Ein Mann geht zum Arzt und erzählt: „Meine Frau hört nicht mehr so gut. Was soll ich machen?“ Der Arzt gibt ihm den Tipp, er solle einen Test machen.

Als der Mann nach Hause kommt, sieht er, dass seine Frau gerade kocht. So geht er drei Meter hinter sie und fragt: „Schatz, was kochst du Gutes?“ Er bekommt keine Antwort, geht zwei Meter hinter sie und fragt nochmals: „Schatz, was kochst du Gutes?“ Wieder bekommt er keine Antwort.

Jetzt stellt er sich direkt hinter sie und fragt nochmals. Da dreht sich seine Frau um und schreit: „Zum dritten Mal: Es gibt Bratkartoffeln!“

 

Männer haben eine besondere Hörfähigkeit, sie hören weg.

Kinder hören nur das, was sie hören wollen.

Mütter hingegen haben auch hinten am Kopf Augen und Ohren. Sie bekommen alles mit.

 

Spaß beiseite: Wir Menschen können einander auf verschiedenste Arten wahrnehmen. Nicht nur mit unseren Ohren, wir haben ja noch weitere Sinnesorgane. Es ist auch nicht so, dass wir nur unsere Mitmenschen wahrnehmen, sondern auch vieles von unserer Umwelt. Manches passiert dabei auch unbewusst.

 

Sensible Menschen erspüren darüber hinaus wie beispielsweise die Stimmung in einer Gruppe, oder einem Raum ist, oder sie können andere Menschen sehr gut aufgrund deren Körpersprache „lesen“.

Manche Menschen haben auch die Fähigkeit, aus der unsichtbaren Welt Dinge wahrzunehmen, die andere eben nicht merken.

Gewisse Fähigkeiten sind dabei erlernbar, anderes fällt in den Bereich einer Begabung.

 

 

Karin hat uns letzte Woche sehr gute und wichtige Tipps weitergegeben, wie wir Dinge, die wir von Gott hören (wahrnehmen) einordnen und prüfen können.

Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, den sie nächste Woche predigen wird.

 

Ich möchte heute noch einmal ganz grundsätzlich über die Wichtigkeit sprechen, Gottes Reden wahrzunehmen und welche Auswirkung das auf unser Leben, aber vor allem auch auf unseren Dienst hat.

 

In der Vorbereitung auf unseren „TPL intern“ Abend, vor gut drei Wochen bin ich über Joh 5 gestolpert: Die Heilung am Teich Betesda.

Die Frage stand im Raum: Will Gott immer alle Menschen hier auf Erden heilen? Wenn man durch die Evangelien und die Apg liest, kann man zu diesem Schluss kommen. Aber beim Durchlesen von Joh 5 (einer Heilungsgeschichte!) fiel mir auf, dass auch Jesus nicht immer alle Kranken geheilt hat, die ihm begegnet sind. In V3 heißt es: Viele Kranke lagen in diesen Hallen…

Aber nur einer wurde von Jesus geheilt.

 

Ein paar Verse später verrät Jesus uns ein Geheimnis: V 19f: Ich sage euch die Wahrheit: Von sich aus kann der Sohn gar nichts tun, sondern er tut nur das, was er den Vater tun sieht. Was immer aber der Vater tut, das tut auch der Sohn!

20 Denn weil der Vater den Sohn liebt, zeigt er ihm alles, was er selbst tut.

 

Die Frage, die wir uns stellen müssen ist also nicht: Was müssen wir tun, damit Gott handelt, sondern wir müssen schauen, beobachten, fragen, suchen, hinhören usw. um herauszufinden: Was tut der Vater?

Manchmal haben wir das Gefühl, dass Gott gerade nichts tut, aber zwei Verse vorher sagte Jesus (V17): Zu jeder Zeit ist mein Vater am Wirken, und ich folge nur seinem Beispiel.

Was tut der Vater?

Die Frage gilt also in gleicher Weise für den Sohn: Was tut Jesus?

Und nachdem Jesus uns den HG als seinen Stellvertreter gesandt hat, müssen wir ebenfalls fragen: Was tut der HG?

 

Was tut Gott heute in deinem Leben?

Diese Frage ist nicht rhetorisch gemeint. Das ist die Frage, die nur du selbst für dich beantworten kannst. Aber es ist auch eine Frage, die uns als Gläubige täglich beschäftigen muss! Als Nachfolger Christi können wir eigentlich nicht anders, als unseren Blick, unsere Ohren und alle Sinne auf Jesus zu richten um herauszufinden: Herr, was tust du gerade? Und daraus ergibt sich dann ganz automatisch die Antwort, auf die Frage, was wir tun sollen.

 

Natürlich ist das nicht ganz so einfach, schließlich ist Gott für unsere „normalen“ Augen nicht sichtbar.

Joh 1,18: Kein Mensch hat jemals Gott gesehen. Doch sein einziger Sohn, der selbst Gott ist und in enger Gemeinschaft mit dem Vater lebt, hat ihn uns gezeigt.

 

In Jesus wurde Gott sichtbar, angreifbar, erlebbar, und hörbar. Gott teilte sich in Jesus mit. Und ich bin so froh, dass wir in der Bibel all das schriftlich haben, was Jesus getan und gelehrt hat.

Jesus wurde ganz Mensch um sich uns Menschen ganz mitzuteilen. Aber jetzt ist er im Himmel, wo wir heute ihn wieder nicht sehen können. Und trotzdem ist er nicht gänzlich unsichtbar. Mit den Augen und Ohren des Glaubens können wir ihn sehr wohl wahrnehmen.

 

Ich habe euch vorhin die Verse 19+20 aus Joh 5 vorgelesen:

V 19f: Ich sage euch die Wahrheit: Von sich aus kann der Sohn gar nichts tun, sondern er tut nur das, was er den Vater tun sieht. Was immer aber der Vater tut, das tut auch der Sohn!

20 Denn weil der Vater den Sohn liebt, zeigt er ihm alles, was er selbst tut.

 

Glaubst du, dass Gott dich liebt? So sehr liebt, wie er seinen Sohn liebt? Dann heißt das, dass er auch dir alles zeigt, was er selbst tut. Gott teilt sich mit, unsere Aufgabe als Gläubige ist es, das zu erkennen, was genau er gerade jetzt, hier und heute tut.

Augen auf, Ohren auf! Der HG ist da!

 

Mach deine Augen zu und stelle Gott diese Frage. (1 Minute Stille)

 

 

Der Vater, der Sohn und er HG sind beständig am Wirken.

Um Gottes Wirken wahrzunehmen müssen wir uns manchmal zurückziehen in die Stille, ins Gebet, ins Bibelstudium, zum Fasten usw., aber genauso wichtig ist es auch hinauszugehen und im Vertrauen Schritte zu wagen.

 

Einige von euch haben wahrscheinlich schon von der Bewegung „The last Reformation“ gehört. Bei aller, zum Teil berechtigten Kritik an dieser neuen Bewegung, so begeistert mich doch, die Entschlossenheit und die radikale Kompromisslosigkeit, mit der diese meist jungen Menschen Gottes Wirken in dieser Welt suchen und sich als seine Werkzeuge zur Verfügung stellen. Und dabei erleben sie unglaubliche Dinge, die Gott tut. Gott heilt, berührt, verändert und beruft Menschen. Überall auf der Welt, auch hier unter uns.

 

Was tut Gott hier bei uns? ´

Ein Wesenszug Gottes ist es zu heilen, im umfassendsten Sinn des Wortes.

Ich glaube, dass er sich nicht nur darauf beschränkt, Kopfweh, Gelenkschmerzen oder ähnliche Körperliche Beschwerden zu heilten. Er gebraucht dazu ganz normale Menschen, wie du und ich, die bereit sind zu anderen hinzugehen um für sie zu beten. Gott will auch kaputte Ehen und Beziehungen heilen, er will, dass sich verfahrene Situationen an deinem Arbeitsplatz, oder in deiner Schule sich verbessern. Er will Frieden in zerstrittene Nachbarschaften bringen.

 

Jesus hat bei seiner Antrittspredigt gesagt: Lk 4,18: Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen. Ich rufe Freiheit aus für die Gefangenen, den Blinden sage ich, dass sie sehen werden, und den Unterdrückten, dass sie von jeder Gewalt befreit sein sollen.

 

Genau das hat er gemacht. Nicht nur er selbst, auch seine Jünger hat er damit beauftragt:

 

Als er seine Jünger in Lk 10 aussandte, gab er ihnen drei Aufgaben:

(Lk 10,8-9) Und wenn ihr in eine Stadt kommt und sie euch aufnehmen, dann esst, was euch vorgesetzt wird, und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.

 

Heb 13,8: Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.

 

Er handelt, er liebt Menschen, er befreit, er beruft, er heilt und er redet zu uns.

Geistliche Augen auf, geistliche Ohren auf, der HERR ist da!