahrheiten und Segnungen, die für die wirksam werden, die die Einladung in ein Leben mit Gott annehmen.

 

Zur Erinnerung: Die Feste wurden dem Volk Israel zur Zeit von Mose aufgetragen. Bis zum heutigen Tag werden sie im Natürlichen so gefeiert.

Aber jedes davon hat auch im Geistlichen Bereich eine Auswirkung.

 

Das erste Fest davon ist das Passahfest – Pessach. Mit diesem Fest beginnt alles.

Die Ausgangslage ist, dass die Israeliten in Ägypten Sklavenarbeit leisten.

Ca. 400 Jahre früher waren die zwölf Stämme aufgrund einer Hungersnot gekommen und freundlich aufgenommen worden, denn einer ihrer Brüder, den sie eigentlich an die Ägypter verkauft hatten, Joseph, war hoch angesehen und hatte durch weises Regieren Ägypten vor der Hungersnot bewahrt.

Mit der Zeit war aus ihnen ein großes Volk geworden und die Ägypter fürchteten sich vor ihnen. Deshalb begannen sie, sie zu versklaven. Es war eine fürchterliche Zeit.

Mose wird von Gott berufen, das Volk wegzuführen. Er bittet den Pharao, sein Volk ziehen zu lassen, damit sie dem Herrn in der Wüste ein Fest feiern können.
Der Pharao weigert sich, es kommen sieben Plagen, dann war  er zumindest bereit, die Männer ziehen lassen. Es sollten aber alle inklusive des Viehs daran teilnehmen! Sie wurden mit dieser Forderung aus dem Palast gejagt.
Es folgen die Heuschreckenplage, nach der nichts Grünes mehr da war und die Finsternis – er ändert seine Meinung nicht.
Schließlich kommt die letzte Plage: alle Erstgeborenen (also von Menschen und Tieren) werden getötet werden.

Wie sieht die Rettung aus? Das Volk Gottes erhält die Anweisung, am 10. Tag des ersten Monats (Nisan) ein Lamm auszusuchen und es dann am 14. Tag zu schlachten, das Blut aufzufangen, damit den Türstock anzustreichen und nicht mehr vor die Tür zu gehen. Das Lamm selbst sollten sie als Ganzes braten (nicht kochen) und aufessen. Es durfte kein Knochen gebrochen werden. War eine Familie zu klein, sollte sie sich mit einer zweiten zum Essen zusammentun.
Was übrig blieb musste verbrannt werden.

Das Blut des Lammes war der Garant, dass die Erstgeborenen  am Leben blieben – und so war es auch.

 

Das hebräische Wort Pessach bedeutet „über etwas hüpfen – etwas unberührt lassen. Das Zeitwort pasach bedeutet „er ging vorüber“. So war es in jener Nacht auch – Der Herr ließ die Häuser der Israeliten unberührt – er ging an ihnen vorüber und sie überlebten.

 

Die geistliche Wahrheit dazu heißt: Das Blut des Lammes rettet vor dem Tod.

Damit sie nie vergaßen, was damals passierte, verordnete Gott dem Volk dann das jährliche Passahfest in Kombination mit dem Fest der ungesäuerten Brote.

Sie sollten so gefeiert werden, als ob auch die nachfolgenden Generationen dabei gewesen wären. Dazu gab es dann genaueste Anweisungen über den Ablauf der Feierlichkeiten.

Das Passahfest war bis zur Zerstörung des Tempels in Jerusalem ein Wallfahrtsfest, an dem die ganze Familie teilnahm. Das Passahlamm durfte nur am Ort des Heiligtums (zuerst die Stiftshütte, dann der Tempel in Jerusalem) geschlachtet und gegessen werden. Es tummelten sich also zehntausende Pilger zu dieser Zeit in Jerusalem. Es durften nur Mitglieder des Volkes Gottes daran teilnehmen. Das äußere Zeichen dafür ist die Beschneidung der Männer.

 

Ohne Beschneidung keine Teilhaberschaft  – das ist der ALTE BUND.

 

Doch wie wir vorher gehört haben, sind die Feste der Bibel mit dem Heilsplan Gottes für die ganze Welt verknüpft.

Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn.

Als Johannes der Täufer Jesus kommen sieht, damit er sich taufen lässt, sagt Johannes: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.

Das war seine Mission – das Passahlamm für die ganze Welt zu sein.

 

Und nun gibt es lauter Parallelen:

Jesus reitet nach Jerusalem an dem Tag, wo die Passahlämmer ausgesucht werden, es ist der 10. Nisan.

Am 14. Nisan, als zur neunten Stunde, das ist drei Uhr am Nachmittag,  im Tempel mit der Schlachtung der Passahlämmer begonnen wird, sagt Jesus am Kreuz

„Es ist vollbracht“ und „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ Dann stirbt er ganz bewusst zu dieser Zeit.

Normalerweise wurden den Gekreuzigten nach einigen Stunden die Schienbeine gebrochen, damit sie sich nicht mehr aufrichten konnten um doch noch Luft zu bekommen. Die Soldaten wunderten sich, dass Jesus schon tot war – und brachen ihm die Beine deshalb nicht mehr.

Deshalb durften dem Passahlamm beim Essen auch keine Knochen gebrochen werden.

 

Das Blut, das von den Tausenden Passahlämmern aufgefangen wurde, wurde in ein unterirdisches Kanalsystem gegossen und mit viel Wasser weggeschwemmt, das unterhalb des Tempels herausfloss.

Durch den Kreuzestod sammelt sich in der Lunge Wasser an. Als der Soldat Jesus mit dem Speer in die Seite sticht, fließen Blut und Wasser heraus.

Jesus hatte seinen Körper auch als Tempel bezeichnet.

 

Was hat Das Fest der ungesäuerten Brote ist mit dem Passahfest zu tun?

 

Sauerteig entsteht, wenn Mehl mit Wasser in Verbindung kommt und dann in der Wärme stehen gelassen wird. Der Säuerungsprozess beginnt zwar schon nach

18 Minuten, dauert aber insgesamt  länger und hat aber dann auf den ganzen Teig Auswirkung!

Nachdem beim Auszug aus Ägypten die Leute abmarschbereit sein mussten, durften sie keinen Sauerteig mehr ansetzen. Sie aßen für geraume Zeit ungesäuertes Brot, in der Wüste dann nur noch Manna.

Für sie begann ein völlig neues Leben außerhalb von Ägypten ohne Sklaverei.

 

Ägypten steht für die Sklaverei der Sünde, der die Menschen ausgeliefert sind, wenn sie ohne Gott leben.

Der Sauerteig steht für die Sünde selbst. Sünde ist ganz einfach unser Getrenntsein von Gott – es ist ein Zustand. Deshalb sind alle Lebensbereiche davon durchdrungen. Auch wenn wir uns noch so bemühen – letztendlich können wir selbst kein dauerhaftes Leben hervorbringen.

Der Auszug aus Ägypten steht für den Aufbruch in ein neues Leben – in die Freiheit und in ein Leben mit dem Schöpfer.

 

Am 14. Nisan wird der letzte Sauerteig aus den Häusern gekehrt und das Passahlamm geschlachtet.

Am nächsten Tag beginnt dann das Fest der ungesäuerten Brote –

es dauert 7 Tage und steht dafür, dass wir ein Leben in Freiheit in Gottes Gegenwart ohne die Macht der Sünde einüben.

 

Wir erinnern uns, dass Jesus genau an diesem Tag starb und dass Johannes der Täufer über ihn sagte: Siehe das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.

Also entfaltet eines der von Gott im natürlichen Raum verordneten Feste in dieser neunten Stunde am Kreuz seine ganze Bedeutung im geistlichen Raum dadurch, dass Jesus gehorsam war!

Das Passahlamm stirbt an meiner Stelle und die Sünde – mein Zustand des Getrenntseins von Gott wird dadurch weggekehrt. Sein Blut am Holz bewahrt uns vor dem ewigen Tod.

 

Das ist der NEUE BUND: Das Kennzeichen für die, die dazugehören, ist nicht die äußere Beschneidung, sondern die Beschneidung des Herzens.

Ich akzeptiere, dass Jesu Tod NOT-wendig für mich ist.

Er hat sein Leben als Lösegeld gezahlt für die, die das annehmen!

 

Passah ist also der Neubeginn des Lebens in den Absichten Gottes.

Es ist der Startschuss für ein Leben mit Gott!

 

Aber ohne den 16. Tag ist Gottes Heilsplan noch nicht vollständig!

Dieser Tag wird das Fest der Erstlingsfrüchte genannt.

 

Der Begriff Erstlinge kann sich auf landwirtschaftliche Erzeugnisse, Tiere oder auch Menschen beziehen.

Sprüche 3, 9: Ehre den Herrn mit den Erstlingen all deines Ertrages.

  1. Mose 23, 10: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, dann sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zum Priester bringen.
  2. Mose 13, 2: Heilige mir alle Erstgeburt! Alles bei den Söhnen Israel, was zuerst den Mutterschoß durchbricht unter den Menschen und unter dem Vieh, mir gehört es.

Der Erstling wird als Anzahlung für das Ganze verstanden, danach ist alles andere auch gesegnet!

Die Erstlinge sind immer nur der Beginn der Ernte – die eigentliche Haupternte folgt ihnen nach.

 

 

Und genau an diesem Tag, dem Fest der Erstlingsfrüchte stand Jesus als Erster von den Toten auf!

Er hatte Lazarus zwar von den Toten auferweckt und dieser hatte dann noch ein längeres Leben auf der Erde, trotzdem musste er nachher sterben.

Aber Jesus stand von den Toten auf und starb nachher nicht mehr!

Er machte etwas, was noch nie vorher da war – er war der Erstling.

Das bedeutet also, dass da noch was in dieser Art kommen wird!

Im Neuen Testament wird Jesus als der Erstgeborene aus den Toten bezeichnet:

Paulus schreibt im 1. Kor. 15, 20:

Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen.

 

Jesus sagt selbst in Joh. 11, 25: Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.

 

So wie man im Natürlichen bis zum Fest der Erstlingsfrüchte noch von der alten Ernte leben musste und nachher erst die frischen Früchte essen durfte, ist seit der Auferstehung Jesu im Geistlichen eine neue Zeit angebrochen. Seit damals gibt es eine „Seelenernte“, die in die Scheunen des Himmels eingefahren wird.

 

Für mich zeigen diese Zusammenhänge, dass Gott FÜR das Leben ist!

Er verspricht im AT, dass er alle, die sich an seine Gebote halten, bis ins 1000ste Glied segnen wird. Wer sich nicht daran hält, den verfolgt er bis ins 3. und 4. Glied. Da geht es um das Leben auf der Erde, noch gar nicht um das ewige Leben…

 

Denkt mal an eure erweiterten Familien. Gibt es da Leute, denen scheinbar alles gelingt, die ein gutes Leben haben? Das ist der Segen von einem Vorfahren, der sich an Gottes Gebote gehalten hat! So etwas wird als Segenslinie bezeichnet.

Wenn sich Menschen aber bewusst abwenden, kann man sehen, dass diese Linien aussterben. Keine Kinder oder keine Enkel, nicht funktionierende Beziehungen usw. Denkt drüber nach.

 

Und trotzdem können wir durch das Halten der Gebote nicht das ewige Leben erkaufen. Das hat Jesus an unserer Stelle getan – wir können diesen Preis nicht bezahlen.

Wenn Gott jetzt schon das Leben auf der Erde so sehr segnet, wenn wir uns an die Gebote halten und ihn lieben, obwohl sie uns nicht vor dem Tod retten können  – beides ist sichtbar!!! – um wie viel mehr werden wir bekommen, wenn wir Jesus einfach glauben, der den Tod besiegt hat!!!

Die Wahl über Leben oder Tod, Segen oder Fluch treffen also selber.

 

Wenn deine Beziehung zu Gott noch nicht geklärt ist und du Jesus noch nicht als Herrn und Heiland in dein Leben eingelassen hast, dann hast du im Anschluss an den Gottesdienst dazu noch die Gelegenheit. Es rettet dein Leben in Ewigkeit!

Der Taufschein kann das nicht. Wähle das Leben und den Segen, der durch Jesus kommt!

Die Leute vom Gebetsteam stehen zur Verfügung – nimm diesen Dienst in Anspruch, der erste Tag ist der beste.

 

Das war jetzt ein Überblick über die ersten drei von Gott verordneten Feste, die prophetisch auf das erste Kommen Jesu hingewiesen haben. Innerhalb von drei Tagen ging alles in Erfüllung, was ca. 2000 Jahre zuvor als Fest eingesetzt wurde.

 

Passah, die ungesäuerten Brote, die Erstlingsfrucht.

 

Die letzten drei Feste im Herbst weisen auf das zweite Kommen Jesu hin. Noch ist es nicht geschehen – aber lasst uns in dem Bewusstsein leben, dass da noch was kommt! J Immerhin sind jetzt wieder ca. 2000 Jahre vergangen…

 

FROHE OSTERN!