Dieter Hildebrandt (dt. Kabarettist, *1927):
„Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen,
sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.“

Danken schützt vor Wanken und loben zieht nach oben.
Wir werden heute zu kritischen Menschen erzogen. Alles muss man hinterfragen und das hat auch bis zu einem gewissen Maß seine Berechtigung. Es gibt leider sehr viele Dinge und leider auch sehr viele Menschen auf dieser Welt, denen man nicht vertrauen kann.
Bsp: Spammails
Aber wenn ich immer nur kritisch bin bleibt mein Blick auf negative Dinge fixiert. Ich kann mich dann gar nicht mehr über schöne Dinge freuen, weil ich sofort einen Hintergedanken vermute.
Versuche einmal jemanden auf der Straße € 10,- zu schenken. Die wenigsten werden dein Geschenk annehmen, statt sich zu freuen.

Jesus heilte einmal 10 Aussätzige. (Lk 17)
11 Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa.
12 Als er in ein Dorf ging, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in gehörigem Abstand stehen 13 und riefen laut: »Jesus! Herr! Hab Erbarmen mit uns!«
14 Jesus sah sie und befahl ihnen: »Geht zu den Priestern und lasst euch eure Heilung bestätigen!« Und als sie unterwegs waren, wurden sie tatsächlich gesund.
15 Einer aus der Gruppe kam zurück, als er es merkte. Laut pries er Gott, 16 warf sich vor Jesus nieder, das Gesicht zur Erde, und dankte ihm. Und das war ein Samariter.
17 Jesus sagte: »Sind nicht alle zehn gesund geworden? Wo sind dann die anderen neun? 18 Ist keiner zurückgekommen, um Gott die Ehre zu erweisen, nur dieser Fremde hier?«
19 Dann sagte er zu dem Mann: »Steh auf und geh nach Hause, dein Vertrauen hat dich gerettet.«

Nur einer der 10 konnte das Geschenk, das Jesus ihm machte dankbar annehmen. Wir wissen nicht, was mit anderen geschah. Bestimmt haben sie sich über ihre Heilung gefreut. Aber ihr Leben haben sie offensichtlich nicht geändert. Sie haben ihrem Retter nicht gedankt.
Vielleicht haben sie es als selbstverständlich erachtet, vielleicht waren sie schon so verbittet über ihre Krankheit, dass sie es jetzt nicht der Mühe wert fanden Jesus zu danken. „Er hat mich krank werden lassen, da ist es nur recht und billig, dass Gott mich jetzt wieder heilt.“

Ich denke, dass die Menschen heute auch nicht anders sind, als sie vor 2000 Jahren waren.
Es gibt so viele Gründe Gott dankbar zu sein, aber die wenigsten tun es.
Gut, an einem Fest wie Erntedank vielleicht, aber ein dankbarer Lebensstil zeigt sich nicht nur an einem Tag im Jahr, sondern jeden Tag.

Dankbarkeit lässt mich automatisch auf die guten und positiven Dinge des Leben schauen. Das hat nichts mit wegschauen von den Problemen (Vogel Strauß Politik) oder mit einer naiven, einfältigen Weltsicht zu tun, sondern damit, dass ich entscheiden kann, womit ich mein Herz (mein Innerstes) füttere.

Jesus war ein dankbarer Mensch.
Ihr kennt sicher die Begebenheiten als er einmal 4000 und einmal 5000 Menschen satt machte. Jedes mal nahm er das, was er von anderen bekommen hatte, (z.B. 5 Brote und 2 Fische) dankte dafür und gab sie schließlich weiter. Alle wurden satt.
Ein ähnliches Muster sehen wir auch beim letzten Abendmahl. Auch da nahm er Brot und Wein, dankte dafür und gab sie weiter.

Und eine weitere sehr bekannte Begebenheit möchte ich euch vor Augen führen: Die Auferweckung des Lazarus aus Joh 11, 41-43
Da nahmen sie den Stein weg. Jesus blickte zum Himmel auf und sagte: »Vater, ich danke dir, dass du meine Bitte erfüllst.
Ich weiß, dass du mich immer erhörst. Aber wegen der Menschenmenge, die hier steht, spreche ich es aus – damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.«

Jesus tut hier etwas, das auf den ersten Blick ungewöhnlich ist: Er bedankt sich bevor das eintritt wofür er sich bedankt.
Dieses dankbare Empfangen ist ein Schlüssel für das Gebet. Indem ich den Dank ausspreche, noch bevor ich das erhalte, wofür ich bitte, drücke ich die absolute Zuversicht aus, dass Gott mein Gebet auch erhören wird.
Ich spreche Gott mein volles Vertrauen aus und über dieses Vertrauen freut sich der Vater im Himmel.

Wie viel mehr sollten wir Gott für die Dinge danken, die er uns bereits gegeben hat?

Wofür bist du Gott dankbar?