Es geht heute wieder um Anbetung. Ihr habt es richtig erraten, das ist eines meiner Lieblingsthemen, damit habe ich mich in letzter Zeit sehr viel beschäftigt…
Meine Anbetungsreise hat begonnen als ich 7 Jahre alt war. Ich hatte in meiner Kinderbibel über Mose gelesen, wie er am Berg Gott gesehen hatte. Von da an war es mein Gebet und mein größter Wunsch, Gottes Angesicht sehen zu dürfen.
Der Kindheitswunsch flammte wieder auf, als ich in diese Gemeinde gefunden habe. Ich wollte zwar immer gerne mit Gott beisammen sein und mit ihm kommunizieren. Aber es war alles ein wenig mühsam. Kennt das jemand? Ich musste mir extra die Zeit nehmen und oft vergaß ich und dann hatte ich ein schlechtes Gewissen. Länger beten, dachte ich, ist nur für die mit der Gabe des Gebetes. Ich schlief eher ein dabei.
Aber in dieser unserer Gemeinde habe ich Gemeinschaft mit Gott anders kennengelernt, hier bin ich auf den Geschmack gekommen. Ich habe gesehen, dass echte Gemeinschaft mit Gott aufweckt, aufregend ist.
Vor kurzer Zeit, als Gott 2 Jahre lang unser Fundament gerüttelt hat und wir die Existenz verloren und wieder gefunden haben, ist mir meine Zeit mit Gott sehr kostbar geworden. Auf einmal war mein Glaube entweder real oder sinnlos. Ich hatte die Wahl. Ich musste alles hinterfragen, aber Gott hat mich dadurch weiter zu sich gezogen. Also wenn in deinem Leben Krisen sind – ich nehme an, die gibt’s nur in unserem Leben , aber sollte es so sein, dann kann ich dich ermutigen. Es geht in Richtung Nähe mit Gott, wenn du das zulässt, wenn du dich nicht wegtreiben lässt.
Ich fasse kurz einmal zusammen, worum es in der letzten Predigt über Anbetung gegangen ist:
• Anbetung bringe ich jemanden oder etwas, der oder das für mich einen außergewöhnlich großen Wert hat. Jeder betet etwas an.
• Gott sucht nicht Anbetung sondern Anbeter! (Kein Egotrip)
• Der Grund ist, dass er uns liebt, und daher will, dass wir ihm ähnlicher werden. Das ist das Beste für uns. Wir werden immer wie das was wir anbeten.
• Das größte Hindernis zwischen Gott und mir ist Angst, denn Angst ist nicht in der Liebe.
• Bei Lob und Dank kann ich Opfer bringen, bei Anbetung bin ich das Opfer.
• Wenn wir zu Jesus gehören, sind wir nach dem neuen Bund Priester. Das, was einen Priester im AT auszeichnet ist: er hört die Stimme Gottes. Er hat direkten Zugang zu Gott.

Wir sind also zum Anbeten geschaffen. Das heißt nicht automatisch, dass wir wissen wie es geht! Wir sind zum Schwimmen geschaffen, trotzdem ertrinkt einer, der es nicht gelernt und geübt hat.
Wir haben gesagt, dass Anbetung jeder Gedanke, jede Tat ist, die Gott Freude bringt. Manche von uns heben die Hände während dem Singen. In der Bibel steht, dass die Priester die Hände gehoben haben zum Beten und Singen. Es ist aber nicht die Tatsache, dass wir die Hände heben, die Gott Freude bringt. Er sagt nicht: „ah, super, im Treffpunkt Leben haben wir wieder einmal 7 Leute, die die Hände beim Singen heben! Cool! Das gibt mir einen Kick!“
Wie bringen wir denn Gott Freude? Bzw. wie beten wir an?
Wenn du effektive Aussagen über jemanden treffen willst, musst du immer die Person kennen. Z.B. auf Hochzeiten oder Jubiläumsfeiern haben immer die Leute die interessantesten Reden, die die Jubilare am besten kennen.
Mit Gott heißt das, dass wir dann die beste Anbetung bringen, dass wir dann Gott die meiste Freude bringen, wenn wir ihn am besten kennen oder immer besser kennen. Wenn wir wissen, was er gerne möchte, was ihm am meisten Freude bringt.
Interessant ist es, dass z.B. David im Ps. 51/18+19 schreibt: „Dir liegt nichts daran, dass ich dir Tiere als Schlachtopfer darbringe – ich würde es sonst bereitwillig tun. Nein, nach Brandopfern hast du kein Verlangen. Ein Opfer, das Gott gefällt, ist tiefe Reue; ein zerbrochenes und verzweifeltes Herz wirst du, o Gott, nicht zurückweisen.“
David war ein König und ein Prophet. Er war nach dem Herzen Gottes, steht in der Bibel. Was sagt David da? In einer Zeit, wo jeder wusste, dass gerade Schlachtopfer und Brandopfer die einzige Art ist, sich Gott zu nähern, sagte David, dass Gott diese Art von Opfer nicht will! Dass tiefe Reue und ein zerbrochenes, verzweifeltes Herz, das Opfer ist, das Gott gefällt! Woher wusste David das? Er kannte offenbar Gott und was er gerne mochte. Ein Mann nach dem Herzen Gottes. Der es wagt, alle Regeln auf den Kopf zu stellen, nicht weil er so ein Tyrann war, sondern weil er das Herz Gottes erforscht hatte und ihm die größtmögliche Freude machte, Anbetung brachte. Und Gott hat auf diese Anbetung, auf diese Freude reagiert, indem er sein eigenes, immerwährendes Königreich in David’s Ahnen eingereiht hat. Jesus, der Nachkomme Davids.
Wir schauen so viel auf uns. Wir machen Gabentests (ist etwas sehr Gutes und Wertvolles!), wir kennen alle die 5 Sprachen der Liebe, wir wissen, wie wir geliebt werden sollen und wollen. Und das ist sehr gut und wichtig! Aber genauso wichtig ist: Wissen wir auch wie Gott geliebt werden möchte?
Gott hat auch eine Liebessprache: Glaube!
Was ist Glaube? In Hebr. 11/1: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.” (Widersprüche!)
Und dann in Vers 6 heißt es: „Ihr seht also, dass es unmöglich ist, ohne Glauben Gott zu gefallen. Wer zu ihm kommen möchte, muss glauben, dass Gott existiert und dass er die, die ihn aufrichtig suchen, belohnt.“ Also Glaube ist der zentrale Punkt in der Anbetung. Ohne Glaube können wir Gott nicht gefallen!
Weiters heißt es im Jakobus 2/14-23: „Meine Brüder und Schwestern, was hat es für einen Wert, wenn jemand behauptet: »Ich vertraue auf Gott, ich habe Glauben!«, aber er hat keine guten Taten vorzuweisen? Kann der bloße Glaube ihn retten?“
Hier wird die Bibel sarkastisch: „Nehmt einmal an, bei euch gibt es einen Bruder oder eine Schwester, die nichts anzuziehen haben und hungern müssen. Was nützt es ihnen, wenn dann jemand von euch zu ihnen sagt: »Ich wünsche euch das Beste; ich hoffe, dass ihr euch warm anziehen und satt essen könnt!« –, aber er gibt ihnen nicht, was sie zum Leben brauchen? Genauso ist es auch mit dem Glauben: Wenn er allein bleibt und aus ihm keine Taten hervorgehen, ist er tot.
18 Aber vielleicht wendet jemand ein: »Hast du überhaupt Glauben?« Darauf antworte ich: Ich habe die Taten! Zeig mir doch einmal deinen Glauben, wenn du mir nicht die entsprechenden Taten zeigen kannst! Aber ich will dir meinen Glauben aus meinen Taten beweisen. Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Gut! Das glauben die bösen Geister auch – und zittern vor Angst.
20 Du gedankenloser Mensch! Willst du nicht einsehen, dass ein Glaube, der nicht zu Taten führt, nutzlos ist? Wurde nicht unser Ahnvater Abraham aufgrund seines Tuns von Gott als gerecht anerkannt – nämlich weil er seinen Sohn Isaak als Opfer auf den Altar legte? Du siehst also: Sein Glaube und seine Taten wirkten zusammen; sein Glaube wurde durch sein Tun vollkommen. Auf diese Weise bestätigte sich das Wort in den Heiligen Schriften: »Abraham glaubte Gott, und dies rechnete Gott ihm als Gerechtigkeit an.« Er wird sogar Freund Gottes genannt.“
Es hat einmal jemand gesagt: „Wenn du wissen willst an was du glaubst, schau dir an, was du tust!“

In unserer Gemeinde machen wir ein paar Aussagen, ein paar Behauptungen, die ziemlich stark sind. Wir glauben, dass aus all den „51.439“ (nicht einmal Google weiß es genau! 🙂 Religionen auf dieser Welt unsere die einzig wahre ist. Das ist doch eine sehr starke Behauptung, oder? Was behaupten wir noch in dieser Gemeinde?
Dass Gott gut ist, groß, großartig, schön, allmächtig, heilig, verzehrendes Feuer, der Friedefürst, vergebend, demütig, gerecht, Ratgeber wunderbar, ewiger Vater, Retter, Befreier, Heiler, Hirte, geduldig, von großer Güte,…
Wie schaut bei einer Person Glaube in all das aus? Was tut es mit mir, wenn ich das alles, was ich über Gott weiß, auch glaube? Und in Taten ausdrücke? Im Hebräischen ist Anbetung immer als Einheit verstanden worden. Erst im griechischen Verständnis haben wir die Aufspaltung von Anbetung auf gewisse Zeiten. Also im Hebräischen verstehen wir Anbetung rund um die Uhr jeden Tag des Jahres in allem was ich tue. Was bewirkt dieser Glaube in mir, wenn ich auf einmal anfange, das zu leben, wozu ich in der Welt bin, nämlich Gott 24/7/365 anzubeten?
Es gibt etwas, das sich immer wieder in den Weg der Anbetung legt. Das ist Angst. Fast immer ist es Angst. Es gibt Regeln. Man kann doch nicht! Jesus schickt dich, um genau in dem Moment etwas zu tun oder zu sagen, das ganz ungewöhnlich ist. Ist dir das bekannt? Angst! Nur nicht zu dramatisch werden über Jesus! Das wäre ja gegen alle Regeln! Was, Gebet um Heilung anbieten? Aber was ist, wenn Gott nicht heilt? Dann stehe ich da. Angst.
Brechen wir doch durch in die Freiheit! Wen Jesus frei macht, der ist wirklich frei! Reagieren wir doch auf den Heiligen Geist! Er ist unser Führer, er ist unser Lehrer. Das erfreut das Herz des lebendigen Gottes. Und er ist doch selber verantwortlich, ob nach meinem Gebet Heilung geschieht, nicht ich! Wenn, dann würde er blöd dastehen vor den anderen, nicht ich! Und weißt du was, das macht ihm überhaupt nichts aus. Und wenn es dir auch nichts mehr ausmacht, wird er anfangen schon zu reagieren!
John Wimber, der Gründer der Vineyard Bewegung, hat gesagt: „Glaube wird „R-i-s-i-k-o“ geschrieben“! Können wir für Jesus ein Risiko eingehen? Ein Opfer bringen, indem wir aus unserer Komfortzone heraussteigen? Halten wir es aus, dass Gott uns tatsächlich begegnet und etwas von uns will, das uns jetzt gerade gar nicht rein passt, wovor wir womöglich sogar Angst haben?
Können wir es aushalten, im Glauben das zu tun, was wir den Vater tun sehen? Etwas, was wir noch nie getan haben, nur weil es Gott sagt?
Nicht selber einfach irgend etwas Verrücktes aus dem Ärmel ziehen. Das ist natürlich nicht gemeint. Aber auf Gottes Stimme hören. Der Geist Gottes ist ja in uns. Er sagt uns die Worte und er sagt uns die Taten, die wir tun sollen. Und er sagt uns auch was wir nicht sagen und nicht tun sollen.
Wie wissen wir, was Gott will? Martin hat in unserer schwierigen Zeit einmal von Gott ganz deutlich gehört: „Martin, wenn ihr nicht mehr weiter wisst, keine Angst, fragt mich doch einfach!“
Frag Gott doch einfach! Fangen wir doch einfach an, Gott zu fragen. Immer! Überall! In jeder Situation. Herr, was willst du jetzt tun? Kann ich irgend etwas machen, was dir Freude bereitet? Wie willst du, dass ich mit meinen Kindern jetzt rede? Habe ich das gut gemacht oder möchtest du, dass ich etwas dazulerne fürs nächste Mal?

Kol. 3/16+17 „Lasst die Botschaft von Christus ihren ganzen Reichtum bei euch entfalten. Unterweist und ermahnt euch gegenseitig mit aller Weisheit, und dankt Gott von ganzem Herzen mit Psalmen, Lobgesängen und Liedern, die euch Gottes Geist schenkt. Ihr habt doch Gottes Gnade erfahren! All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken.“
Es geht also in der Anbetung um Psalmen, um Lobgesänge, um Lieder, die uns Gottes Geist eingibt, an anderer Stelle steht auch „neue Lieder“, also einfach irgend eine Melodie und dazu ein Text, der weder reimen muss, noch etwas Bestimmtes aussagen muss, einfach etwas, was vom Geist Gottes kommt. Ein intimes Lied aus dem Herzen an den Vater. Auch das ist sehr ungewohnt. Ich bin mir das erste Mal ziemlich komisch vorgekommen. Raus aus der Komfortzone! Probiers einmal! Es macht Gott Freude, wenn er wieder einmal ein neues Lied hört, es müssen nicht immer dieselben alten Lieder sein.
Es geht aber weiter. All unser Tun soll Gott loben und anbeten. Immer.
Matthäus 22/37: „’Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!“
Immer.
Anbetung heißt konkret, dass wir beim Singen, beim Einkaufen, beim Autofahren, beim Arbeiten, beim Reden mit den Nachbarn, zu Hause in der Familie, beim Kochen, beim Abwaschen, beim Putzen, beim Wickeln, beim Besuchen der Eltern,…immer unser Bestes für Gott geben. Wir drücken unsere Liebe zu Gott durch Glauben aus, den wir 24/7/365 – also rund um die Uhr, jede Woche, das ganze Jahr – leben. Mit unserem ganzen Körper, mit unserer Seele, mit unserem Geist. Was wir denken, was wir tun, was wir reden, beim Joggen, beim Essen, beim Schlafen! Sogar beim Schlafen! Bitte doch den Geist des Herrn, dass er dir hilft, im Schlaf Gott zu loben. Wir haben uns das beim Beten vor dem Schlafengehen angewöhnt. Seither passiert es oft, wenn wir in der Nacht oder in der Früh aufwachen, dass wir mit einem Lob in unseren Gedanken aufwachen.
Lasst uns ihm alles geben.
Es gibt in dem Leben eines Nachfolgers Jesu nichts Ungeistliches. Wir sind eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen. Alles ist neu geworden. In uns lebt der Geist Gottes. Was immer wir tun ist für uns immer geistlich! Wir sind nicht mehr dazu verdammt zu sündigen. Es mag hie und da passieren, aber wir sind durch Jesus frei von Sünde, er vergibt sie sofort, wenn wir zu ihm kommen. Lasst uns darum alles besonders gut machen! Für unseren Vater, ihm zur Ehre.
Der allmächtige Gott, der liebende Vater will uns ganz. Alles. Wir sind sehr teuer gekauft. Für uns ist das Blut Gottes geflossen. Er hat sich uns ganz gegeben und als Antwort auf seine Liebe geben wir uns ihm ganz.
Lasst uns ihm alles geben!

Ich werde uns in einem Gebet leiten, in dem wir Gott unsere Bereitschaft ausdrücken, ihm ganz zu gehören. Einen Beschluss, ganze Sache zu machen. Wenn das, was ich vorbete auch dein Gebet ist, dann bete doch bitte laut hinter mir nach. Laute Worte haben einen großen Wert in der unsichtbaren Welt. Wenn du das nicht möchtest, dann bete einfach nicht mit.
Lasst und dazu aufstehen und wer möchte kann zur Bekräftigung wie früher die Priester, eine oder beide Hände zu Gott aufheben.
• Hier bin ich Herr. Ich entscheide mich, dir ganz zu gehören. Ich gebe dir alles was ich bin und habe. Alles gehört dir. Ich selber, meine Beziehungen, mein Besitz, mein Geld, meine Zeit, meine Gedanken und meine Taten.
• Hilf mir, deine Stimme zu hören, lieber Vater, und zu sehen, was du tust.
• Es tut mir von Herzen leid, dass ich so oft der Angst und nicht deiner Anleitung gehorcht habe! Bitte verzeih mir, dass ich dir dadurch keine Freude bereitet habe!
• Danke, dass du mir vergibst und mich dein Kind nennst, Kind des allerhöchsten Gottes! Das ist für mich die größte Ehre, die ich erlangen kann.
• Du hast mich durch dein Blut teuer erkauft, Herr Jesus, ich bin dein.
• Im Namen Jesu breche ich die Macht, die Angst in meinem Leben hat.
• Ich danke dir, Herr Jesus, dass du mich von der Sklaverei der Angst frei machst.
• Herr Heiliger Geist, ich bin bereit, mich von dir verändern zu lassen und deinen Willen zu tun, denn du willst nur das Beste für mich!
• ich erkläre vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt, dass ich Anbeter werde – mit deiner Anleitung und Hilfe, Heiliger Geist. Danke, Amen.