Predigt am 19. 1. 2014

  1. 1.     Samuel 16, 7

Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der HERR auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.

 

Doch der Herr sprach zu Samuel: »Lass dich nicht von seinem Äußeren oder seiner Größe blenden, ich habe ihn nicht erwählt. Der Herr entscheidet nicht nach den Maßstäben der Menschen! Der Mensch urteilt nach dem, was er sieht, doch der Herr sieht ins Herz.«

Die Bibel meint, wenn sie von HERZ spricht, nicht nur das Organ, das wir haben, sondern:

innerstes Organ, das was den Menschen ausmacht, innerer Mensch, inkl. Gefühl, Wille + Verstand (griechisches Denken = Seele) und menschlicher Geist (der natürlich durch Gott aufgeweckt sein will bei Bekehrung, bei allen anderen ist er ja noch tot!)

Über das Herz des Menschen steht in der Bibel sehr viel:

In der King James Bibel kommt das Wort heart 765 mal vor.

In der deutschen Elberfelder Übersetzung kommt Herz immerhin 448 mal vor.

Gott kennt unser Herz, das Herz auf etwas ausrichten, das Herz ist erfüllt mit etwas, das Herz ausschütten, das Herz soll aufwachen und Mut fassen, das Herz ist wach, das Herz schlägt für etwas/ jemanden, hängt an etwas, Gott gibt uns ein verständiges Herz, das versteinerte Herz wird gegen ein lebendiges ausgetauscht, ein hartes Herz, das Herz ist schwer, jemanden ins Herz schauen lassen, sein Gesetz und der Empfehlungsbrief Gottes sind in unser Herz geschrieben usw.

Was hat nun Gott an Davids Herz so gefallen, dass er ihn erwählt hat?

Dazu muss man die Geschichten um seine Salbung zum König näher anschauen:

  1. Er machte das, was ihm gesagt wurde ohne inneren Widerstand. = Gehorsam (Vater sagt, bring deinen Brüdern Verpflegung zum Kriegsschauplatz, … )
  2. Er war zuerst für das Wohl der Schafe, dann von Saul, später für die Truppen und nachher für das ganze Volk zuständig = er war ein Diener.
  3. Er besaß Mut und Entschlossenheit – vertreibt und tötet Löwe und Bär.
  4. Er liebte und vertraute Gott zu 100% = Glauben

Er ist der einzige, der sich darüber aufregt, dass Goliath das Heer des lebendigen Gottes beschimpft und etwas dagegen unternehmen möchte.

UND: Die Soldaten sehen, was vor Augen ist: ein 3m riesiger menschlicher Panzer, mit einem Speer aus einem kleinen Baum mit einer Pfeilspitze, die ca. 7 Kilo schwer war!!!

David wusste aber, WER den Israeliten half!!!

  1. Er besaß Demut: Er wusste, was er konnte und was nicht.

Zog Sauls Rüstung wieder aus (zu groß), nahm sein vertrautes Werkzeug und wurde aktiv. Aber nur, weil er wusste, Gott hilft ihm.

 

Das war also die Grundeinstellung von Davids Herz und mit dieser konnte Gott ihn verwenden. Dieses Herz/ der innere Mensch war bereit, sich von Gott gebrauchen zu lassen.

 

Neulich hab ich mir ein Handy gekauft und das hat auch schon verschiedenste Grundeinstellungen, die ich nutzen kann. Ich hab mir eben dieses Handy gekauft, weil es das kann, was ich brauche.

 

Und dann habe ich die persönlichen Einstellungen/ Feineinstellungen gemacht, damit es so ist, wie es für mich am besten passt. z. B. Weckzeit, Klingelton usw.

 

Bei uns ist das auch so.

Wenn die Grundeinstellung passt, dann beginnt Gott mit der Feineinstellung!

 

Was ist die Grundeinstellung?

  • Demut: Ich weiß, wer Gott ist und wo ich im Verhältnis stehe.
  • Glaube: Ich glaube, was die Bibel über Gott und Jesus sagt und nehme die Erlösung an. Denn ohne Gott kann ich nichts von Bedeutung tun.
  • Vertrauen: Ich vertraue ihm, dass er es als mein himmlischer Vater absolut gut mit mir meint.
  • Gehorsam: Ich bin bereit, das zu tun, was er mir sagt.

Das, was in der Schule am allermühsamsten ist, sind Kinder, die nicht folgen können! Sie verschwenden meine Zeit und Energie und hindern alle anderen daran, schöne und wichtige Dinge zu tun.

 

Was passiert nun bei der Feineinstellung?

 

Als David vor Samuel stand, nahm dieser das Horn mit dem Öl und goss es über David aus. Da kam der Heilige Geist auf David und verließ ihn nicht mehr!!!

 

Das Gleiche gilt für uns!

Stimmt unsere Grundeinstellung insofern, dass wir erkennen, dass wir Jesus Christus als unseren Herrn und Erlöser brauchen und akzeptieren, dann erst kann der Herr den heiligen Geist in unser Herz – d. h. in unseren inwendigen Menschen ausgießen.

 

Das bedeutet einen grundsätzlichen Gesinnungswandel – die Bibel nennt das Umkehr oder Buße.

Ich erkenne, dass ich auf dem Holzweg bin, drehe um bis dorthin, wo ich falsch abgebogen bin und schlage den richtigen Weg ein.

Erst dann wird unser menschlicher Geist lebendig und der H. G. beginnt sein Wirken in und durch uns.

Es ist der größte Irrtum der Menschheit zu glauben, sie kann sich den H. G. durch gute Taten verdienen!

Erst die Erkenntnis wo ich stehe, wo Gott ist und dass Jesus die Brücke geschlagen hat zwischen uns beiden, und dass ich diese Brücke dann auch benütze, bringt mich so in Gottes Gegenwart, dass er seinen Geist in mich reinschütten kann.

Wir kommen in einen Prozess der Umgestaltung und Erneuerung, in dem wir Christus immer ähnlicher werden.

 

Diesen Prozess nennt Paulus

„Beschneidung des Herzens“.

Römer 2, 29: Nein, ein wahrer Jude ist der, dessen Herz vor Gott gerecht ist. Und die wahre Beschneidung ist keine äußere Handlung, sondern eine Veränderung des Herzens durch den Geist Gottes und geschieht nicht durch Einhaltung jedes einzelnen Buchstabens des Gesetzes. Wer diese Veränderung erfahren hat, bekommt die Anerkennung Gottes und nicht die der Menschen.

 

Das Problem ist immer wieder die Versuchung, vor den Menschen gut da stehen zu wollen. In diesem Fall, dass die Leute versucht haben, sich genau an alles zu halten, was in den Geboten stand. Aber um das geht es gar nicht. Ich werde deswegen nicht anders.

 

Nur dann, wenn ich es erlaube, dass Gott mein Herz – also mein Innerstes verändert, dann werde ich anders! Und das sieht wiederum nur Gott – denn er sieht das Herz an.

 

5.Mose 10, 16

So bescheidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren Nacken nicht mehr. (Elb)

 

Modern: Deshalb wendet euch von ganzem Herzen dem Herrn zu und gebt euren hartnäckigen Widerstand auf.

 

Versuche einmal, deinen Nacken hart zu machen! Das Ergebnis:

Man hat seinen Blick nur noch geradeaus oder abwärts gerichtet, wird unbeweglich, kann nicht aufschauen (!) und sieht eigentlich viel weniger! Deshalb warnt Gott sein Volk, also uns, in

5.Mose 30, 6

Der Herr, euer Gott, wird euer Herz und die Herzen eurer Nachkommen reinigen1, damit ihr ihn aufrichtig und mit aller Kraft liebt und am Leben bleibt.

 

Die Reinigung/ Beschneidung des Herzens ist also lebensnotwendig!

Þ  Fundsachen S. 33 und 34 vorlesen.

 

Jetzt ist mir persönlich das Wort Beschneidung nicht so angenehm! Das klingt nach Schmerzen, Unbehagen und Unannehmlichkeit.

 

Jakob Krämer hat einmal in einer Predigt über das Beschneiden einer Hecke gesprochen. Wenn man einen Busch nie beschneidet, dann bekommt er lange Triebe und Zweige, die sich im Wind biegen. Außerdem bringen viele wilde Triebe auch keine Frucht und nehmen den anderen, guten Trieben die Nahrung. Wenn die Zweige aber beschnitten werden, werden sie fest und stark und irgendwann kann die Hecke uns vor dem Wind schützen. Jeder Landwirt weiß, dass durch Beschneidung Bäume zu viel Frucht kommen und so ist es mit uns auch!

 

Wenn du zulässt, dass der Herr dein Herz beschneidet – und das möchte er eigentlich so lange tun, bis er das Gute, das er in dir begonnen hat, zu Ende geführt hat – kommst du immer mehr zum Leben!!, denn der H. G. hat immer mehr Platz darin.

 

Wenn wir beim Vergleich mit den Bäumen bleiben:

Beschneidung = Frucht bringen

Beschneidung des Herzens = Frucht bringen

 

Paulus rät uns in Galater 5, 16  und 17, unser Leben vom H. G. bestimmen zu lassen. Folglich kann ich mich entscheiden, ob ich das will oder nicht. Ich kann davon laufen, mich in Arbeit, ins Vergnügen oder in sonst was stürzen – das bleibt mir überlassen.

 

Aber: Wie wir gehört haben, geht es darum am Leben zu bleiben, nämlich am wirklichen Leben zu bleiben.

 

In 19 – 21 warnt Paulus eindringlich davor, wenn wir unser Leben nicht vom H.G. bestimmen lassen:

 

Ich frage dich: „Ist es DAS wert?“

 

Der Werbespot schlechthin FÜR  ein Leben geleitet durch H. G. ist Galater 5, 22:

Der H. G. bringt in unserem Leben nur Gutes hervor.

Aufgabe des körperlichen Herzens:

In einem ersten Kreislauf wird das sauerstoffreiche Blut von der Lunge zum Herz gepumpt und sauerstoffarmes Blut vom Herz zur Lunge gebracht.

In einem zweiten Kreislauf wird das sauerstoffreiche Blut zu allen Organen und Zellen transportiert, wobei unterwegs auch noch Nährstoffe aufgenommen werden, damit wir nicht verhungern. Auf dem Rückweg wird Kohlendioxid mitgenommen, damit es ausgeatmet werden kann.

 

Einem beschnittenen inwendigen Herzen geht es so wie dem körperlichen Herz:

  1. Es ist nicht mehr hart wie Stein, sondern weich wie Fleisch und
  2. es ist eine Pumpe, die 2 Kreisläufe betreibt:

 

  1. 1.    Kreislauf:

Saubere Luft = eingeatmete Gegenwart Gottes im Lobpreis, im Gebet) und die aufgenommene richtige Nahrung = (Gott immer mehr kennen lernen durch Bibel lesen, beten, gute Lehre, Gemeinschaft und Liebe erfahren) zu jeder Zelle meines Körpers und meines ganzen Seins zu bringen und

  1. 2.    Kreislauf:

Alles, was durch das Aufeinandertreffen von H. G. und wilden Trieben beschnitten und verstoffwechselt wird, zu den Ausscheidungsorganen zu bringen. Das ist in diesem Fall dann der Mund, der ganz konkret anklagt, um Vergebung bittet und Vergebung ausspricht.

 

Bei Krankheiten gibt es meistens medizinische und zusätzlich noch geistliche und seelische Ursachen. Z. B. bei Arthrose:

Þ  Buch S. 95 vorlesen!

Wenn wir uns auf die beiden neuen Kreisläufe einlassen, sind wir wieder bei 6.Mose 30, 6!

5.Mose 30, 6

Der Herr, euer Gott, wird euer Herz und die Herzen eurer Nachkommen reinigen1, damit ihr ihn aufrichtig und mit aller Kraft liebt und am Leben bleibt.

 

 

Und da soll noch einmal jemand sagen, dass Gott es mit uns nicht gut meint!!!!

 

Somit folgt jetzt der letzte Punkt, und das ist eine Frage:

 

WAS SIEHT GOTT HEUTE, WENN ER IN DEIN HERZ SCHAUT?

 

Hast du das Leben gewählt oder ist dein Nacken noch hart?

 

Kannst du (vor allem auch bei Geld) großzügig sein, oder gibst du nicht gern etwas her?

Hast du eine feindselige Haltung jemandem gegenüber?

Was betest du gerade mehr an als Gott den Herrn? (deine Arbeit, deinen Sport, deine Familie, deinen Ehepartner, …)

Hast du das Gefühl, dass du ständig wegen etwas streiten musst? Dass du um dein Recht streiten musst?

Kannst du jemandem etwas nur schwer gönnen?

Gibt es eine Sucht in deinem Leben?

 

All das und noch mehr kannst du Gott abgeben!

Jesus fordert uns auf:

„Werft alle eure Sorgen auf mich!“

Und auch: „Kehrt um, tut Buße!“ Das heißt, wir sollen unser Verhalten ändern!!

 

 

Galater 5, 24 – 26

Menschen, die zu Jesus Christus gehören, haben ja doch ihre selbstsüchtige Natur9 mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz genagelt.

Die Last teilen

25 Wenn wir nun durch Gottes Geist ein neues Leben haben, dann wollen wir auch aus diesem Geist unser Leben führen.

26 Wir wollen nicht mit unseren vermeintlichen Vorzügen voreinander großtun, uns damit gegenseitig herausfordern oder einander beneiden.

 

Der Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an.