Ich möchte heute nur einen Gedanken weitergeben:

In der Weihnachtsgeschichte in Lk 2 erfahren wir etwas vom himmlischen Lobpreis als Jesus geboren wurde. Die Engel lobten Gott und riefen:

V 14: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

 

Ehre sei Gott im Himmel.

 

Der Begriff „Ehre“ ist heute nicht mehr so stark gebräuchlich. Wir denken da vielleicht an Soldaten, die für Ehre und Vaterland kämpfen, vielleicht auch an Ehrenmorde, also an Morde, die aus gekränkter Ehre verübt werden, vielleicht denken wir an ein Ehrenwort, das uns jemand gegeben hat. Ob er es gehalten hat, war dann vielleicht eine andere Sache.

 

Wenn ich jemanden ehre, dann rücke ich diese Person an einen sehr zentralen Platz. Die geehrte Person wird zur wichtigsten Person. Alle Augen sind auf sie gerichtet. Wenn diese geehrte Person dann etwas sagt, dann geht man selbstverständlich davon aus, dass das etwas Wichtiges ist. Deshalb hört man dieser geehrten Person auch zu.

 

Wir wissen, dass Gott im Himmel alle Ehre genießt, die ihm zusteht. Die Engel, die um Gottes Thron sind, bekunden ständig ihre Ehrerbietung. Wann immer wir in der Bibel einen Blick in den Himmel werfen dürfen wird uns davon berichtet.

 

Aber ist das auch auf Erden immer so? Leider nicht.

Als Mensch Gott zu ehren bedeutet eben auch, ihn zur wichtigsten Person deines Lebens zu machen. Ihm den Platz auf dem Thron deines Herzens anzubieten. Nicht nur mit den Lippen, sondern mit ehrlichem Herzen zu bekennen: Du bist mein Herr!

 

 

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden

 

Ehre und Friede.

Diese beiden Dinge gehören zusammen. Wo immer Menschen Gott ehren, kommt Gottes Friede auf die Erde.

 

Dieser tiefe, innere Friede, der Frieden Gottes, der alles menschliche Begreifen weit übersteigt, wie Paulus in Phil 4 schreibt, dieser Friede wird euer Denken und Wollen im Guten bewahren, geborgen in der Gemeinschaft mit Jesus Christus.

 

Manfred Siebald schrieb ein Lied über diesen Frieden. Dort heißt es:

 

Nicht jenes Warten, wenn die Waffen schweigen,

Wenn sich noch Furcht mit Hass die Waage hält,

Wenn sich Verlierer vor den Siegern beugen:

Nicht der Friede dieser Welt.

 

Nicht jene Stille, die den Tod verkündet,

Da, wo es früher einmal Leben gab,

Wo man kein Wort und keine Tat mehr findet:

Nicht die Stille überm Grab.

 

Der tiefe Friede, den wir nicht verstehen,

Der wie in Strom in unser Leben fließt:

Der Wunden heilen kann, die wir nicht sehen,

Weil es Gottes Friede ist.

 

 

Dieser Friede, dieser Shalom Gottes steht für uns bereit. Heute zu Weihnachten. Es ist dieses Friedensangebot Gottes, der sich selbst in dem Kind in der Krippe, an diese Welt verschenkt, damit alle, die ihn im Glauben annehmen, ewiges Leben haben können.

 

Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden.