Max hat die ganze Adventbäckerei alleine aufgegessen.
Seine Mutter vorwurfsvoll:
„Hast du den nicht an den Rest der Familie gedacht?“
„Doch, deswegen hab ich mich ja so beeilt!“

Advent bedeutet Ankunft.
Wir warten aber nicht auf den Ankunft des Weihnachtsmanns, auch nicht auf den des Christkindes.
Wir warten auch nicht darauf, dass das Weihnachtsgeschäft der Konjunktur auf die Sprünge hilft.
Im Advent warten wir auf die Wiederkunft unseres Herrn Jesus.

Erstes Kommen: Schwachheit (Mensch, Baby, Stall, Flüchtling, Außenseiter, Esel, Ablehnung, Tod am Kreuz)
Phil 2,6-8
Er war in allem Gott gleich,
und doch hielt er nicht gierig daran fest,
so wie Gott zu sein.
Er gab alle seine Vorrechte auf
und wurde einem Sklaven gleich.
Er wurde ein Mensch in dieser Welt
und teilte das Leben der Menschen.
Im Gehorsam gegen Gott
erniedrigte er sich so tief,
dass er sogar den Tod auf sich nahm,
ja, den Verbrechertod am Kreuz.

Das zweite Kommen wird ganz anders sein.
Phil 2,9-11
Darum hat Gott ihn auch erhöht
und ihm den Rang und Namen verliehen,
der ihn hoch über alle stellt.
Vor Jesus müssen alle auf die Knie fallen –
alle, die im Himmel sind,
auf der Erde und unter der Erde;
alle müssen feierlich bekennen:
»Jesus Christus ist der Herr!«
Und so wird Gott, der Vater, geehrt.

Das erste mal kam er als Retter,
das zweite mal wird es als Richter kommen.
Beim ersten Kommen war er der Bettler und Sklave,
beim zweiten mal ist der König und Herr.

Das sind auch zwei der 4 „Eckpfeiler“ von Foursquare.
Gründerin Aimee Semple McPherson bezog sich auf das Bild aus Hes 1:
• Mensch: Leid, Retter (Kreuz)
• Löwe: Stärke, Täufer im HG (Taube)
• Stier: Lasttier, Heiland (Kelch)
• Adler: Zukunft, König (Krone)

Keine Foursquare „Sonderlehre“ sondern allgemein gültig, vor allem die Wiederkunft. (z.B.: Apostolisches Glaubensbekenntnis)

JC kommt wieder – als Richter, König und Herr.
Frohe Botschaft, aber nicht für alle.

Dass es einen letzten Tag geben wird, ein Ende dieser Welt, das ist ein großes Thema in der ganzen HS, nicht nur im NT. Auch andere Religionen wissen darum.
Im AT ist oft vom „Tag des Herrn“ die Rede, ein Tag an dem Gott die Bösen bestraft.
Auch im NT heißt es: (Hebr 10,31) Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Wenn man die Offenbarung durchliest, stößt man auf Krieg, Krankheit, Leid, den Zorn Gottes…
Ein strafender Gott? Das passt so überhaupt nicht in unser Bild vom „lieben Gott“. Letztes Wochenende haben wir gehört, dass Gott Liebe ist.
Wie passt das zusammen?

Wenn immer etwas Schreckliches passiert, z.B. ein Kind stirbt, dann fragen wir ganz schnell: Wie kann Gott das zulassen?

Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass wir etwas verstehen:
JC kommt als Richter.
Richten = etwas wieder zurecht bringen.
Wenn ich nichts angestellt habe, brauche ich den Richter nicht zu fürchten.
Am allerwenigsten einen gerechten, unbestechlichen Richter.

Einen Richter brauche ich, wenn mir, oder jemand anders Unrecht wiederfahren ist.

Auf unserer Welt regiert die Liebe Gottes noch nicht zu 100%. Das Reich Gottes ist zwar schon angebrochen, es ist mitten unter uns, aber noch darf Satan in dieser Welt herrschen.
Wir leben in einer „Zwischenzeit“ (A. Frey)
Es ist, wie so vieles im Glaubensleben paradox:
Wir haben ein neues Herz bekommen, trotzdem sündigen wir.
Wir haben den HG erhalten, trotzdem müssen wir immer wieder mit ihm erfüllt werden.
JC hat schon alle unsere Wunden am Kreuz getragen, aber Christen werden und bleiben manchmal krank.
JC ist durch den HG bereits da, er lebt unter uns, trotzdem warten wir auf sein Kommen.
Unsere Welt wurde von Gott gut geschaffen, aber sie ist gefallen und steht immer noch unter der Herrschaft Satans.

Wie stellst du dir die Hölle vor?
Ein Ort, an dem Gott nicht mehr da ist. Denk diesen Gedanken einmal konsequent weiter…
An diesem Ort kannst du alles Gold dieser Welt haben, aber ich möchte nicht dort sein.

Die Offenbarung ist ein „Bilderbuch“.
Zwei Kunstkritiker vor einem Gemälde mit dem Titel „Weltuntergang“
„Gut getroffen, das Bild ist wirklich eine Katastrophe“.

Wir leben in dieser Zwischenzeit. Gott und Satan wirken gleichzeitig in dieser Welt. Aber stell dir vor, Gott würde sich aus dieser Welt zurück ziehen.
Bisher heißt es: (Mt 5, 45) Gott lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Was passiert, wenn Gott sich zurückzieht und die Welt sich selber, bzw. dem Feind überlässt.
Wenn wir all die Katastrophen der Endzeit in der Offenbarung ansehen, dann erkennen wir, dass genau das dort beschrieben wird.
Die Zerstörerischen Kräfte, die bisher von Gott zurückgehalten wurden, kommen jetzt frei und dürfen ihr Unheil verbreiten.
Wir lesen da von Wesen, die ausziehen und Krieg, Krankheiten, Unglück, wirtschaftlichen Niedergang, Naturkatastrophen, Leid, Schmerzen und den Tod hervorrufen.

Und dann lesen wir eines der traurigsten Verse in der Bibel: Off 9,20f
Doch trotz all dieser entsetzlichen Katastrophen dachten die Überlebenden nicht daran, sich zu ändern und zu Gott umzukehren. Nach wie vor beteten sie die Dämonen an und ihre selbst gemachten Götzen aus Gold, Silber, Bronze, Stein oder Holz, die weder hören noch sehen, noch laufen können. Ja, die Menschen kehrten nicht um. Sie hörten nicht auf, einander umzubringen, Zauberei zu treiben, sexuell zügellos zu leben und einander zu bestehlen.

Gott will aber, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1. Tim 2,4)

Das ist die Spannung und der Schmerz Gottes, in den auch wir als seine Kinder mit hinein genommen sind.

Wenn wir uns jetzt auf die Ankunft Jesu vorbereiten wollen, heißt das, dass wir als Christen eine ganz entscheidende und wichtige Aufgabe in dieser Welt haben.
JC ist schon zu dir gekommen.
So lange, bis er am Ende der Zeit, für alle sichtbar wiederkommt, kommt er durch dich zu allen Menschen, denen du begegnest.

Was können wir tun?
Die Tatsache, dass Menschen ihr Leben nicht ändern wollen, dass sie viel lieber ihre eignen Götter aus Ziegel, Blech, Plastik, elektronischen Bauteilen oder was auch immer lieber anbeten als den lebendigen Gott hat sich grundsätzlich nicht geändert.
Es ist zwar vielleicht in den letzten 10-15 Jahren etwas leichter geworden mit Menschen über Glaubensthemen zu reden, aber wenn ein Mensch wirklich umkehrt, ist das nach wie vor ein großes Wunder, das der HG tut.

Was können wir tun, damit die Menschen, denen wir begegnen im kommenden Gericht Gottes bestehen können? Wir können sie nicht retten, wir können bestenfalls dazu beitragen, damit sie die rettende Hand des Herrn ergreifen.

Beten.
Gebetsnacht wird ein super Event werden. Aber so ein Event alleine ist sicher zu wenig. Ich hab vor kurzem erst erwähnt, dass die Gegenden in der Welt, in denen Gott sehr viele Menschen rettet, auch die Gegenden sind, in denen sehr viel gebetet wird.
Das Gebet als einer von drei Säulen im Trafotreff.

Leben
Nicht nur irgendwie leben und auf die Pension oder den Himmel warten, sondern so leben, dass wir ein Werbespot für Jesus sind.
Das bedeutet,
dass sich in unseren Augen eine Hoffnung widerspiegelt, die über dieses Leben hinausgeht,
dass durch deine Hände die Liebe des Vaters im Himmel erlebbar wird,
dass deine Füße dich als Freudenboten auszeichnen, der die „Gute Nachricht“ bringt,
dass LAV mehr als nur Schlagworte sind, sondern echt gelebt wird,
dass wir unsere Herzen, aber auch unsere Wohnzimmer und Geldbörsen mit den Menschen teilen, die es nötig haben,
dass man durch unser Leben einen Vorgeschmack auf den Himmel bekommt.

Ein so gelebtes Leben ist die effektivste und nachhaltigste Evangelisationsstrategie. Da geht es dann nicht darum, dass sich Menschen vielleicht einmal bekehren, sondern darum, dass Menschen, die Gott noch nicht kennen durch dich und dein Vorbild zu echten Jüngern Jesu werden. Dass sie ihr Leben radikal und dauerhaft ändern.

Reden
Auf jeden Fall, wenn wir nach dem Grund unserer Hoffnung gefragt werden.

Wir können und sollen darüber hinaus ungefragt bezeugen, was Gott in unserem Leben tut, wenn es passt. (Typisch Gott in der Jausenpause)

Und außerdem, wenn wir merken, dass es angebracht ist, seinen Mund auf zu machen und beispielsweise auf Missstände hin zu weisen. (Dario)
Auch das ist eine Form von Zivilcourage, die ja nicht sehr weit verbreitet ist.

Also: Lasst uns beten, dass noch viele Menschen gerettet werden und dass Gott uns als sein Werkzeug gebrauchen kann.
Lasst uns als lebendige Werbespots für Jesus leben.
Und lass dir von Jesus diese „Ich kann nicht schweigen, von dem was du getan hast“ Mentalität schenken.

Wisst ihr, wann Jesus wieder kommt? Er hat es uns in der Bibel verraten:
Off 22,20: „Ich komme bald!“