Als unsere Enkelin noch ganz klein war, liebte sie diese Geschichte, der Kampf Davids gegen den Riesen Goliat. Sie hat immer David geschimpft, weil er den armen Goliat besiegt hatte. Sie hat ein großes Herz für die Verlorenen! Und für sie war es ganz eindeutig, dass Goliat keine Chance gehabt hatte gegen David. Für sie war das ein unfairer Kampf.

Im 1. Samuel 17 lesen wir diese bekannte Geschichte von dem Riesen Goliat und David, dem Hirtenjungen. Ihr kennt die Geschichte alle, könnt sie noch einmal nachlesen.

Ganz kurz: Der Prophet Samuel bekommt den Auftrag, einen Sohn von Isai zum König zu salben – und das, obwohl Saul noch König war.

Man holte den jungen David vom Feld. Hier ist ein Vers, der besonders heraussticht: Kap.16/12: Der Junge war schön und kräftig (braun gebrannt) und hatte klare Augen (seine Augen leuchteten).

Diesen jungen David salbte Samuel zum König. Und es heißt hier, dass der Geist Gottes auf ihn kam und ihn nie mehr verließ.

Im 17. Kapitel lesen wir dann über den Krieg gegen die Philister, besser gesagt über einen der Kriege. Damals war es üblich, dass manchmal ein einziger Krieger stellvertretend für die jeweilige Armee kämpfte. Diese zwei Männer entschieden dann, welches Land gewann. Die Philister hatten einen Trumpf im Ärmel. Das war ein sehr großer Mann. Er war 3m20 und hatte einen Speer wie einen Balken, dessen bronzene Spitze 7 kg wog. Die Rüstung, die er anhatte, wog 57 kg. Also man kann sich vorstellen, dass er gewissermaßen einschüchternd war.

Die ganze Armee Israels fürchtete sich. Das waren keine kleinen unerfahrenen Kinder. Das waren Männer, die schon manche Schlacht gewonnen hatten. Goliat kam 40 Tage lang jeden Morgen hervor, um die israelitische Armee herauszufordern.

Eines Tages sandte Isai seinen jüngsten Sohn David, der für ihn die Schafe hütete, an die Front, er sollte seinen Brüdern Essen bringen. Hier ist auch wieder ein kleiner Satz, der mir ganz gut gefällt: v.20: David übergab die Schafe einem Hütejungen.

Ich glaube, wenn so etwas Alltägliches in der Bibel erwähnt wird, dann hat das einen Grund: er ist nicht einfach auf und davon, weg von seiner unwichtigen Aufgabe (Schafe hüten) zur wichtigen Aufgabe (Krieg führen oder im Auftrag seines Vaters handeln). Für ihn waren alle Aufgaben, die er zugeteilt bekommen hatte, wichtig. Er hat zuerst seine Verantwortung jemandem übergeben. Ein offensichtlicher Leiter.

Doch er kommt an die Front und da steht er, der Goliat. Das Erstaunliche ist, dass David zuerst erfährt, dass der, der den Goliat besiegt, ziemlich belohnt werden wird. Wie im Märchen. Der bekommt die Tochter des Königs zur Frau und noch Steuererleichterungen, u.s.w. Nach dem erkundigt sich David ziemlich genau. Also nicht so wie wir Bescheidenheit verstehen würden. Gott hat nichts gegen Belohnungen. Er verspricht uns in der Bibel immer wieder Belohnungen. Wir brauchen da keine falsche Bescheidenheit haben. Sogar Jesus, heißt es, ging ans Kreuz wegen der Belohnung, die vor ihm lag, auch eine Braut! Die Kinder Gottes! Doch das nur nebenbei.

König Saul ist in einer misslichen Lage: der Einzige, der sich meldet, ist ein Junge, der offensichtlich nicht in der Lage ist, den Riesen zu bekämpfen. V.32-37: »Mein König«, sagte David zu Saul, »von diesem Kerl müssen wir uns doch nicht einschüchtern lassen! Ich will den Kampf mit ihm aufnehmen.« 33 »Das ist unmöglich!«, antwortete Saul. »Wie soll ein junger Mann wie du den Zweikampf mit diesem Philister gewinnen? Du bist ja fast noch ein Kind, er aber ist ein erfahrener Soldat, der von Jugend auf gelernt hat, mit Waffen umzugehen.« 34 Doch David ließ nicht locker: »Als ich die Schafe und Ziegen meines Vaters hütete, kam es immer wieder vor, dass ein Löwe oder ein Bär die Herde überfiel, ein Schaf packte und es wegschleppen wollte. 35 Dann lief ich ihm nach, schlug auf ihn ein und riss ihm seine Beute aus dem Maul. Stürzte er sich dann wütend auf mich, packte ich ihn an der Mähne oder am Fell und schlug ihn tot. 36 So habe ich mehrere Löwen und Bären erschlagen. Und diesem Philister soll es nicht anders ergehen, denn er hat sich über das Heer des lebendigen Gottes lustig gemacht. 37 Der HERR, der mich aus den Klauen von Löwen und Bären gerettet hat, der wird mich auch vor diesem Philister beschützen.

Hier ist ein junger Mann, der deswegen tapfer ist, weil er

  1. schon Erfahrung hat, dass Gott ihm hilft (Zeugnisse)
  2. David wusste wahrscheinlich Römer 8/6 auswendig: „Wenn du dich von deiner menschlichen Natur bestimmen lässt, führt das zum Tod. Doch wenn der Heilige Geist dich bestimmt, bedeutet das Leben und Frieden.“

Nein, ein Scherz, dieser Vers steht ja im NT. Aber David wusste, er hat eine übernatürliche Chance! Dieser Mann Goliat machte sich über das Heer des lebendigen Gottes lustig. Also über Gott selber! Das war sein sicherer Untergang. David wusste, dass Gott nur mehr auf jemanden wartete, der nicht auf das Irdische, auf das Physische schaut, sondern auf das Überirdische, auf die Macht Gottes, auf Gott.

Wir können das auch in Kolosser 3/1-3 lesen: Da ihr mit Christus zu neuem Leben auferweckt wurdet, sucht Christus, der zur Rechten Gottes im Himmel sitzt. 2 Denkt nicht an weltliche Angelegenheiten, sondern konzentriert eure Gedanken auf ihn! 3 Denn ihr seid gestorben, als Christus starb, und euer wahres Leben ist mit Christus in Gott verborgen.

Ich denke, dass David Gott gut kannte. Das können wir aus den Psalmen herauslesen. Er hatte eine intime Beziehung mit ihm. Er wusste einfach: wenn dieser Riese sich über Gott lustig machte, war eines absolut klar – das war sein Untergang. Das war für David ein No-brainer. Er brauchte da nicht überlegen!

Ich möchte uns heute ein paar Gedanken für die kommende Woche mitgeben:

Wir haben einen Goliat, der heißt Corona-Krise (Riese).

Wenn wir den Hl. Geist in uns haben, dann kennen wir den Hl. Geist, dann kennen wir Jesus, dann kennen wir den Vater. Wir wissen, dass er uns in gefährlichen Situationen beschützt. Wahrscheinlich ist das bei uns nicht ein Löwe oder ein Bär. Aber vielleicht eine Krankheit oder ein Beziehungsproblem, Mobbing oder finanzielle Sorgen. Jeder von uns hat viele Erfahrungen, wie Gott uns in der Vergangenheit umsorgt hat. Also wir haben die Zeugnisse in unserem Leben, die Gottes Liebe und Fürsorge für uns bestätigen, so wie David.

Das ist jetzt das Wichtigste, dass wir uns auf das Eigentliche, auf das Wirkliche besinnen. König Saul hat Goliat angeschaut und hat weltlich, physisch gedacht: „das kann ich nicht. Der ist zu groß. Den kann ich nicht bekämpfen. Und es gibt niemanden in meinem Heer, der so stark ist wie der.“

David hat Goliat angeschaut und übernatürlich, göttlich gedacht: „Er hat Gott beschimpft. Klare Sache. Er ist des Todes, weil Gott stärker ist. Gott hat mich immer beschützt, er wird es natürlich auch jetzt tun“

2. Korinther 4/18: „So sind wir nicht auf das Schwere fixiert, das wir jetzt sehen, sondern blicken nach vorn auf das, was wir noch nicht gesehen haben. Denn die Sorgen, die wir jetzt vor uns sehen, werden bald vorüber sein, aber die Freude, die wir noch nicht gesehen haben, wird ewig dauern.“

Die Freude für David war die Belohnung, die ausgesetzt wurde, aber sicher auch die Freude, Gott durch sich selber handeln zu lassen. Jeder, der schon einmal einen Auftrag von Gott bekommen hat, und das dann getan hat, weiß, wovon ich da spreche. Es ist unglaublich erfüllend, wenn wir der Sendung Gottes folgen und Gott durch uns handeln lassen.

Es heißt im Römer 10/17: „Der Glaube kommt aus dem Hören der Botschaft; und diese gründet sich auf das, was Christus gesagt hat.“

Die Botschaft, die hier gemeint ist, ist natürlich die Bibel. Die ist voll von der Botschaft, die Christus sagt. Alles was wir da lesen, was Gott tut, ist ein Zeugnis, das wir direkt für uns nehmen können. Wir können sagen: „wenn Gott das für David getan hat, dann wird er es auch für uns tun!“

Aber natürlich sind auch die Zeugnisse gemeint, die Dinge die ich selber erlebt habe, oder die andere erlebt haben. Auch die bewirken Glauben. Wenn wir David ansehen, dann hatte er sehr viel Glauben. Warum? Weil Gott ihm schon gegen mehrere! Bären und Löwen geholfen hatte. Und zwar übernatürlich. Mit bloßen Händen konnte er sie besiegen.

Was hast du für Zeugnisse? In dieser Zeit möchte ich uns alle ermutigen, dass wir aufschreiben, was Gott schon alles für uns getan hat. Wenn wir nachdenken, werden wir ganz viel finden, was wir alles schon wieder vergessen hatten.

Martin und ich haben uns angewöhnt, diese Zeugnisse und Erlebnisse und Worte von Gott aufzuschreiben. Das Heft, diese Sammlung, nehmen wir dann in Zeiten wie diesen, und lesen sie einander vor. Das hat Kraft! Das bewirkt Glauben! Nach ein paar dieser Zeugnisse wissen wir in unserem Herzen, dass der Corona-Riese nur ein winziger Zwerg ist in Gottes Augen, der zitternd darauf wartet, bis er besiegt ist.

Gott wird ihn auch besiegen. Und zwar zu genau dem Zeitpunkt, der für die Ausbreitung seines Reiches am Günstigsten ist. Er ist ein guter Stratege, unser Gott! Wir dürfen nicht vergessen, David wurde erst nach 40 Tagen geschickt, um seinen Brüdern das Essen zu bringen.

Und im Grunde ist das ja auch das, was wir in unserer „Typisch Gott“-Zeit machen. Wir dürfen die Zeugnisse, die Erlebnisse der anderen für uns verwenden. Wir dürfen sagen: „Wenn Gott das für die Erika, für den Klaus tut, dann wird er es auch für mich tun!“

Aber ich glaube, dass David Gott so gut gekannt hat, weil er viel Zeit mit ihm verbracht hatte. So manch einer mit Davids Kaliber (er war immerhin zum König gesalbt und sehr kreativ und klug) würde sich fadisieren beim Schafe hüten.

Wie geht’s dir in dieser Krise? Fadisierst du dich? Ich meine natürlich nur die unter uns, die sich im Moment nicht überarbeiten, weil sie zusätzlich noch so viele Sachen machen müssen wie die Kinder beschäftigen, arbeiten gehen,…

Wie ist es, wenn du nicht fort kannst? Gehst du virtuell fort? Bist du abwesend am Bildschirm oder in der Fantasie?

Wir können jetzt die Zeit nützen, um noch näher zu Gott zu kuscheln. Zu soaken, z.B. Das heißt, in seine Gegenwart zu gehen und zwar ohne Fragen, ohne Bitten, einfach um ihn zu spüren, ihn zu erleben, ihn zu lieben.

Oder du fragst einmal: Papa Gott, wer bist du? Jesus, wer bist du? Du wirst dich wundern, dass er dir gerne begegnet. Die Bibel nennt das: still werden vor dem Herrn. In seine Gegenwart treten und ihn anschauen, ihn anbeten, nichts von ihm wollen. Ihn reden lassen.

Ich bin sicher, dass David das oft und regelmäßig gemacht hat. Er hat Gott gekannt. Nicht nur vom Hörensagen, nicht nur vom Lesen sondern intim. Von Herz zu Herz.

David wusste, dass niemand sich fürchten brauchte, denn Goliat hat einen Fehler gemacht, darum war er schon tot. Er hat sich über Gott lustig gemacht. Er hat einen Kampf mit dem Allmächtigen angefangen, mit seinem Volk!

Wir haben hier ein Virus, eine Pandemie, eine problematische Situation und die ist ein Riese. Eine Riesen- Krise. Und der Riese ist nicht nur die Pandemie, sondern die Krise ist, wie wir unser Leben darin meistern. Liebe Kinder des Allmächtigen Gottes: wer fürchtet sich nicht, dem Riesen zu begegnen? Wer kennt Gott genug, um sich in dieser Zeit nicht zu fürchten? Deklarieren wir das regelmäßig vor der unsichtbaren Welt!

Ich glaube, der Punkt ist der: David hat nicht auf die Größe des Mannes oder seine Stärke geschaut. Er hat nur auf Gott und auf seine Erlebnisse mit ihm geschaut. Und er hat auch auf die Belohnung geschaut.

Papa, was ist die Belohnung, wenn wir die Krise vorbei haben? Wenn wir unseren eigenen Goliat, unsere eigene Krise geschlachtet haben?

Gott dreht immer alles um. Er zeigt sich gegensätzlich zu seiner Umgebung. In der Wüste hat er sich den Israeliten in der Nacht als Licht, als eine Feuersäule gezeigt. Am heißen Tag als Schatten, als eine Wolkensäule. Ich denke, wir alle werden gestärkt aus dieser Krise gehen, denn wir werden wissen, wie sich die Gegenwart Gottes anfühlt, wenn wir das suchen! Wir werden kämpfen können, wenn wir das üben. Kämpfen insbesondere gegen unseren eigenen Willen. Der will, dass wir uns fürchten, weil wir ja die Nachrichten lesen oder anschauen,…

Wenn wir aber gegen unsere Gefühle und gegen unseren Willen auf Gott schauen, dann erwarten wir, dass er eine Lösung hat. Eine, die unlogisch ist, die gegensätzlich zu den physischen Gegebenheiten ist. Wir schauen gespannt auf ihn, was er tun wird. Und dabei werden unsere Augen genau so leuchten wie Davids, oder unser Gesicht wie das von Moses, wie uns Peter letzte Woche erinnert hat. Die Herrlichkeit Gottes, seine Gegenwart, wird in uns sichtbar, wenn wir anbeten. Denn der Anbeter wird immer wie das, was er anbetet. Gott anbeten heißt, in allen Dingen, zu allen Zeiten Gott anschauen.

Lasst uns nicht die Zeit vertun, indem wir die Angst, die Negativität anbeten, sondern ab heute, Palmsonntag, den Herrn aller Herrn, König aller Könige. Unser König zieht ein! Bei uns hier in Österreich! Er hat unbegrenzte Möglichkeiten, Probleme zu lösen. Er hat uns diese Lösungen zugesagt, hat versprochen, uns zu versorgen, und er liebt uns so, dass er uns aus unserer Sklaverei der Angst herausgerettet hat, losgekauft hat, indem er zu Ostern am Kreuz als Mensch statt uns die Todesstrafe auf sich genommen hat. Er ist es, der unser Schicksal in seiner Hand hält, nicht irgend eine Krise.

Wenn du zu diesem König gehören möchtest und den Hl. Geist noch nicht kennst, wenn du Gott noch nicht persönlich kennst, dann lade ich dich ein, dass du gleich im Anschluss mit jemandem von der GL in einen eigenen Raum von Zoom gehst! Danke Technik! Lass dich in einem persönlichen Gebet leiten, damit du gerade jetzt zu Ostern Jesus Christus persönlich kennenlernst, ihm dein Leben anvertraust und den Hl. Geist empfängst. Es wird dich nur diese eine Person hören, mit der du betest.

Wenn du merkst, dass du ein wenig weggekommen bist vom Zentrum, dass du zu sehr auf die Angst, auf den Goliat geschaut hast, als auf die Lösung, als auf Gott, und du brauchst ein Gebet und Hilfe, dann lass dich auch leiten in einem Gebet der Erneuerung. Es ist so lebenswichtig zur Zeit, dass wir fokussieren. Dass wir unseren ganzen Fokus, unsere ganze Konzentration auf den allmächtigen, lebendigen Gott richten, weg von allem was Satan auf dieser Welt anrichtet. Nur was Gott tut ist wichtig.

Wenn du sonst Gebet möchtest, kannst du das ebenfalls Erika signalisieren. Sie wird dich mit jemandem aus der GL in einen Break-out-room, also in einen separaten virtuellen Raum zusammenbringen. Niemand im Haupttreffen hört euch und jeder kann jederzeit auf einem Knopf wieder zurück zur Hauptveranstaltung. Tolle Sache! Nimm es in Anspruch. Kann sein, dass du ein wenig plaudern musst, bevor du dran kommst. So wie im normalen GD.

Die Gemeinde Jesu Christi ist gerufen, diesen Riesen zu schlachten. Das geschieht durch Anbetung, durch Deklaration seiner Wahrheiten.

Ich bete noch mit uns:
Jesus, wir entschließen uns, dass wir nur auf dich schauen und nicht auf den Riesen. Du hast das letzte Wort. Und in Jesu mächtigem Namen befehlen wir jetzt Angst, Sorge, Krankheit in jeder Form und vorzeitiger Tod in jeder Form, unser Land Österreich zu verlassen. Hl. Geist, bitte breite du dich aus und erfülle du unser Land mit deiner Herrlichkeit und Gegenwart. Amen.