Advent = Ankunft
Wir warten auf die Ankunft (Wiederkunft) Jesu
Wie bereits letztes mal erwähnt wird es bald sein.
Sein Kommen war noch nie so nahe wie heute.

Spannendes Thema mit einer schier unendlichen Fülle an Theorien, Lehren, Vermutungen und Deutungsversuchen.
Seit jeher versuchen Menschen vorauszusehen, was in der Zukunft sein wird.
Und vor allem wenn es um das Thema „Ende der Welt“ geht, dann bekommt das Ganze noch einmal eine eigene Dynamik.

Skurrilste Theorien kursieren beispielsweise im Internet.
Diverse Weltuntergangstheorien sind nichts neues.
Ende des Mayakalenders 20.12.2012
Jahrtausendwende (Sonnenfinsternis Aug 99)
Kalter Krieg (Atombomben)
Zeugen Jehovas, STA…
Zu Luthers Zeiten (Apfelbäumchen)
Bereits in der Antike unterhielten sich Philosophen über das Ende der Welt.
Zur Zeit des NT: Große „Naherwartung“

All das lässt einen Schluss zu: Diese Welt wird nicht ewig halten, sie hat ein Ablaufdatum (Auch im Bewusstsein vieler Religionen)
 Dem Menschen mitgegeben.

Auch die Bibel beschäftigt sich sehr viel mit dem Thema: Was wird am Ende der Zeit sein? (Kein Randthema)

Gewisse Begriffe tauchen in diesem Zusammenhang immer wieder auf.
Eins vorweg: Ich möchte und werde keinen „Endzeitfahrplan“ erstellen oder mich auf die eine oder andere Lehre die diesbezüglich durch die christliche Landschaft geistert festlegen.
Ich glaube die biblischen Aussagen zu diesem Thema sollen uns nicht dazu bringen, dass wir darüber streiten, ob die „Entrückung“ vor- in der Mitte- gegen Ende- oder nach der „großen Trübsal“ stattfinden wird.

Aber ich finde es doch wichtig, dass wir als Christen über die Dinge, die kommen werden, Bescheid wissen sollen.
Zumindest in dem Maß, wie uns der HG Erkenntnis schenkt.

Entrückung
Buchreihe „Finale – die letzten Tage der Erde“ (Seit 2000)
Autoaufkleber: „Achtung! Bei der Entrückung wird dieses Auto führerlos.“

Eine Entrückung an sich wird ja schon 2-3 mal in der Bibel erwähnt:
1.Mose 5,24
Henoch hatte in enger Verbindung mit Gott gelebt. Dann war er plötzlich nicht mehr da; denn Gott hatte ihn von der Erde weggenommen.
Elia
Himmelfahrt Jesu

Mt 24,40-41
40 Von zwei Männern, die dann zusammen auf dem Feld arbeiten, wird der eine angenommen, der andere zurückgelassen.
41 Von zwei Frauen, die dann zusammen Korn mahlen, wird die eine angenommen, die andere zurückgelassen.

1.Thess 4,16-18
16 Wenn Gottes Befehl ergeht, der oberste Engel ruft und die himmlische Posaune ertönt, wird Christus, der Herr, selbst vom Himmel kommen. Zuerst werden dann alle, die im Vertrauen auf ihn gestorben sind, aus dem Grab auferstehen.
17 Danach werden wir, die noch am Leben sind, mit ihnen zusammen auf Wolken in die Luft gehoben und dem Herrn entgegengeführt werden, um ihn zu empfangen. Dann werden wir für immer mit ihm zusammen sein.
18 Macht euch also damit gegenseitig Mut!

Paulus schreibt nichts davon, dass es sensationell oder spannend wird, sondern, dass wir uns gegenseitig Mut machen sollen.
Die Aussicht, dass wir in der Ewigkeit mit ihm Gemeinschaft haben und dass wir ihm, wenn er am Ende der Zeit kommt entgegen ziehen dürfen, sind ermutigende Aussichten.

Bei der Entrückung geht es nach meiner Meinung auch nicht darum, dass mir eine Zeit der „großen Trübsal“ erspart bleibt, sondern ein ganz anderes Bild liegt dem zu Grunde:
Triumphaler Einzug eines großen Herrschers oder Eroberers in der Antike: Es war eine Ehre ihm entgegen zu gehen und dann gemeinsam mit ihm ein zu ziehen.
Wenn du Jesus wirklich nachfolgst, dann bist du dabei! Du gehörst dazu. Diesen Platz an der Seite Jesu kann dir keiner nehmen!

Die große Trübsal
Jesus hat seinen Jüngern, und damit auch uns eine ganze Reihe von Dingen verheißen, wenn wir ihm nachfolgen: Freude, Geschwister, Häuser, HG, Hoffnung… und Verfolgung.
Mt 24,9
Die ganze Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt.
Das steht nicht im „Kleingedruckten“, das hat JC uns in aller Deutlichkeit gesagt und das müssen auch wir allen Menschen sagen, die Jesus nachfolgen wollen.
Als Christen gehören wir nicht mehr zu dieser Welt. Wir sind im Feindesland und der Feind lässt nichts unversucht, uns zu schaden.
Je näher das Ende kommt, um so aggressiver werden die Angriffe sein.
Es spitzt sich alles immer weiter zu.

Ich kann nicht sagen, was genau uns alles in der „großen Trübsal“ erwartet.
Kriege, Naturkatastrophen, das Auftreten des/eines Antichristen, die Liebe wird in vielen erkalten… all das erleben wir ja schon in unseren Tagen.

Wir wissen auch nicht, wann die große Trübsal beginnt, (oder vielleicht schon begonnen hat?), ich glaube auch nicht dass die biblische Zeitangabe von 7 Jahren aus dem Buch Daniel so wörtlich gemeint sind, sondern eher, dass Gott uns darin zusagt, dass diese Zeit begrenzt ist, von ihm selber auf eine gewisse Zeit limitiert, weil er genau weiß, was er uns zumuten kann und was nicht.

Das was wir aber wissen und was uns tröstet und uns Hoffnung gibt, ist die Zuversicht, dass Jesus gesiegt hat und dass er am Ende der Zeit endgültig die Feinde Gottes vernichten wird.
Egal wie schwer die Zeiten sind oder noch werden, wir haben eine berechtigte Hoffnung, die über diese Zeit der Trübsal hinausgeht.
Gott wird das letzte Wort sprechen, durch ihn dürfen wir die sein, die zuletzt lachen. (Aber nicht weil wir die längste Leitung haben ☺)

Auch jetzt schon dürfen wir mit Jesu Hilfe viele Siege feiern. So lange wir in der engen Beziehung zum Vater leben, kann niemand und nichts etwas anhaben.

Röm 8,36-39
36 Es ergeht uns wirklich so, wie es in den Heiligen Schriften steht: »Weil wir zu dir, Herr, gehören, sind wir ständig in Todesgefahr. Wir werden angesehen wie Schafe, die zum Schlachten bestimmt sind.«
37 Aber mitten in all dem triumphieren wir als Sieger mit Hilfe dessen, der uns so sehr geliebt hat.
38 Ich bin ganz sicher, dass nichts uns von seiner Liebe trennen kann: weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, noch andere gottfeindliche Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
39 weder Himmel noch Hölle. Nichts in der ganzen Welt kann uns jemals trennen von der Liebe Gottes, die uns verbürgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.

Deshalb brauchen wir keine Angst vor dieser Zeit der großen Trübsal haben, sondern dürfen voll Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft blicken.

Das Tausendjährige Reich
Dieses Friedensreich wird in u.a. in Off 20 beschrieben. Es ist eine Zeit, in der der Teufel gefesselt wird und warten muss. In dieser Zeit werden alle, die auf Grund des Glaubens an Jesus zu Märtyrern wurden, auferstehen und zusammen mit Jesus für 1000 Jahre herrschen.
In der Geschichte glaubte man, dass die große Trübsal die Christenverfolgung der ersten Jahrhunderte war und dass dann mit der „Konstantinischen Wende“ das 1000jährige Reich anbrach.
Tatsächlich wurde in dieser Zeit das Christentum Staatsreligion (Ob das Jesus so wollte ist eine andere Frage), es gab viele Kriege, das Römische Reich zerfiel, der Islam entstand, es gab Kreuzzüge, die Pest und das Mittelalter…
Auch Hitler wollte ein 1000jähriges Reich bauen.

Tatsache ist aber, dass der Satan noch immer auf der Erde sein Unwesen treibt und von daher dieses 1000jährige Reich ganz offensichtlich noch nicht angebrochen ist.
Aus Off 20 geht hervor, dass nur die Märtyrer vor zu Beginn dieser 1000 Jahre (symbolische Zeit?) auferstehen, alle anderen aber erst nach dieser Zeit.
Die 1000jährige Herrschaft ist also eine Belohnung für die, die buchstäblich ihr Leben für Jesus gelassen haben.
Wenn dann am Ende dieser Zeit der Satan noch einmal frei gelassen wird, kommt es zu einem allerletzten Kampf, bei dem der Teufel und alle seine Helfer endgültig vernichtet wird.

Meine persönliche Meinung ist, dass diese Friedenszeit anbricht nachdem Jesus für alle sichtbar auf die Erde gekommen ist, also schon Teil der Neuschöpfung ist und wir im Diesseits nicht darauf warten brauchen.

Was können wir aus all diesen Dingen lernen?

1.Thess 5,1-10
1 Über die Frage, wann das geschehen wird, Brüder und Schwestern, zu welchem näheren Zeitpunkt es eintreten wird, brauchen wir euch nichts zu schreiben. 2 Ihr wisst selbst ganz genau, dass der Herr so unvorhergesehen kommt wie ein Dieb in der Nacht.
3 Wenn die Menschen sagen werden: »Alles ist ruhig und sicher«, wird plötzlich Gottes vernichtendes Strafgericht über sie hereinbrechen, so wie die Wehen über eine schwangere Frau. Da gibt es kein Entrinnen.
4 Ihr aber lebt ja nicht in der Dunkelheit, Brüder und Schwestern, so dass euch der Tag des Herrn wie ein Dieb überraschen könnte.
5 Ihr alle seid vielmehr Menschen, die dem Licht und dem Tag gehören. Und weil wir nicht mehr der Nacht und der Dunkelheit gehören, 6 wollen wir auch nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein.
9 Denn Gott hat uns nicht dazu bestimmt, dass wir seinem Gericht verfallen, sondern dass wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, gerettet werden.
10 Er, unser Herr, ist für uns gestorben, damit wir zusammen mit ihm leben. Das gilt für uns alle, ob wir noch am Leben sind, wenn er kommt, oder ob wir schon vorher gestorben sind.

Also: Er geht nicht darum, dass wir alles wissen und genau kalkulieren können: jetzt ist das gewesen, als nächsten folgt das…

Die Bibel lehrt viel über die letzten Dinge, damit wir uns ganz sicher sein können:
Gott kennt die Zukunft und er hält sie in der Hand. Wenn auch wir in seiner Hand sind, haben wir nichts zu befürchten. Egal was die Zukunft bringt, wir sind auf der Seite des Siegers. Wir können voller Zuversicht und freudiger Erwartung den kommenden Dingen begegnen.

Aber wir müssen auch wachsam sein und im Licht bleiben.
Jesus sagt in den so genannten Sendschreiben in der Offenbarung einen Satz zu allen sieben Gemeinden: „Wer durchhält und das Böse besiegt…“
(LÜ: Wer überwindet…)

Glauben bedeutet nicht nur einmal ein Übergabegebet gesprochen zu haben, sondern es bedeutet, dran zu bleiben und wachsen zu wollen. Stillstand ist meist Rückschritt.
Wenn wir als Christen bereits 2000 Jahre darauf warten, dass unser Herr wieder kommt, dann erfordert das unsere Geduld. (Frucht des Geistes)
Durchhalten und an etwas dran bleiben sind nicht gerade die beliebtesten Tugenden, schon gar nicht in unserer Zeit, in der wir es nicht mehr gewohnt sind zu warten.
Aber nur mit einer gewissen Hartnäckigkeit und mit dem Überwinden von Schwierigkeiten, auch mit dem Überwinden des eigenen „Schweinehundes“ werden wir wirklich ans Ziel kommen.
Zwei Dinge helfen uns dabei, das Ziel, nämlich bis zum Ende treu bei Jesus zu bleiben, zu erreichen:
1. Das Ziel vor Augen behalten. Bibel lesen, Gebet, nachdenken…
2. Gemeinschaft. Austausch, gegenseitige Hilfe und Unterstützung.

Wenn wir diese Dinge in unserem Leben umsetzen, dann brauchen wir das Gericht Gottes am Ende der Zeit nicht zu fürchten.
Dann brauchen wir auch vor der Zeit der großen Trübsal keine Angst haben.
Dann werden wir, bei seiner Ankunft ihm entgegen gehen, wir werden zu ihm hin entrückt und wir dürfen nicht nur 1000 Jahre, sondern die ganze Ewigkeit in seiner Herrlichkeit leben.