Gott hat dich geschaffen … einfach, weil er es wollte.

Eltern: Hände hoch! Freude die Kinder zu sehen.

Umso mehr gilt das bei Gott!

Du bist zur Freude Gottes erschaffen. Noch bevor du etwas für ihn tun kannst. Er liebt dich mehr, als du es dir vorstellen kannst.

 

Wenn wir Gott lieben, dann ist das genau genommen „nur“ ein zurücklieben, denn er hat uns zuerst geliebt.

Wort für dieses „zurücklieben“ = Anbetung

Wird oft falsch verstanden. Woran denkst du bei diesem Wort?

 

Manch einer denkt vielleicht an seine „Angebetete“? Oder an einen bestimmten Religiösen Ritus. (Form von Lobpreis)

Die Wahrheit ist, dass jeder irgendetwas anbetet. Geld, Auto, Status…

Etwas, oder jemand, der mir Sinn, Halt, Antrieb, Freude, oder was auch immer im Leben verspricht.

 

Jesus wurde am Anfang seines Dienstes in die Wüste geführt, und dort vom Teufel versucht. Unter anderem sagte der Teufel zu ihm: Du kannst alles haben, wenn du mich anbetest.

Wir kennen die Antwort Jesu: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und nur ihm allein dienen.

 

Mein 1. Ziel im Leben ist: Gott anbeten!

Höchste Priorität, Nr.1 Job…

 

Heute werden wir uns genauer ansehen, was das konkret bedeutet.

Römer 12,1: „Weil ihr Gottes Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf… mit eurem ganzen Leben für Gott da zu sein. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt.

Ihm auf diese Weise zu dienen ist die angemessene Antwort auf seine Liebe.“ (Hoffnung für alle)

 

Anbetung ist die Art und Weise, wie ich darauf reagiere, dass Gott mich liebt.

In dem Vers heißt es „Weil ihr Gottes Barmherzigkeit erfahren habt.“

Er liebt uns zuerst, und wir antworten ihm mit Anbetung.

In jedem Fall liegt die Initiative bei Gott.

Gott geht immer den ersten Schritt.

Er erlöst, segnet, liebt, ruft ins Leben, schützt… zuerst.

 

Alle diese Dinge tut er von sich aus, und als eine Antwort darauf beten wir ihn an.

 

Das ist nicht neu, Menschen haben immer schon jemanden, oder zumindest etwas angebetet.

So wie auch jene Frau, der Jesus in Joh 4 begegnete. Sie war eine Samariterin. Die Samariter waren ein Mischvolk aus Juden und andern Völker, die unter den Assyrern dort angesiedelt wurden. Sie kannten und verehrten sowohl den Gott Israels, als auch alle möglichen Götter. Deshalb wurden sie unter den „reinen“ Juden als unrein betrachtet und gemieden.

Jesus setzte sich über diese Vorurteile hinweg und sprach mit dieser Frau. Nicht nur über das Wetter, sondern über wahre Anbetung.

 

Sie sagte, nachdem Jesus ihr ein Wort der Erkenntnis weitergegeben hatte: (Joh 4,19-24) »Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.

20 Sage mir doch, warum ihr Juden darauf besteht, dass Jerusalem der einzige Ort ist, um Gott anzubeten. Wir Samaritaner dagegen behaupten, dass es dieser Berg hier ist, wo unsere Vorfahren gebetet haben.«

21 Jesus erwiderte: »Glaube mir, es kommt die Zeit, in der es keine Rolle mehr spielt, ob ihr den Vater hier oder in Jerusalem anbetet.

23 Aber die Zeit kommt, ja sie ist schon da, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten. Der Vater sucht Menschen, die ihn so anbeten.

24 Denn Gott ist Geist; deshalb müssen die, die ihn anbeten wollen, ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.«

 

Der Vater sucht Menschen, die ihn so anbeten.

In Wahrheit und im Geist. Was bedeutet das genau?

 

In Wahrheit bedeutet zum Ersten ganz einfach, dass ich ein reines Herz brauche. Dass meine Anbetung nicht geheuchelt sein darf, sondern ich es ehrlich so meine, wie ich es sage. Wenn ich zum Beispiel sage: „Jesus, du bist mein Herr. Ich gebe dir mein ganzes Leben. Du darfst bestimmen. Ich überlasse dir das Steuer.“, aber mein Leben anders aussieht, dann ist das keine Anbetung.

Wenn das nur Lippenbekenntnisse sind, ohne dass ich es ehrlich meine, dann bin ich ein religiöser Heuchler. Aber kein Anbeter, so wie ihn sich der Vater im Himmel wünscht.

 

In Wahrheit anzubeten setzt auch voraus, dass ich mich traue, die Wahrheit in meinem Leben anzusehen. Jeder von uns hat dunkle Flecken. Jeder von uns tut, oder denkt Dinge, für die er sich schämen würde, wenn sie in ans Licht kämen.

Diese dunklen Flecken anzusehen fordert Mut. Und noch mehr Mut ist erforderlich, diese Dinge nicht nur anzusehen, sondern auszusprechen. Ich meine nicht in aller Öffentlichkeit, aber vor einem Menschen, dem ich vertraue. Vor einem Bruder oder einer Schwester, der oder die mir dabei hilft, das reinigende und heilende Licht, der Liebe Gottes auf diese Dinge scheinen zu lassen. Das ist der einzige Weg wie ich diese dunklen Flecken los werden, und zu einem wahren Anbeter werden kann.

 

Vor allem aber bedeutet in Wahrheit anzubeten, dass ich „die Wahrheit“ wirklich kenne. Jesus hat von sich gesagt: „Ich bin die Wahrheit“. Ohne ihn wirklich zu kennen werde ich auch den Vater niemals wirklich anbeten können. Er hat gesagt: Wer mich sieht, der sieht den Vater.

Er, der die Wahrheit ist, hilft mir zum Beispiel dabei, Lebenslügen, die ich glaube durch seine Wahrheit zu ersetzen. Der Sozo Dienst in unserer Gemeinde ist ein hervorragendes Werkzeug, bei dem genau das passiert.

 

 

Was bedeutet dann im Geist anzubeten? Der Vater wünscht sich ja Anbeter, die ihn in Wahrheit und im Geist anbeten.

 

Wir Menschen haben einen Körper, eine Seele und einen Geist. Für viele Menschen sind die Seele und der Geist schwer auseinander zu halten. Beide sind ja unsichtbar und werden daher häufig verwechselt.

In unserer Seele sitzen unsere Gefühle, unser Wille und unser Verstand. Der Geist ist derjenige, der mit Gott kommuniziert. Wenn ein Mensch zum Glauben an Gott kommt, dann zieht der HG in den Geist dieses Menschen ein. Der HG ist sozusagen der „Übersetzer“ des Redens Gottes in uns und gleichzeitig hilft er uns so zu beten, dass diese Gebete beim Vater „ankommen“.

 

Röm 8,26: Der Heilige Geist hilft uns in unserer Schwäche. Denn wir wissen ja nicht einmal, worum oder wie wir beten sollen. Doch der Heilige Geist betet für uns mit einem Seufzen, das sich nicht in Worte fassen lässt.

Um den Vater in Wahrheit und im Geist anbeten zu können, brauchen wir also den HG. Und dieser HG ist allen verheißen, die an Jesus glauben. Die ihm ganz vertrauen, ihm nachfolgen und die ihn „zurück lieben“, weil sie erkannt haben, wie sehr sie geliebt sind.

 

Liebt ihn (Gott) von ganzem Herzen und mit ganzem Willen, mit ganzem Verstand und mit aller Kraft.“ (Markus 12,30)

 

Zuerst wünscht Gott sich, dass wir ihn denkend lieben. Es heißt „mit ganzem Verstand“. Mit Köpfchen. Der Verstand ist ja Teil unserer Seele. Unsere Seele hat Bedürfnisse, die wir ernst nehmen müssen. Aber wenn wir der Seele erlauben, dass sie unser Leben steuert, dann werden wir zu Bedürfnis- oder sogar zu triebgesteuerten Menschen.

In den Psalmen heißt es immer wieder: „Meine Seele, lobe den Herrn!“

Mein Geist kann über meine Seele befehlen.

Wenn mein Geist über meine Seele herrscht und dieser Geist mit dem HG zusammenarbeitet, dann bin ich ein geistlich gesunder Mensch.

Zu Glauben bedeutet nicht, dass wir unseren Verstand an der Garderobe abgeben müssen. Ganz im Gegenteil. Es bedeutet, dass ich auch mit meinem Verstand dazu entschließe, diesen wunderbaren, liebenden Vater, an die erste Stelle meines Lebens zu setzen.

Die Entscheidung dazu müssen wir in unserem Geist treffen.

Gott möchte, dass wir ihn mit unserem Verstand kennen und lieben lernen.

 

Zweitens: Gott wünscht sich, dass wir ihn leidenschaftlich lieben. Es heißt: „mit ganzem Herzen“. Gott sagt: Liebe mich leidenschaftlich, weil ich dich leidenschaftlich liebe.

Lange Zeit war Leidenschaft geradezu verpönt in der westlichen Christenheit. In einer Kirche spricht man leise, zieht sich keusch an und auf gar keinen Fall darf ich irgendeine Art von Leidenschaft zeigen.

Bsp. von Nicky Gumbel: Eine Frau war ganz begeistert, von dem, was sie in einer Kirche erlebte… „Das kommt aber nicht von hier!“

 

König David war ein Mann nach dem Herzen Gottes. Er tanzte vor seinem Gott so leidenschaftlich, dass sich seine Frau für ihn schämte. Tatsächlich war dieser Tanz nicht jugendfrei, aber als Davids Frau ihn daraufhin ansprach antwortete er: 2. Sam 6, 21f: Ich habe vor dem Herrn getanzt, … Ja, vor ihm will ich auch künftig tanzen.

Und ich bin sogar bereit, mich noch tiefer zu erniedrigen als diesmal und demütig von mir zu denken;

Davids Leben war gesegnet, das Leben seiner Frau nicht.

V 23 Michal aber, die Tochter Sauls, blieb ihr Leben lang kinderlos.

 

Und drittens: Gott möchte, dass wir ihn praktisch lieben. „Liebe mich mit all deiner Kraft“, mit all deinen Fähigkeiten.

Wenn unsere Liebe immer nur im Reich der Gefühle bleibt, dann ist es keine echte Liebe. Echter Liebe folgen immer liebevolle Taten. Wenn ich einen Menschen liebe, dann werde ich so handeln, dass diese Liebe bei ihm ankommt.

Wenn ich Gott liebe, dann zeigt sich das unter anderem dadurch, dass ich meine Glaubensgeschwister- und in weiterer Folge alle Menschen liebe.

  1. Joh 4,20 Wenn jemand behauptet: »Ich liebe Gott«, und dabei seinen Bruder oder seine Schwester hasst, dann lügt er. Wenn er seine Glaubensgeschwister, die er sieht, nicht liebt, dann kann er Gott, den er nicht sieht, erst recht nicht lieben.

 

 

Die Wahrheit ist, dass es drei Dinge im Universum gibt, die Gott nicht hat, solange du sie ihm nicht gibst – obwohl er das Universum selbst und auch dich darin geschaffen hat.

Deine Aufmerksamkeit,

Aufmerksamkeit bedeutet, Gott mit dem Verstand zu lieben.

 

Deine Zuneigung,

Zuneigung bedeutet, Gott mit dem Herzen zu lieben.

 

Und Gott hat nicht deine Gaben, solange du sie ihm nicht zur Verfügung stellst. Ihm seine Gaben zu geben bedeutet, Gott mit aller Kraft und mit allen Fähigkeiten zu lieben. Dabei können wir Gott nur geben, was er uns zuerst gegeben hat.

 

Er hat dir auch die Fähigkeit gegeben, anderen Menschen deine Aufmerksamkeit zu schenken, Zuneigung zu empfinden und auszudrücken. Du besitzt spezielle Gaben und Fähigkeiten, weil er dich begabt hat.

 

Wenn du diese Dinge nimmst, die du von Gott erhalten hast, und sie ihm zurückgibst, und dich dabei vom HG leiten lässt, dann bist du mitten drin in der wahren geistlichen Anbetung.

 

Dafür hat Gott dich geschaffen.