Der Name Anna bedeutet: Gott ist Gnade

Gnade ist eine wohlwollende, freiwillige Zuwendung.

Unser deutsches Wort Gnade leitet sich aus dem Mittelhochdeutschen ab und meint herunterbeugen. Beispielsweise Sonne beim Untergang. (Verlässt ihren Platz am Himmel und kommt zu uns herunter; kommt uns nahe)

 

Gnade ist ähnlich wie die Liebe: Ich kann sie mir nicht erarbeiten oder sonst wie verdienen. Ich bin auf das Wohlwollen des Gnadengebers angewiesen.

Gnade hat auch etwas damit zu tun, dass ich eine verdiente Strafe nicht tragen muss. (Begnadigung) Gnade vor Recht ergehen lassen.

 

 

Die kleine Anna ist bereits jetzt durch ihren Namen eine beständige Erinnerung daran, dass Gott voller Gnade ist. Dass Gott selber sich beständig zu uns herabbeugt, uns das unverdiente Geschenk seiner Liebe macht und uns seine wohlwollende Zuwendung ganz praktisch erleben lässt.

 

Von Jesus heißt es: Phil 2,6-8

6 Er war in allem Gott gleich,

und doch hielt er nicht gierig daran fest,

so wie Gott zu sein.

7 Er gab alle seine Vorrechte auf

und wurde einem Sklaven gleich.

Er wurde ein Mensch in dieser Welt

und teilte das Leben der Menschen.

8 Im Gehorsam gegen Gott

erniedrigte er sich so tief,

dass er sogar den Tod auf sich nahm,

ja, den Verbrechertod am Kreuz.

 

Das ist Gnade!

 

In der HS kommt das Wort knapp 400x vor. (1 Vers/Tag; über 1 Jahr!)

Der Evangelist Johannes schreibt auch, dass wir aus der Fülle, die Christus uns gibt, Gnade um Gnade bekommen haben. (Joh 1,16)

 

Letzten Sonntag hat uns Sabine etwas über das Herz Davids erzählt.

David war ein Mann, dessen Leben die Gnade Gottes sehr stark wider spiegelte.

 

Manche Menschen schreien laut nach Gott, wenn ihnen etwas weh tut, oder sie sonst ein Problem haben. Aber wenn es ihnen wieder gut geht, vergessen sie sehr schnell, wem sie ihr Glück zu verdanken haben.

 

David war nicht so. Als er König über ganz Israel war und in seinem Palast wohnte hielt er an Gott fest und vergaß ihn nicht. In dieser Zeit keimte ein Gedanke in ihm auf:

 

2. Sam 7, 1-16

Davids Dankgebet als Antwort darauf.

 

V 15 wörtlich: „Meine Gnade soll nicht von ihm weichen.

David wird von Gott überreich beschenkt, er wird von Gott gesegnet.

 

Wenn jemand von Gott gesegnet wird, dann hat das ganz praktische, positive Auswirken auf dessen Leben.

Der sprichwörtliche Segen Abrahams bescherte diesem ein langes erfülltes Leben, unzählige Nachkommen (auch wenn er lange darauf warten musste) und so ganz nebenbei auch materillen Wohlstand.

 

 

Bei uns in der Freikirche ist es ja so, dass wir die Taufe als Antwort des Gläubigen auf das Gnadenangebot Gottes sehen. Wenn jemand dieses Angebot annimmt und anfängt an Jesus zu glauben (ihm zu vertrauen), dann wird er/sie getauft.

Kinder haben ohnehin einen natürlichen Zugang zu Gott. Aber wir wissen, dass alle Menschen diesen natürlichen Zugang früher oder später verlieren und sie sich bewusst für ein Leben mit Gott entscheiden müssen. Wenn sie diese Entscheidung nicht treffen, wird Gott sie zwar weiterhin lieben, aber sie selber verlieren sozusagen den „Draht“ zum himmlischen Vater. Glaube setzt die Entscheidung voraus: Ja, ich will diesem Jesus vertrauen. Ich nehme im Glauben das an, was er für mich am Kreuz getan hat. Und ich will mein Leben aus der Beziehung zu ihm heraus gestalten.

Wenn jemand diese Entscheidung getroffen hat, dann wird er von uns getauft. So wurde es auch von den Menschen gehalten, von denen die Bibel berichtet.

 

Der Segen Gottes ist aber wie wir gesehen haben ein unverdientes Geschenk. Ein Geschenk, das auch schon ein kleines Kind, wie Anna annehmen kann. Und deshalb wollen wir es ihr nicht vorenthalten.

 

 

Der Segen hat seinen Ursprung in Gott. Ohne seinen Segen könnten wir nicht leben.

Mit dem Segen ist es wie mit der Liebe. Liebe und Segen sind die Dinge, die mehr werden, wenn wir sie weiter geben. Wir brauchen den Segen nicht zu horten.

Wenn du von Gott gesegnet bist, dann gib diesen Segen weiter. Das ist wie bei einem Pyramidenspiel, mit dem Unterschied, dass es beim Segen keine Verlierer gibt. Nur Gewinner, weil Gott selber der Sponsor ist, der seinen Segen fließen lässt.

 

 

Und dass wollen wir jetzt ganz praktisch machen.