Ich bin auf der Suche nach einem geeigneten Leseplan  in der Bibelapp auf einen Leseplan zum Thema „Peace – Frieden“ gestoßen und es hat mich, ich weiß allerdings nicht warum, sofort angesprochen. Wir werden heute also eine kleine Reise durch einige unterschiedliche Aspekte dieses großen Themas unternehmen – unter anderem, wie das zusammenpasst, das Jesus Friedefürst heißt, er aber von sich sagt, dass er nicht gekommen ist, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert –  und damit unser neues Gemeinde-Kirchen-Jahr eröffnen.

Das Wort Frieden steckt in vielen anderen drinnen, z. B. : Friedrich, Friedhelm, friedlich, einfrieden, befrieden, Weltfrieden, Friedhof, Friedensreich, friedvoll, Friedensvertrag, Friedensnobelpreis, Hausfrieden, Hausfriedensbruch, zufrieden, Gemeindefrieden, Seelenfrieden, Friedensgruß, Friedensstifter, Friedenszeiten, Friedefürst … usw.

Was bedeutet das Wort Frieden eigentlich?

In Europa scheint der Friede nirgends als Normalzustand angesehen worden zu sein. Er musste „gestiftet“ werden (vergleiche den germanischen Rechtsbegriff der „Einfriedung“).

In der griechischen Antike bezeichnete der Begriff „eirene“ (ειρήνη) bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. einen statischen Zustand von Ordnung, Wohlstand und Ruhe.

Der Krieg galt als Normalzustand in den Beziehungen zwischen den griechischen Stadtstaaten. Entsprechend wurden Friedenszeiten meist mit Begriffen umschrieben, die in etwa die Bedeutung von „Waffenstillstand“ hatten. Erst gegen Ende des Peloponnesischen Krieges wurde „eirene“ zunehmend im heutigen Sinne des Worts „Friede“ gebraucht. Auch Friedensverträge wurden jetzt als „eirene“ bezeichnet. Beides ist ein Hinweis darauf, dass sich nach Jahrzehnten des Krieges die Einsicht durchsetzte, dass der Friede der anstrebenswerte Normalzustand sei.

In der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. kam die Idee des Allgemeinen Friedens auf, die eine dauerhafte Friedensordnung auf der Basis von Autonomie und Gleichberechtigung der griechischen Staaten vertraglich begründen sollte. Es erwies sich aber, dass eine solche Ordnung letztlich nur durch eine starke Vormachtstellung einer Gruppe garantiert werden konnte.

Die Römer benutzten als Friedensbegriff die lateinische Bezeichnung „pax“ (aus pangere einen Vertrag schließen). Man unterschied dabei den häuslichen, familiären Frieden, den zwischenstaatlichen Frieden, sowie den religiösen Frieden mit den Göttern. Nur der Friede auf allen drei Ebenen konnte ein ausgewogenes Leben garantieren. Zum Leitbild eines ausgreifenden Friedens wurde die Pax Romana bzw. Pax Augusta der römischen Kaiserzeit.

Im Auftrag der Lotterien in Österreich wurde Ende letzten Jahres eine Glücksbefragung für das kommende Jahr 2019 durchgeführt. Ergebnis: Die Österreicher betrachten die weltpolitische Lage offensichtlich sehr aufmerksam. Denn der größte Wunsch von Herrn und Frau Österreicher für das neue Jahr ist Friede. Erst dann kommen in der Liste der zehn größten Wünsche für 2019 persönliche Anliegen ins Spiel. Wie etwa eine funktionierende Beziehung oder mehr Geld und mehr Freizeit.

Unsere heutige Denkweise im humanistisch geprägten Europa basiert auf dem griechischen Denken und dem römischen Rechtssystem. Wenn die Menschen sich also Frieden wünschen, dann meinen sie höchstwahrscheinlich den Frieden, der  oben beschrieben bzw. definiert wurde. Also: z. B. mindestens ein Waffenstillstand in den Kriegsgebieten, oder das endgültige Aus der Kriege und das Abschließen  von Friedensverträgen, an die sich alle halten und somit ein friedliches Miteinander wieder möglich ist. Kein Waffenhandel mehr usw. Zeiten des Wiederaufbaues, des Wohlstandes, des Einfachlebenkönnens ohne Angst und Sorgen.
Europas größtes Friedensprojekt, die EU, ist ursprünglich der ambitionierte menschliche Versuch, den ständigen Kriegen zwischen den zwei größten Ländern Deutschland und Frankreich ein Ende zu bereiten und durch ausgeklügelte Verträge ein halbwegs gerechtes System zu etablieren. Durch die aktuellen Entwicklungen scheinen die Friedenssysteme dieser Welt alle ins Schwanken zu geraten und wir sind beunruhigt bzw. schleicht sich Angst ein – und das zu Recht. Ich bin ja schon manchmal überfordert, wenn ich mitkriege, dass nur zwei Menschen einen ordentlichen Konflikt haben!

Aber, was erwarten wir uns denn eigentlich? Wer herrscht denn zwischen Himmel und Erde für einen begrenzten Zeitraum? Der Feind Gottes! Was ist sein Ansinnen? Zu lügen, zu betrügen, zu rauben und zu zerstören!  Ist es dann nicht logisch, dass auch diese Frucht auf der Welt zu sehen ist?
Natürlich! Und es ist klar, dass mit rein menschlichen Mitteln kein dauerhafter Friede zu erreichen ist.

Das ist die Bestandsaufnahme – immer wieder das Gleiche in der Geschichte der Menschheit, außer – und jetzt zitiere ich aus Asterix: „Ein kleines gallisches Dorf hört nicht auf, dem Feind Widerstand zu leisten.“ J

Wir als Christen haben aber die Möglichkeit, einen Frieden zu erlangen, der viel höher ist als jener, der in Wikipedia erklärt ist UND wir haben den Auftrag, Friedensstifter zu sein – also DIESEN Frieden zu bringen.

Wenn wir uns nun die jüdische Bedeutung des Wortes Frieden – Shalom – anschauen, dann sehen wir, dass mit Frieden noch viel mehr gemeint  und von Gott für die Menschen vorgesehen ist, als im herkömmlichen Sprachgebrauch angenommen, nämlich

„Unversehrtheit“, „wohlbehalten sein“, „sicher sein“, „Glück“, „freundlich miteinander“, „im Frieden“.
Shalom ist die Frucht der Gerechtigkeit (Jes 32,15 – 20):

15 So wird es bleiben, bis der Geist Gottes aus der Höhe über uns kommt. Dann wird die Wüste in einen Obstgarten verwandelt, dicht wie im Wald stehen die Bäume beieinander.

16 Im ganzen Land beachtet man das Recht. Überall herrscht Gerechtigkeit, in der Wüste wie im fruchtbaren Land.

17 Und wo es gerecht zugeht, da herrschen auch Friede, Ruhe und Sicherheit – für immer.

18 Der Herr sagt: »Mein Volk lebt dann in einem Land, in dem Frieden herrscht. Ruhig und ohne Sorgen wohnen sie dort, ihre Häuser sind vor jeder Gefahr sicher.

19 Den Wald der Feinde aber wird der Hagel zerschlagen, ihre Stadt wird untergehen.1

20 Doch ihr könnt euch glücklich schätzen: Bäche und Flüsse durchziehen euer Land, ihr sät auf fruchtbaren Boden, und eure Rinder und Esel laufen frei herum.«

 

In diesem Abschnitt, obwohl im Alten Testament, wird angekündigt, auf welche Weise ALLEIN es funktionieren wird:
Der HG muss ausgegossen werden! Gott selbst gibt diesen Frieden!
In Vers 16 heißt es: Überall herrscht Gerechtigkeit und in Vers 17 dann: wo es gerecht zugeht, da herrschen auch Friede, Ruhe und Sicherheit – für immer.

Was  ist jetzt aber gerecht in Gottes Augen? Wenn man das Gesetz erfüllt.
Wer hat allein zu 100% das Gesetz erfüllt? JESUS!
Können wir das ohne seine Hilfe? NEIN! Nicht einer, schreibt Paulus.
Wer muss also unsere Gerechtigkeit werden? JESUS!
Wo gibt es  Frieden und Ruhe und Sicherheit für immer? Wo Gerechtigkeit herrscht und wo es gerecht zugeht.
Wer MUSS also herrschen, dass es Frieden und Ruhe und Sicherheit für immer gibt? JESUS!
Wo beginnt diese Herrschaft? In jedem Menschen, der Jesus uneingeschränkt in sein Herz und ans Lenkrad seines Lebens lässt.
Es muss also ein HERRSCHAFTSWECHSEL passieren und dann geschieht etwas:  Dieser Friede kommt durch den heiligen Geist direkt aus dem Himmelreich.

Auf der Erde gibt es immer dann Krieg, wenn ein Land etwas von einem anderen Land haben will. Meistens geht es um Bodenschätze oder mehr Teritorium.

Wenn aus dem HimmelREICH etwas in das Reich dieser Welt kommt, dann gibt es auch Widerstand! Denn das Reich der Welt wehrt sich gegen einen Eingriff, der zutiefst an die Grundfesten geht.

Deshalb sagt Jesus:

Matthäus 10, 34 – 39

34 Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;

36 und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.

 

Es geht ums Ganze und deshalb sind Konflikte vorprogrammiert. Wenn sein Reich bei dir einzieht, dann muss ein anderes weichen. Die Prinzipien des Reiches Gottes stehen zuerst in komplettem Widerspruch zu unserem Reich. Jeder hat sein eigenes Reich = sein Herz, und will selbst regieren. Wenn Jesus da jetzt reinkommt, dann gibt es einen festen Konflikt! Er will nämlich die alte Ordnung auf den Kopf stellen und dir falschen Frieden nehmen, um es durch seine Ordnung und echten Frieden zu ersetzen. Krass, gell?! Und da fängt es an: ANGST! Ich nicht mehr am Steuer? Geht gar nicht!

Du wirst in dir Konflikte erlebt haben oder erlebst sie womöglich immer wieder, denn deine Denkweise oder wie du bisher gelebt hast, funktionieren plötzlich so nicht mehr. Vielleicht fühlst du dich verwirrt, du hast Angst, und denkst, das war der größte Fehler, denn jetzt geht es mir schlechter als vorher usw. Es gibt auch von außen Angriffe durch Menschen, die anders denken als du, innerhalb der Familie geht es plötzlich rund usw.

ABER: Das hat Jesus angekündigt, dass das passieren wird. Welcher Herrscher gibt schon ein Territorium kampflos auf?

Jesus selbst lehrt uns im Vaterunser, wie wir beten sollen: DEIN REICH KOMME, DEIN WILLE GESCHEHE, wie im Himmel so auf Erden!
Wir sind eine Gemeinde, die dieses Gebet ernst nimmt. Wir wollen immer mehr sehen, wie sein Reich kommt. Wir wollen Jesus nachfolgen und dazu beitragen, dass sein Reich kommt, denn in seinem Reich sind Frieden, Gerechtigkeit, Ruhe und Sicherheit. Das, was sich Herr und Frau Österreicher an erster Stelle eigentlich wünschen.

Und jetzt stell dir einmal vor: DU – bist von Gott auserwählt, das hier in Österreich zu installieren! Nicht nur in deinem eigenen,  zwar besonderen, aber doch recht kleinen Leben – nein! In deiner Familie und in deinem Freundeskreis – Frieden, Gerechtigkeit, Sicherheit, Ruhe. In deinem Ort:  Frieden, Gerechtigkeit, Sicherheit, Ruhe. An deinem Arbeitsplatz: Frieden, Gerechtigkeit, Sicherheit, Ruhe. In unserem Bezirk: Frieden, Gerechtigkeit, Sicherheit, Ruhe. In ganz Österreich: Frieden, Gerechtigkeit, Sicherheit, Ruhe

Dass das kommen kann, braucht es zwei Sachen:

  1. Menschen, die Jesus uneingeschränkt ihr Leben anvertrauen und nicht mehr selbst bestimmen wollen. Wo also sein Reich schon drin wohnt, denn sonst wollen sie ihr Reich bauen.

37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig;

38 und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

39 Wer sein Leben11 findet, wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.

 

Und:

  1. den Heiligen Geist! Jesus hat seine Jünger zugerüstet und als er wegging, sagte er ihnen, sie müssen auf den heiligen Geist warten. Siehe Jes. 32, 15

Unser Papa im Himmel weiß aber, dass es eine volle Herausforderung für uns ist, ihm das Leben komplett anzuvertrauen. Jesus sagt selbst: In der Welt habt ihr Angst, aber siehe, ich habe die Welt überwunden.

Es gibt so viele Bibelstellen, wo uns totale Versorgung mit allem, was wir brauchen, zugesichert wird:

Philipper 4, 6+7

6 Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden;

7 und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. 

 

 

Trachtet zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit und alles andere wird euch zufallen.

 

Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen und werden ihre Lust haben an Fülle von Heil.  Ps. 37, 11

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Siehe, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Seit Pfingsten vor knapp 2000 Jahren, kann das Reich Gottes ganz in uns reinkommen und kann sich somit durch uns überall ausbreiten. Jeder einzelne von uns ist daher der Schlüssel, dass das Reich Gottes kommen kann!

Die Gemeinde wird als Körper von Jesus hier auf der Erde bezeichnet.
Die Gemeinde ist also der Ort, wo Himmelreich ist.
Aus dem Himmelreich kommt durch den HG der wahre Friede – der Shalom Gottes und das bedeutet:

„Unversehrtheit“, „wohlbehalten sein“, „sicher sein“, „Glück“, „freundlich miteinander“, „im Frieden“.

Folglich ist die Gemeinde auch der Ort, wo Menschen wieder hergestellt werden, die z. B. krank sind – denn er/sie ist körperlich nicht unversehrt. Oder es  geht jemandem seelisch oder geistlich nicht gut –  Dann sind sie momentan nicht im Frieden. Oder jemand ist nicht sicher, weil er/ sie Missbrauch erlebt. Usw. Alles was nicht so ist, wie es der Begriff Shalom beschreibt, ist noch nicht Himmelreich.

Jesus fordert uns aber auf zu beten: Dein Reich komme! Was wird dann wohl sein Wille für die Welt sein? „Unversehrtheit“, „wohlbehalten sein“, „sicher sein“, „Glück“, „freundlich miteinander“, „im Frieden“.

In welchem Bereich deines Lebens trifft das Wort Shalom nicht zu? Wo bist du momentan nicht unversehrt, wohlbehalten, sicher, im Frieden, oder glücklich.
Wo herrschen Ungleichgewicht, Unsicherheit, Aufruhr? Wir wollen nun eine Zeit nehmen, um Gott zu fragen, ob er es ist, der das verursacht, weil in diesen Bereichen noch nicht seine Herrschaft ist, oder ob der Feind dich bedrängt.
Wenn der Herr dir etwas aufzeigt, dann ändere den Weg, auf dem du dich befindest, d. h. tu Buße und gib ihm dein ganzes Herz!

Im Anschluss steht unser Gebetsteam für alle Anliegen zur Verfügung.

Wenn jemand in dieser Zeit einen Eindruck für jemanden hat, bitte zögert nicht, und geht zu dieser Person und betet für sie oder gebt ein prophetisches Wort weiter.

Ca. 3 min Zeit – Musik.

Wir in der GL und ich hoffe ihr auch, sind total ergriffen von dem Gedanken, dass unsere Gemeinde ein Ort wird, wo Menschen körperlich, seelisch und geistlich komplett wieder hergestellt werden und Jesus hingegeben nachfolgen. Wir strecken uns aus nach allem, was Jesus uns geben möchte. Wir möchten immer mehr lernen, in dieser Weise hinter Jesus nachzugehen.

Ein wunderbares Werkzeug, um den Menschen auf diese vielfältige Art zu dienen, ist unser SOZO-Dienst und wir haben heute die große Freude, Martin und Karin als Sozo-Pastoren einzusetzen.